Welche Zusatzvericherung bei Down Syndrom?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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sab75
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Welche Zusatzvericherung bei Down Syndrom?

Beitragvon sab75 » 21.04.2015, 13:37

Hallo!

vielleicht hat ja von euch jemand Erfahrungen / einen guten Tipp:
Wir haben in der SS erfahren, dass unser Sohn Down Syndrom hat und ein kleines Loch in der Herzscheidewand.

Nun sind wir in der komfortablen Situation, entscheiden zu können, ob wir ihn privat oder gesetzlich versichern. Wir tendieren nach allem, was ich gelesen habe, stark zur GKV. Oder gibt es hier andere Erfahrungen?

Wenn wir schnell sind, kann sich mein Mann nun noch zusatzversichern und das Kind wird dann nach der Geburt ohne Gesundheitsprüfung in den selben Tarif aufgenommen.

Hier stellen sich nun einige Fragen:
- Ist eine stationäre Zusatzversicherung überhaupt notwendig?
- Ambulant macht wahrscheinlich eine Zahnzusatzversicherung mit Kiefernorthopädie Sinn. Hier sind wir auf die Signal gestoßen, die im Kompakt Tarif auch Heilpraktiker etc. anbietet.

Gibt es andere Empfehlungen? Welche Zusatzleistungen können wichtig sein? Sollten wir eurer Meinung nach schon so vorgehen, dass wir jetzt meinen Mann versichern oder gibt es auch noch die Möglichkeit, nach der Geburt Tarife abzuschließen?

Vielen lieben Dank im Voraus! :?
Sab

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soschei
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Beitragvon soschei » 21.04.2015, 21:37

Hallo sab,
Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!
Unser Sohn Finn hat ebenfalls DS. Wir sind in der GKV. Das ist auch gut so. 2Freundinnen, ebenfalls beide mit Kind mit DS, sind beide privat versichert und haben viel mehr Hürden zu meistern als wir.
Angefangen von der Mutter-Kind-kur, sie müssen für jedes Kind einen gesonderten Antrag stellen, die eine Freundin muss sich jeden Monat damit beschäftigen, dass das Pflegegeld überwiesen wird.
Zudem kommt, Du wirst viele Arzt und Therapie Termine haben , bei der PKV sitzt Du am Monatsende und sortierts die Unterlagen um die vorgestreckten Gelder wieder ein zu treiben. Mir persönlich wäre das zu viel Aufwand.
Ich wünsche dir noch eine schöne Restschwangerschaft!
Vlg Renate

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Christine Sp.
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Beitragvon Christine Sp. » 21.04.2015, 21:55

Hallo Sab75,
eine stationäre Zusatzversicherung haben wir auch, die habe ich aber sehr früh für meinen Sohn abgeschlossen. Es wurde eine Kopie des U-Heftes verlangt.
Bei seiner heutigen Diagnose würde uns die Versicherung wohl nicht mehr nehmen.
Die Zahnzusatzversicherung hat noch Zeit, die bekommt man ohne Gesundheitsprüfung.
Ich wünsche Dir alles Gute
Grüße
Christine
Christine Sp. (1970) mit Niclas (2004)
ICP mit beinbetonter Tetraparese
Seit Sept. '15 Regelschüler an einer Realschule

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*Janne*
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Beitragvon *Janne* » 21.04.2015, 22:09

Hallo Sab,

auch von mir erstmal einen herzlichen Glückwunsch und beste Wünsche zur Restschwangerschaft! :wink:

Wie meine Signatur verrät, haben wir ebenfalls ein DS Zwergi.
Zugegeben haben wir eine noch kompliziertere Versicherungssituation, da wir keine Wahl der Versicherung hatten und unsere Kinder über PKV und Beihilfe laufen mussten.

Durch die Situation, dass die DS Diagnose 2 Tage vor der Geburt gestellt wurde, hatten wir keine Wahl auf Tarifauswahl oder Zusatzversicherungen.

Privat sind die Kids ebenfalls über die Signal Iduna versichert und wir sind damit sehr zufrieden, da wir einen tollen SB haben und sehr viele vernünftige Kulanzentscheidungen getroffen wurden (bei uns macht die Beihilfe die Probleme!).
Ich denke aber, dass es manchmal schon eher SB Zufall sein kann, der über Glück oder Unglück entscheidet :?
Ebenfalls weiß ich nicht, ob auch die "priveligierte" Situation der Versicherung (jeweils nur 20% der Gesamtkosten) dazu beiträgt, dass es von dieser Seite aus einfach ein wenig einfacher ist, bestimmte Kulanzentscheidungen zu treffen !? - aus dem Grundtarif fallen wir jedenfalls leider recht regelmäßig...!

Wir sind aufgrund der Arbeits-/ Aufwands-/ und Frustbelastung zwischenzeitlich soweit gewesen zu überlegen, ob jemand von uns beruflich hinschmeißt, um endlich eine Familienversicherung zu bekommen (geht aber nicht so einfach) und für die Bearbeitung von Anträgen/ Widersprüchen etc. hätten wir bezeiten locker mindestens zwei 400 Euro Kräfte beschäftigen können.... aber, wie gesagt, wir sind da noch sehr viel spezieller....

Mit der Signal haben wir als PKV sehr gute Erfahrungen gemacht .
Als 6er Treffer im Lotto würde ich allerdings vieles darum geben mit den Kinder in der TK gesetzlich versichert zu sein und damit eine Versichertenkarte zu haben UND familienversichert zu sein :roll:

Ich wünsche euch eine- für euch- beste Entscheidung und ein tolles gemeinsamen Willkommen in dieser Welt :wink:

Gruß, Janne
unsere Vorstellung: :icon_sunny: hier

Janne mit Männe, großem Bruder (*04) und Liam (*06) Trisomie 21, ASD II, V.a. intrapulmonale Lymphangiektasien, Gehörlos (CI versorgt seit 2010/11), Button, einiges mehr... und der größte Kämpfer, den wir je kennenlernen durften!

sab75
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Beitragvon sab75 » 22.04.2015, 11:39

Vielen Dank für eure Antworten!
Für die TK hatten wir uns im Prinzip ja eh schon entschieden. Und die Krankenhauszusatzversicherung machen wir dann wohl auch umgehend! Was die Zähne angeht, recherchier ich nochmal...
Wahrscheinlich hol ich auch unseren älteren Sohn gleich mit rüber aus der PKV, dann ist das mit eventuellen Kuren sicher auch leichter - und wir sparen an der Stelle sogar noch 10 Euro im Monat :P
VlG Sab


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