Trauerfall - welche kleine Aufmerksamkeit für Betreuer?

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Emma1909
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Trauerfall - welche kleine Aufmerksamkeit für Betreuer?

Beitrag von Emma1909 »

Hallo ihr Wissenden :D

Ich möchte schon wieder euer Wissen anzapfen. Viele von euch haben einfach wirklich tolle Ideen!

Der Nachmittagsbetreuer im Ganztag der Schule hat überraschenderweise seine Mutter verloren. Sie ist ganz plötzlich mit 49 Jahren verstorben.

Mein Schatzi mag diesen Betreuer sehr. Mein Kind leidet wirklich mit. Seine Trauer ist groß. Die Leitung der Klasse möchte eine Trauerkarte basteln und alle Kinder unterschreiben.

Habt ihr vielleicht noch eine Idee was man machen könnte. Mein Kind findet die Karte nicht wirklich so toll.

Mama die Mutter ist so jung gestorben und wir schenken ihm nur eine Karte!!!!!!

Vielleicht habt ihr ja ein paar Ideen für uns.

Ganz lieben Dank!

Emma

Senem
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Beitrag von Senem »

Hallo Emma1909,

ich weiß ja nicht, wie gläubig die Familie ist aber, wäre nicht ein schönes selbstgebasteltes, kleines Kreuz etwas?? In der WfbM stellen wir unter anderem Karten her und bei den Trauerkarten, ist immer ein kleines Kreuz aus Holz dabei.

Oder ein Kranz, mit Unterschriften oder was selbst gemaltes (auf den Kranz), von den Kindern, für das Grab?
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

Emma1909
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Beitrag von Emma1909 »

Hallo Senem,

lieben Dank für deinen Tipp! Das werde ich meinem Kind vorschlagen. Holz arbeiten machen wir sehr gerne.

Ich kann dir leider auch nicht sagen, wie gläubig die Familie ist. Aber so ein Kreuz gehört ja auch irgendwie dazu.

Schönen Abend noch!

Emma

Sabine1970
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Beitrag von Sabine1970 »

Hallo Emma,

mir fällt eine schöne, von den Kindern selbst gestaltete Kerze ein.
Wir haben das in der Kommunionsvorbereitung gemacht. Weiße Kerze, Symbole aus Wachst ausstechen und aufkleben. Vielleicht mag der junge Mann
ja ein Bild seiner Mutter daneben stellen, für sich. Oder auch die Kerze auf das Grab stellen...

LG Sabine

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MarenRuth
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Beitrag von MarenRuth »

Hallo Emma

wir haben einen Stern aus Holz bemalt. Dann mit Namen versehen. Man kann immer ein kleines Teelicht, oder eine Kerze darauf stellen. Mila hat das gestaltet und es hat seinen festen Platz bei uns am Esstisch...

Die Geste ist sehr schön von euch, das wird ihm sicher gefallen.

Liebe Grüße
Maren
Maren und Felix (*05/02, ✝08/16) Mukolipidose Typ II, entwicklungsverzögert, kleinwüchsig, extrem weitsichtig, muskuläre Hypotonie, schwere Lungenbelastung, Tracheostoma, Heimbeatmung, PEG und Mila (09/04) gesund

Michaela.Sandro
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Beitrag von Michaela.Sandro »

Hallo Emma, es gibt doch sicher Bilderrahmen als „Kerzenständer“ für Kerze oder Teelicht. Ich habe von meiner Mutter ein Foto neben einer kleinen Keramikkapelle stehen und daneben ein Teelicht, da schaue ich gerne hin, wenn ich an Sie denke. Lieben Gruß Michaela
Michaela alleinerziehend, Teilzeit berufstätig (Bj. 12/67) und Sohn Sandro (19.01.07.) Herz-OP nach Geburt, geistige Behinderung, Diagnose, evtl. ein unbekanntes Syndrom. Er kann laufen, einigermaßen sprechen, PG 4 , 100% SB aber ein Schatz!

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Engrid
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Beitrag von Engrid »

Hallo,

ich finde, wenn man jemandem beistehen will in Trauer, dass man von sich und seinen Wünschen weg muss, und besser schaut, was dem Trauernden hilft. Hat denn das Kind die Mutter des Betreuers gekannt? Die Verstorbene hätte es vielleicht gefreut, dass ihr Sohn so ein netter Mensch geworden ist und die Kinder ihn so mögen. Das wiederum tröstet dann vielleicht den Sohn. Vielleicht ist das ein Ansatz, ein fiktiver Brief an die Mutter?

Ansonsten ist mir schon mehrfach aufgefallen, wenn Kinder so empathisch mitleiden, dass es wichtig ist, das Gefühl allgemein beim Kind aufzugreifen, eigene Ängste des Kindes zu bearbeiten. Es geht oft doch sehr darum, dass bei so einem „entfernterem“ Trauerfall einfach Ängste hochkommen, was das Thema Tod betrifft, die eigene Sterblichkeit, aber auch die Angst, verlassen dazustehen, wenn die eigenen Eltern sterben würden.

Ich habe hier mal einen tollen Tipps bekommen: Rolfs Hasengeschichte (Zuckowski)

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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