Daniela mit Amelie, 14 Mon. (Herzfehler + Hemiparese re.)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Isigirl
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Beitrag von Isigirl »

Hi Daniela,

herzlich Willkommen bei REHAkids :hand:

Ich habe eine beinbetonte Tetraspastik durch eine Frühgeburt und Sauerstoffmangel.
Heute mache ich "nur" noch KG nach Bobath und Reite auf und mit meinen eigenen Isis.
Petö habe ich früher mal gemacht. Für diese Art und Therapie bin ich zu "gut" und unterfordert.

Petö selbst ist eine Therapie auf die spielerische Art.
Vielleicht gibt es hier noch mehr Leute, dessen Kind(er) Petö machen und die können dir dann aktuell berichten, da meine letzte Petö-Therapie schon über 10 Jahre her ist (und somit der Ablauf so einer Therapie nicht mehr so in meinem Kopf gefestigt).
Liebe Grüße Kerstin :D
* 1985 spastische Tetraparese und Autistin
Rollifahrerin und von Beruf Justizfachwirtin
Trainerin von inklusiven Rollisportgruppen
selbständige Tier- und Reittherapeutin

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Katrin mit Amelie
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Beitrag von Katrin mit Amelie »

Hallo Daniela!

Ich habe auch eine Tochter namens Amelie.

Wir hatten nun seit 2 Jahren Petö-Therapie. Ich finde das ganz toll und Amelie viele wichtige Fortschritte gemacht. Das geht auch ohne dass man das Kind zwingt und drängt.
Petö baut auf spielerischen Situationen auf, aus denen sich die Kinder dann von selbst bewegen können. Amelie hat es immer sehr genossen.

Wenn du etwas genauer wissen willst, frag einfach!

LG
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Katrin mit Amelie (25.07.2005, entwicklungsverzögert, Kleinwuchs, ohne Diagnose) und Sophie (21.11.2002, hochbegabt)

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Amelie2007
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Beitrag von Amelie2007 »

@Katrin
@Kerstin
wie läuft denn die Petö Therapie ab?
Ich habe ein Buch gelesen, ist allerdings auch schon 20 Jahre alt und dort wird viel von Hilfsmitteln (Sprossenstuhl usw. ) gesprochen!
Wird man direkt in einem Zentrum aufgenommen?
Wenn ja, wo wart Ihr?
Lieben Dank für Eure Antworten!
DAniela

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Isigirl
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Beitrag von Isigirl »

Hi Daniela,

von den Hilfsmitteln bei der Therapie kann ich mich noch an die sogenannte Pritsche (Tisch mit Abstand zwischen den Latten - zum Festhalten) und den Sprossenstuhl erinnern...

Ich habe insgesamt 3 Blöcke mit Petö gemacht... das erste Mal in Ungarn direkt, dann noch in der Nähe von Starnberg und in der Fränkischen Schweiz (das Haus Franken gibt es aber schon nicht mehr soweit ich weiß)...
Liebe Grüße Kerstin :D
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paulina693
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Beitrag von paulina693 »

Hey Daniela,

das mit den Hilfsmittel habe ich auch beobachtet. Die haben so Eckstühle, wo die Kinder links und rechts gehalten werden durch die Umrandung. Außerdem gibt es am Tisch befestigte Griffe zum Festhalten während des Sitzens. Die Sprossenwände zum Sitzen gibt es auch noch. Auch Arm- oder Beinenschienen zum Krabbeln bzw. Laufen.

Meiner Auffassung nach ist das jedoch Quatsch. Die Kinder sollen doch auch später ohne Hilfsmittel Krabbeln oder Laufen können. Dazu ist es erforderlich, die Muskeln aufzubauen und das gesamte Skelettsystem zu kräftigen. Das erreiche ich aber nicht, wenn die Kinder sich auf diese Hilfsmittel verlassen. Einfach hinsetzen, obwohl die Muskulatur es nicht trägt, halte ich auch für Quatsch.

Ich schwöre ja auf die Vojta-Therapie, die es sich zum Ziel macht, die Muskuslatur aufzubauen und die Wahrnehmung zu schulen. Erst müssen die Grundlagen für die jeweiligen Entwicklungsschritte gelegt werden, um dann loszulegen und nicht umgekehrt.

Aber das sieht jeder anders. Eine Rundumlösung gibt es nicht. Jede Mama muss für ihr Kind das beste heraussuchen. Schau Dir doch so einen PetöBlock einmal an und entscheide dann, ob es was für Euch ist.

Alles Liebe

Paulina

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Isigirl
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Beitrag von Isigirl »

Hi Paulina,

ich stimme mit deinem Beitrag voll überein...

