Insgeheimer erneuter Kinderwunsch verrückt?

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Beitragvon Doritimo » 01.09.2012, 19:25

Danke, Sandra, da bin ich auch schon angemeldet ;) undhab "gefühlte Millionen" Berichte gelesen, gute und nicht so gute... So akut interessant war das Thema besonders durch den aktuellen Fall, dass eben die LM der Pflegekids unserer Freunde erneut schwanger ist und wahrscheinlich auch dieses Kind nicht behalten darf/kann (dies wär halbwegs "absehbar normal"...).......... dass andere Babys auch schon schwer traumatisiert sein können, auch schon durch ne Schwangerschaft (Alkohol, Drogen und was nicht alles...) oder frühkindlichen Missbrauch, Vernachlässigung etc....... ist nicht außer Acht zu lassen, dessen sind wir uns auch bewusst................... Aber ja, ein wichtiger Aspekt! Danke!
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Beitragvon Sabine » 01.09.2012, 19:26

Regina Regenbogen hat geschrieben:
Doritimo hat geschrieben:aber mein HERZ wöllte schon ;)


Ich denke, das Herz einer jeden Mutter will spätestens, wenn der/die Kleinste in die Kita kommt, wieder ein Baby.


Ach, Regina, das glaube ich nun nicht. Sonst hätten wir nicht so viele Einzelkinder... :? Ich glaube, wenn man alle Kinder hat, die man sich auch gewünscht hat, kann man gut abschließen. Geht mir zumindest so.

LG
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Beitragvon Regina Regenbogen » 01.09.2012, 19:51

Sabine hat geschrieben:
Regina Regenbogen hat geschrieben:
Doritimo hat geschrieben:aber mein HERZ wöllte schon ;)


Ich denke, das Herz einer jeden Mutter will spätestens, wenn der/die Kleinste in die Kita kommt, wieder ein Baby.


Ach, Regina, das glaube ich nun nicht. Sonst hätten wir nicht so viele Einzelkinder... :?


Es war doch nur die Rede von Gefühlen, was weiß ich, welche Beweggründe diese Menschen dazu bringt, sich letztendlich für ein Einzelkind zu entscheiden.

Ich wollte eigentlich -wenn überhaupt- nur ein Kind. Und trotzdem hat es mich emotional gepackt als meine Große so ca. 2 jahre alt war. Da hat mein Verstand die Oberhand behalten, später dann mein Herz.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
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Was würde ich wohl machen...

Beitragvon Cornelia x Marie Sophie » 03.09.2012, 15:40

Wir hätten uns gerne ein Geschwisterchen für Marie gewünscht - nur dann kam "irgendwie" eins zum anderen: unsere Maus war von Anfang an einfach "anders", mega-anstrengend, wenig Schlaf und ständig das Gefühl, irgendetwas "passt" nicht. Wobei unsere Probleme von keinem Ernst genommen wurden, es einfach abgetan wurde...

Letztendlich hatten wir Maries Diagnose, als sie 2 1/4 Jahre alt war und konnten ab dem Zeitpunkt zu allererst einmal durchschnaufen (konnten viel verstehen, wussten, unser Bauchgefühl war richtig gewesen), mussten aber auch akzeptieren, dass Dinge nicht "normal" laufen würden - die klassische KIGA/Schulkarriere anders verlaufen würde... Und als wir dann bei der Humangenetik waren (noch dazu bin ich inzwischen 44, mein Mann 47 Jahre alt), und uns ganz klar gesagt wurde, dass der Autismus erblich bedingt und wie hoch die Wahrscheinlich sein würde, dass ein zweites Kind zum einen betroffen und dann mit aller Wahrscheinlichkeit stärker betroffen sein würde - da haben wir uns entschlossen, dass wir unsere Kraft für unsere Tochter brauchen und es uns bei der aktuellen Konstellation - keine Familie in der Nähe, faktisch kaum Freundeskreis - uns nicht vorstellen könnten...
Cornelia, Jörg & Marie Sophie (*06/06 - F84.0/F70/F.80.9/Q75.3/E30.8/H52.3/H52.2 und noch ein paar weitere Handicaps...)

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Marie
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Beitragvon Marie » 03.09.2012, 15:57

Hallo,

ja, wir sind Christen. Aber ich weiß nicht, ob unsere Kinderzahl "daher" kommt. Es ist einfach unsere Einstellung. Bestimmt kommt manches aus dem christlichen Verständnis heraus, aber nicht alle Christen haben ja soviele Kids! :lol:

Los ist hier immer viel, das bringt die Anzahl der Leute im Haus wohl so mit sich! :D Manchmal ist es auch zu viel! Vor allem sind wir immer auf uns alleine gestellt, da keine Familie vor Ort, sonder sehr weit weg ist! Im Notfall müssen wir immer auf unsere besten Freunden zurück greifen. Aber auch das wußten wir, als wir uns für die Kids entschieden haben.

Ich mag das Wort überhaupt nicht, aber jetzt ist unsere Familienplanung abgeschlossen! Ich bin nun endlich weitestgehend "satt"! Ähnlich wie Sabine schreibt!
Es sei denn irgendwer meint sich unbedingt noch aufdrägen zu müssen!?!?!? Ich kann jetzt endlich ganz gelassen Babys angucken, ohne nass geschwitzt zu sein! :wink: :D :oops:

Euch alles Gute, Marie
Marie mit 9 Kids: 7 gesunde Kids (Jahrgänge: 96; 98; 99; 04; 06; 08; 10), einem Herzkind (01), und unserer "Püppi" (01/03) Apoplex, ICP, li betonte Tetraspastik, Hemi li, Skoliose, massiver innenrotation...

