Fahrerflucht - unser Hund ist tot!

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Ulli
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Beitragvon Ulli » 29.12.2006, 14:16

Hallo,

die Kinder haben natürlich nur noch geheult. Léa wollten wir es ja erst sagen, wenn sie nach ihrem Lucky fragt. Aber sie war schon den ganzen Tag so komisch, gefragt hat sie aber nicht. Abends meinte sie dann, ich solle ihr ihren Lucky schicken. Sie wollten jetzt schmusen und schlafen. Da kam ich dann nicht mehr dran vorbei. Sie meinte dann gleich, gell Lucky ist auf die Straße gelaufen und ist jetzt tot. Dann fing sie an zu heulen und hat dann auch die ganze Nacht immer wieder mal aufgeheult. Als ich dann rausging meinte sie dann, Lucky passt jetzt auf meinen Bruder auf gel Mama und er ist jetzt auch ein Stern.
Am nächsten Tag wollte sie dann direkt einen neuen Lucky holen gehen und sie verstand nicht, warum wir das nicht machen konnten. Immer wieder sagte sie, dass die Frau doch noch viele Hunde hätte. Seidher fragt sie jeden Tag, ob wir heute einen holen gehen.
Die anderen Kinder sagen auch jetzt noch immer, dass ihnen ihr Hund so fehlt. Denn er war ja auch auf die Kinder total fixiert.

Unsere alte Dame, Aika unser älterer Hund, ist auch total anders. Rennt immer zur Tür, hat sogar schon die Kinder angeknurrt, was er vorher noch nie gemacht hat. Sie ist total verstört im Moment. Hoffe nur dass sie sich bald wieder gibt.

Nächste Woche sollen wir jetzt mal bei der Stadt in Saarbrücken nachfragen. Denn dann sollte er schon verbrannt sein. Dann dürfen die Kinder sein Grab herrichten. Denke dass ihnen das etwas helfen wird.

Liebe Grüße

Ulli
Fabienne 9J schwere emotionale Störung mit sozialer Ängstlichkeit,schwere expressive und rezeptive Sprachstörung, Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten, passagere depressive Störung, Verdacht auf Skoliose,LRS,Neurodermitis; Léa (2)Neurodermitis, Céline (8)Zustand nach Harnröhrenplastik 2002, Jessica (13)Neurodermitis

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ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 29.12.2006, 14:26

Hallo Ulli,
das mit Grab ist eine gute Idee, denke ich. Es wird Deinen Kindern bestimmt helfen die Trauer zu verarbeiten.
Was für gemeine Menschen es doch gibt auf der Welt....dazu fällt mir nichts mehr ein.
Vielleicht könnt Ihr ja doch irgendwann wieder einen neuen HUnd holen..?
LG Heike

Ulli
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Beitragvon Ulli » 29.12.2006, 15:24

Hallo Heike,

da ich im Januar wieder ganz arbeiten gehe, fehlt die Zeit einen "neuen" Hund einzugewöhnen. Aber spätestens wenn wir Aika verlieren (8Jahre) dann holen wir uns wieder einen Hund.

Im Moment hoffen wir nur, dass unsere Kleine ihren Neurodermitisschub nur schnell ausgestanden hat. Denke es wäre auch noch zu früh für einen neuen.

Es würde bestimmt alles etwas leichter sein, wenn wir wüssten, dass er an einer Krankheit gestorben wäre. Oder wenn der Fahrer wenigstens angehalten hätte, oder wenigstens gebremst. Aber so.......

Liebe Grüße

Ulli
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CordulaK
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Beitragvon CordulaK » 29.12.2006, 17:51

Hallo Ulli,

wenn Aika aber so verstört ist, vielleicht wäre ein Zweithund dann doch richtig? Vielleicht ein erwachsener, gut erzogener Hund, der nicht mehr ganz so viel Eingewöhnungszeit braucht? Nur so ein Gedanke...
LG
Cordula
mit Tochter (8/01, Frühchen und Wachstumshormonmangel) und Tochter (1/98, gesund)

Ulli
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Beitragvon Ulli » 29.12.2006, 18:43

Hallo Cordula,

bis wir jetzt einen anderen Hund gefunden haben, der sich auch mit unseren Katzen verträgt, das würde schon etwas Zeit in Anspruch nehmen. Außerdem verträgt sich unsere Alte Dame nicht mit jedem Hund. Deshalb haben wir da schon etwas Schwierigkeiten.
Außerdem hat bis jetzt jeder Hund den wir aus einem Tierheim hatten sich nicht in so kurzer Zeit eingewöhnt. Es hat bei allen länger gedauert bis sie nicht mehr so verängstigt usw. waren. Da es nur noch 13 Tage sind, bis ich wieder ganz arbeite ist dies alles etwas schwierig.
Leider ist es auch nicht Aika's erster Kamerad von dem sie sich trennen mußte. Vor 2 Jahren mußten wir einen Hund einschläfern lassen. Er hatte akutes Nierenversagen und eine Pankreatitis. Der Auslöser dafür war aber Krebs. Damals hat es so 4 Wochen gedauert, bis er sich daran gewöhnt hatte.

