Trauerbegleitung für meinen Sohn

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

Moderator: Moderatorengruppe

JasperJaspie
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 445
Registriert: 09.11.2013, 01:12
Wohnort: Norddeutschland

Beitrag von JasperJaspie »

Liebe Rike,

das tut mir sehr leid.
Ich ahne, wie du dich fühlst, vor 8 Jahren erging es mir mit meiner Mutter so.

Ich hatte auch große Bedenken bei meinem damals knapp 7jährigen (Autisten). Denn mein Sohn hatte im Alter von 4 Jahren eine SEHR intensive Phase, in der er sich mit dem Tod beschäftigt hat. Selbst im KG fiel er damit auf - war wohl sein erstes Spezialinteresse.

Jedenfalls dachte ich damals schon immer, wie das wohl wird, sollte mal einem Angehörigen etwas passieren... und als meine Mutter dann im Sterben lag, erzählte ich meinem Sohn nicht, dass sie sterben wird, nur, dass sie sehr krank ist.
Wie er später meinte, "wusste" er es aber schon.
Und als sie dann starb, hat er relativ ruhig und gut reagiert - Kinder gehen damit oftmals wirklich besser oder anders um als Erwachsene.

Was natürlich nicht heisst, dass es bei deinem Sohn so ist oder sein wird.

Ich hatte meinem Sohn später auch mal eine Trauergruppe vorgeschlagen, das wollte er aber nicht.
Aber eine Trauergruppe ist sicher gut, wenn das Kind es will.

Alles Liebe und Gute für euch.

Ann
Ann *1969 mit Tochterkind *1991* sowie mit Sohn Jasper *2001* Asperger-Syndrom (Diagnose Februar 2014)

JasperJaspie
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 445
Registriert: 09.11.2013, 01:12
Wohnort: Norddeutschland

Beitrag von JasperJaspie »

P.S. Mein Sohn hing auch sehr an meiner Mutter, sie hat ihn von klein auf an betreut und er hat sie seine "2. Mama" genannt.
Ann *1969 mit Tochterkind *1991* sowie mit Sohn Jasper *2001* Asperger-Syndrom (Diagnose Februar 2014)

Antworten

Zurück zu „Familienleben“