Rechte der Eltern beim Förderplan

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Elena2012
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Rechte der Eltern beim Förderplan

Beitrag von Elena2012 »

Hallo zusammen,

weiß jemand hier im Forum, ob Eltern Rechte in Bezug auf Förderplan haben? Wir warten seit Mitte Dezember auf einen. Alle meine Anfragen an die Schule werden ignoriert. Und wie ist es bei Förderschwerpunkten - hat man da Mitspracherecht? Inzwischen frage ich mich immer mehr, ob man Eltern überhaupt irgendwelche Rechte hat.

Viele Grüße

Elena

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JasminsMama
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Re: Rechte der Eltern beim Förderplan

Beitrag von JasminsMama »

Hallo Elena,

bei uns war es auf beiden Schule, die meine Tochter besucht hat, ähnlich.

Es gab immer kurz nach Beginn des Schuljahres ein Förderplangespräch. Ab Klasse 6 zusammen mit dem Schüler, davor nur Eltern und Lehrer.

Dort wurden die Wünsche der Schüler, der Eltern und die Einschätzung der Lehrer für das Schuljahr durchgesprochen und Förderschwerpunkte festgelegt.
Jeder (Schüler, Lehrer, Eltern) durfte seine Meinung mit einbringen.

Danach wurde innerhalb 1 Woche der besprochene Förderplan zur Unterschrift an Schüler und Eltern gegeben.

Jetzt während der Corona-Zeit hatten wir das Förderplangespräch online über Teams, das hat super geklappt.

Hattet Ihr denn schon ein Förderplangespräch und es fehlt nur der ausgestellt Plan, oder gab es noch gar kein Gespräch?

Falls es noch gar kein Gespräch gegeben hat und die Schulleitung oder die Lehrer nicht zu einem Gespräch bereit sind, würde ich über das Schulamt gehen.

Welche Rechte es da offiziell gibt, weiß ich allerdings nicht, denn bei uns hat es immer gut geklappt.

LG und gute Nerven
Sandra
Sandra 06/76
Jasmin Marie 05/02 globale Entwicklungsverzögerung, vis. Wahrnehmungsstörung, Lernbehinderung, starke Hyperopie rechts, hochpathologisches EEG (Besserung seit Jan. 12),
PG 3, SBA 80% B, G, H
***Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht***

kati543
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Re: Rechte der Eltern beim Förderplan

Beitrag von kati543 »

Hallo,
bei uns gibt es halbjährlich ein Förderplangespräch mit den Eltern. Das ist verpflichtend lt. Landesschulgesetz. Die Schule hält das ein (auch jede andere der 3 Schulen zuvor). Das Gespräch dauert ca. 30 Minuten. Der Förderschullehrer hat einen Förderplan vorbereitet. Dieser wird dann während des Gesprächs durchgegangen und angepasst. Am Ende unterschreiben wir Eltern und der Förderschullehrer. Das Ganze wird dann kopiert und wir bekommen unsere Kopie gleich mit.
Während Corona ist das jetzt allerdings anders. Ich erinnere mich noch an die „Hauruck-Aktion“ vor den Herbstferien. Da kam auch vom Schulamt die Anweisung, die Anträge für den sonderpädagogischen Förderbedarf müssen noch vor den Herbstferien alle beim Schulamt vorliegen. Ich weiß nur, unsere Förderschullehrer haben da alle geschwitzt. Die Frist war verdammt knapp.
Mal sehen wie das nächste Förderplangespräch nun wird. Ich lasse mich überraschen. Vielleicht auch über Teams, wie der Elternabend? So langsam bin ich doch richtig gut darin ;-).
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

Teresa1980
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Re: Rechte der Eltern beim Förderplan

Beitrag von Teresa1980 »

Hallo Elena,
Ich habe dir eine PN geschrieben.
LG Teresa
Teresa mit E. (*2010) Z.n. Morbus Perthes, chronisches Schmerzsyndrom unklarer Ursache
S. (*2010) Asperger-Autismus
L. (*2007) leicht dyspraktisches Pubertier

_Marta
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Re: Rechte der Eltern beim Förderplan

Beitrag von _Marta »

Hallo Elena,

(Sonder-)pädagogik ist doch Ländersache? Deshalb wird es in jedem Land schätze ich unterschiedlich gehandhabt. Hier in Hamburg sollen die Sorgeberechtigten und (nach Einsichtsvermögen) die Kinder bei der Erstellung des Planes mit einbezogen werden, er soll laufend über das Jahr fortgeschrieben werden (was ist noch aktuell?) und sie sollen möglichst an der Förder-/Fallkonferenz teilnehmen. Bevor der Plan geschrieben wird. Sind die Eltern mit dem geschrie benen Plan nicht einverstanden, darf der nicht in die Schülerakte, es muss per runder Tisch etc. eine Einigung erzielt werden.

Soweit die Theorie. Wir hatten letzte Woche ein Gespräch über den geschriebenen Plan, das Gespräch davor lag 1 Jahr zurück. Einbeziehung gleich Null. Bei uns hat keine Beschwerde oder irgendetwas anderes genutzt, wir verlassen die Schule, es hat keinen Sinn.

Ich wünsch dir viel Erfolg!

Gruß von Marta
Sohn *09/10, Frühgeburt
Verschiedene Ärzte, verschiedene Diagnosen:
2018 - F90.0G, F84.1V, F82.1 (KJP)
2019 - F92.8, F82.1 (SPZ) - (hält die KJP für falsch)

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