Kaiserschnitt beim Folgekind nach behindertem Kind?

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Rine
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Beitragvon Rine » 30.11.2009, 13:39

Ich hab Vivienne spontan entbunden, sie wurde ja 14 Tage vor ET eingeleitet und da sie genetisch und organisch gesund ist, bin ich mir fast sicher, dass ihre entwicklungsverzögerung damit zu tun hat, das man sie früher rausgerissen hat.
Trotzdem möchte ich wieder spontan entbinden, natürlich bin ich diesmal voller hoffnung, das wir nicht vor ET einleiten müssen, sonderm dem Kind zeit geben sich selbst auf den weg zu machen.
Das ist auch etwas was mich am KS stört, das der ET eben von außen bestimmt wird. Außerdem ist ein KS für mich eben eine OP, also wenn keine med. Indikation besteht würde ich auch immer wieder spontan entbinden wollen.
Wenn dich jemand auslacht, dann lächle zurück. Oft hat der der dich auslacht, ein Lächeln bitter nötig...


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Christine_HoLa
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Beitragvon Christine_HoLa » 30.11.2009, 14:38

Hallo Corinne,

darf ich fragen, warum 14 Tage vor Termin eingeleitet wurde? Gab es denn schon Probleme, die auch mit der Entwicklungsverzögerung zusammen hängen könnten?

Viele Grüße
Christine

Rine
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Beitragvon Rine » 30.11.2009, 14:46

Hallo Christine,
ich hatte damals V.a. Schwangerschaftsvergiftung. Man hat in der Woche vor der Entbindung Eiweiß im Urin gefunden, dann war der Blutdruck zu hoch und ich hatte massiv Wasser eingelagert. Ich war dann nochmal Freitags beim FA und der hat mich direkt zur Einleitung ins KH geschickt. Ich hab mich ehrlich gesagt innerlich total dagegen gesträubt und ich hab das Gefühl, das die Kleine auch nicht raus wollte. Als sie dann draußen war, hat sie uns angesehen, so total irritiert, ich kann das gar nicht beschreiben... Naja, die Schwangerschaftsvergiftung hat sich dann nicht bestätigt...
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Beitragvon Magdalena&Tomasz » 30.11.2009, 15:20

Hallo ivonne

darf ich fragen für welche entbindung variante du sich entschieden hast?
wenn du nicht willst dann brauchst du nicht antworten :)

Hallo Steffi

erst heute habe ich dein posting hier gelissen :oops:

:mrgreen:
hat mir gefallen :mrgreen:

LG Magdalena
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Beitragvon Laura-Nicola » 30.11.2009, 20:56

Elias war 10 Tage "drüber" und es wurde eingeleitet und unter der Geburt fielen die Herztöne rapiede ab und er wurde per Notkaiserschnitt geholt. Ich weiß bis heute nicht ob unsere Probleme daraus resultiere, aber ich wünsche mir ja irgendwann noch ein Kind und ich sehne mich sehr nach einer natürlichen Geburt. Aber ich würde immer tun was für das Kind am besten ist.

Deine Bedenken kann ich aber gut nachvollziehen und ich denke Du solltest auf Dein Bauchgefühl vertrauen!

Ich wünsch Euch alles Gute und eine schöne Geburt und ein kerngesundes Baby!

LG

Laura
Laura mit Elias (*5/04)- Hüftdysplasie als Baby, motorische Wahrnehmunsstörung, Kiss/Kidd-Syndrom diagn. mit 5 3/4, Entwicklungsstörungen, starke Hornhautverkrümmung, Neurodermitis, V.a. ADHS

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Beitragvon sandra » 01.12.2009, 11:17

Sabine hat geschrieben:
Ruth131 hat geschrieben:Ich kann nur sagen die schlimmsten Wehen sind nicht so schlimm wie die Schmerzen hinterher nach dem Kaiserschnitt. Insbesondere weil man aufstehen und sich ums Kind kümmern will und nicht kann.


Hallo Ruth,

das kann ich mir nicht vorstellen - sonst würden sich die allermeisten Promi-Mütter nicht für einen KS entscheiden. Allerdings haben die danach auch genügend Leute, die sich um das Kind kümmern.
Meine Schwester konnte nach ihrem KS am zweiten Tag schon aufstehen. Von massiven Beschwerden hat sie nie gesprochen. Auch andere Frauen, die einen KS hinter sich haben, klagten zumindest in meiner Gegenwart nicht über übermäßige Schmerzen.
Eine Frau, die beides erlebte - Spontangeburt und Kaiserschnitt - würde eher wieder einen KS bevorzugen.

LG
Sabine


Ich kann Sabine nur zustimmen, die Schmerzen bei Milas spontaner Geburt waren millionenfach stärker als die Schmerzen nach dem KS. Ich dachte während der spontanen Geburt ich muss sterben...
Nach dem KS ging es mir am Tag danach auch nicht so toll, ich hatte Schmerzen, die allerdings sehr gut auszuhalten waren, am 2. Tag bin ich dann schon im Krankenhausgarten mit Momme spazierengegangen, zwar langsam und schwerfällig, aber es ging gut.
Allerdings habe ich die Frauen mit spontaner Geburt beneidet, psychisch ging es mir nach Milas spontaner Geburt besser...
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Beitragvon Christine_HoLa » 01.12.2009, 12:28

Hallo,

ich denke, die Schmerzen nach KS und Spontangeburt nimmt jeder anders wahr. Mir ging es körperlich nach der Spontangeburt gut. Die physischen Schmerzen der Spontangeburt fand ich nicht so extrem wie die Schmerzen nach dem Kaiserschnitt. Da gibt es wohl wirklich keine Regel.

Ich denke, hier sind die Schmerzen für die meisten auch nicht das wichtigste Argument. Es geht doch eher um die persönlichen Ängste und da muss jede den bestmöglichen Weg für sich finden.

Ich wünsche allen, die vor dieser Entscheidung stehen, dass sie gute Begleiter bei dieser schwierigen Entscheidung haben.

Liebe Grüße
Christine

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Beitragvon sandra » 01.12.2009, 13:35

Da hast du Recht, Christine!
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Beitragvon Ivonne0602 » 14.01.2010, 21:38

Hallo Magdalena,

ich hab noch bissl zeit, von daher ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen.

Im Moment sieht es aber so aus, als werde ich eine normale Geburt versuchen und wenn was sein sollte, kann man immer noch einen Kaiserschnitt machen. Aber wie gesagt, die Entscheidung steht noch nicht fest. Denn sollte wirklich was sein bei der Geburt und das Kind wird wieder nicht gesund, würde ich mir doch ein Leben lang Vorwürfe machen, da ich ja ne Sectio machen "dürfte".

Ich berichte, wenn es soweit ist, bin ja erst in der 29. SSW

LG Ivonne
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