Ärgerliche Standard-Schreiben von KKs für behinderte Kinder

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Claudia P.
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Ärgerliche Standard-Schreiben von KKs für behinderte Kinder

Beitragvon Claudia P. » 04.03.2006, 21:48

Hallo!
Da bekomme ich heute einen Brief von meiner Krankenkasse, das bei meinem Sohn demnächst die U8 ansteht. Da schreiben die doch tatsächlich."Nutzen Sie die Gelegenheit, um eventuelle Defizite aufzudecken".
Der Brief war für ein ganz normales Kind. Ich würde mir wünschen, das die Krankenkassen da mal etwas sensiebler ran gehen würden.
Was sagt ihr denn dazu?

Liebe Grüße

Claudia
Claudia 35
Thomas *06.2002 hypoton, globale Entwicklungsverzögerung, Sprachstörung, wahrnehmungsgestört, Ataxie, Gehirn reifeverzögert, Epilepsie, wird als geistig behindert eingestuft, dabei hat er das faustdick hinter den Ohren.
Daniel *09.2000 Entwicklungsverzögert mit Aufholtendenz und ADHS

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cicek02
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Beitragvon cicek02 » 04.03.2006, 21:57

Hallo,

so einen Brief habe ich für die Einschulung bekommen ich konnte nur mit dem Kopf schütteln. Aber leider ist das so es ist wohl zu aufwendig unsere Kinder zu berügsichtigen. :cry: .

Gruß
Yasemin
Tugce 6 jahre Hypoxischer Hirnschaden nach Herz OP.

Annette Schmidt
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Beitragvon Annette Schmidt » 04.03.2006, 22:28

Hallo!

Das ist halt der Standard-Brief, den alle bekommen, eigentlich ist es ein Hohn!

Wenn es nach dem Heft mit den U-Untersuchungen ginge, wäre Uli super entwickelt und kerngesund, da stand nicht mal die Dyslalie (Sprachstörung) drin, obwohl er selbst für uns Eltern nahezu unverständlich sprach. Wie sich im Nachhinein herausstellte, hörte er die sogenannten Strömungslaute (s, sch, f, w, ..) nicht und konnte sie deshalb auch nicht sprechen. Die U-Untersuchung, die mit 2 gemacht wird, hat 5 Minuten gedauert und der Kinderarzt hätte eigentlich merken müssen, dass Uli Paukenergüsse hat.

Genauso hat die neue Kinderärztin nicht gemerkt, dass sich Uli nicht bücken kann, dass er nicht auf einem Bein stehen kann und noch so manches anderes. Eigentlich hätte so ungefähr die Hälfte der im U-Heft stehenden möglichen Störungen angekreuzt werden müssen, aber es war absolut nichts angekreuzt. Warum machen die dann überhaupt diese Untersuchungen, wenn ihnen nicht auffällt, dass ein Kind (wie mir im Nachhinein bewusst wurde) absolut typische autistische Verhaltensweisen zeigt und die schon als Kleinkind? Es macht mich wütend und ohnmächtig und dann haut die Krankenkasse mit solchen Briefen auch noch obendrauf. :twisted:

Letztes Jahr haben wir auch so einen Brief wie Claudia bekommen, wegen der J 1. Es ist wirklich makaber. :evil:

Liebe Grüße

Annette
Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, Polyneuropathie, CFS, Insulinresistenz, EM-Rentnerin mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Syndrom

Bitte keine PN-Anfragen, danke.

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Beitragvon Brigitte 1953 » 04.03.2006, 22:36

Hallo,

das ist bei uns ähnlich. Wir bekommen ständig Anrufe, wegen Studium oder Berufsausbildung.

Jedesmal müssen wir erneut auf die vorhandene Schwerbehinderung hinweisen.

Lieben Gruss

Brigitte :D

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Inga
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Beitragvon Inga » 04.03.2006, 22:54

Hallo!

Klar, so ein Brief ist wirklich ein Hohn, aber mich wundert es, das es überhaupt solche Briefe gibt. Ich habe noch nie solch ein Brief bekommen.
Vom Grundgedanken ist solch eine automatische Erinnerung ja super!

