Petition zum Homeschooling

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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anitaworks
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Beitrag von anitaworks »

Hallo Sabine,

mit der Erziehung der Kinder hast Du wohl Recht!!!!

Das die meisten Lehrer zeitlich damit überfordert sind, dem beizukommen, JA, damit hast Du auch Recht.

Aber, wenn wir über Homeschooling und/oder Ganztagsschulen sprechen, was erreichen wir denn damit??

Homeschooling zieht die Kinder aus der sozialen Gemeinschaft heraus und in 10 - 20 Jahren ist die Zahl der Egomanen noch größer, da sie ja nicht lernen mussten sich damit auseinanderzusetzen.

Ganztagsschule, was ja in NRW so propagiert wird, heißt für die bereits gemobbten Kinder doch nur "Hölle auf Erden" ohne Fluchtmöglichkeit.

Und gerade Asperger Kinder ziehen Mobbing an, wie der Magnet das Eisen.

Und wer, wenn nicht die Lehrer kann bei den ELTERN der EGOMANEN eingreifen???

Wo, wenn nicht in der Schule kann daran etwas geändert werden???

Ich weiß, dass ist wie bei Don Quichotte.

Und ja, Du hast Recht, ich werde mich nach einem anderen Kindergarten umsehen. Aber leider ist das hier auf dem Land (wo Jeder mit Jedem verwandt ist) auch nicht so leicht. Und umziehen mit 4 Kindern, bezahlbar, groß genug, mit einer Garantie, dass es dann nicht schlimmer wird???????

Wir sind ja da auch von der Arbeitsstelle meines Mannes abhängig???


1.000 Baustellen und egal wo Du anfängst, es tun sich nur noch Neue auf.

Stellt sich also doch die Frage, wie man den Mobbenden beikommt und wo. Weil diese Kinder werden ja groß gehen arbeiten und bekommen auch Kinder. Soll sich da denn niemals was dran ändern???

Und viele Schulen verneinen, das an Ihrer Einrichtung gemobbt wird. Es wie die 3 Affen zu halten, nichts sehen, nichts hören, nichts sagen, es wird schon vorbei gehen, ist doch da viel einfacher. Das hilft doch nu wirklich keinem.

Liebe Grüße
Anita
*1996 Sohn F84.5G (2010) HB
*1998 Tochter F84.5G (2013), Knick-Senk-Füße
*2002 Tochter F84.1G(2014), F90G (2011), HB, Hornhautverkrümmung
*2007 Sohn F84.5G, F90G, F83, HB (2012)
Hinzufallen ist keine Schande, liegen bleiben aber schon!!
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Anan
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Beitrag von Anan »

Hej Dagmar,

nein, so meinte ich das nicht, ich habe mich nicht unter Druck gesetzt gefühlt, aber ich wollte dir gerne zeitnah antworten, konnte das aber nicht, weil ich eben gearbeitet habe. Also: Alles in Ordnung.
Dagmar hat geschrieben: es geht also nicht darum pro und contra homeschooling zu sein,sonder um die frage,ob die sanktionen ,die deutschland in dem fall verhängt angemessen sind.
Ach? Ich dachte eigentlich, dass es darum geht, ob Deutschland Homeschooling zulassen sollte - die Sanktionen gibt es doch nur, weil wir hier die Option, seine Kinder nicht zur Schule gehen zu lassen, eben nicht haben. Es geht also durchaus um Argumente für oder gegen Homeschooling an sich. Wenn ich keine Sanktionen haben möchte, dann muss ich Homeschooling als anerkannte Alternative zum Schulbesuch rechtlich akzeptieren.

Natürlich können Sanktionen auch anders aussehen, als sie das jetzt tun. Aber sie müssen hinreichen, also ausreichend sanktionierend sein, um Eltern zu zwingen, ihrer Pflicht nachzukommen und ihre Kinder in die Schule zu lassen.

Und jetzt ein kleiner Exkurs zur Qualität:
Dagmar hat geschrieben:wie soll man denn deiner ansicht nach qualtität sichern? im schulwesen und bei homeschooling?
Das ist keine leichte Sache - ich denke, es ist so oder so leichter, Strukturqualität zu sichern (also Rahmenbedingungen: die von dir angesprochenen Auflagen etwa was die räumliche Ausgestaltung angeht oder die Anzahl des Personals und die Klassen/Gruppenstärke etc.), als die eigentliche pädagogische Qualität, die die pädagogischen Prozesse betrifft. Die ist meiner Meinung nach kaum steuerbar.

