Zahnpflege bei motorisch beeinträchtigten Kind

Diese Rubrik braucht man einfach immer! Sie umfasst alle Infos, Tipps, Fragen und Antworten zu Themen, die sich nicht in die oben genannten Kategorien einordnen lassen.

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ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 01.04.2013, 00:05

Hallo,

Die Kieferorthopädin meiner Kinder hat einen Behandlungsraum indem 6 Kinder gleichzeitig behandelt werden, also ihre Spangen repariert, eingestellt usw. bekommen. Grundsätzlich dürfen die Eltern nicht mit in diesen Raum nur nach Aufforderung durch die Orthopädin.

Also da bekommen alle mit wenn der Nebenpatient gemeckert wird. Mich und meine Kinder hat es nie gestört, aber bei den Problemen deines Sohnes würde ich es nicht gut finden wenn alle mitbekommen das er Schwierigkeiten hat.

Wenn in der jetzigen Praxis weiter auf ihm rumgehackt wird sollte er vielleicht doch die Praxis wechseln, was manchmal leider nicht einfach ist. Wir mussten lange auf den Beginn der Behandlung warten weil gute Kieferorthopäden sehr überlaufen sind.

Es ist natürlich unabdingbar das die Zähne sehr gut gepflegt sind und werden wenn eine feste Zahnspange engesetzt wird, ansonsten können die Zähne wirklich schwer geschädigt werden.

Vielleicht sollte von Beginn an in regelmäßigen Abstanden eine professionelle Zahnreinigung gemacht werden, vorallem wenn dein Sohn seine Zahnspange bekommen hat. Mit den motorischen Problemen könnte ich mir vorstellen das die KK evt. die Kosten übernimmt.

Ansonsten kann ich das Dentalcenter von Oral B empfehlen. Es hat unterschiedliche Bürstenköpfe und eine Munddusche die wirklich Beläge runterspült.

http://www.meinpaket.de/de/88520261/hig ... ce=IDEALO8

Gruß Elena

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Sabine1970
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Beitragvon Sabine1970 » 01.04.2013, 11:50

Hallo Gitta,

ich würde einen Termin bei der Ärztin ausmachen. Diese hat mit Sicherheit einen separaten Behandlungdraum ( privat versicherte und Beratungsgespräche, diese haben im Gemeinschafts-Behnadlungsraum nichts zu suchen, Datenschutz.......) und dort könnt ihr ungestört sprechen. Und auch dort könnte Dein Sohn behandelt werden. So läuft das bei uns. Frage das definitiv an.

Das Verhalten der Helferinnen geht überhaupt nicht und wäre für mich als Chefin ein Kündigungsgrund. Hier wird Dein Kind diskriminiert weil es behindert ist und allemal ein Grund, auf den Tisch zu hauen. Nur wechseln hilft keinem weiter. Wenn allerdings das Gespräch auch nicht fruchtet, sehe ich die ganze Behandlung nicht sehr produktiv.
Die Idee mit der professionellen Zahnreinigung finde ich gut. Und die Reinigung mit el. Bürste ist definitiv sauberer als von Hand.

LG Sabine

jeans2007
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Beitragvon jeans2007 » 17.04.2013, 21:11

Liebe Gitta,

ich bin gerade geschockt - das kann ja wohl gar nicht wahr sein! Ich würde sofort die Praxis wechseln, aber nicht ohne bei der jetzigen klar und deutlich zu sagen warum.

Die Chefin unserer Lebenshilfe erinnert bei solchen Verhalten die Leute gern mal daran, das sie selbst auch ab morgen behindert sein könnten - es vergessen nämlich zu viele Leute wie gut es Ihnen geht!!!

Wir gehen schon seit Julians 2 oder 3 Lebensjahr regelmäßig zum Putztraining und jetzt mit 13 ist es wirklich so, dass er den Mund auflässt und es ganz gut geht. Wie läuft das ab:1. Sichtkontrolle, Befund, anfärben-zeigen wo es klemmt und dann gemeinsam Putzen, noch mal reinigen und dann kommt das Flourid drauf!

Julian hat auch motorisch Probleme rundherum ranzukommen und die letzte Empfehlung war die Zahnbürste mit 3 Seiten (Superbrush - Apo) kostet zwar etwas mehr, ABER er hatte wesentlich weniger Beläge beim letzten Kontrolltermin!

Die Zahnspange - oh je, da weigert er sich ja schongegen die Abdruckmasse, aber selbst dort waren in den letzten Jahren 2 mal jährlich "umsonst" - er darf die Masse selbst anrühren, die Löffel genau betrachten ... und irgendwann wird es hoffentlich weiter gehen - ohne Eile ... bis kurz vor 18 ist ja Zeit :wink:

Liebe Grüße
Jeannette
Jeannette (*72) mit Julian (*00), ADHS, komb. umschr. Entwicklungsstörung, Entwicklungsverzögerung 2-3 Jahre, Hypotonie, geistige Behinderung, seit 11/2010 Marfandiagnose Jeannette hat die Marfandiagnose seit 02/2011 - und ich bin die erste in der Familie

GittaB
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Beitragvon GittaB » 26.05.2013, 16:31

Hallo,

nochmal ein kurzes Feedback von uns....

Wir haben den Zahnarzt gewechselt und es war die beste Entscheidung :)

Unser Sebastian hat seit knapp 4 Wochen seine feste Zahnspange im Mund.
Die neue Zahnärztin hat die Akte von dem vorherigen Zahnarzt angefordert und auch bekommen, da sie ja in die Behandlung direkt eingestiegen ist.
Sie war über das Verhalten ihrer Berufskollegin doch sehr verwundert, denn sie fand die Zahnpflege gar nicht so "katastrophal" ! ( Es waren Fotos dabei!!!)
Sie sagte, das man bei einem beeinträchtigtem Kind natütlich mehr drauf achten muß, zur Not würden sie in der Praxis zwischendurch mal´ne professionelle Reinigung machen, aber was die Ärztin mit Sebastian gemacht hat, sehe schon nach Willkür und Schikane aus und das sie die Zahnspange schon längst eingesetzt hätte, denn es kann auch irgendwann zu spät sein.... :evil:

Nun ist Sebastian ganz stolzer Besitzer einer Zahnspange.Er hat sogar die Gummis um die Brackets in Deutschland-Farben bekommen :D

Liebe Grüße
Gitta
Gitta (69) mit Domenico † (geb.94) mein Sternenkind,
Tobias(geb.95) Autismus-Spektrum-Störung,
Emily(geb.97)gesund,
Sebastian(geb.99)NF,Sichelfüsse,Wirbelsäulenverkrümmung,X-Beine,Lernbehindert,Entwicklungsverzögert,motorische Defizite,
Justin(geb.02)ADHS,Ticstörung mit V.a.Tourette-Syndrom

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Beitragvon TaMaHa » 26.05.2013, 16:41

Hallo Gitta,

ich würde auf alle denZAHNARZT WECHSELN, weil ich es nie und nimmer zulassen würde, dass man mein Kind derarzt blossstellt. Vielleicht kann Dir auch der neue Zahnarzt Tipps geben.

Gruß
TaMaHa
Lieben, leben, lachen bis zum letzten Atemzug war unsere Devise. Es ist so schwer ohne Dich, ohne Dein strahlendes Lachen, Du fehlst mir so sehr.
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