Stammzellentherapie Baby mit Asphyxie

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Melissa692
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Re: Stammzellentherapie Baby mit Asphyxie

Beitrag von Melissa692 »

Hallo!

Ich habe mal einen Link rausgesucht , wo alles gut erklärt ist. https://www.technologynetworks.com/neur ... ?fs=e&s=cl

Es ist traurig , dass hier so eine Unwissenheit über dieses Thema herrscht. Diverse amerikanische Mütter , mit denen ich in Kontakt stehe , können sich die positiven Ergebnisse ja nicht bloß ausdenken.

Mag vielleicht alles ganz kurios klingen aber wir werden es versuchen. Bevor ich mir irgendwann vorwerfen muss es nicht getan zu haben.

LG!
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JanaSnow
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Re: Stammzellentherapie Baby mit Asphyxie

Beitrag von JanaSnow »

Hallo,

frag doch Mal beim Präsidenten der Bundesärztekammer nach. Meines Wissens stehen mittlerweile einige deutsche Unikliniken mittlerweile in gutem Austausch mit USA und Asien, ich glaube vorwiegend Südkorea ist da mit vorne dabei.

Ich hab zwar eher die Info, dass eine solche Therapie viel zeitnaher nach der Geburt stattfinden müsste und man bei Asphyxie in Deutschland eher auf Eiweiße setzt ABER, das sind ältere Aussagen von Zufallsbekanntschaften, die vielleicht mittlerweile nicht mehr stimmen . Damals hieß es, Die Dresdner seien da ziemlich aktiv in der Stammzellenforschung und den Einsatzmöglichkeiten bei Neugeborenen.

Alles Gute
Jana
Manuela1304
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Re: Stammzellentherapie Baby mit Asphyxie

Beitrag von Manuela1304 »

Hallo

Das hat mit Unwissenheit nicht wirklich was zu tun, ich denke hier sind viele sehr gut informiert und haben sich nach Recherche dagegen entschieden und ja es gibt unzählige Eltern die bewusst und unbewusst verdrängen, schön reden usw was verständlich ist.
Vieles wäre auch zum guten gekommen ohne was recht unerforschtes versucht zu haben. Unser Sohn ist da ein gutes Beispiel, er hat die Standarttherapie bekommen und unfassbar viel Glück gehabt.
Unser Sohn war in einer Uniklinik, ich bin mir sehr sicher das sie alles zusätzliche getan hätten wenn es was gegeben hätte.
Natürlich wird viel geforscht und es dauert bis neues zugelassen wird, das ist klar und normal.
Ich möchte es dir nicht ausreden, das kann und möchte ich nicht aber schau wo du genau hin gehst, das es nicht irgendeine Privatklinik ist die das blaue vom Himmel verspricht und ihr am ende ohne Geld da steht von gesundheitlichen Problemen deinen Tochter mal abgesehen.
Ich würde erstmal hier in Deutschland mit jemandem neutralen sprechen der sich auf dem Gebiet auskennt, einer der nicht davon finanziell profitiert.

Mein Englisch ist zu schlecht um es gut zu lesen, warum gibt es nichts auf Deutsch ?
Es gäbe sicherlich deutsche Texte über das Verfahren oder gibt es die ?
Zumindest würde man darüber schreiben wenn es sehr interessant wäre weiter zu erforschen und nach Deutschland zu versuchen zu bringen.

Wie gesagt grundsätzlich bin ich da sehr daran interessiert da beide meine Kinder dadurch profitieren könnten wenn es auch später gegeben werden könnte und nicht nur unmittelbar nach der Geburt.
Ich hoffe sehr auf Stammzellforschung, auf Zellen die defekte diverser Art im Körper korrigieren können.
Ich hoffe das daran viel weiter geforscht werden.
Es ist viel erforscht worden in den letzten Jahren, jeder hofft auf Erleichterung, Heilung seines Kindes und jeder hält Augen und Ohren auf, da bin ich mir schon sehr sicher.