Messen, das heißt kontrollieren, kann man fast nur den Output der Leistungen. Also:

Man stellt irgendwelche Marker auf, die Schüler in einem bestimmten Alter erledigen können müssen - Mathematikaufgaben, die Merkmale einer Gedichtinterpretation, logisches Denkvermögen, Lesefähigkeit, blabla. Die kann man testen - egal, ob die Schüler das alles von alleine können, ob Mama es ihnen beigebracht hat, ein Lehrer, der Nachbar oder sonstwer. Und dann hat man ein Ergebnis: Aha - von 30 Schülern haben 27 die Lernziele erreicht. Oder zuhause meinetwegen auch: das Kind hat das Lernziel der Klasse xy erreicht. Und, was sagt das jetzt aus?

Und die so erreichten Ergebnisse sagen so gut wie nichts über die Qualität des Unterrichts aus - man kann gute Leistungen auch einprügeln. Das geht schon.

Das, was die pädagogische Qualität einer Schule oder auch des Unterrichts zuhause ausmachen würde, entzieht sich fast jeder Kontrolle - wie messe ich Indoktrination, wie messe ich die Konfliktfähigkeit, die ganzen sozialen, personalen, kreativen, wasweißichwasnoch für Kompetenzen, die die Schüler sich aneignen sollen? Wie messe ich die Methoden, mit denen Eltern oder Lehrer den Kindern etwas beibringen? Wie messe ich deren Umgang mit dem Kindeswohl?

Das kann nicht gemessen werden. Und wenn es gemessen werden könnte, dann sagt das Ergebnis leider noch immer nicht wirklich etwas aus, wie man es besser machen könnte. Woran es gelegen hat, dass die Kinder jetzt so super kompetent sind. Und dass sie gerne lernen. Und so weiter.

Der einzige Ansatz, die Prozessqualität zu verbessern, könnte in der ordentlichen Ausbildung der Lehrer und Erzieher liegen - und Eltern haben eine solche Ausbildung nicht (sie können trotzdem gute Lehrer sein, keine Frage.).

So viel zur Qualität: Aber, wie schon gesagt, die Frage nach der Qualität steht für mich nicht im Zentrum, wenn es um die Frage nach Homeschooling geht. Für mich ist und bleibt es eine Frage der Teilhabe - und zwar auch gegen den Elternwillen im Sinne des Kindeswohls.

Und da sind wir beim Elternwillen.
Dagmar hat geschrieben:Im Grundgesetz Artikel 7 wird lediglich die Aufsicht des Staates über das Schulwesen fest gelegt. [...] Somit ist uns die Interpretation unverständlich aus Artikel 7 GG einen eigenen Erziehungsauftrag des Staates abzuleiten und dem in Artikel 6 GG fest gestellten natürlichen Recht der Eltern und der zuvörderst ihnen obliegende Pflicht auf Pflege und Erziehung der Kinder entgegenzustellen.
Ich sehe durchaus auch, und damit stehe ich nicht alleine da, wie du als Pädagogin ja sicher weißt, eine Öffentliche Verantwortung für das Aufwachsen. Also: Der Staat hat zum einen natürlich ein Interesse an vernünftig ausgebildeten Bürgern, ist aber auch aus demokratischen Gründen in der Pflicht, ein möglichst optimales Aufwachsen der nachwachsenden Generation zu sichern und dabei das Kindeswohl immer im Blick zu haben. Und zwar im Notfall gegen das Recht der Eltern, die zuvörderst für die Erziehung ihrer Kinder Sorge zu tragen haben. Und das tut er, indem er beispielsweise auch mit Sanktionen die Schulpflicht durchsetzt.

Die elterliche Sorge ist durch möglichst große Einflussmöglichkeiten zu sichern. Und diese Einflussmöglichkeiten können gerne (!) noch ausgebaut werden. Was dafür spricht, das Gründen einer Schule zu verbessern, Eltern Mitspracherechte in der Schule einzuräumen, gerne auch in Bereichen, die bis jetzt verweigert werden (Personalauswahl etc). Also: Reform der Schule! Und nicht der Ausstieg aus der Schule. Denn es ist genauso:
Anita hat geschrieben:Wo, wenn nicht in der Schule kann daran etwas geändert werden???
Und das, was du, @Dagmar, über Kindergärten geschrieben hast, finde ich wirklich genauso wie du auch für die Wahl der Schule anstrebenswert. Diese Auswahl vorzufinden. Zur Not in Elterninitiative eine neue Schule gründen zu können. Ich habe, das habe ich auch schon gesagt, überhaupt nichts gegen Elterninitativen - auch, weil ich als Kind ebenfalls nur Einrichtungen besucht habe, die als Alternative für die vorhandenen durch Eltern gegründet wurden. (Und falls du mal vorhast, selbst eine Schule zu gründen und die dann ganz toll wird: Gerne biete ich dir die wissenschaftliche Begleitung an, das würde mir Spaß machen ... Das ist voller Ernst.)

