Wer hat sein Kind auch in einem Internat oder in einem Heim?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Pomina
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Beitragvon Pomina » 21.04.2008, 10:53

Hallo Astrid,

Justus wird bald 11 Jahre alt und wird voraussichtlich noch in diesem Jahr in die Kinderheilstätte Nordkirchen ziehen.
Dort gibt es auch ein Internat, Justus wird jedoch zur Langzeitpflege dort sein.
Der Unterschied dabei ist, dass seine Aufenthalte zu Hause (Wochenenden, Ferien) nach Absprache geregelt werden.
Uns gefällt die Einrichtung besonders gut, weil so viel wie möglich mit den Eltern abgesprochen wird, die medizinische und personelle Versorgung dort hervorragend ist und er dort nicht zwingend pünktlich mit Beendigung der Schulzeit entlassen wird, sondern gemeinsam mit den Eltern nach einer geeigneten Einrichtung für Erwachsenen geschaut wird. Das kann sich manchmal bis zum 20. Lebensjahr hinziehen.
Uns ist klar, dass dieser Schritt ohnehin eines Tages gemacht werden muss, und dass die Situation, wenn sie konkret da ist, wahrscheinlich erst mal nicht leicht sein wird, egal, wann. Wir kommen jedoch schon seit etwa zwei Jahren an unsere körperlichen und nervlichen Belastungsgrenzen - man wird selbst ja auch nicht jünger - und beschäftigen uns daher schon seit geraumer Zeit mit dem Gedanken (deswegen höre ich mich hier wahrscheinlich auch eher abgeklärt und unsentimental an...).

Wenn du noch Fragen hast, jederzeit.

Liebe Grüße
Birgit XXX
Birgit (1968) mit Tilman (1994) und Justus (1997), mehrfachbehindert ohne Syndromzuordnung u. unbekannter Genese, sehbehindert, fokale Epilepsie, Hemiparese, Balkenagenesie, Kolobome

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JuliaSJ
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Beitragvon JuliaSJ » 21.04.2008, 11:08

Hallo Astrid S.
ich arbeite auch in einem Heim für geistig- und mehrfachbehinderte Kinder und Jugendliche. Ich erzähl einfach mal, wie das bei uns so ist :)

Bei uns leben 10 Kinder und Jugendliche, alle haben Kontakt zu den Eltern und besuchen sie zu Hause, wann und wie oft, das bleibt den Eltern überlassen, 14-tägig, oder alle 4 Wochen, manche fahren jedes we nach Hause. Ebenso ist das mit den Ferien. Das Kind kann auch nur für eine Nacht, oder nur zum Besuch von morgens bis abends zu seinen Eltern fahren. Wenn das mal nicht möglich ist, z.B. wenn zu Hause Renoviert wird, oder ein Elternteil krank ist usw, dann können die Eltern ihr Kind auch bei uns besuchen. Leider gibt es auch (ganz wenige) Eltern die das alles nicht so schaffen... das ist schade für die betroffenen Kinder, wenn sie sehen, dass alle andern zu ihren Zeiten nach Hause fahren und sie Wochenende für Wochenende eins der wenigen oder gar das einzige Kind sind, was in der Gruppe ist...Aber das kann auch mal schön sien, dann hat man den Betreuer für sich :)

Das alles ist zum großteil Entscheidung der Eltern, wobei wir uns immer wünschen, dass das gut abgesprochen wird. (Stichwort:Planung des Mitarbeitereinsatzes fürs we)

An den We unternehmen wir oft kleiner oder größere Ausflüge und wie oben schon jemand schrieb, es wird auch gern mal verwöhnt.
Montags nach der Schule sind dann spätestens alle wieder da :)

Also bei uns istimmer was los :)
Ach ja. zum Thema Förderung: die Kinde rgehen von 8.30 bis 15.30 zur Schule und können dort Therapien erhalten. Kinder, die nicht in der Schule sind können auch in der Gruppe vom Therapeuten besucht werden; z.B. KG.

Zu unsere Einrichtung gehört, dass wir auch jederZeit ins Hauseigene Schwimmbad, Airtramp, Sinnesgarten, Gymnastikhalle gehen können.
Die 2 Ärzte und verschiedene Therapeuten "gehören zum Haus" sind also fest in der Einrichtung angestellt.