Ganz liebe Grüße
Manu
Lisa Maier
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Re: Stammzellentherapie Baby mit Asphyxie

Beitrag von Lisa Maier »

Hallo Melissa,

wenn ich Deine anderen Postings lese, sieht es bei Deiner Tochter im Moment ganz gut aus. Es kann also durchaus sein, daß sie, egal was noch mit ihr gemacht wird, keine großen Folgen davonträgt. Wird diese Therapie gemacht und es gibt keine schweren Nebenwirkungen, dann würdest Du es wahrscheinlich als Erfolg dieser Therapie verbuchen. In Deinem Link ist im Übrigen immer von Neugeborenen und dem Schutz noch lebender Zellen die Rede. Mir wäre wirklich auch nach der Lektüre dieses Berichts das Risiko, ein eigentlich gesundes Kind mit einer Behinderung in ein krankes Kind mit einer Behinderung zu verwandeln, zu groß.
Mit mir haben drei Leute mit Sauerstoffmangel bei der Geburt Abitur gemacht. Von denen würde keiner beim derzeitigen Stand der Wissenschaft so eine Behandlung machen lassen.
Ich bin mir sicher, daß in dem Bereich noch große Erfolge gefeiert werden, aber derzeit würde ich für einen nicht Entscheidungsfähigen diese Therapie nicht durchführen lassen.

Viele Grüße

Lisa
*ANNI*
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Re: Stammzellentherapie Baby mit Asphyxie

Beitrag von *ANNI* »

Hallo Melissa,

da Du in einem anderen Beitrag geschrieben hast, das ihr nach Arizona geht, hier anbei ein Zeitungsartikel einer US amerikanischen Zeitung über die teils unregulierten Praktiken und damit einhergehenden Strafverfahren zu Stammzellentherapien in Arizona.

Bestimmt kennst Du ihn schon und ihr habt euch entsprechend abgesichert, was eure Klinik betrifft.

Füge ihn trotzdem nochmal bei.

https://eu.azcentral.com/in-depth/news/ ... 795869002/

Bitte bedenke auch, das die Kosten für evtl. negative Nebenwirkungen oder Folgeschäden, die nach eurer Rückkehr in Deutschland medizinisch behandelt werden müssen, im Zweifelsfall nicht (vollständig) von eurer Krankenkasse / PKV getragen werden (wie auch bei Tätowierungen, Piercings, Schönheits OPs und sonstigen nicht medizinisch notwendigen Eingriffen). Das Risiko, das man hier selbst zahlen muss, ist nicht zu unterschätzen.

Ich wünsche euch alles Gute und wenn ihr fliegt, dann einen guten Flug und alles Gute für die Behandlung!!

Liebe Grüße
Anni
Baby Boy (01/21) - renaler Diabetes Insipidus, seit 05/22 PEG-frei
JulieO
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Re: Stammzellentherapie Baby mit Asphyxie

Beitrag von JulieO »

Hallo Melissa,

ich habe mir deinen Link durchgelesen und da steht im ersten Teil nur, dass Stammzellentherapie helfen kann, wenn die jeweiligen Zellen noch intakt sind.
Im zweiten Teil geht es darum, dass es Erfolge gibt, aber wohl nur bei einem Teil der Neugeborenen, wo bestimmte Regionen betroffen sind. Deshalb wäre es wichtig dies zuvor im MRI abzuklären, um Babys die Behandlung zu ersparen, wenn der Erfolg wohl gering ist.
Ist deine Tochter noch so jung? Und ist es bei ihr genau eine dieser Regionen?
Dann steht das vor allem Untersuchung mit Ratten gemacht wurden, wo es funktioniert hat. Also noch keine Versuche mit Menschen, obwohl teilweise schon behandelt wird...aber eben keine wissenschaftlich Untersuchung bzw. Studie dazu.