Mit Homeschooling hat das aber m.E. nichts (oder nicht viel) zu tun. Homeschooling im eigentlichen Sinne ist eben keine Elterninitiative, die zu einer behördlich anerkannten Alternativschule geführt hat, sondern ein Rückzug aus dem System Schule - mit Eltern als Lehrern. Zuhause.

So, jetzt gehe ich wieder an die Arbeit - ich freue mich aber schon auf deine Antwort!

Noch einen Gruß,
Anan.

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Sabine
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Beitrag von Sabine »

Hallo Anita,

also es ist ja nicht so, dass in den Klassen nur Mord und Totschlag herrschen.
Ich denke, dass sich Lehrer an Ganztagsschulen mehr für den Alltag und den Umgang der Kinder interessieren - einfach schon allein deshalb, weil sie eben den Tag gemeinsam verbringen und die Kinder nicht schon um 12 Uhr vor die Tür geschubst werden. Da ist man dann automatisch eher hinterher, dass das Klassenklima stimmt.
Bei gemeinsamen Projekten können Probleme besser angesprochen und aus dem Weg geräumt werden. Die Kinder können besser lernen, miteinander umzugehen.
Ich bin immer wieder erstaunt und überrascht, wie sehr Kinder in anderen Schulen zu "ihrer" Schule stehen und sich mit ihr identifizieren. Das vermisse ich hier in Dt., wo die Kinder froh sind, wenn sie die Schule um 12.00 Uhr wieder verlassen können.
War ja bei mir nicht anders. Für mich war Schule eine Lehranstalt - ich habe mit ihr nichts Schönes und Emotionales verbinden können.
Ich sehe da schon Unterschiede zu JPs Schule, wo die Kinder länger gemeinsam den Tag verbringen und die Schule viel netter gestaltet ist - Schwimmbad, Schulgarten ein Spielplatz. Welche Schulen bieten denn solch eine schöne Umgebung? Wir haben uns als Kinder nie am Nachmittag auf dem Schulhof getroffen, weil es einfach viel zu öde war. Daran hat sich bis heute ja auch nichts geändert. Die Regelschulen sehen doch irgendwie alle marode aus, besonders wenn es Halbtagsschulen sind. Wie soll man in so einem grauen Kasten gerne und fröhlich miteinander lernen können?

LG
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dagmar neo frea
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Beitrag von dagmar neo frea »

anan hat geschrieben:


[Ach? Ich dachte eigentlich, dass es darum geht, ob Deutschland Homeschooling zulassen sollte - die Sanktionen gibt es doch nur, weil wir hier die Option, seine Kinder nicht zur Schule gehen zu lassen, eben nicht haben. Es geht also durchaus um Argumente für oder gegen Homeschooling an sich. Wenn ich keine Sanktionen haben möchte, dann muss ich Homeschooling als anerkannte Alternative zum Schulbesuch rechtlich akzeptieren.

Natürlich können Sanktionen auch anders aussehen, als sie das jetzt tun. Aber sie müssen hinreichen, also ausreichend sanktionierend sein, um Eltern zu zwingen, ihrer Pflicht nachzukommen und ihre Kinder in die Schule zu lassen]



meiner ansicht nach gibt es kein wissenschftlich fundiertes argument gegen homeschooling,jedenfalls ist mir keins bekannt.
homeschooling wird in vielen ländern praktiziert und ausschließlich in deutschland sanktioniert und das dann zum teil hart.

der bedarf ist da
also ,wäre doch der ansatz,nachdem angemahnt worden ist,die sanktionen verstoßen gegen die menschnrechte,sich kenntnisse zu verschaffen ,wie es in anderen ländern lauft,was für wissenschaftliche ergebnisse vorliegen,oder aber,du hast ja weiter unten das zauberwort hingeschrieben,die homeschooler wissenschftlich zu begleiten ,damit man sich ein bild machen kann.
so fischen alle weiter im trüben,und ohne ein fundiertes argument aus wissenschftlicher sicht werden homeschooler weiter sanktioniert,bzw. dem bedürniss nach dieser methode wird nicht entsprochen.

ich persöhnlich finde die vorgensweise entweder schlampig oder einfach ignorant.


anan hat geschrieben:


[Und die so erreichten Ergebnisse sagen so gut wie nichts über die Qualität des Unterrichts aus - man kann gute Leistungen auch einprügeln. Das geht schon.

