Neue Pflegegrade - Auswirkungen auf Hartz4 / Vermittlung

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Heikem
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Beitragvon Heikem » 02.04.2017, 11:16

michael...

ich hatte 2x pflestufe 1 gehabt udn 1x pflegestufe 2 ....ich sollte vollzeit arbeiten gehen :-(....

das interessierte die nicht .

lg
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MichaelK
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Beitragvon MichaelK » 02.04.2017, 11:45

Hallo,

gegen Idealisten hilft meist der Kompromiss. Wenn nicht, nur das Sozialgericht.

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)

Jannice
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Beitragvon Jannice » 02.04.2017, 12:09

Auf nem Termin beim Sozialgericht wartet man hier ewig, ich hab einmal 2,5 Jahre warten müssen und einmal 2 Jahre :-(

Mein jetziger SB geht momentan einfach mal davon aus, da die Kinder 12 und 16 sind ( und bald 13 und 17 werden ) dass die auch wohl mal alleine bleiben können ( nein, können sie nicht! ) . Bei den Pflegegraden geht der davon aus, dass ich das so einteilen könnte, dass ich das abends mache oder am Wochenende ( also 2 mal PG3 und einmal 6 Std. bei nem 3.Pflegebedürftigen mit PG3 ) . Ich habe ausführlich schriftlich dargelegt, warum das so nicht möglich ist, wie er gerne hätte, denn ich habe sozusagen einen Fulltime-Job - aber das geht in dem seinen sturen Schädel nicht rein.

Ein ehem. Sachbearbeiter hat zeitmäßig bei 3 Pflegebedürftigen so gerechnet, als wäre es eine Person mit schwerster Pflegestufe und hat mich komplett rausgenommen aus der Vermittlung. So fand ich es fair, denn ich wüßte wirklich nicht, wann ich so ne blöde Maßnahme machen sollte, ich hole tagsüber wenn wirklich mal alle außer Haus sind, meinen Nachtschlaf nach, den ich teilweise gar nicht oder nur in kleinen Etappen bekomme. Ich hab echt keinen Nerv einen Burnout zu bekommen, nur wegen so nem sturen Sachbearbeiter, der meint, Prinzipien reiten zu müssen, die nicht mal in Ordnung sind. Ich kenne so viele Langzeitarbeitslose ohne Kinder und/oder ohne pflegebedürftige Angehörige, die müssen nicht ran, die werden in Ruhe gelassen mit solchen ( zumindest für mich ) idiotischen Maßnahmen .
LG Jannice
mit "der Kleine" ( 15J. , globale Entwicklungsverzögerung, Kleinwuchs, Asthma, EDS3, sel. Mutismus, Mutation auf Col11A1 u.a.) und "der Große" ( 19J. , Entwicklungsverzögerung, Depression, Hashimoto, Schwerhörig rechts, Autismusspektrumsstörung, Adipositas) . Beide Jungs haben eine Duplikation auf dem ARX-Gen.

CarmenRom
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Beitragvon CarmenRom » 06.04.2017, 11:23

Hallo,

mein Amt argumentiert, daß während des Aufenthaltes meiner Tochter in der WfbM die Pflege anderweitg abgesichert sei und ich somit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen muß.

Wie ist denn nun die Lesart der fachlichen Weisungen?
Ab Pflegegrad 4 generell raus aus der Vermittlung?

WfbM heißt doch lange nicht, daß in der Zeit nix zu tun ist, was unmittelbar mit der Pflege zusammenhängt.

lg C.

Sinale
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Beitragvon Sinale » 06.04.2017, 11:36

Hallo CarmenRom,

du kannst die aktuellen fachlichen Weisungen auf Seite 7 selbst nachlesen, danach ist bei Pflegegrad 4 eine Arbeitszeit nicht zumutbar:

https://www3.arbeitsagentur.de/web/wcm/ ... TBAI377934
Viele Grüße
Sinale

Diagnose: Tetraspastik
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Beitragvon Anja30 » 06.04.2017, 15:06

Carmen, genauso ist es bei mir auch. Mein Sohn geht bis 16 Uhr in Schule und Tagesstätte.
Das ich aber in dieser Zeit hier alles erledige, und mir auch meine dringen benötigte Auszeit gönne, interessiert die überhaupt nicht. Von den Ferien ganz zu schweigen. Da nehme ich mir am besten einen Pflegedienst :roll:

@sinale, ich hoffe das sieht mein SB genauso. :wink:

CarmenRom
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Beitragvon CarmenRom » 06.04.2017, 15:17

Bei Ferien könnte man mit schubweisem Pflegebedarf argumentieren, weil der zu pflegende zu Hause ist.  8)

Bea & Joni
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Beitragvon Bea & Joni » 30.05.2017, 17:18

Mein Sohn hat Pflegegrad 4, und ich bin für das Jobcenter trotz der neuen fachliches Weisungen der Arbeitsagentur vermittlungsfähig. Die interessiert das nicht.
Ich habe Arbeit auf 450 Euro Basis, und auch das ist dem Jobcenter egal, ich muss mich weiter bewerben und bekomme auch weiter Vermittlungsvorschläge, bis ich mind. 6 Stunden arbeite.
Auch anwaltlich habe ich mich beraten lassen und kein Recht bekommen, das Kind ist kein Ehemann, welcher zu Hause sitzt und Pflege benötigt. Ein Kind geht zur Schule, und das Jobcenter kann verlangen, dass die Pflege ein Pflegedienst übernimmt, damit ich 6 Stunden bzw, sozialversicherungspflichtig arbeiten gehen kann (muss)..........
Ich arbeite sehr gerne , zur Zeit bis 13,00 Uhr......uns bekommt das gut, da ich danach noch kochen kann, und die wenige Zeit wegen Nachtpflege meines Sohnes die ich zum Schlafen habe kann ich durch ein kurzes Nachmittagsschläfchen etwas nachholen..............aber manchmal Frage ich mich echt,ob dieser Druck sinnvoll ist.
Wie sind Eure Erfahrungen mit den neuen Fachlichen Anweisungen der Arbeitsagentur ?
LG
Beate mit Jonas, geb. im Jahr 2001, frühkindlicher Autismus mit erheblicher geistigen Zurückgebliebenheit.
Mein Sohn ist der größte Schatz für mich, denn er lehrt mich täglich die Welt herzlich und ehrlich zu betrachten.

Sinale
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Beitragvon Sinale » 30.05.2017, 17:36

Hallo Bea,
Auch anwaltlich habe ich mich beraten lassen und kein Recht bekommen
hinsichtlich dieser Tatsache bin ich entsetzt, evtl. kann ein anderer Anwalt hilfreich sein.
Viele Grüße
Sinale

Diagnose: Tetraspastik
Rollstuhlnutzerin

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Mamamarti
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Beitragvon Mamamarti » 30.05.2017, 17:42

Hallo Bea,
war das ein auf Sozialrecht spezialisierter Anwalt? Das kann ich kaum glauben. Ich gebe Sinale recht. Such dir schnell eine anderen Anwalt.
LG Marti


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