Integrationshelfer - Kosten selbst tragen?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Sigrid Zas
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Beitragvon Sigrid Zas » 04.03.2015, 16:11

Hallo,

also ich glaube das hängt stark vom Bundesland ab. Meine Tochter hat für die Schulzeit eine Schulbegleitung und für die Zeit im Hort bekommt die Schule einen Personalschlüsselaufschlag je I-Kind. Das ist nicht viel und bei uns funktioniert es, da unsere Tochter nicht ständig eine Person nur für sich braucht und das Erzieherkollegium super ist.
Dazu hat die Amtsärztin den Bedarf festgestellt.
Die normalen Hortkosten müssen wir wie die Regelkinder Einkommensabhängig bezahlen.

Wir haben für unsere Tochter die in eine Regelklasse geht einen Tür zu Tür Bustransfer. Sie ist kein Rollifahrer sondern geistig behindert.

Ich kann den Satz
Inklusion geht vor allem zu Lasten der Mütter.

für meine Tochter nicht unterschreiben. Wir sind sehr zufrieden mit den Rahmenbedingungen die wir haben. Aber mir ist klar, dass es an den beteiligten Personen hängt, wenn die willig sind geht echt viel.

Lg Sigrid
Sigrid mit Tochter L *2005 geistig behindert, nach umfangreicher Diagnostik immer noch ohne Diagnose

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anja234
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Beitragvon anja234 » 04.03.2015, 16:20

Hallo.
ich nochmal
Habe direkt für freitag einen termin zur bertaung bekommen.

werde mir mal alles aufschreiben und dann sehen was er dazu meint.
kostet mich jetzt erstmal was aber immer noch besser als den i helfer zu bezahlen.

Lg
Anja 32J V a Cental Core Muskeldystrophie Gdb 100% G,B in Rente
Felix 10.03.2006 gesund
Emma 16.12.2008 V.a Central Core Muskeldystrophie, verbale dyspraxie, HüftdysplasieSchluckstörung,Entwicklungsverzögert Gdb 80% B,H,aG
Lotta 20.04.2012 sättigungsabfälle,Va myopathie,hackenfüße,anpassungsstörung,atem schluckkoordinationsstörung Gdb 80% H,B,G

nataschawolle
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Beitragvon nataschawolle » 04.03.2015, 19:57

dann frag gleich mal
ob du das in deinem namen klärst, oder ob dein kind das klärt
z.b. bei unterhaltsklagen, klagt das kiind, dannhat es eine kostenlose rechtsberatung.

ich würde auch mal fragen
denn nicht ihr braucht den i helfer sondern euer kind benötigt den. und euer kind hat das recht drauf.

vielleicht habt ihr glück, dass dann euer kind auch kläger ist,und eine vergüünstigte oder freie rechtsberatung


lg natascha
natascha mit julia 93, gina 97 mageneingangfehlbildung mit reflux (hiatushernie) morotrische defizite, maria und anna 02, zehenfehlstellung, empfindliche lungen, maria extrem mit narbenbildung nach lungenentzündung, die 4 sind das wundervollste chaos dieser welt

Elisabeth97
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Beitragvon Elisabeth97 » 04.03.2015, 23:42

Hallo Anja,

als mein Sohn (inzwischen 11. Klasse) in der Grundschule war, wurde der I-Helfer auch nicht für die OGS vom Sozialamt genehmigt. Das war für uns damals kein Problem, da mein Sohn sowieso keine Lust auf OGS hatte :wink: und nur für AGs schonmal länger dablieb. Die Kosten für den I-Helfer für diese Zeiten haben wir dann über die Verhinderungspflege abgerechnet.

Inzwischen habe ich am Rande mitbekommen, dass es bereits Urteile gibt, nach denen die OGS bezahlt werden muss, da es sich um eine einkommensunabhängige (!) Leistung der Eingliederungshilfe (Teilhabe an der Gesellschaft) handelt. Da mein Sohn aus dem Alter raus ist, habe ich mich mit diesem Thema aber nicht mehr beschäftigt - das könntest Du aber übers Internet sicher herausfinden.

An der weiterführenden Schule werden alle Pflicht-Unterrichtsstunden übernommen - incl. Mittagessen. Sogar die Freistunden jetzt in der Oberstufe werden bezahlt. Ebenso der Einsatz bei Ausflügen und Klassenfahrten. Hier werden die Kosten für Fahrt und Unterkunft sowie 10 Einsatzstunden pro Tag übernommen. Dies gilt übringens auch für das Praktikum, das Deine Tochter später mal abolvieren muss.

Viele Grüße & viel Erfolg
Elisabeth
Elisabeth

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Beitragvon anja234 » 06.03.2015, 20:12

Hallo.

Also der termin beim anwalt hat mal gar nix gebracht der hatte gar keine Ahnung da wusste ich zb mehr

Lg
anja
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Christine Sp.
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Beitragvon Christine Sp. » 06.03.2015, 21:16

Hallo Anja,

kennst du den Verein VDK www.vdk.de ? Die haben gute Anwälte für Sozialrecht.
Für einen Jahresbeitrag bekommt man dort Rechtsberatung und Beistand vor Gericht.

Viele Grüße
Christine
Christine Sp. (1970) mit Niclas (2004)
ICP mit beinbetonter Tetraparese
Seit Sept. '15 Regelschüler an einer Realschule

RuthmitJunior
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Beitragvon RuthmitJunior » 06.03.2015, 21:59

Hallo anja234,

wir haben für Junior auch eine Schulbegleitung für den kompletten Schultag inclusive OGS :D .