Wenn jemand noch mehr über den Alltag oder ähnliches wissen möchte, dann immer mal raus mit den Fragen :)
Liebe Grüße und allen einen guten Starrt in die neue Woche!
Julia :D

JuliaSJ
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Beitragvon JuliaSJ » 21.04.2008, 11:09

OH Pomina!
Dort arbeite ich :) wohin wird er denn ziehen?

Pomina
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Beitragvon Pomina » 21.04.2008, 18:49

Hallo Julia,

Genaues steht noch nicht fest. Wir haben uns die 'Heile' im Dezember angesehen und vor 14 Tagen haben wir Justus dort vorgestellt. Frau Nerger sagte, die Warteliste werde für uns nun schon kürzer, evtl. kann Justus demnächst mal für ein paar Tage zur Kurzzeitpflege kommen, dann kann man sich ein besseres Bild von ihm machen und eine entsprechende Wohngruppe finden.

Wie gefällt dir denn die Arbeit dort, bzw. was genau machst du da?

LG Birgit XXX

PS: Vielleicht lernen wir uns ja demnächst mal kennen??
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Christine 45
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Inernat war für uns eine gute Entscheidung

Beitragvon Christine 45 » 21.04.2008, 19:10

Liebe Astrid,

wir haben uns für unsere Sina auch für ein Internat entschlossen. Kurz zu Sina, sie ist schwerstmehrfachbehindert, kann nicht sprechen, nicht laufen, nicht sitzen, nicht alleine essen, ein Wickel- und Liegekind, ist aber gerne unter Menschen und fast immer ein fröhlicher Sonnenschein.
Der Gedanke daran Sina unter der Woche anderen Menschen anzuvertrauen, fiel uns nicht leicht, die Entscheidung wurde uns auch ersteinmal für ein Jahr abgenommen, da kein Platz in der von uns gewählten Einrichtung frei war. Als Sina dann ein Jahr eine ortsnahen Schule für Praktisch Bildbare besucht hatte, wurde dann ganz plötzlich ein Platz in der Johann-Peter-Schäfer Schule in Friedberg frei. Wir hatten uns diese Einrichtung genau angesehen und waren im Vorfeld sehr angetan. Dass wir dann noch ein Jahr Zeit hatten und Sina ja dann schon fast 9 Jahre alt war, hat uns dann die Entscheidung leichter treffen lassen. In Sinas Klasse sind 6 Kinder, 3 Erzieher, 1 Lehrer und meist noch 1 Zivi. Der Personalschlüssel ist demnach fast optimal. Die Kinder haben fast alle einen vergleichbaren Entwicklungsstand, Sina war endlich einmal nicht das am schwerst behindertste Kind, wir waren unter unseresgleichen. Alle Kinder haben fast die gleichen Probleme und Behinderungen. Sina hat sich von Anfang an dort gut eingelebt und wird optimal gefördert. Sie geht im Unterricht Schwimmen, hatte sogar 2 Jahre lang reiten, und am Nachmittag KG und jetzt auch noch Ergotherapie mit einem Therapiehund.
Und noch etwas für mich ganz Wichtiges: Sie hat dort Freunde, mit denen sie die schulfreie Zeit erleben kann. Was hatten wir vorher? Nachmittags war sie mit nur mir, ihrer Schwester, dem Papa zusammen. Freunde hatte sie keine :cry: .
Sie ist jedes Wochenende zuhause, die 13 Wochen Ferien auch und bei Krankheit muss sie natürlich auch nach Hause.
Was hat sich für uns geändert? Ich muss mich nicht unter der Woche abhetzen, um pünktlich zu Hause sein zu müssen, habe mehr Zeit für meine Große und auch mehr Zeit für mich. Und am WE können wir dann viel entspannter mit Sina umgehen. Und noch etwas ganz Pragmatisches:
mir wird ungefähr fast 20 x das Füttern, noch mehr das Windeln und das ganze Tragen die Woche über abgenommen. Das tut dem Körper und auch der Seele gut. Und wenn ich Sina mal ganz doll arg vermisse: Friedberg ist gerade mal 50 km entfernt, Besuche sind immer willkommen.
Wir haben aber auch verdammtes Glück gehabt mit der Einrichtung und den ganz vielen engagierten lieben Erzieher/innen, Lehrer/innen, Zivis und Praktikanten.
:lol:

Liebe Grüße Christine
Christine mit Laura 04/90 und Sina "Sonnenscheinchen" 10/95, Frühgeburt 28. Woche, schwerstmehrfachbehindert, ICP, Mikrocephalie, Epilepsie, hochgradig sehbehindert

Persönliche Bildergalerie unter http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_per ... ser_id=199

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 21.04.2008, 19:57

Hallo Astrid,

unser Sohn wird ab dem Sommer in Schleswig zur Schule gehen, wir wohnen bei Hamburg, das sind rund eineinhalb Stunden Fahrt, wenn man sehr gut durchkommt. Er wird deshalb so weit im Norden zur Schule kommen, weil er bereits letztes Jahr vier Monate dort in der Frühförderung war. Und die haben wirklich Wunder vollbracht mit dem Kind! Der kam so glücklich, ausgeglichen, selbstbewusst und fröhlich wieder, das war toll zu sehen. Sie haben einfach Fördermöglichkeiten, das kann man nicht mit dem vergleichen, was wir hier vor Ort haben. Und ich bin der Meinung, wir haben sehr gute Ärzte und Operateure inzwischen und super Therapeuten. Man kann das allein nicht leisten, was die leisten, das ist ja auch klar. Außerdem kommt er mit der Trennung von uns gut klar (das war für UNS nicht so einfach!) und hat dort nette Freunde. Er wird voraussichtlich ein bis zwei Jahre dort sein und dann in die Regelschule wechseln, dann ohne Extrawurst und I-Platz.

Warum nur geben wir unser Kind weg? Weil wir es lieb haben. Die Alternative ist keine wirkliche, eine Sprachheilschule oder Hörgeschädigtenschule mit jeweils drei Stunden Fahrtzeit pro Tag. Man kann jedoch kein ADS-Kind so lange ins Auto setzen, das ist verrückt, sechs Jahre bauen wir ihn sportlich auf, um gegenzusteuern, und dann lassen ihn im Bus vergammeln? Geht gar nicht, Da habe ich dann gleich das nächste Reizthema am Hals, dass es ADS gar nicht gäbe, blabla, wie könne man bloß Medis in Erwägung ziehen und so weiter. Jonathan ist relativ unauffällig, da er nicht hyperaktiv ist, freundlich und gut erzogen. Verhaltensprobleme hat er nicht. Wenn er mal ausrastet, dann nur Zuhause, weil ihm irgendwas zu anstrengend war oder so, da gibt es ja keine Zeugen außer uns Eltern. Ich muss mir folglich ständig anhören, dass man die Diagnose "nicht glaubt". Inzwischen würge ich das Thema ab. Ich bin sehr "populär" derzeit im Kindergarten, kannst Du Dir sicher vorstellen.

Drittes Thema: Sprachlich ist er überhaupt nicht fit. Es fehlen viereinhalb Jahre uneingeschränktes Hören. In schlimmen Zeiten, wie letzte Woche, kommt kein Satz ohne Fehler. Das würde nichts ausmachen, wenn er nicht aufgrund seines sprachlichen Handicaps (man nennt das eine "Folgebehinderung" aufgrund der Schwerhörigkeit) wie jemand behandelt wird, der gar nichts mitbekommt. Er ist nämlich außerdem hochbegabt und bekommt, auch aufgrund des ADS natürlich, ALLES mit.

Jedes Teil für sich ist nicht schlimm, klarer Fall für die Regelschule, möglicherweise in einer Beobachtungsklasse, aber die Summe wird aus meinem Kind einen unglücklichen Außenseiter und Schulversager machen. Er braucht noch mehr Zeit, bis er aufgeholt hat, und gleichzeitig braucht er viel Input. Dem muss man erst ein mal Rechnung tragen können. Er ist nicht ohne Grund bereits im 3. Kindergarten, mit Jugendamteinsatz und Rechtsanwalt, das brauchen wir nicht noch ein Mal, jetzt bekommt er das ja auch alles mit, und das würde sein Selbstbewusstsein schreddern. Schleswig wird es richten, das wissen wir. Und deshalb die Wahl des Internats.

