Corona-Abstand - welche Lösung für SchulKinder, die es nicht können/verstehen?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Alexandra2014
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Re: Corona-Abstand - welche Lösung für SchulKinder, die es nicht können/verstehen?

Beitrag von Alexandra2014 »

LasseUndJohannes hat geschrieben:
17.05.2020, 13:51
Stimmt, bei den ganzen lokalen Regeln macht Rumgekrittel wenig Sinn. Blickt eh keiner durch. Unabhängig von den lokalen Regeln und Infektionsgeschehen können wir sinnvoll einzelne Fragestellungen diskutieren wie hier, was mit Schulkindern ist, die nicht Abstand halten können.
Die ganze Geschichte hat alles überrollt. Es gab keinerlei Diskussion. Das wird jetzt bitter nötig, in der Politik und auch in den sozialen Netzwerken. Echte Diskussion jenseits der beiden Extreme "wir machen alles dicht" und "wir machen alles auf".
Deswegen hatte ich auch EXTRA dazu geschrieben „soweit ich weiß“.

Gerade weil es so viele unterschiedliche Regelungen gibt, sollte man das Ganze dann vielleicht etwas mehr einschränken, wie z.B. mit „ist bei uns in der Stadt derzeit noch verboten“, oder ähnliches. Sonst führen solche Aussagen nur zur weiteren Verunsicherung derer, die es hier lesen und eben NICHT in der gleichen Stadt wie Ulla wohnen. :wink:

Für ganz NRW jedenfalls gab es im privaten Sektor nie verpflichtende Einschränkungen für Treffen, sondern nur Empfehlungen.

Zitiert aus einem Focus Bericht:

Kontaktsperre in Nordrhein-Westfalen
Was konkret gilt: Ab 11. Mai dürfen sich die Angehörigen zweier Haushalte auch im öffentlichen Raum treffen. Jedoch gilt hier ebenfalls die allgemeine Abstandsregelung von 1,5 Metern.
Regeln und Beschränkungen für die eigenen vier Wände gibt es in NRW nicht. Familie und Freunde durften demnach während der gesamten Corona-Krise in die Wohnung eingeladen werden.

Vermutlich war es dann Laschet (MP NRW) und nicht Spahn, der das gesagt hat. Schrieb ich ebenfalls, dass ich das nicht mehr genau wusste. Der Beitrag hatte also auch einen gewissen fragenden Charakter. :idea:
Das kann man dann richtigstellen und gut ist. :roll:
Dieses Gezicke von wegen „für die Diskussion wenig fruchtbares Rumgekrittel an Teilaussagen“ ist einfach nur kindisch!
Die Teilaussage von Ulla hatte zumindest auch rein gar nichts mit der Fragestellung des Threads zu tun. :mrgreen:
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Ullaskids
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Re: Corona-Abstand - welche Lösung für SchulKinder, die es nicht können/verstehen?

Beitrag von Ullaskids »

Ach du meine Güte, wie rechthaberisch... mit dir kann man nicht sinnvoll diskutieren.
Bin dann mal hier raus :hand:
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (16): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.

grace
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Re: Corona-Abstand - welche Lösung für SchulKinder, die es nicht können/verstehen?

Beitrag von grace »

Hallo,

Für mich gibt es da nur eine logische und relativ sichere Lösung: Kinder die wirklich behinderungsbedingt und auch mit SB keinen Abstand halten und keinen Mundschutz tragen können (und das sind meiner Meinung viel weniger als selbst die eigenen Eltern glauben) müssen halt regelmäßig getestet werden und die Betroffenen Eltern müssen dafür Sorgen das diese Kinder dann außerhalb der Schule keine unnötigen Kontakte haben, also nicht zum einkaufen mitnehmen, zu Veranstaltungen gehen usw. selbst wenn das jetzt wieder erlaubt sein sollte.

Sonst bleibt halt nur das Kind zuhause zu lassen wo es eventuell von der SB betreut wird oder oder eben Ausnahmen in der Klasse genehmigen.

Da diese letzten beiden Optionen aber ungerecht sind (entweder dem Betroffenen Kind/der betroffenen Familie oder eben den Mitschülern/Lehrern/Schulen gegenüber ) ist für mich nur die erste Lösung mit dem regelmäßigen Test akzeptabel und mit gutem Willen auch ohne weiteres umsetzbar, er wird auch bald jede Menge Schnelltest geben.