Das, was die pädagogische Qualität einer Schule oder auch des Unterrichts zuhause ausmachen würde, entzieht sich fast jeder Kontrolle - wie messe ich Indoktrination, wie messe ich die Konfliktfähigkeit, die ganzen sozialen, personalen, kreativen, wasweißichwasnoch für Kompetenzen, die die Schüler sich aneignen sollen? Wie messe ich die Methoden, mit denen Eltern oder Lehrer den Kindern etwas beibringen? Wie messe ich deren Umgang mit dem Kindeswohl?

Das kann nicht gemessen werden. Und wenn es gemessen werden könnte, dann sagt das Ergebnis leider noch immer nicht wirklich etwas aus, wie man es besser machen könnte. Woran es gelegen hat, dass die Kinder jetzt so super kompetent sind. Und dass sie gerne lernen. Und so weiter.

Der einzige Ansatz, die Prozessqualität zu verbessern, könnte in der ordentlichen Ausbildung der Lehrer und Erzieher liegen - und Eltern haben eine solche Ausbildung nicht (sie können trotzdem gute Lehrer sein, keine Frage.).]




meiner kenntnis nach gibt es durchaus meßinstrumente,die lenkungsebenen,emotionalität und weitere kompetenzen messen können,auch am ergebnis

es spricht nichts gegen gut ausgebildetes personal,wobei du auch hier nie mit gewissheit was sagen kannst
manche lehrer fühlen sich berufen und sind es auch,erzieher und anderes fachpersonal enbenso.

das ist bei vielen berufen so


anan hat geschrieben:


[Ich sehe durchaus auch, und damit stehe ich nicht alleine da, wie du als Pädagogin ja sicher weißt, eine Öffentliche Verantwortung für das Aufwachsen. Also: Der Staat hat zum einen natürlich ein Interesse an vernünftig ausgebildeten Bürgern, ist aber auch aus demokratischen Gründen in der Pflicht, ein möglichst optimales Aufwachsen der nachwachsenden Generation zu sichern und dabei das Kindeswohl immer im Blick zu haben. Und zwar im Notfall gegen das Recht der Eltern, die zuvörderst für die Erziehung ihrer Kinder Sorge zu tragen haben. Und das tut er, indem er beispielsweise auch mit Sanktionen die Schulpflicht durchsetzt.]




wenn wir jetzt mal den notfall,der nicht die regel ist ,nach hinten schieben,ist es da ja vor allem die aufgabe des staates ,die rahmenbedingungen so zu gestalten,wie es sein auftrag ist
ich hätte da überhauptnichts gegen einzuwenden,wenn er das täte irgendwann.

im hinblick auf die homeschooler würde es also heißen hausaufgaben zu machen,die hab ich ja oben erwähnt.


anan hat geschrieben:


[Mit Homeschooling hat das aber m.E. nichts (oder nicht viel) zu tun. Homeschooling im eigentlichen Sinne ist eben keine Elterninitiative, die zu einer behördlich anerkannten Alternativschule geführt hat, sondern ein Rückzug aus dem System Schule - mit Eltern als Lehrern. Zuhause. ]



anan,ich weiß es nicht,ich kann das nur subjektiv sehen,welche möglichkeiten sich ergeben würden,mir persöhnlich ist es auch fremd,wenn ich mir jetzt homeschoolen ausschließlich als am küchentntisch vorstelle,aber was mir fremd ist,kann trotzdem für andere richtig sein und nix genaues weiß man nicht :roll:


liebe grüße
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

http://www.institut-fuer-menschenrechte ... rpd_de.pdf
https://www.youtube.com/watch?v=dVrX7Gqjzs0

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ElisaMari
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Beitrag von ElisaMari »

Hallo,

meine beiden Kinder, ein Sohn, jetzt 16, und eine behinderte Tochter, bald 13, leben seit vielen Jahren schulfrei. Ich bin nicht ihre Lehrerin, mein Sohn hat letztes Jahr nach vielen Jahren "Unschooling" und einem knappen Schuljahr Fernschule seinen Hauptschulabschluß gemacht und macht nun per Fernschule die Vorbereitung fürs Abi in drei Jahren. Meine Tochter ist im üblichen Sinne nicht beschulbar - was sie lernt, das lernt sie wie kleine Kinder durch Nachahmung und Mitmachen im Alltagsleben, zusätzliche Förderung hat sie in ihren Therapien.

Im Gegensatz zu dem, was hier viele behaupten, leben wir nicht zurückgezogen, sondern erst recht eingemischt in das normale Leben, denn die Kinder sind nicht halb- oder ganztags in Schulen weggesteckt, sondern fahren z. B. auffällig wie die bunten Hunde in einer Gesellschaft wie der unseren auch vormittags häufig Straßenbahn etc. - etwas das vor allem bezüglich meiner Tochter doch oft Unmut zu erregen scheint (man hätte sie wohl lieber weggesperrt und nur in dafür eigens zuständigen Bussen befördert, anstatt sie unter all den "Gesunden" in der Straba fahren zu sehen ...)