Da alles so frisch ist, möchten wir auch noch etwas warten.

Liebe Grüße

Ulli
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Beitragvon ehemalige Userin » 29.12.2006, 19:09

Hallo Ulli,
na, dann wünsche ich Dir für den Arbeitsplatz alles Gute - ist ja heute auch nicht ganz unwichtig......und das Du die Neurodermitis in den "Griff bekommst".
Ich hatte spontan auch gleich an einen neuen Hund gedacht, aber bei der Konstellation und Euren traurigen Erfahrungen.....
Das Schlimme bei solchen Erlebnissen ist, daß man die Leute nicht zu fassen bekommt, um ihnen wenigstens SAGEN zu können, wie schwer dieser Verlust, vor allem für Kinder, ist....... ob sie es verstehen würden, bleibt sowieso dahingestellt......
Ich wünsche Euch viele gute Ideen/ Momente und Kraft für die Trauerarbeit !
LG Heike

Ulli
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Beitragvon Ulli » 29.12.2006, 19:38

Hallo Heike,

denke nicht, dass man denen das klar machen kann. Allerdings bin ich der festen überzeugung, dass solche Ereignisse diese Menschen irgendwann wieder einholen.

Ich bin mir auch sicher, dass dieser Mensch hier jeden Tag am Haus vorbei fährt. Denn morgens um halb 7 sind meist nur die unterwegs die zur Arbeit fahren. Vor allem mitten in der Woche. Da fällt mir zu gegebener Zeit schon etwas ein, um dies wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Vielleicht schaffe ich es ja auch, dass aus der Rennstrecke vor der Tür eine Straße wird, die man wieder ohne Angst zu haben überqueren kann. Auf jeden Fall werden wir unser möglichstes probieren.

Vielen Dank für die guten Wünsche. Arbeite dort ja schon seid Oktober wieder aber nur 5 Tage. Aber insgesamt schon seid 1992 nur mit unterbrechungen im Erziehungsurlaub. Aber da hat sich auch sehr vieles geändert.

Liebe Grüße

Ulli
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EllaK
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Beitragvon EllaK » 29.12.2006, 21:06

hallo,

ich lese das jetzt erst, es tut mir wahnsinnig leid :cry: :cry: ...

es ist so schlimm, wie sich manche autofahrer aufführen! ... der hund meiner kollegin wurde auch überfahren, der fahrer ist genauso weiter gerast, wie vorher ... :cry:

auf der straße bin ihc mal einer katze ausgewichen und mein hintermann hat sie erwischt, eine ganze kolonne ist dran vorbei gefahren, ich hab dann gewendet und den toten körper wenigstens an die seite geräumt ...

ich versteh es nciht ! ... ich kann doch kein lebewesen anfahren, und dann nicht mal kucken, ob ich noch helfen kann! :cry:

ein grab ist eine ganz wichtige sache ! ... ein ort an den man gehen kann, den man pflegt, vllt mit hundefutter bestückt ...alles was hilft ...

ich hoffe, daß wieder etwas ruhe in euere familie einkehren wird, und auch euere aika ...
lieben gruß Ella

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Renate63
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Beitragvon Renate63 » 06.01.2007, 12:13

Hallo Ulli,

zunächst einmal: es tut mir sehr leid mit Deinem Hund.
Du hast geschrieben, kener tut etwas. Ihr habt es sicher über die Behörden und die Polizei versucht ?
Auch schon mal miot dem Landtags- oder sogar Bundestagsabgeordneten Eurer Gemeinde ? Die sind, besonders vor Wahlen ganz wild auf solche Geschichten. Ich habe selbst auch schon mal unsere Rennstrecke (Tempo 60, 4spurige Fahrbahn) bei unserem CSU-Abgeordneten moniert. Bei uns fahren die Motorradfahrer im Sommer Rennen (geschätzte 180!! sind da nix), weil noch vor 22h die Ampeln ausgeschaltet werden.Er hat wenigstens Rardarkontrollen durchgesetzt. Gut, die haben nix verbessert. Aber immerhin.
Unterschriftenlisten und/oder ein Bürgerbegehren könnte Euch auch weiterhelfen. Evtl. eine Bürgerinitiative.

Viel Mut und Kraft
Anette
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