Kostenersparnis durch häusliche Pflege statt Heim

Diese Rubrik braucht man einfach immer! Sie umfasst alle Infos, Tipps, Fragen und Antworten zu Themen, die sich nicht in die oben genannten Kategorien einordnen lassen.

Moderator: Moderatorengruppe

Benutzeravatar
Sigi60
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 100
Registriert: 05.08.2005, 20:23
Wohnort: Mömlingen

Kostenersparnis durch häusliche Pflege statt Heim

Beitragvon Sigi60 » 12.09.2006, 15:21

Hallo,

gestern kam auf ARD in der Sendung FAKT einen Bericht über einen Forschungsauftrag bei Pflegebedürftigen: Das Pflegeheim könnte mit einem Pflegebudget vermieden werden.

O-Ton: Thomas Pfundstein, Evangelische Fachhochschule Freiburg
"Im Ergebnis können wir feststellen, dass auf der bisherigen Basis der Analysen es einen deutlichen Stabilisierungseffekt gibt, wir mehr Stunden für den gleichen Betrag einsetzen konnten und wir erwarten uns für die Zukunft - auch das ist ein Forschungsauftrag - das die Übersiedlung ins Heim entweder hinausgezögert wird oder in glücklichen Fällen gänzlich vermieden wird."

In nackten Zahlen heißt das: Rund ein Viertel weniger extrem teure Heimeinweisungen, schlicht durch eine flexiblere Organisation der häuslichen Pflege. Würde das neue System bundesweit eingeführt, könnten die Pflegeversicherungen rund 150 Millionen Euro jährlich einsparen. Um weitere 150 Millionen Euro würden Sozialämter und Angehörige entlastet werden.

Hier der Link für weitere Infos: http://www.mdr.de/fakt/3446871.html

Also ich habe diese Sendung auch nicht gesehen, aber mein Mann hatte dieses Projekt so aufgefasst, dass das Pflegegeld in der gleichen Höhe bezahlt wird wie im Pflegeheim (doppelt so hoch, als bei der Pflege zu Hause) und die Angehörigen sich um die Organsisation und Bezahlung der Hilfe kümmern. Ich denke, das wäre eine enorme Erleichterung für uns, wenn es so käme.

Gruss Sigi
Mario (05/91) Muskeldystrophie Duchenne, Diana (01/90) ADS, Nicole + Nadine (08/95) ADS, KISS, Frühgeborene (29.SSW)

Werbung
 
Benutzeravatar
MichaelK
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 14745
Registriert: 27.09.2005, 18:17
Wohnort: Zwickau (Sachsen)

Beitragvon MichaelK » 12.09.2006, 17:04

Hallo Sigi,

na das klingt ja mal nicht schlecht, aber es ist doch eigentlich jetzt schon so, dass häusliche Pflege vor allem anderen steht.

Die Frage ist natürlich dann auch, was von der "Pauschale" dann alles finanziert werden soll, was dann wirklich bei der pflegenden Familie hängenbleibt und was man "zwangsweise" an die Dienstleister wieder abgeben muß. Ich glaub nämlich nicht, dass die zusehen werden, wie ihre Einnahmequellen versiegen, obwohl sie ja immer wieder behaupten, dass Pflege keine Gewinne bringt.

Da müßte man Einzelheiten kennen.

Aber im Grunde finde ich die Idee ganz gut, mal sehn, wie sich das entwickelt.

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)


Zurück zu „Sonstiges“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 15 Gäste