Hier gebe ich einen Link weiter, der aus einem Land, wo dies legal ist, einige Fakten zu Homeschooling und Behinderung benennt:
http://gaither.wordpress.com/2010/05/10 ... #more-1502

Ich würde mich tatsächlich freuen, wenn nicht nur Meinungsmache betrieben würde, wenn es darum geht, die alternativlose Schulanwesenheitspflicht zu verteidigen, sondern wenn sich die Dsikutanten dadurch auszeichen würden, daß sie mit dem Thema in verschiedene Richtungen vertraut sind und sich auch etwas aus der mittlerweile doch umfänglichen Literatur angelesen haben. Erst dann würde eine faire Diskussionsgrundlage entstehen.

LG, Elisabeth
Elisabeth mit Charlotte (*07/97) und Samuel (*04/94)

Seit Jan. 08 hat Charlotte die Diagnose Dravet-Syndrom (molekulargenetisch bestätigt, SCN1A Missense Mutation).

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anitaworks
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Beitrag von anitaworks »

Hallo Sabine,
also es ist ja nicht so, dass in den Klassen nur Mord und Totschlag herrschen.

So habe ich das auch nicht verstanden und gemeint. Und ich glaube :oops: das wir irgendwie aneinander vorbei reden.

Mobbing oder Bullying ist zum großen Teil sehr versteckt, muss nicht immer in "körperlicher Gewalt" enden. Es kann sehr viel perfider sein und ist oft leider unerkannt.

Aber 1.000 klein Nadelstiche tun am Ende genauso weh, wie ein harter Schlag.
Ich denke, dass sich Lehrer an Ganztagsschulen mehr für den Alltag und den Umgang der Kinder interessieren - einfach schon allein deshalb, weil sie eben den Tag gemeinsam verbringen und die Kinder nicht schon um 12 Uhr vor die Tür geschubst werden. Da ist man dann automatisch eher hinterher, dass das Klassenklima stimmt.

Ja es gibt diese Lehrer, die die Kinder als ganzes sehen.

Wir haben zum Beispiel jetzt für unsere Große ein Gymnasium, wo die Klassenlehrerin jederzeit ein offenes Ohr für die Probleme der Kinder hat und auch Rückmeldung an die Eltern gibt. Diese Frau ist so super :!: :!: Der Deutschlehrer verfährt auch nicht nur nach Schema F und interessiert sich nicht nur für die fachlichen Leistungen, sondern für den ganzen Menschen. Wow, war ich erstaunt am 1. Elternsprechtag. Da war unser Großer schon das 3. Jahr auf der weiterführenden und sowas durfte dann zum 1. Mal erleben. Ich war richtig froh, dass es sowas AUCH gibt.

Mit solchen Lehrern kann ich mir auch eine Ganztagsschule vorstellen.

Leider ist das aber schon wie ein Sechser im Lotto. Also ganz selten.
Ich bin immer wieder erstaunt und überrascht, wie sehr Kinder in anderen Schulen zu "ihrer" Schule stehen und sich mit ihr identifizieren. Das vermisse ich hier in Dt., wo die Kinder froh sind, wenn sie die Schule um 12.00 Uhr wieder verlassen können.

Ich wäre früher auch nicht freiwillig nachmittags auf den Schulhof gegangen.

Meine Große geht aber gerne zu Veranstaltungen außerhalb der Kernzeit. Und die sind auch super. Während der Grundschulzeit war das aber Undenkbar. Sie hat sich nicht nur gefühlt wie das 5. Rad am Wagen sondern wurde auch so behandelt. Ihre damaligen Lehrer waren nicht in der Lage, ein ordentliches Klassenklima herzustellen.

Mal ein anderes Beispiel.
Meine Freundin hat 2 ganz "normale Kinder". Der Große ist schon in der 6. wird nicht gemobbt, aber sein Freund. Nun "leidet" er darunter, dass er dem Jungen nicht helfen kann. Er versucht immer wieder ihm zu helfen. Und geht auch über die Lehrerin, aber die verweist immer auf die Elternhäuser. Sie nimmt wenig oder keinen Einfluss auf die Klasse. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass es ihr zu "anstrengend" ist. Sein Dilemma ist aber auch, er möchte nicht nur den einen Freund haben, sondern auch von den anderen Jungs akzeptiert werden. Die sind aber auf dem Weg, ihn zu zwingen, sich von seinem Freund zu lösen. Er hat damit richtig "Probleme und Bauchschmerzen".