Wie lange er dort verbleiben wird, richtet sich nach dem Förderbedarf. Wir haben Wohnungen in Schleswig angesehen, sogar den Erwerb einer Ferienwohnung in Betracht gezogen, da es eine wunderschöne Ecke ist, haben uns aber zunächst dagegen entschieden. Es ist sicher nicht so, dass wir uns das Leben leicht machen wollen, ihn abschieben, und ich kann dann endlich wieder Vollzeit arbeiten! Klar, ich freue mich auch wieder darauf, Bestätigung durch meinen Job zu bekommen, das finde ich auch völlig legitim. Aber mein Sohn braucht mich auch nicht mehr so sehr, ich habe sechs Jahre dafür gearbeitet, dass er dort steht, wo er steht, und nun kann ich ihm nicht mehr besser helfen als ihn an qualifizierte Leute abzugeben.

Mein Hauptsorge ist, dass wir uns dieses Verwöhnprogramm angewöhnen, wenn die Kiddies bei Papa sind, dürfen sie alles, kriegen alles - so was in der Art. Wenn man nur zwei Tage pro Woche miteinander verbringt, hat man die Tendenz, Konflikten auszuweichen, und das ist falsch.

Was kann ich sonst noch sagen? Astrid, wenn Du nicht mehr kannst, hole Dir Hilfe. Ich gehe ja schon beim ADS teilweise am Stock und muss mir immer wieder Auszeiten nehmen. Hut ab vor dem, was Du jetzt leistest. Lasse Dich von Deinem Gefühl leiten, und entscheide für das Kind, wo das Kind am besten aufgehoben ist. Und Dich selber solltest Du aber auch nicht vergessen. Kein Mensch kann die Entscheidung für Dich treffen, und Du solltest sie, wie auch immer sie ausfällt, mit geradem Rücken treffen.

Alles Gute,
Barbara

Astrid S.
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Beitragvon Astrid S. » 21.04.2008, 20:15

hallo ihr alle,
Man tausend dank für eure Nachrichten.
Es ist so schon einmal nicht an die Wand gestellt und ausgebuut zu werden.
O, tut das gut.
Ich höre ja schon inder Nachbarschaft das ich meinem Sohn die ganze Zukunft verbaut hätte, weil er ihn einen Behinderten Kindergarten geht. Er kann ja schließlich laufen und sprechen, da müßte ich mich ja wohl wirklich nicht so anstellen. :?
Danke für eure Erfahrungsberichte. Sie werden uns sehr weiter helfen. Freue mich wenn mein Mann nachher nach hause kommt und all dies auch lesen kann.
Wir haben auch noch das extreme Glück das das Heim unserer Wahl nur 14km von uns entfernt ist. Da habt ihr es ja nicht alle auch nur annähernd so gut.
Würde mich sehr freuen wenn das Thema hier noch mehr kommentiert wird, ich glaube nämlich das nicht viele den Mut haben so dazu zu stehen.
Tausen dank nochmal für eure Mut-mach-Geschichten, werde nachher nochmal alles in Ruhe lesen und mir die Links ansehen.
Ich wünsche euch allen eine tolle Woche.
Gruß
Astrid
Frank 1972, Astrid 1974, Lea 2000 gesund, Til 2002, Frühchen SSW28, Lungenrisse, 65min Reanimation, beids. Hirnblutungen 1.-2.Grad,geistig behindert, körperlich etwas eingeschrängt an dem Rest verzweifeln die Ärzte

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Beitragvon Pomina » 22.04.2008, 10:07

Hallo Astrid,

auf manche Schlaumeiereien von ansonsten unbeteiligten Mitbürgern kann man getrost verzichten!! Ich habe mir das Rechtfertigen dahingehend auch längst abgewöhnt.
Es ist bei diesem Thema ein bisschen, wie bei der Unterbringung von älteren Menschen: Diejenigen. die selbst niemand zu Hause zu pflegen haben, sind schnell mit der Vokabel 'Abschieben' dabei. Wer selbst keine Ahnung hat, sollte dann auch mal schweigen können - das ist meine Meining dazu.

Unser Justus, z.B. ist für die Außenwelt ein ganz entzückendes und durchaus Charme versprühendes Bürschchen - wirklich! Er ist meist gut gelaunt, spricht und lacht viel, läuft mit seinem Rollator herum, und dergleichen mehr.
Was niemand sieht, ist, dass er morgens um halb sechs (im Winter ist es dann erst halb fünf!!) aufsteht und sofort Handlungsbedarf anmeldet: Weil er trotz Pampers oft einnässt, bedeutet das, Kind umziehen, Bett abziehen, eine Milchflasche machen, Musik anstellen, und bei kleineren Katastrophen herbeieilen (wenn er die Haustür öffnet oder den Altglaseimer leert).
Überdies ist er autoaggressiv, d.h. er schlägt sich und auch uns, wenn er unzufrieden ist, bei der Körperpflege müssen wir uns immer physisch durchsetzen und ständig seinen Willen brechen, dabei ist er jetzt etwa 150 cm groß, wiegt etwa 40 kg und hat einen eisernen Willen - wir ziehen's einfach bald nicht mehr.
So viel zum Thema äußerer Eindruck und was manchmal dahinter steckt.

Also: Triff Entscheidungen im Sinne von dir und deiner Familie, damit hast du genug zu tun. Deine Aufgabe ist nicht, dein weiteres Umfeld zufrieden zu stellen! Die müssen die Entscheidungen nämlich nicht leben!!

Liebe Grüße
Birgit XXX
Birgit (1968) mit Tilman (1994) und Justus (1997), mehrfachbehindert ohne Syndromzuordnung u. unbekannter Genese, sehbehindert, fokale Epilepsie, Hemiparese, Balkenagenesie, Kolobome

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Beitragvon Isolde » 22.04.2008, 12:44

Hallo liebe Astrid,

schön, dass Du Dich durch unsere Berichte ermutigt fühlst,

ich kann nur noch dem Beitrag von Birgit,
vorallem im 2. Abschnitt,
voll und ganz beipflichten,
auch Jonathan ist ein charmeversprühendes Kind, dass es faustdick hinter den Ohren hat,
und das was dieser Junge an Lenkung und Führung benötigt um im Rahmen zu bleiben,
das sieht man ihm eben nicht auf den 1. Blick und nicht auf den 2. Blick an,
das sieht man erst dann, wenn man sich mit uns beschäftigt und mitkriegt, wie man mit ihm umgehen muss,
und dass nicht ds Geringste an einem Plan verändern darf, weil er es sofort merkt und sofort ausnutzt.

Jonathan muss in einem engen Rahmen gelenkt und geführt werden,
und das 7 Tage in der Woche zu machen ist Hochleistungssport,

und von daher kann mir einer sagen was er will,
es geht hier rein um unser Familienleben,
und Außenstehende können sich da kein Urteil erlauben, was es heißt Jonathan von Fachpersonal mitbetreuen zu lassen, in Form eines Internates oder eines Heimes.
Wenn man selber berufstätig ist, so wie ich als alleinerziehende Mutter, kannst Du das Kind quasi nur in eine Heimeinrichtung geben und es da MITbetreuen lassen.

Ich wünsche Dir eine kluge und gute Entscheidung
und ganz viel Mut,
und wenn Du unsicher bist - melde Dich bei uns, wir stärken Dir den Rücken.

lieben Gruß - Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

Jonathans CFC-Syndrom + Unsere Vorstellung + https://www.facebook.com/CfcAngelDeutschland

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Christine&Céline
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Beitragvon Christine&Céline » 02.05.2008, 19:52

Hallo zusammen,

für alle, die hier geschrieben haben und sich gerne zum Thema Heim/Internats-Unterbringung weiter austauschen wollen, wir haben jetzt einen eigenen Thread dafür:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... m+internat

Würde mich freuen, euch weiter zu lesen! :)

Schöne Grüße
Christine
Christine (64) mit Katia - 10.93, Pubertätskrise, sonst gesund, und Céline - 03.04, schwer mehrfachbehindert (blind, BNS-Epilepsie, PEG, schwere geistige und körperliche Behinderung) aufgrund von Gehirnfehlbildungen (Microcephalie, Lissencephalie, Balkenagenesie)
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