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Beitragvon Angela77 » 03.09.2012, 16:03

reinschleich ...

Hallo Cornelia, womit hat die Humangenetik begründet, dass das nächste Kind mutmaßlich stärker autistisch wäre ?

... rausschleich

Neugierige Grüße
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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Beitragvon Cornelia x Marie Sophie » 03.09.2012, 17:07

Angela - das Gespräch ist fast 4 Jahre her... Aber wir haben es auch schriftlich bekommen - konnte auf Grund der Familienanamnese und Maries Befund so festgestellt werden, aber wohl nicht auf ein Gen "festgelegt werden"...
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Beitragvon sandra » 11.09.2012, 07:44

Hallo Dorit,

auch wir sind verrückt, hatten den Kinderwunsch und nun bin ich schwanger :)
Mit unserem 4. Kind, die Altersabstände meiner drei Kinder sind ja so ähnlich wie die deiner Kinder.

Ich habe die letzten Monate immer gezweifelt und mich gefragt ob ich denn verrückt bin wegen des Kinderwunsches, aber nun war das Herz stärker als der Verstand und wenn ich diese Zeilen schreibe bekomme ich Tränen in die Augen... sind wohl die Hormone :roll: :)

Nun bin ich also schwanger und was soll ich sagen, es fühlt sich soooo richtig und gut an und wir freuen uns so sehr!

Liebe Grüße, Sandra
Sandra, Johannes, Mila Maria (09/05), sitzt im Rollstuhl, spricht nicht, ohne Diagnose & Momme Johannes (09/07) & Theo Levi (04/10) & Arvid Stellan (07/13)
Unser Album: http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_per ... er_id=7069
*Nicht müde werden, sondern dem Glück leise wie einem Vogel die Hand hinhalten* Hilde Domin

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Beitragvon irmira » 11.09.2012, 08:05

Marie hat geschrieben:Hallo,

ja, wir sind Christen. Aber ich weiß nicht, ob unsere Kinderzahl "daher" kommt. Es ist einfach unsere Einstellung. Bestimmt kommt manches aus dem christlichen Verständnis heraus, aber nicht alle Christen haben ja soviele Kids! :lol:



Wir sind auch Christen. Zur Zeit als ich noch ein Kind war gab es in unserer Gemeinde auch einige Großfamilien, hauptsächlich weil Verhütung damals verpönt wurde. Heutzutage ist eher Kleinfamilie mit 2-3 Kindern die Norm.

Ich bin daher immer mit Babys und vielen Kindern aufgewachsen, hatte selber 5 jüngere Geschwister und für mich ist es z.B. total unvorstellbar nur ein Kind zu haben (außer es funktioniert aus gesundheitlichen Gründen nicht).

Wir haben jetzt 4, zwei davon nicht gesund aber ich hab vom Herzen her auch nicht abgeschlossen. Nur kommt mir inzwischen den Kopf dazwischen, liegt vielleicht auch am Alter (37), da entscheidet man sowas nicht mehr einfach so aus dem Bauch heraus.

LG Irene
I. mit M. (15 J., Epi, geistige Behinderung) und drei weiteren Kids

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Beitragvon Marie » 11.09.2012, 08:44

Hallo Irene,

doch, auch mit 37 habe ich so Entscheidungen noch aus dem Bauch getroffen. Habe meinen Jüngsten mit knapp 40 (bin also jetzt 42 J.) bekommen. Mit 37 kam gerade Nr. 8. :D
Aber ich/wir sind/bin nicht das Maß der Dinge, dass weiß ich! :wink:

Mein Mann und ich haben beiden je 4 Geschwister und haben das in der Kinderheit beide ehr als Segen empfunden! Und auch damals war es schon so, dass das ja nicht mehr die Regel war und schon selten. Daher war für uns immer klar, dass wir viele Kinder haben wollten. Eigentlich sollten es immer 4 oder 6 sein. Es haben sich noch mehr dazu gesellt. Nicht immer waren es bewußte Entscheidungen und wir haben dann "einfach" dazu ja gesagt. Aber es ist gut, wie es ist!

Manchmal, wenn ich Babys sehe, dann überfällt mich schon noch so eine leichte Sehnsucht! Noch vor ein paar Jahren hätte ich nie geglaubt, dass diese Sehnsucht überhaupt mal irgendwann nachlassen würde! Aber jetzt kann ich wirklich sagen, dass es gut ist, dass ich wirklich "satt" bin! (Und wenn ich jetzt so ganz ehrlich bin, dann erwische ich mich schon manchmal bei dem Gedanken, dass ich auf Enkelkinder hoffe und darauf, dass ich sie dann auch mal haben darf! :lol: )

Ich weiß nicht, ob ich mit dem Gefühl: "ich möchte so gerne noch, aber der Verstand sagt nein" überhaupt abschliessen und "ruhig" werden könnte. Ich glaube nicht! :?

Was ich eigentlich damit sagen möchte: da lasse ich das Gefühl entscheiden, denn nur so geht es mir gut damit. Und letztlich geht es so auch nur so unseren anderen Kinder gut mit unserer Situation! Ein gangbarer Weg, den man damit dann auch gehen kann, der findet sich immer! Das ist meine feste Überzeugung. Und da hilft mir dann auch mein Glaube, dass Gott mir nie mehr aufbürdet, als ich tragen kann... und das lehrt mich auch immer wieder mein Leben!

Liebe Grüße Marie
Marie mit 9 Kids: 7 gesunde Kids (Jahrgänge: 96; 98; 99; 04; 06; 08; 10), einem Herzkind (01), und unserer "Püppi" (01/03) Apoplex, ICP, li betonte Tetraspastik, Hemi li, Skoliose, massiver innenrotation...


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