Und den Eltern die immer noch der Meinung sind das das doch alles nicht so schlimm sei und Kinder würden doch eh keine ernsthaften Konsequenzen von einer möglichen Ansteckung mit dem Covid19 davontragen und bla bla bla, denen rate ich einfach sich doch alle in der Familie anstecken zu lassen und dann ein bis drei Monate in strenge Quarantäne zu gehen bis die ganze Familie wieder gesund bzw. negativ (hoffen wir...) ist.

Dann habt ihr es „durch“ und seid mit größter Wahrscheinlichkeit (nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen) für die nächsten 12 bis 24 Monaten keine Gefahr mehr für andere Menschen!

Mit freundlichen Grüßen aus Italien, wir hatten bis gestern 31763 Todesopfer und England, welches bis zu letzt darauf bestand die Schulen und alles offen zu lassen, hat uns mit 34466 Todesopfer schon seit einigen Tagen „überholt“ tolles Ergebnis, gell?????

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Alexandra2014
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Re: Corona-Abstand - welche Lösung für SchulKinder, die es nicht können/verstehen?

Beitrag von Alexandra2014 »

Ullaskids hat geschrieben:
17.05.2020, 15:14
Ach du meine Güte, wie rechthaberisch... mit dir kann man nicht sinnvoll diskutieren.
Bin dann mal hier raus :hand:
😂 ja genau. Die Totschlagargumente... Tschüssi! 🙈
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Sophie-11
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Re: Corona-Abstand - welche Lösung für SchulKinder, die es nicht können/verstehen?

Beitrag von Sophie-11 »

Hallo,
grace hat geschrieben:
17.05.2020, 17:05
und die Betroffenen Eltern müssen dafür Sorgen das diese Kinder dann außerhalb der Schule keine unnötigen Kontakte haben, also nicht zum einkaufen mitnehmen, zu Veranstaltungen gehen usw. selbst wenn das jetzt wieder erlaubt sein sollte.
Das ist aber u.U. gar nicht so einfach, wenn man z.B. mehrere Kinder an unterschiedlichen Institutionen mit unterschiedlichem Einzugsbereich hat und eventuell selber wieder am Arbeitsplatz erscheinen muss. Denn ich gehe mal davon aus, dass sich in einer Familie über kurz oder lang alle anstecken, wenn eine(r) es einschleppt.

Letztlich wird es keine gerechte Lösung geben, und ehrlich gesagt bin ich froh und dankbar, keine dieser Entscheidungen treffen zu müssen, wer wann was darf.

Trotzdem liebe Grüße an alle und der Wunsch, doch friedlich zu bleiben :) .
fünfköpfige, irgendwie ASS-nahe Familie mit dem Großen *12/2007, dem Mittleren *09/2010 mit Diagnose Asperger und Vd auf ADHS, und der Kleinen *02/2014 (Vd auf Autismus)

Silvia15
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Re: Corona-Abstand - welche Lösung für SchulKinder, die es nicht können/verstehen?

Beitrag von Silvia15 »

Ich finde einfach hier wird der Bock zum Gärtner gemacht.

Wir schließen zum Teil Kinder mit Einschränkungen aus weil sie sich aufgrund derer nicht wirklich an die offensichtlichen Regeln halten können.

Vergessen dabei aber, dass sich viele gesunde Kinder und Erwachsene zwar in der Öffentlichkeit augenscheinlich vernünftig benehmen, in ihrer Freizeit und im Privaten jedoch auf die Abstandsregeln und Co Pfeifen. Kinder treffen sich mittlerweile wieder überall ganz normal mit ihren Freunden, es wird gespielt, getobt und alles wie bisher. In der Schule wird dann halt aufgepasst aber in der Freizeit sind alle Regeln vergessen. Aber diese Kinder dürfen normal zur Schule, da kommt keiner auf die Idee sie ausschließen zu wollen.

Aber bei Kindern die nicht anders können und dadurch vielleicht mal kurz einem anderen Kind zu nahe kommen bzw. es gar anfassen, da wird ein Theater gemacht, weil es eben offensichtlich ist. Diese Kinder sind jedoch vermutlich in ihrer Freizeit dafür eben eher isoliert, weil sie außerhalb der Schule eher weniger soziale Kontakte pflegen.

Ich frage mich da ernsthaft von welchem Kind dann mehr Gefahr ausgeht.

Wenn alle die es besser wüssten sich immer und überall an die Regeln halten würden, dann würden die die es nicht so können kaum ins Gewicht fallen.
Silvia mit Maximi (Juli 15, F84.5) und Minimi (Mai 17, ein normaler Wirbelwind)

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Re: Corona-Abstand - welche Lösung für SchulKinder, die es nicht können/verstehen?

