Sollen wir die Eltern auf eine Pflegestufe und Co hinweisen?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Frauke82
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Sollen wir die Eltern auf eine Pflegestufe und Co hinweisen?

Beitragvon Frauke82 » 15.11.2008, 06:39

Hallo,

ich arbeite in einem Regelkindergarten. Wir haben einen Jungen der integrativ Betreut wird. (3,11)

Bis jetzt scheint von den Eltern kein Antrag auf eine Behinderung oder ähnliches gestellt worden zu sein.

Ich denke, dass er eine Pflegestufe bekommen könnte:

- kann sich nicht alleine aus und anziehen
- essen meist nicht selbstständig einnehmen, zubereiten
- muss ständig beaufsichtigt werden (weglauftendenz)
- noch keine Kontrolle über Verdauungsvorgänge

und so weiter.

Wären wir am Zug die Eltern dahingehend zu beraten?
Ich weiß nicht, ob die Eltern überhaupt wissen, dass sie manche Hilfen beantragen können.

Viele Grüße,

Frauke
geb 1982, ehm. Geschwisterkind eines schwerstmehrfach Behinderten Bruders, ADHS
Mama von Zwillingen, geb. 01.14. 29.SSW mit BPD

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Beitragvon sandra » 15.11.2008, 07:46

Hallo Frauke, Fragen in diese Richtung hab ich mir auch schon oft gestellt. Und ich würde es machen. Wieso denn nicht?

LG, Sandra
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Beitragvon Sanny33 » 15.11.2008, 08:17

Also da ich selbst wie ganz viele hier auch manchmal gar nicht wissen wo man was bekommen kann bzw was die ersten Schritte sind, würde ich sie darauf hinweisen.
Vielleicht wissen sie ja nur nicht wie anfangen?

lg Sanny
Sandra 33 mit Steven 12,Blind von Geburt an und frühkindlicher Autismus

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Beitragvon Karin2 » 15.11.2008, 08:27

Bis jetzt scheint von den Eltern kein Antrag auf eine Behinderung oder ähnliches gestellt worden zu sein.

www.vdk.de/perl/cms.cgi?ID=de9196

Ich denke, dass er eine Pflegestufe bekommen könnte:

www.pflegestufe.info/pflege/pflegestufe_1.html
da kann man auch Stufe 2 und 3 ansehen

Edit:
ich würde es ganz vorsichtig ansprechen. Kann wirklich sein, dass die Eltern nicht informiert wurden. Vielleicht wollen sie auch gar nicht darauf angesprochen werden :roll:.
LG Karin

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Beitragvon Dirk K » 15.11.2008, 09:29

Hallo Frauke,
klar, ich wäre froh gewesen, wenn sich jemnad mit uns zeitig zusammen gesetzt hätte.
Aber ich habe eiine Verständnisfrage:
Wenn die Eltern bislang nichts beantragt haben, wie kommt es dann zur integrativen Betreuung?

Liebe GHrüße
Dirk
Papa von den 09/01 geb. Zwillingen Rebecca, gesund, und Nadja, ehem. eutrop. Frühgeb., blind, periventrikuläre noduläre Heterotopie, Hydrocephalus mit Shunt versorgt, Balkenagenesie, Kleinhirndisplasie, unterschiedlich schwere Epilepsie, geistig und motorisch retardiert, nach Unfall 2005 posttraumatischer ADH-Mangel und Diabetes Insipidus

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Beitragvon Isolde » 15.11.2008, 09:37

Hallo liebe Frauke,

die Frage scheint mir auch erstmal wichtig, warum ist das Kind integrativ?
Da müssen sicher Diagnosen vorliegen.

Ob der Kindergarten da am Zug ist, die Eltern aufzuklären was sie alles beantragen können, weiß ich nicht,

vielleicht kannst Du einfach in einem belanglosen Gespräch diese Frage mal einfließen lassen. Ich würde sie direkt nicht drauf ansprechen, sondern es quasi hintenherum tun.
Viele Eltern fühlen sich dann schon pickiert und reagieren entsprechend komisch,

aber vielleicht haben sie da doch schon mehr getan - der Kindergarten muss das gar nicht wissen ob ein Kind eine Pflegestufe hat oder nicht. Vielleicht wollen sie es einfach nur nicht an die Öffentlichkeit bringen - ist auch verständlich.

Also - reinfließen lassen in einem Gespräch das eh gerade stattfindet - würde ich vorschlagen.

Lieben Gruß - Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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Beitragvon janina2003 » 15.11.2008, 10:51

hallo

das ist immer eine schwere frage habe es auch mal gemacht und da ging mich die mama sofort an das ihr kind nicht behindert ist und alles so was.

aber ich würde es vorsichtig ansprechen denn ich denke das viele eltern auch garnicht wissen tun was ihnen zustehen tut. was schade ist
wir haben damals in der klinik eine sozialarbeiterin an die seite bekommen und die beantragte auch gleich sba und ps und alles eben was man brauch und war sehr dankbar dafür. denn gerade am anfang hat man keine nerven dafür


lieben gruß janina
janina*81, marcel*75 und jonny *2.6.03 zustand nach 4maliger reanimation im babyalter, aortenismusstenose, niereninsuffizenz, epilepsie usw. seit dem 1.12.2010 im wachkoma nach nochmaligen herzstillstand am 30.6.13 ein stern geworden und timmy 5.7.10 gesund

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Beitragvon Frauke82 » 15.11.2008, 22:42

Hallo,

wir haben nächste Woche ein Entwicklungsgespräch. Da wollte ich es mal vorsichtig Andeuten und schauen was passiert.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Mutter dafür offen ist, der Vater wohl eher nicht.

Eine genaue Diagnose gibt es noch nicht. Entwicklungsverzögerung in versch. Bereichen.
Verdacht auf Autismus.
Ein SPZ hat eine integrative Förderung empfohlen. Wir haben dann die Integrationskraft beantragt, ohne würde es nicht gehen.

Nach meinen Beobachtungen gehe ich von einer schweren Entwicklungsverzögerung und autistischen Zügen aus. Ab wann man von GB sprechen kann weiß ich nicht.
Er versteht noch nicht soviel deutsch. Daher kann man manche Sachen noch nicht beobachten.
Die aktive Sprache liegt so bei 1,5 Jahren. Sein Spielverhalten vermutlich auch.
Er besucht seit August unsere Einrichtung und hat mittlerweile schon einige für uns tolle Fortschritte gemacht. Die Motorik hat sich um einiges verbessert. Er läuft mittlerweile Treppen wie ein Meister.
Er fängt an zu "sprechen". Hauptsächlich lautieren. Kennt unsere Namen (in seiner Sprache). Hat Spaß am Singen und ist unser Sonnenschein.
Wenn er nicht gerade einen schlechten Tag hat, bringt er uns allen viel Freude.
Die Kinder finden ihn ganz toll. Er nimmt noch wenig Kontakt zu ihnen auf, die Kinder sind trotzdem immer bemüht, dass es ihm gut geht.
Passen auf was er macht. Setzen sich zu ihm und sprechen mit ihm. Ansich wie kleine Therapeuten. Wertschätzend und Akzeptierend.

Mal schauen was daraus wird. Ich denke es gibt solche Gelder und die Eltern haben es auch verdient.

Viele Grüße,

Frauke
geb 1982, ehm. Geschwisterkind eines schwerstmehrfach Behinderten Bruders, ADHS

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