Meine Freundin versucht ihn stark zu machen. Setzt sich ein, fragt nach unterstützt wo sie nur kann, aber sie läuft auch immer wieder vor "Mauern".

Es fehlt leider an motivierten und engagierten Lehrern UND Eltern. Die sind so dünn gesät. :oops:

Ich wünsche mir mehr davon :!:

Und ich wünsche mir, dass diesen Menschen die Grundvoraussetzungen erleichtert werden, damit sie ihr Engagement auch anwenden können. :wink:

Und ich glaube, da sind wir uns alle einig. In unserem Schulsystem sind die Grundvoraussetzungen nicht in Ordnung.
Ich sehe da schon Unterschiede zu JPs Schule, wo die Kinder länger gemeinsam den Tag verbringen und die Schule viel netter gestaltet ist - Schwimmbad, Schulgarten ein Spielplatz.

Das wäre doch ein wunderbarer Tag, wo Schulen so sind, wie Du sie beschreibst.
Welche Schulen bieten denn solch eine schöne Umgebung? Wir haben uns als Kinder nie am Nachmittag auf dem Schulhof getroffen, weil es einfach viel zu öde war. Daran hat sich bis heute ja auch nichts geändert. Die Regelschulen sehen doch irgendwie alle marode aus, besonders wenn es Halbtagsschulen sind. Wie soll man in so einem grauen Kasten gerne und fröhlich miteinander lernen können?

Das ist leider die Realität. Die einen täglich erschlägt. Kinder, Eltern und auch die Lehrer.

Ich wünsche mir halt wirklich intensiv eine Änderung dieses Systems. Und ich glaube, da sind wir alle einig. (hoffe ich zumindest, denn es geht ja um unsere Kinder) :D

Liebe Grüße Anita
*1996 Sohn F84.5G (2010) HB
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*2002 Tochter F84.1G(2014), F90G (2011), HB, Hornhautverkrümmung
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dagmar neo frea
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Beitrag von dagmar neo frea »

hier ist noch mal ein netter denkansatz:


http://ef-magazin.de/2010/03/23/1940-ho ... geschichte


Ein Echo des Anspruches preußischer Absolutisten hört man auch aus dem Verfassungsgericht: Der staatliche Erziehungsauftrag „richtet sich auch auf die Heranbildung verantwortlicher Staatsbürger”, schreiben die Verfassungsrichter. „Soziale Kompetenz im Umgang auch mit Andersdenkenden, gelebte Toleranz, Durchsetzungsvermögen und Selbstbehauptung einer von der Mehrheit abweichenden Überzeugung können effektiver eingeübt werden, wenn Kontakte mit der Gesellschaft Teil einer mit dem regelmäßigen Schulbesuch verbundenen Alltagserfahrung sind”, verkünden sie. Den Widerspruch, durch Zwangsbeschulung Selbstbehauptung zu lehren, durch Drohungen gegen die Familien deren Durchsetzungsvermögen einzuüben, bemerken sie nicht. Auch von vielen Lehrern aus den Staatsbetrieben hört man, wie wichtig es ihnen sei, Kindern in den Zwangsanstalten Selbständigkeit und Unabhängigkeit anzuerziehen.
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

http://www.institut-fuer-menschenrechte ... rpd_de.pdf
https://www.youtube.com/watch?v=dVrX7Gqjzs0

ehemalige Userin

Beitrag von ehemalige Userin »

(man hätte sie wohl lieber weggesperrt und nur in dafür eigens zuständigen Bussen befördert, anstatt sie unter all den "Gesunden" in der Straba fahren zu sehen ...)
Hallo Lisa,
ich habe jetzt nicht die ganze Diskussion verfolgt. Aber ich finde, Du hast hier hammerhart formuliert. Die meisten sind doch sehr froh, dass sie ihre behinderten Kinder sofern sie körperlich stark eingeschränkt sind, nicht in irgendwelche Straßenbahnen oder Busse setzen müssen. Was ja meist auch vorraussetzt, dass man das Kind begleitet. Ich finde Du hast etwas, was uns der Staat (noch) ermöglicht in ein sehr negatives Licht gerückt. Ich sehe es als sehr positiv an, dass meine Tochter direkt vor der Haustür abgeholt wird. Wie man da auf die Idee kommt, dass man Kinder abholt, um sie wegzustecken oder auszugrenzen, ist mir ein Rätsel. Das hat eigentlich nichts mit befürworten zum Homeschooling zu tun, sondern mit einer eigenen engstirnigen Denkweise.

Ps. Hin und wieder fahren wir auch mit dem öffentlichen Bus. Ich muss sagen, dass ich noch nie schief angeguckt wurde.
Wer stört sich daran, dass Ihr mit der Straßenbahn fahrt? Ämter oder Fahrgäste?