ABER:

Es gibt genug Kinder, denen ist nur so z. B. sitzen möglich...
Wäre dem nicht so, könnte man in Zukunft die Produktion von diversen Hilfsmitteln einstellen, die eine fehlende oder nicht ausgebildetet Muskulatur ersetzen... angefangen bei orthopädischen Schuhen oder Therapiestühlen über Lagerungssysteme... denn all diese "ersetzen" die Muskulatur weitgehendst und machen was möglich, was ohne einfach nicht ginge, weil die notwendige Muskulatur fehlt...
Liebe Grüße Kerstin :D
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Lenny&Melanie
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Beitrag von Lenny&Melanie »

Hallo Daniela!

Mein Sohn Lenny,2,5 Jahre, hat eine spastische Diparese.Wir "turnten" zunächst nach Bobath,danach fast ein Jahr nach Vojta und jetzt wieder nach Bobath.Wir machen die jeweilige Therapie von Lennys Fortschritten und momentanen Bedürfnissen abhängig.Bislang sind wir sehr gur damit gefahren.Von Petö habe ich gehört,dies aber noch nicht ausprobiert.

Viele liebe Grüße und ich wünsch Dir viele Antworten auf Deine Fragen,
Melanie
Melanie mit Leon (*01,Frühchen 28+1 SSW,gesund) & Lenny (*05,Frühchen 33+1 SSW,ICP-spastische Diparese)

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Katrin mit Amelie
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Beitrag von Katrin mit Amelie »

Hallo nochmal!

Ich finde, dass keine Therapierichtung als Quatsch bezeichnet werden sollte.

Jedes Kind hat andere Bedürfnisse und sollte auch dementsprechend behandelt werden. Wenn für ein Kind Vojta das Richtige ist muss das noch lange nicht heißen, dass das für alle gültig ist.

LG
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paulina693
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Beitrag von paulina693 »

Hi Kathrin,

man sollte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Vielen Dank, denn es ist doch nur ein Ausdruck.

Gruß Paulina

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IngeH
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Beitrag von IngeH »

Hallo,
wir haben viel nach Petö gearbeitet. Berta Bobath hat vieles von Petö gerade für ältere Kinder für ihr Therapiekonzept übernommen, als sie feststellte, daß ihre Ansätze in einer Sackgasse endeten.

Hilfsmittel hatten wir außer Orthesen keine, die sind aber unabhängig von der Therapieform.

Die Petö Hilfsmittel sind einfach und klasse konzipiert.

Die Sprossenstühle sind schwer und fest. Die Sprossen der Rückwand können wie eine Art mobile Sprossenwand für das Stehen und den Kniestand benutzt werden. Ebenso können Stangen durch die Sprossen gesteckt werden und so eine Art Gang zwischen 2 Barren eröffnen, in der die Kinder dann laufen üben können, in dem sie sich an den Holmen halten.

USW. Petö ist ein ganzheitlicher Ansatz, es ist eben neben KG auch Ergo und auch geistge Förderung. Die Kinder sollen so viel Selbständigkeit im Rahmen ihrer Möglichkeiten erlernen wie möglich. Genau wie bei Bobath und Vojta werden neue Bewegungsmuster angebahnt (ein obiges Posting ist diesbezüglich falsch oder mißverständlich)

Anders als bei Bobath oder Vojta ist es aber so, daß auf verschiedenen Ebenen gearbeitet wird, also gleichzeitig am Robben, Kriechen, Krabbeln, sitzen, stehen und laufen und es wird nicht die Reihenfolge der physiologischen Entwicklung beibehalten. Vorteil davon ist, daß man eben auch höhere Ebenen erreichen kann, also zB Laufen am Rollator, auch wenn ein freies Krabbeln nie möglich war.
Nachteil ist immer die Befürchtung, daß Kinder überfordert werden, wobei die gut geschulten Konduktoren da schon einen Riegel vorschieben (sollten). Gleiches gilt ja auch für die Stehständer und andere Hilfsmittel, die hier gang und gäbe sind.

Was mir immer gefallen hat, daß die Kinder so viel Unterstützung wie nötig aber so wenig wie möglich bekommen haben. Ich sehe jetzt gerade so viele Kinder nur in Sitzschalen etc sitzen, die restlichen Muskelfunktionen verkümmern.
Es sollte immer ausgewogen sein.

Ich habe viele Kinder gesehen, die gut profitierten - unserer auch.

http://www.fortschritt-hannover.de/wasb ... -start.htm

Liebe Grüße
Liebe Grüße von Inge
mein besonderes Kind wurde 05.97 geboren und hat eine beinbetonte Tetraspastik ist ein Läufer aber hat keine Lautsprache, er hat noch 3 ebenso wunderbare jüngere Geschwister, die beiden Jüngsten mit AVWS

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