Antrag Schulbegleitung/Offenlegung Vermögensverhältnisse?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Ronja123
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Antrag Schulbegleitung/Offenlegung Vermögensverhältnisse?

Beitragvon Ronja123 » 29.01.2017, 12:07

Hallo,
ich stelle erstmalig für das nächste Schuljahr einen Antrag auf Schulbegleitung.
Nun wird in den Antragsformularen unseres Landkreises auch die Offenlegung sämtlicher Vermögensverhältnisse gefordert, trotzdem das ja einkommensunabhängig ist.
Kann mir jemand sagen, worauf ich mich beziehen kann um mir diese stundenlange unnötige Arbeit und das Zusammensuchen von Unterlagen ersparen kann?
Ohne ein schlagkräftiges Argument werden sie das dann ja sonst trotzdem nachfordern :roll:
Bin für Tips sehr dankbar!
Liebe Grüße
Karin
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JustinsMum
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Beitragvon JustinsMum » 29.01.2017, 12:14

das haben die bei uns auch versucht. mehrfach. Erspar Dir die Arbeit und teile denen mit, dass in Deutschland die Schulpflicht gilt und jedes Kind das Recht auf unentgeltlichen Unterricht hat. Gilt auch für behinderte Kinder und das ist im Grundgesetz verankert.

Grüße

JustinsMum

Birgit257
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Beitragvon Birgit257 » 29.01.2017, 12:18

Hallo Ronja,

den Paragraphen habe ich nicht zur Hand, aber dreh den Spieß doch einfach um, und frage die Behörde, aufgrund welcher Rechtsgrundlage sie eure Vermögensverhältnisse anfordern/einsehen dürfen.

VG
Birgit
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Ronja123
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Beitragvon Ronja123 » 29.01.2017, 12:31

Unter folgendem Link habe ich gelesen:

http://www.isar-projekt.de/informatione ... shelfer/in

"In der Regel verlangen die Sozialämter zunächst, dass das Einkommen der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten offengelegt wird. Dies ist bei der Eingliederungshilfe u.a. als Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung für Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren nicht nötig und damit rechtswidrig! Zum einen würden Daten zu Unrecht erhoben und zum anderen bedeutet dies, dass die Bearbeitung des Antrags allein durch die Einkommensprüfung unnötig hinausgezögert würde (siehe auch Eingliederungshilfe)."

Es muss aber dazu doch eigentlich irgendwo einen entsprechenden Hinweis/Paragraphen geben?

Liebe Grüße
Karin
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Beitragvon Gesu2010 » 29.01.2017, 12:35

Hallo,

ich habe damals in den Antrag reingeschrieben, dass wir Einkommensnachweise nicht vorlegen werden, da es hierfür keine rechtliche Verpflichtung gibt. Danach haben die auch nie wieder danach gefragt.

LG Nicole

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Beitragvon L. Anna » 29.01.2017, 13:03

Danach wurde bei uns gar nicht gefragt. Da stand auch nichts im Antrag drin, und ich meine, der Antrag waren auch nur 1-2 Blätter mit Formalien (Name etc)...
Die Verlängerung habe ich dann formlos per email gestellt...

Bei uns läuft das aber übers Jugendamt, vielleicht ist das was anderes? Mit dem Sozialamt hatten wir nie was zu tun, erst der Bezirk, dann das Jugendamt.

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Beitragvon Regina Regenbogen » 29.01.2017, 14:21

Bei uns lief die Eingliederungshilfe schon im Kindergarten über das Sozialamt und bei dem ersten Antrag war auch so ein Formular für die Vermögensverhältnisse beigefügt. Auf Nachfrage hat man mir aber gesagt, dass ich das nicht ausfüllen muss, diese Beilage wäre nur Standard bei Anträgen über das Sozialamt. Habe ich dann auch nicht und es wurde in den nächsten 7 Jahren auch nie danach gefragt.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
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Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

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Beitragvon Kaja » 29.01.2017, 14:22

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_12/__92.html
Den in § 19 Abs. 3 genannten Personen ist die Aufbringung der Mittel nur für die Kosten des Lebensunterhalts zuzumuten...

2. bei der Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung einschließlich der Vorbereitung hierzu,...

Die in Satz 1 genannten Leistungen sind ohne Berücksichtigung von vorhandenem Vermögen zu erbringen

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Beitragvon NicoleWW » 29.01.2017, 14:22

Hallo,

bei uns wurde danach nicht gefragt. Ich weiß die Paragraphen leider auch nicht. Bei uns läuft es übers Kreisjugendamt .

ich weiß zwar gerade nicht mehr ob es im Antrag mitgefordert wurde, wir haben aber keine Angaben gemacht über Einkommen usw.

Liebe Grüße
Nicole
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Beitragvon Chaosmarie » 29.01.2017, 14:50

Ein Schulbegleiter gehört zu den ambulanten Hilfen. An der Finanzierung für ambulante Hilfen werden Eltern nicht beteiligt, wohl aber an stationären Hilfen je nach Einkommens- und Vermögenslage. Mit dem Wissen, dass eine Fachkraft als Vollzeit-Schulbegleitung schnell teurer wird als eine vollstationäre Unterbringung in einem Heim (von einer Pflegefamilie ganz zu schweigen) dürfte klar sein, welche Hintergedanken das Amt hegt, wenn es jetzt schon Eure finanzielle Lage abklopfen will. Wenn es bei Euch etwas zu holen gibt, wird eine spätere Heimunterbringung noch attraktiver. Holzauge sei wachsam!

lg

Marie
"Scheffin" *2006 gesund und topfit, hochbegabt
"Prinzesschen" *2007 fröhliche und charmante Kannerautistin
"kleiner Bruder" *2011 gesund, quietschfidel, Verdacht auf Hochbegabung.

Was glaubt Ihr, was hier los wäre, wenn noch mehr Leute wüssten, was hier los ist!


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