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Beitrag von anitaworks »

Hallo Dagmar,

Du bist wirklich super im "Ausgraben" dieser interessanten Artikel :D :D DANKE :!:

Auch der Marburger Sozialwissenschaftler Thomas Spiegler ging in seiner – sehr lesenswerten – Dissertation (Spiegler 2007) der Sozialkompetenz daheim unterrichteter Kinder nach: Er erhob Daten zur Gestaltung und zu den Ergebnissen des Heimunterrichts, insbesondere auch zur sozialen Entwicklung der Kinder. Diesen stellte er die Ergebnisse staatsschulischer Sozialisation gegenüber: „Zweifellos gehen mit Schulbesuch zahlreiche positive Entwicklungsmöglichkeiten einher. Daneben wird aber auch sichtbar, wie Schulalltag die Herausbildung negativ bewerteter Phänomene des sozialen Umgangs begünstigt, wie z.B.: Schadenfreude, Eifersucht, Verweigerung von Hilfe, Bildung konfliktgeladener Hierarchien, Festschreibung von Außenseiterrollen, Zunahme von Häufigkeit und Schwere der körperlichen Auseinandersetzungen und Anpassung Einzelner an dieses Gewaltniveau der Gruppe. Die Kriterien für einen Schulunterricht, der der Förderung sozialer Kompetenz dient, werden in Deutschland nur von wenigen Schulen erfüllt.“

Und dieser Abschnitt, entspricht genau dem, was ich die ganze Zeit versuche zu formulieren.

Und nachdem ich das alles gelesen habe, habe ich auch den Eindruck, dass ich meinem Ältesten vieles hätte ersparen können.

Genau das ist es auch, was mich so wahnsinnig macht. Diese Hilflosigkeit. Du stehst daneben, siehst was falsch läuft und KANNST nichts tun.

Trotz alledem, dass System MUSS sich ändern.

Liebe Grüße Anita
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*2002 Tochter F84.1G(2014), F90G (2011), HB, Hornhautverkrümmung
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Anan
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Beitrag von Anan »

Hallo Ihr,

nochmal ich.
Dagmar hat geschrieben:meiner ansicht nach gibt es kein wissenschftlich fundiertes argument gegen homeschooling,jedenfalls ist mir keins bekannt.
Ich dachte, das hätte ich schon vor Tagen deutlich gemacht: Ich bin der Meinung, dass Homeschooling oder kein Homeschooling überhaupt keine Frage ist, die wissenschaftlich beantwortet werde kann - selbst wenn es mehr Forschung zu Homeschooling gäbe, könnte sie höchstens die Frage nach der Leistung von Schülerinnen und Schülern in der Schule und im Heimunterricht beantworten - nie aber eine Antwort darauf geben, ob Homeschooling gut ist oder nicht und ob wir das in Deutschland erlauben sollen oder nicht. Eben, und auch das dachte ich, hätte ich schon klar gemacht, weil diese Frage eine ideologische ist. Und nur ideologisch beantwortet werden kann. Das alles:
Dagmar hat geschrieben:wie es in anderen ländern lauft,was für wissenschaftliche ergebnisse vorliegen,oder aber,du hast ja weiter unten das zauberwort hingeschrieben,die homeschooler wissenschftlich zu begleiten
ist völlig egal - die Qualität des Unterrichts zuhause ist zwar eine interessante Frage, aber sie trägt zur Entscheidung pro oder contra Homeschooling nichts wesentliches bei.

Deswegen ist die Vorgehensweise weder schlampig noch ignorant, sondern entspricht einfach den Anforderungen: Die Entscheidung wird wertend getroffen, mit einem Rückgriff auf den Anspruch der Teilhabe aller Kinder.
Dagmar hat geschrieben:mir persöhnlich ist es auch fremd,wenn ich mir jetzt homeschoolen ausschließlich als am küchentntisch vorstelle,aber was mir fremd ist,kann trotzdem für andere richtig sein und nix genaues weiß man nicht :roll:
Ja, man weiß es nicht. Es mag für einige Eltern der richtige Weg sein - aber die Kinder haben keine Entscheidungsmacht und sind der Entscheidung ihrer Eltern gegen die Teilhabe am Schulunterricht vollkommen ausgeliefert. Das halte ich nicht für gerechtfertigt.

