Parken auf dem Behindertenparkplatz als Begleitperson

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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finnja
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Beitragvon finnja » 11.11.2014, 12:12

Hallo,
Man darf das Auto für den Behinderten natürlich auch ohne ihn fahren, aber eben nicht, um jemanden vom Flughafen abzuholen! Das meinte ich damit.
Warum denn das nicht?
Könnte ja auch eine Betreuungsperson sein, die gerade ankommt, oder die Pflegeperson, die aus dem Erholungsurlaub zurückkommt...

LG, Finnja
Sohn 06 ,SBA seit 06 mit 100 GdB und PS II (die nicht seit 06), Mutation, mit Auswirkungen in allen möglichen Bereichen,
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PT 07, FAS mit gB, lebt inzwischen in einer Einrichtung
LT 12, so normal, wie bei uns als Eltern möglich ;-)

Susannwe
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Beitragvon Susannwe » 11.11.2014, 12:48

Hallo,

wenn Du es ganz ausweiten willst, ist alles im Sinne vom Behinderten..... und man könnte das Auto immer nutzen... ( man geht arbeiten, damit das Kind Essen bekommt, man ist schneller Zuhause mit dem Auto und kann die Pflege schneller weiterführen)...
Jemand hieß in meinem Fall, jemand, der nicht Nutznießer des SBAs ist

LG
Susann
Susann 51 , T. 28 J.; Sina 27 J. tuberöse Sklerose, autoaggressiv, autistische Züge, schwermehrfachbehindert; L. 16 J.: Frühchen 31 W 1T, Herzklappenfehler(erledigt)

finnja
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Beitragvon finnja » 11.11.2014, 13:15

Hallo Susanne,

ne, Arbeitsfahrten sind definitiv außen vor, wg der steuerlichen Vorteile...

Aber wir leben hier mit drei behinderten Kindern, wovon zwei SBAs mit Merkzeichen haben, könnten also theorethisch sogar zwei Autos steuerbefreit haben und dann ein drittes für die Arbeit (bei zwei Führerscheinen).

Im Gesetz ist die Haushaltsführung (also Einkaufen etc) sogar explizit erwähnt und sehr dehnbar.

Aber wenn ich vormittags, wenn die Kinder in der Schule sind, mit den Hunden rausfahr, alleine einkaufen gehe (eventuell sogar shoppen für mich) dann mach ich das OHNE schlechtes Gewissen...

LG, Finnja

PS: Gibt es irgendein Elternpaar, dass Steuern nachzahlen musste, weil es OHNE Kind unterwegs war? Wurde da schonmal jemand verurteilt?
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Beitragvon KerstinM. » 11.11.2014, 16:40

Warum denn das nicht?
Könnte ja auch eine Betreuungsperson sein, die gerade ankommt, oder die Pflegeperson, die aus dem Erholungsurlaub zurückkommt...

vielleicht aber nur, weil das Kind dann die Begleitperson ist oder sein muss oder sein will.
Vlt fährt das Kind einfach auch nur gern Auto..... wie meiner :D

Wichtig ist doch, dass das Kind dabei ist. Begründen warum und wieso , ist doch kunterbunt .


Gruß Kerstin
Kerstin mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf,Epilepsie
PK (*14)spastische Tetraparese, gesetzl. blind, Entwicklungsverzögerung, Epilepsie, kleiner Sonnenschein
Ein behindertes Kind ist wie ein krummer Baum - du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen, Früchte zu tragen.

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Beitragvon ulik » 13.11.2014, 08:28

Ich finde wenn jeder nur seine Parkkarte nutzt wenn es wirklich nötig ist und auch mal "ausweicht" auf normale Plätze wenn das geht, dann würde sich das Thema entspannen.

ganz ohne den Betroffenen (außer wenn man ihn holt oder bringt) die Plätze "blockieren" ist moralisch schwierig wenn man es evtl. auch begründen kann.

Jeder der kann sollte sich die Zeit einfach nehmen und 3 Schritte weiter laufen.
Ich selbst nutze aus diesem Grund kaum die Plätze (außer meine Pers. gebundenen- wenn die denn frei sind....) Ich komme als Betroffener mit der Sonderparkmöglichkeit die die Karte noch bietet oder 1,5 - 2 normalen Parkplätzen oft besser weg.

Holger23
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Beitragvon Holger23 » 13.11.2014, 17:54

Nutzt Ihr die Parkplätze immer nur zum Parken?
Gibt es nicht auch bei Euch Situationen, in denen man Medikamente oder ähnliches geben muss, was man nicht während der Fahrt machen kann?
Und würdet Ihr dann lieber 30 Minuten nach einem Parkplatz suchen, anstatt einen Behindertenparkplatz, der genau vor Eurer Nase ist, nur weil irgendjemand glaubt, dass das Kind unbedingt aussteigen muss?

Und wenn es aussteigen muss. Wie soll denn der zeitliche Ablauf geregelt sein? Geregelter Ausstieg innerhalb der ersten x Minuten, während dieser Zeit darf sich niemand mehr als y Meter vom Tatort entfernen ...
Ich weiß - das ist Deutschland - aber das traue ich diesem Staat nicht zu.

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DenisemitMaya
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Beitragvon DenisemitMaya » 16.11.2014, 16:20

HAllo,

nur zur Info jeder darf auf einen Behinderten Parkplatz HALTEN.....
Bedeutet...stehen,und Motor läuft noch.Oder muss in der lage sein
SOFORT diesen parkplatz zu verlassen falls eine Ausweisinhaber diesen
Parkplatz in anspruch nehmen will,diesen zu verlassen
Liebe Grüsse Denise


Maya ist nun ein Engel *21.03.2010 † 04.01.2014

Michi104
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Beitragvon Michi104 » 16.11.2014, 16:33

Hallo Denise,

Halten bedeut aber max 3 Min. und das ist auch nicht ok auf diesem Parkplatz OHNE ausweis.

denn wenn der Jenige da steht - sieht man als Rollifahrer nicht das er weg fahren würde.
Somit müste man sich erst müsam einen anderen parkplatz suchen um dann fest zustellen,
das der unerlaubte Nutzer weg fahren würde.

Das bringt einem Rollifahrer dann so viel.

Grüße Michi

monika61
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Beitragvon monika61 » 17.11.2014, 08:36

HAllo,

nur zur Info jeder darf auf einen Behinderten Parkplatz HALTEN.....
Bedeutet...stehen,und Motor läuft noch.Oder muss in der lage sein
SOFORT diesen parkplatz zu verlassen falls eine Ausweisinhaber diesen
Parkplatz in anspruch nehmen will,diesen zu verlassen

Hallo,
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Behindertenparkplatz: Nicht nur Parken verboten

Wer ohne Behindertenausweis auf einem Behindertenparkplatz parkt, macht sich strafbar. Aber auch das Halten oder Warten auf einem Behindertenparkplatz, kann negative Folgen haben.

http://www.berlin.de/special/auto-und-m ... en-ve.html
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Liebe Grüße :D
Monika

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Beitragvon DenisemitMaya » 17.11.2014, 18:52

Hallo

hier bei uns wird das immer so praktiziert,mich ärgert es nicht mehr
da wir nicht mehr auf solch ein Parkplatz angewiesen sind.
Aber für andere ist es mehr als ärgerlich und natürlich sehr Respektlos.
Selbst das ordnungsamt ist nicht dran interessiert.
Liebe Grüsse Denise


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