Tanja2014 hat geschrieben:
Das, was Alex schreibt, war vielleicht in der Vergangenheit so, stimmt aber für die Neu-Einschulungen in NRW seit diesem Schuljahr nicht mehr. Da hat sich politisch der Wind um 180 Grad gedreht. Einzelinklusionen in der wohnortnächsten Schule sind seit diesem Schuljahr gar nicht mehr möglich. Das Gesundheitsamt/die Schulärztin in unserer Stadt "berät" scheinbar konsequent nur noch "pro Förderschule", egal was die Auffälligkeiten sind. Ich habe da in der Nachbarschaft eine wirklich haarsträubende Geschichte miterlebt. Inklusionstechnisch hat uns die NRW-Bildungsministerin von der FDP mal eben in die Steinzeit zurückgebeamt.

Woher bitte möchtest Du wissen, was bei uns noch möglich ist und was nicht? „Unsere“ wohnortnächste Grundschule ist rein zufällig auch eine Schwerpunktschule für Inklusion in unserem Kreis. Huch...
Bei uns - sehr ländlich - gibt es auch kaum Förderschulen. Die Förderschule L z.B. wurde letztes Jahr im Sommer geschlossen, zeitgleich wurde eine private Förderschule L eröffnet

, die aber erst ab Klasse 5 unterrichtet...
Die Autisten aus unserem Landkreis werden, sofern sie Förderschulen besuchen, sogar über die Landesgrenze kutschiert, da die Förderschule E/So in unserem Landkreis für Autisten nicht geeignet ist. Die vielen „schwererziehbaren“ machen den Autisten das Leben schwer. Das geht so weit, dass das Jugendamt den Transport, als auch die Schulkosten der privaten Förderschule im benachbarten Bundesland bezahlt.
Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral