Pflegedienst

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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LaraBo
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Pflegedienst

Beitrag von LaraBo »

Hallo. Junior wird im Kindergarten von Krankenschwestern eines mobilen Kinder Pflege Dienstes begleitet. Sie geben Medikamente, richten Infusionen, sind in ständiger interventions Bereitschaft. 5 Schwestern sind im Wechsel eingeteilt. Eine der Damen schimpft immer, wie aufwendig Nathan ist, dass sie ihn nicht einschätzen kann und dass sie Angst vor einem Notfall hat und dann ganz alleine verantwortlich ist. Bei mir hinterlassen solche Aussagen Unsicherheit. Ich lasse junior nicht gerne bei ihr. Bisher hatte sie nur wenige Dienste im Monat. Oft sagte ich diese ab und junior blieb daheim.
Für Oktober ist diese Dame mindestens drei Mal in jeder Woche geplant.
Was würdet ihr tun? Der pflegedienst Leitung ehrlich die Bedenken äußern und um eine andere Schwester bitten? Oder können wir dankbar sein, überhaupt jemand zu haben? Haben wir Mitspracherecht bei der Auswahl welche Schwester junior betreut? Wie handhabt ihr das? Viele Grüße, LaraBo
Nathan *Feb. 2015 , Mitochondriopathie, mtnd6 Mutation.
Epilepsie, extrem Entwicklungsverzögert in allen Bereichen, gastroösophagealer reflux. Z.n fundoplicatio. Isst nicht. Parenterale Ernährung über Port. Läuft an der Hand und ist unser fröhlicher, verschmuster und sehr geliebter Sonnenschein. Gdb 100. B, G, H, ag
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LovisAnnaLarsMama
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Re: Pflegedienst

Beitrag von LovisAnnaLarsMama »

Hallo Lara,
sprich mit dem Pflegedienst über deine Bedenken und über die Ängste der Pflegedienstmitarbeiter.
Ihr seid kein Einzelfall.
Dein Kind ist nun mal so schwer betroffen und du es kann immer etwas passieren, das ist einfach Fakt. Ihr habt doch bestimmt gewisse Rotinen/ Ablaufpläne, was gemacht werden muss, wenn ein Notfall eintritt?
Vielleicht sprecht ihr so etwas nochmals mit der betreffenden Schwester ab und wenn das nicht hilft, bittet um eine andere. Du brauchst ja auch den Kindergarten und Nathan bestimmt auch.
Lg LovisAnnaLarsMama
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

SonnenscheinStella
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Re: Pflegedienst

Beitrag von SonnenscheinStella »

Hallo

Meine Frage wäre erstmal, was für Notfallsituationen können entstehen? Wie wurde diese Mitarbeiterin eingearbeitet?

Was genau beanstandet sie denn ? , sorry wenn ich in einen Kinderpflegedienst arbeite, dann sind die Aufgaben, Medis Richten und geben, paenteral ernähren, in Bereitschaft für einen Notfall sein, doch genau mein Aufgaben Bereich und sonderlich viel ist das nicht ( auch wenn es zeitlich vielleicht ausfüllen ist ) . ( da begleiten wir deutlich intensiver Intensivkinder in Schule oder Kindergarten)

Sprich auf jeden Fall mit der PDL / Teamleitung, du musst den Mitarbeitern fachlich vertrauen, Du gibst Dein Kind an diese ab. Bitte um eine Nachschulung, damit sie sich in Situationen nicht unsicher fühlt, dazu müsste aber klar sein, wann kann sie dein Kind nicht einschätzen ect.

Wie sehen es den die 4 anderen Kollegen? Vielleicht kann die Dame ja nochmal mit einer der mitlaufen?

Für weitere Anregungen gerne per PN.

Lg
Stellas Mama

( die von Mitarbeitern erwartet, das Unsicherheiten vor allem dem Teamleitern und PDL mitgeteilt werden, damit man handeln kann, und nicht über das Kind bei Eltern schimpft, das es arbeitsintensiv ist)
Papa und Ich ( PDL in Kinderintensivdienst) mit Adoptivmaus Stella 06/12: Arnold-Chiari 2 Malformation, Rhickham Shunt, Trachestoma, PEG mit Jejunalsonde, ANS 24h Vollbeatmung, Syringomyeliene, MMC

Valentin2014
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Re: Pflegedienst

Beitrag von Valentin2014 »

Hallo larabo,

du hast ja geschrieben, dass du deinen Sohn regelmäßig von der kita anmeldest, wenn sie Dienst hat.
Vlt. fehlt dieser Dame einfach die Routine mit deinem Sohn.

Andernfalls verstehe ich nicht warum diese Dame dies nicht ihrem Arbeitgeber mitteilt und dieser wiederum nach einer anderen Fachkraft schaut?

Lg Valentins Eltern

PetraV
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Re: Pflegedienst

Beitrag von PetraV »

Wir haben auch einen pflegedienst.
Ich handhaben es immer so, daß ich neue Schwestern immer zu Hause einarbeite, bis ich mir sicher bin das sie alles kann.

LaraBo
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Re: Pflegedienst

Beitrag von LaraBo »

Danke für die Antworten. Was für Notfälle könnten passieren? Er könnte krampfen und buccolam brauchen. Er könnte starke Schmerzen haben und müsste Piritramid IV bekommen. Es könnte ihm extrem schlecht werden auch dann braucht er Medikamente IV. Die Pflegerin hat Angst, Medikamente in falscher Dosis zu geben oder das falsche. Sie hat Sorge Die Situation nicht richtig einschätzen zu können oder dass junior auf irgendwelche Medikamente plötzlich reagiert. Und kommuniziert das mit mir genau so. Das hinterlässt bei mir eine riesen Unsicherheit.
Danke, ihr habt mich motiviert das doch nochmal bei der pdl anzusprechen.
Nathan *Feb. 2015 , Mitochondriopathie, mtnd6 Mutation.
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Sara81
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Re: Pflegedienst

Beitrag von Sara81 »

Hallo Lara,

das muss auf jedem Fall angesprochen werden. Ihr seid ja nicht die einzigen, die von dieser Pflegekraft betreut werden, evtl wird sie da genauso unsicher sein. Du musst Dich darauf verlassen können, dass sie die Situation richtig einschätzt! Und es ist ihr Beruf im ambulanten Pflegedienst, alleine die richtigen Entscheidungen zu treffen, sonst muss sie sich eine andere Tätigkeit suchen. Unsere Pflegedienstleitung wäre mir echt "sauer", wenn ich ihr davon nicht erzählen würde. (Ich kenne sie aber auch persönlich).

Du musst ein gutes Gefühl haben, wenn Du Deinen Schatz in andere Hände gibst.

Liebe Grüße
Sara
MaxiKind (2011)....Toller großer Bruder
MiniKind (2016).... Gendefekt, Muskelhypotonie, Dysphagie mit Button, Entwicklungsverzögert, teils Beatmungspflichtig

SonnenscheinStella
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Re: Pflegedienst

Beitrag von SonnenscheinStella »

Hallo

ich denke auch das muss direkt Kommuniziert werde.
Medis werden ja auch im Notfall zumindest in der Dosierung nach einem Anordnungdplan gegeben. Und wenn diese nicht gerade das erstemal gegeben werden, ist eine Reaktion auf diese ja auch relativ gering.
Das scheinen ja grundlegende Unsicherheiten zu sein, und da muss man sehen wie man sie behebt ( im äußersten Fall, ist eine ambulante Stelle überhaupt die richtige ) aber bestimmt nicht auf Kosten der Sicherheit für Dein Kind.

Eigentlich sollte die Mitarbeiterin das auch selbst so klar kommunizieren an ihre Vorgesetzte, ich mache nur dort Dienst, wo ich mein Handeln, ggf Nichthandeln jederzeit sicher ausführen kann.

Lg
Papa und Ich ( PDL in Kinderintensivdienst) mit Adoptivmaus Stella 06/12: Arnold-Chiari 2 Malformation, Rhickham Shunt, Trachestoma, PEG mit Jejunalsonde, ANS 24h Vollbeatmung, Syringomyeliene, MMC

Irmengardelisabeth
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Re: Pflegedienst

Beitrag von Irmengardelisabeth »

Hallo Nathans Mama,

Ich kenne das Dilemma gut.

Eine Pflegekraft kam tatsächlich mal durcheinander mit der Medikamentendosierung vom anderen Kind, welches Sie betreute.
Sie hatte uns ihre ev Ängste nicht mitgeteilt. War einfach zu schusselig.
Wir haben dann mit der PDL gesprochen und sie war dann nur noch bei dem anderen Kind.
Jedoch hatten wir dann zt große Lücken im Dienstplan.
Bei uns wird mitunter von „Rentnerkindern“ geschwärmt: Kinder, die nur eine Kanüle haben und ansonsten keine weiteren Baustellen. Auch nicht schön.

Die Notfallsituationen werden zuhause sehr oft durchgesprochen, es gibt eine stets aktuelle Arztempfehlung von unserem Arzt vom Palliativteam. Das hilft schon.
Und ja die neuen Pflegeschwestern gehen erst ausserhäusig wenn wir Vertrauen haben. Und sie es sich auch selbst zutrauen.
Mein Mann und ich hören da viel auf unser Bauchgefühl.

Liebe Grüße
Irmi

Anton09
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Re: Pflegedienst

Beitrag von Anton09 »

Hallo,

du bist zwar auf den Pflegedienst angewiesen,
trotzdem sprich sachlich deine Sorgen an.
Ich würde direkt die betreffende Schwester ansprechen und wenn ihr da keine zufriedenstellende Lösung findet, muss definitiv ein Gespräch mit der Pflegedienstleitung her.
Die Leistung vom PD wird bezahlt, also habe ich auch ein Recht auf eine optimale Versorgung von meinem Kind.
Und unsere Kinder merken diese Unsicherheit.
Wir haben zum Glück über 8 Jahre die gleiche Schwester (40h/Wo).
Natürlich ist es nicht immer möglich die Personalplanung auf wenige zu beschränken.
Wenn ich aber als Pflegefachkraft arbeite, gerade mit Kindern, sollte ich die geforderten med. Vorgaben schon erfüllen.
Das nicht jeder eine emotionale Bindung zum Patienten aufbaut und man nicht jeden mag, ist normal. Aber du hast ja schon ein mulmiges Gefühl und das Vertrauen fehlt.
Das ist überhaupt keine Basis.
Die Zusammenarbeit mit dem PD dauert ja bestimmt noch einige Jahre.
Also hab ruhig Mut deine Sorgen anzusprechen, denn aufgestaute Sorgen tun der ganzen Familie nicht gut.
Grüsse Frauke
Anton 30.01.2009, Therapie-refraktäre Epilepsie, fokal kortikale Dysplasie - epilepsiechirurgische Resektion, Shunt, Button, schwere psychomotorische Entwicklungsretardierung, zentrale Bewegungsstörung, interstitielle Duplikation im Xq-21.1 Gen, VNS-Implantation, PG 5 - ein Sonnenschein zum Verlieben

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