Ich möchte dir deine Entscheidung nicht ausreden.
Ich glaube aber es ist wichtig, genau wiederzugeben, was in dem Artikel steht.

Unsere Tochter (ICP) hatte ganz schlechte Prognosen und kann nun viel mehr als alle Ärzte prognostizierten. Ohne Stammzellentherapie, hätten wir sie aber damals gemacht, vielleicht hätten wir dann die Erfolge darauf geschoben...wer weiß.

Euch trotzdem alles Gute!
SturmTina
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Re: Stammzellentherapie Baby mit Asphyxie

Beitrag von SturmTina »

JanaSnow hat geschrieben: 05.08.2022, 15:12 Damals hieß es, Die Dresdner seien da ziemlich aktiv in der Stammzellenforschung und den Einsatzmöglichkeiten bei Neugeborenen.

Alles Gute
Jana
Hallo in die Runde,
nur ein kurzer Hinweis auf das Geschriebene.
Mein Sohn wurde im Dezember 2018 in der Dresdner Uniklinik, was ja u. A die Klinik mit einer hohen Forschungsarbeit ist, nach einer Asphyxie behandelt und man ist uns nicht! mit der Idee der Stammzelltherapie um die Ecke gekommen. Also ich denke mal das sie es damals noch nicht praktiziert haben, denn sonst hätten sie uns es bestimmt vorgeschlagen.
Schließe mich da auch den anderen an und sehe es noch skeptisch, auch wenn es echt toll und wünschenswert wäre.

LG Tina
Karl (*15.12.18) Asphyxie 80 Min. nach Geburt, Near missed SIDS, PEG seit August 19, Button seit 02/20, Strabismus, Nystagmus, Icp, ein lebensfroher Sonnenschein 8)
JulieO
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Re: Stammzellentherapie Baby mit Asphyxie

Beitrag von JulieO »

Nochmal Hallo in die Runde,
in dem von Anni verlinkten Artikel steht:
Stem cells are only currently approved by the FDA as treatments for certain blood and immune disorders. There are no other approved uses for these stem cells outside of investigational clinical studies.

Behandlungen außer von bestimmten Blut- und Immunkrankheiten mit Stammzellen sind auch in USA nicht Usus und wissenschaftlich erprobt, außer in klinischen Studien.

Liebe Grüße,
Julie
Dani201080
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Re: Stammzellentherapie Baby mit Asphyxie

Beitrag von Dani201080 »

Hallo Tina.
Dresden hat schon länger die Therapieversuche aufgrund von Schadensfällen eingestellt. Es wird schon länger nur experimentell und nicht an Menschen geforscht bis man neue Erkenntnisse und vor allem Sicherheiten hat. So war der Stand ca 2015.
LG
Selbstbetroffen (Jahrgang 1980)- Tetraparese, Psoriasis-Arthritis, Hashimoto, PTBS, Depressionen
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melly210
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Re: Stammzellentherapie Baby mit Asphyxie

Beitrag von melly210 »

Also ich bin selber Molekularbiologin, und auch ich wäre da vorsichtig. Ich habe mich jetzt nicht in die Literatur eingelesen und weiß nicht inwiefern das schon wissenschaftlich gut belegt ist, aber auch wenn das schon einwandfrei belegt wäre, würde ich das nur (!) bei jemandem machen lassen der schon sehr lange selber an dem Thema forscht und als Koryphäe auf dem Gebiet gilt. Daß das risikolos ist stimmt nämlich nicht. Auch logisch, wenn man Stammzellen ins Gehirn einbringt. Die Möglichkeit daß dabei auch Bakterien übertragen werden, daß sich unter umständen auch ein Tumor bilden kann etc ppp besteht sehr wohl wenn man nicht genau weiß was man macht.
Söhnchen (02/2015) mit motorischer Dyspraxie und Wahrnehmungsstörungen
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