Der letzte Artikel, den du verlinkt hast, war interessant. Danke dafür. Dennoch sehe ich in all den tollen Argumente immer noch keinen Grund für die Abschaffung der Schulpflicht. Vieles läuft auf die offenbar durchschnittlich hohe Kompetenz heimunterrichteter Schüler/innen heraus. Das mag ja so sein, aber der Wunsch des Kindes, möglicherweise auch gegen den Wunsch seiner Eltern wie alle anderen Kinder auch am ganz normalen Schulunterricht teilzuhaben, bleibt nicht beachtet. Und das heimunterrichtete Kind hat gar nicht erst die Chance, diesen Teilhabewunsch zu entwickeln, wenn die Eltern für es entscheiden.

Also, noch einmal, aber ich glaube ich wiederhole mich langsam: Schule verbessern! Eltern mehr Mitspracherechte und Mitgestaltungsrechte an der Schule ermöglichen! Und eben:
Anita hat geschrieben:Und ich wünsche mir, dass diesen Menschen die Grundvoraussetzungen erleichtert werden, damit sie ihr Engagement auch anwenden können.
Ich hätte noch eine Frage an Elisabeth, die ja möglicherweise von allen hier am meisten Erfahrung mit dem ganzen hat:
Elisabeth hat geschrieben:meine beiden Kinder, ein Sohn, jetzt 16, und eine behinderte Tochter, bald 13, leben seit vielen Jahren schulfrei.
Darf ich nach Eurer Motivation fragen, das so durchzuziehen? Obwohl das ja sicher nicht ganz einfach ist und viele Leute (solche wie ich) wohl auch ihr Unverständnis Euch gegenüber äußern? Ist die schlechte Schule ein wichtiger Motivator?

(Die Idee des Unschoolings ist mir nicht völlig unsympathisch, obwohl ich ja Homeschooling ablehne. Ich weiß um die hohe Bedeutung von Motivation und Lust für das Lernen, bin selbst - und ganz besonders in meiner Bildung - ein äußerst lustbetonter Mensch und glaube, dass man "im Prinzip alles kann", wenn man nur Interesse an der Sache hat. Bis zum Übertritt ins Gymnasium besuchte ich recht alternativpädagogische, eltern-initiierte Einrichtungen. Dann ein humanistisches, traditionelles Gymnasium. Lustbetontes Lernen konnte ich aber auch dort durchsetzen - auch im Gymnasium muss man ja nicht allem folgen, wenn es nicht interessiert; ich habe hervorragende Aufsätze geschrieben, wenn ich Lust dazu hatte - eine schlechte Note für ein Themengebiet, das mich nicht interessiert, ist doch egal. Ich habe in Mathe in der Oberstufe hintereinander 14 Punkte und 1 Punkt in der Klausur geschrieben - das eine Thema fand ich interessant, das andere fand ich unwichtig und war daher zu faul, irgendwas dafür zu tun. An der Uni ist das ja weder im Studium noch in den darauffolgenden Schritten in irgendeiner Weise problematisch; ohne Eigenmotivation geht hier gar nichts.

Trotzdem geht mir nicht in den Kopf, warum sowas nur im Wohnumfeld und nicht etwa in Form von Einrichtungen (oder Schulen) stattfinden kann - die müssten eben entsprechend reformiert werden.)

So,
das war's für heute,
einen lieben Gruß,
Anan.

(PS: Noch eine kleine Anmerkung zwischendurch.
Elisabet hat geschrieben:Ich würde mich tatsächlich freuen, wenn nicht nur Meinungsmache betrieben würde, wenn es darum geht, die alternativlose Schulanwesenheitspflicht zu verteidigen, sondern wenn sich die Dsikutanten dadurch auszeichen würden, daß sie mit dem Thema in verschiedene Richtungen vertraut sind und sich auch etwas aus der mittlerweile doch umfänglichen Literatur angelesen haben. Erst dann würde eine faire Diskussionsgrundlage entstehen.
Ich habe tatsächlich keine Literatur zum Thema Homeschooling gelesen. Trotzdem, und das gilt auch für ganz andere Bereiche, halte ich mich für befähigt eine Diskussion zu führen, in der es um die Wertung eines Gegenstandes geht. Ich bin fähig, Argumente meiner Diskussionspartner aufzunehmen, sie mit meinem Wissen über den Gegenstand Lernen, Schule, Erziehung und Bildung allgemein (und da halte ich mich durchaus für sowohl belesen als auch gut informiert), meiner politischen Einstellung, unserer Gesetzeslage und meines Werthintergrunds zu verknüpfen und selbst Argumente zu basteln. Überhaupt keine Frage. Ich bin nicht der Meinung, dass ich nur über Dinge reden kann oder gar darf, über die ich umfassend informiert bin. Desweiteren glaube ich, dass der Sinn und Zweck einer/unserer Diskussion insgesamt darin liegt, Meinungen auszutauschen - so dass "Meinungsmache" nur angemessen ist. Was sonst wollen wir hier? Etwa keine Meinungen austauschen?)

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