Was passiert im SPZ?

Mit einem besonderen Kind sind Eltern oft Dauergäste beim Kinderarzt. Hinzu kommen Krankenhausaufenthalte und Besuche bei Spezialisten und im Sozialpädiatrischen Zentrum.
Welche Untersuchungen machen Sinn? Wo ist mein Kind in guten Händen? Zahlt die Krankenkasse alle Behandlungen? Fragen über Fragen...

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Sabine
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Was passiert im SPZ?

Beitrag von Sabine »

Immer wieder lese ich in anderen Foren von ängstlichen Müttern, die zum ersten Mal mit ihrem entwicklungsverzögerten oder behinderten Kind in ein Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) müssen und nicht wissen, was sie dort erwartet. Deshalb habe ich hier einmal aufgeschrieben, was bei unserem ersten Besuch im SPZ gemacht wurde.
Im SPZ wird den Eltern oft erstmalig gesagt, was mit ihrem Kind eigentlich los ist. Auch wenn die Wahrheit zunächst traurig macht, ist eine endgültige Gewissheit sicherlich besser zu ertragen als dies ständige Unbehagen, dass etwas nicht in Ordnung ist und man nicht weiß, was es ist.
Oft ist auch alles nicht so schlimm und das entwicklungsverzögerte Kind kriegt doch noch die Kurve und findet den Anschluss an die Entwicklung seiner Altersgenossen.
Beim unserem ersten Besuch im SPZ hat eine Krankengymnastin mit Jan-Paul geturnt, damit sein Entwicklungsstand besser beurteilt werden konnte. Eine Ärztin hat ihn untersucht (läuft ab wie beim Kinderarzt) und eine Urinprobe (da musste er einfach in ein Röhrchen pullern) genommen. Mit Hilfe eines kleinen Pieks wurde Blut abgenommen und uns ein EEG und ein MRT vorgeschlagen. Beide Untersuchungen (EEG und MRT) sind völlig harmlos und tun nicht weh. Das EEG wird gemacht, wenn die Kleinen schlafen oder es wird für ca. 20 Minuten in wachem Zustand des Kindes geschrieben (für ein Schlaf-EEG muss man manchmal über Nacht mit dem Kind in die Klinik).
Für ein MRT (da werden Fotoaufnahmen vom Gehirn gemacht) gibt man meistens eine Narkose (so auch bei Jan-Paul), damit die Kinder auch richtig stillliegen, wenn die Aufnahmen gemacht werden. Auch das ist wirklich nicht schlimm - wir konnten zudem alle Untersuchungen ambulant machen lassen. Die Kleinen verpennen alles und sind nach der Narkose meist schnell wieder munter.
Ansonsten stehen den Eltern im SPZ die Ärzte für Fragen immer zur Verfügung. Man kann sie - wenn man erst einmal "bekannt" ist - jederzeit mit Fragen löchern.
Wenn man schlechte Erfahrungen in einem SPZ gemacht hat, besteht sicher auch die Möglichkeit zu wechseln.
Eine detaillierte Aufstellung aller SPZs in Deutschland und im Grenzgebiet findet ihr unter der Rubrik "Interessante Websites/Sonstige" unter dem Schlagwort Sozialpädiatrische Zentren. Einfach auf den Link klicken!

Sabine

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