Wir mussten unser Einkommen nicht offenlegen. Die Eingliederungshilfe ist,
(meines Wissens) eine Leistung, - die unabhängig vom Einkommen,bedarfsbezogen übernommen wird.

Trotzdem wirst Du hier jede Menge Leute mit den haarsträubensten Erfahrungen bezüglich Beantragung und Genehmigungsprocedere inc. Deckelungsversuche nachlesen können :? :roll: ...

Wir haben an entsprechender Stelle den Antrag gestellt und innerhalb eines Monat die Bewilligung für ein Jahr erhalten.
Für den OGS Bereich hat die Schule selbst beantragt und auch genehmigt bekommen.
Kostenträger ist auch hier die Eingliederungshilfe.
Sohn geht auf eine Regelgrundschule.

Den OGS Platz bezahlen wir natürlich (einkommensabhängig) so wie vorher, - auch :) .

LG
Ruth
bei Sohnemann No.2 geb.2005
Hochfunktionaler Autismus

unsere Vorstellung;

http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic104086.html

Die wahre Lebenskunst besteht darin,
im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen...

soschei
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Beitragvon soschei » 07.03.2015, 16:42

@Ruth, darf ich fragen um welche Stadt es sich handelt?

Unser Sohn, 9J. Regelschule, hat im 1.Schuljahr ebenfalls einen I-Helfer für die OGS benötigt. Wir sind nun in 2.Instanz, 1. hat uns Recht auf I-Kraft für OGS bewilligt. Stadt ist in Widerspruch gegangen...... jetzt heißt es abwarten.......

Die Kosten (4900€) für das Jahr I-Kraft zahlen wir grade in Raten an den Träger, da dieser natürlich nicht 5Jahre in Vorleistung gehen will.

Grundsätzlich ist bei uns nicht geklärt,ob die Stadt den Nachmittagsbereich zahlen muß :twisted:

Wir wurden ebenfalls aufgefordert unser Einkommen offen zu legen :twisted: und so doof wie wir waren haben wir es auch gemacht. :evil:

Viel Erfolg!!!!!
Renate

Kaja
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Beitragvon Kaja » 07.03.2015, 23:15

Hallo,

@Ruth:
RuthmitJunior hat geschrieben:Die Eingliederungshilfe ist, (meines Wissens) eine Leistung, - die unabhängig vom Einkommen,bedarfsbezogen übernommen wird.

nicht zwingend. Relevant ist, ob die beantragte Leistung in den Katalog des § 92 Absatz 2 SGB XII fällt:

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_12/__92.html

Das ist beispielsweise gemäß § 92 Absatz 2 Nr. 2 SGB XII dann der Fall, wenn es sich um eine Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung handelt - also eindeutig während der Schulzeit und bei der Erledigung der Hausaufgaben. Die restliche Zeit im OGS-Bereich wird mehrheitlich als Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gemäß §§ 53, 54 SGB XII i. V.m. § 55 SGB IX angesehen und, da nicht im Katalog des § 92 Absatz 2 SGB XII enthalten, einkommens- und vermögensabhängig zu erbringen.

Nun gibt es einige Entscheidungen

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 32#1744732

die davon ausgehen, dass die Nachmittagsbetreuung auch der Schulbildung dient. Zumindest das Urteil des SG Düsseldorf wurde aber in der nächsten Instanz vom LSG gekippt:

http://openjur.de/u/673928.html

Allerdings kann man dieser LSG-Entscheidung einige gute Argumente entnehmen:

Entscheidend ist nach § 12 Nr. 1 EinglhV vielmehr, ob die Maßnahme "erforderlich" ist, um den Schulbesuch im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht zu ermöglichen oder zu erleichtern ...

Dass diese Voraussetzungen im Falle des Antragstellers erfüllt wären, erscheint zunächst deshalb zweifelhaft, weil die OGS nicht zum verpflichtenden Umfang des Schulbesuchs gehört. Sie ist vielmehr ein schulisches Angebot, welches freiwillig wahrgenommen werden kann ... Dann aber ist im Grundsatz davon auszugehen, dass das für den Schulbesuch maßgebliche Bildungsziel auch ohne Inanspruchnahme der freiwilligen OGS erreicht werden kann.

Der Schulbesuch muss also durch den Besuch des Nachmittagsbereichs erleichtert werden - das ist eigentlich weniger als zwingend notwendig. Zudem lernt man in der Schule nicht nur lesen und schreiben, sondern auch beispielsweise Sozialverhalten und Kommunikation. Wenn diese oder ähnliche Ziele (ins Schulgesetz schauen) mit dem Nachmittagsbetrieb in Einklang gebracht werden können, dann erleichtert der Besuch der OGS das Erreichen der Ziele der Schulbildung erheblich.

Viele Grüße Kaja

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anja234
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Beitragvon anja234 » 08.03.2015, 12:56

Hallo.
Vdk hatte man mir achon zu geraten aber da wir ja bereits im antrag sind denke ich greifen die jetzt nicht mehr oder.

5 euro pro person muss ich alle 5 famikien Mitglieder anmelden online finde ich dazu nichts?

Der anwawlt sagte ich soll jetzt erstmal alles offen legen das muss ich machen

Lg
anja
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