Beitrag von Sophie-11 »

Liebe Silvia,

was Du schreibst, ist sicher moralisch richtig, aber so kann man keine Gesetze machen. Nur weil manche sich falsch verhalten, aber es besser verstecken, kann man anderen eben nicht Entsprechendes erlauben. Fehlverhalten darf doch nicht zum Maßstab gemacht werden!

LG!
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LasseUndJohannes
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Re: Corona-Abstand - welche Lösung für SchulKinder, die es nicht können/verstehen?

Beitrag von LasseUndJohannes »

Sophie-11 hat geschrieben:
17.05.2020, 22:05
Liebe Silvia,

was Du schreibst, ist sicher moralisch richtig, aber so kann man keine Gesetze machen. Nur weil manche sich falsch verhalten, aber es besser verstecken, kann man anderen eben nicht Entsprechendes erlauben. Fehlverhalten darf doch nicht zum Maßstab gemacht werden!

LG!
Es ist eben kein Fehlverhalten, wenn eine behinderte Person eine Aufgabe behinderungsbedingt nicht schafft! Und der Vergleich, was die "normale" Gesellschaft außerhalb der Schule so tut, den finde ich sehr gut. Zeigt er doch zusammen mit den Kindergärten als Beispiel, dass ein Ausschluss von Kindern die keinen Abstand halten können völlig unverhältnismäßig wäre.
VG
Lasse

Johannes 2008, extremes ADHS, Fehldiagnose (?) Autismus
Benedikt 2014, süßeste FraXi-Maus der Welt (Fragiles X), non verbal, früher auto aggressiv, ADHS, v.a. frühkindlicher Autismus

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Alexandra2014
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Re: Corona-Abstand - welche Lösung für SchulKinder, die es nicht können/verstehen?

Beitrag von Alexandra2014 »

Sophie-11 hat geschrieben:
17.05.2020, 22:05
Liebe Silvia,

was Du schreibst, ist sicher moralisch richtig, aber so kann man keine Gesetze machen. Nur weil manche sich falsch verhalten, aber es besser verstecken, kann man anderen eben nicht Entsprechendes erlauben. Fehlverhalten darf doch nicht zum Maßstab gemacht werden!

LG!

Das lese ich aus Silvias Worten auch nicht.
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Silvia15
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Re: Corona-Abstand - welche Lösung für SchulKinder, die es nicht können/verstehen?

Beitrag von Silvia15 »

Sophie-11 hat geschrieben:
17.05.2020, 22:05
Liebe Silvia,

was Du schreibst, ist sicher moralisch richtig, aber so kann man keine Gesetze machen. Nur weil manche sich falsch verhalten, aber es besser verstecken, kann man anderen eben nicht Entsprechendes erlauben. Fehlverhalten darf doch nicht zum Maßstab gemacht werden!

LG!
Natürlich werden so Gesetze gemacht. Es gibt bei vielen Regelungen/Gesetzen Ausnahmen für diejenigen die aus nachvollziehbaren Gründen diese nicht oder noch nicht einhalten können.

Als aktuelles Beispiel: Die Maskenpflicht gilt eben auch in den meisten Bundesländern nur für Kinder ab 7 Jahre weil man davon ausgeht, dass kleine Kinder die Masken nicht zwingend dulden werden.

Aber auch bei älteren Gesetzen gibt es meist Ausnahmeregelungen. Da könnte man jetzt zick Beispiele aufzählen.

Außerdem geht es hier nicht darum für besondere Kinder direkt Ausnahmen zu machen, denn auch diese Kinder sollen angehalten werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles zu tun die Regeln einzuhalten. Trotzdem muss auch das Augenmerk darauf gelegt werden, dass die Kinder eben auch keinen psychischen Schaden nehmen, sie haben es schon schwer genug. Es ist immer eine Abwägungssache und einfach wichtig eine gewisse Balance zu finden.

Aber sie dürfen keinesfalls der Gefahr laufen, weil sie es eben nicht so können wie andere, von der Schule oder gar der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden.

Allgemein müssen wir uns klar sein, dass alle Maßnahmen auf eine Risikominimierung hinauslaufen und nicht auf eine gänzliche Sicherheit sich nicht mit dem Virus anzustecken.

Vergleiche mit anderen Ländern und Angstmacherei sind ebenfalls wenig hilfreich, weil es einfach nicht vergleichbar ist. Die Schulen sind ja nicht im Regelbetrieb und es herrschen überall strenge Hygienekonzepte.
Silvia mit Maximi (Juli 15, F84.5) und Minimi (Mai 17, ein normaler Wirbelwind)

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