In dem Heim wo ich mal gearbeitet habe, hat ein geistig beh. Mädchen mit starkem Autismus einen Brief bekommen mit der Aufforderung sich im Arbeitsamt vorzustellen, weil die Schule in wenigen Monaten endet. Eine Mitarbeiterin ist dann mit dem Mädchen dort hin. :D
Die haben vielleicht geschaut ! Die Sache war ihnen super peinlich! :D

Liebe Grüße
Inga
Michelle 02 Apert-Syndrom & Epi
Josephine 05 Albinismus
Emma 07
Nico 09 ADHS,...
"Joshua" 14 Epi, Hemi, Blind
Joleen 16 Schinzel-Giedion-Syndrom

Betreuer von Danielo '96 und Steven '98

Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic2393.html
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Beitragvon oxana » 04.03.2006, 23:36

Hallo ihr Lieben,

ich hatte auch schon einen netten Brief von der Kankenkasse zu Michas Einschulung, die er nie hatte, war auch zimmlich traurig.
Noch besser,letzte Woche rief´mich eine Elternzritschrift an:"Sei haben nach der Geburt von Micha(7J.), angekreuzt,daß sie Interesse an Infos haben. Micha geht jetzt zu Schule und wird bestimmt von einer Kinderzeitschrift begeistert..." Ich musste sie unterbrechen, sie hat ja auch nichts wissen können,aber mir wurde nochmals schmerzhaft bewußt,daß sowas noch öffters passieren kann :?

Nachdenkliche Grüße
oxana
Peter(70),Oxana(73),Felix`96,Micha´98,Marc Noah´02,Elias´04. Micha hat seit August 2004, SSPE, eine Spätfolge der Masern im Babyalter, am 10.06.13 gestorben. Die Liebe ist stärker als der Tod..(Bibel)
Ich bete nicht darum, dass meine Last leichter, sondern, dass mein Rücken stärker wird. (P.Brooks)

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Beitragvon Kerstin St. » 06.03.2006, 22:46

Hallo alle Zusammen,
Max hatte heute seinen 13. Geburtstag und bekam gestern von der Krankenkasse einen Brief zur Jugenduntersuchung. Darin steht u.a. daß er doch jetzt in der Pupertät ist und so viele Fragen auftauche etc. pp. und die Eltern ihn doch alleine zum Arzt gehen lassen sollten usw. Mittlerweile sehe ich solche Informationen mit Nachsicht, werde mit Max die Untersuchung gemeinsam wahrnehmen und betrachte es als eine der vielen Gedankenlosigkeiten die einem täglich in behördlichen Formbriefen begegnen. Es ist nicht schön, für manche vielleicht auch verletztend aber man sollte es auch nicht überbewerten.
Viele Grüße
Kerstin

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Nicole T.
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Beitragvon Nicole T. » 08.03.2006, 16:05

Hallo zusammen,

ja diese Standardbriefe haben wir auch immer bekommen, so nach dem Motto, ihr Kind beginnt zu krabbeln...., oder wie auch immer. Einer hat sich sogar noch kurz nach ihrem Todestag bei uns eingefunden. An sich kann man das wohl niemandem vorwerfen, aber ich fand das schon auch immer traurig...

LG

Nicole
Nicole(32) & Sven(37) mit Yul (*8.10.2006) und mit *Betty* Ösophagusatresie und andere Probleme (7.9.2004 - 15.6.2005)

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Beitragvon neue_Eva » 08.03.2006, 16:21

Ich bekomme auch immer nette Schreiben von meiner Versicherung mit dem Hinweis mich gegen eine eventuelle Pflegebedürftigkeit bzw. Berufsunfähigkeit/Erwerbsmiderung zu versichern.

Auch mein Hiinweis, mich aus dieser Adressdatei doch bitte zu entfernen, hatte bisher keinen Erfolg.

Das sind einfach Standardschreiben, die an tausende von Kunden versendet werden. Und der PC macht keinen Unterschied zwischen nichtbehindert/behindert!

Gruss Birgit
Idealismus. Die Fähigkeit, die Menschen so zu sehen, wie sie sein könnten, wenn sie nicht so wären, wie sie sind.

Curt Goetz

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Beitragvon Kirsten und Noel » 08.03.2006, 16:43

neue_Eva hat geschrieben: Und der PC macht keinen Unterschied zwischen nichtbehindert/behindert!


...und das find ich eigentlich positiv! Auf die Art kann er nämlich auch nicht wegen Behinderung diskriminieren... hat alles zwei Seiten!
Kirsten mit David (5/00), Fiona (5/02) und Noel (2/04), Lippen-Kiefer-Gaumen-Segelspalte rechts, und Kendra (12/08), völlig gesundes ehemaliges SGA-Baby

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