riesige Angst vor Hüft-OP

Mit einem besonderen Kind sind Eltern oft Dauergäste beim Kinderarzt. Hinzu kommen Krankenhausaufenthalte und Besuche bei Spezialisten und im Sozialpädiatrischen Zentrum.
Welche Untersuchungen machen Sinn? Wo ist mein Kind in guten Händen? Zahlt die Krankenkasse alle Behandlungen? Fragen über Fragen...

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2012Tim
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riesige Angst vor Hüft-OP

Beitrag von 2012Tim »

Riesen Angst vor Hüft OP,
Auch wenn hier nun schon sehr viele interessante Artikel und Infos über Hüft OPs aufgeschrieben wurden, finde ich leider noch immer nicht die ganz passende Antwort auf meine vielen Fragen.
Unser Tim, jetzt 2,5 Jahre alt, soll nun bald an den Hüften operiert werden. Er hat eine Cerebralparese und kann bis jetzt noch nicht gehen oder alleine stehen.
Nun waren wir mit ihm zur ärztlichen Untersuchung und es traf uns fast der Schlag, als die Röntgenbilder seiner Hüfte ausgewertet wurden. Die Hüften wachsen durch seine Spastik aus den Becken heraus und man hat keine Garantie, sie mit einer Nachtlagerungsschiene wieder in die Normalstellung zu richten.
Das ganze wurde jetzt auf 2 OP Termine geplant und der ganze Aufwand auch hinterher mit 6 – 8 Wochen liegen, machen mich gedanklich schon fast wahnsinnig.
Wie sind bei Euren Kindern diese OPs verlaufen? Wie schnell haben sich die Kinder nach all den Strapatzen wieder erholt? Wie kann ich ihn denn dann wickeln oder überhaupt bespaßen, damit der Tag nicht ganz so endlos wird? Erlernen die Kinder ihre vorherigen schon gekonnten Bewegungen wieder? Man hat uns einen Liegerolli angeboten, aber da wir keinen Aufzug haben, wird das sicherlich sehr schwer, mit Kind und Liegerolli die Treppen hoch und runter zu kommen.
Gibt es unter Euch Lesern auch Eltern, die damals die OP abgesagt haben? Wie entwickelte sich Euer Kind weiter?
Bin über ganz viele Antworten sehr dankbar.
Viele Grüße und einen schönen Tag
Tims Mama

maja u. alexander
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Beitrag von maja u. alexander »

Hallo

Ich habe mich vor der Hüft-OP meines Sohnes auch Sorgen gemacht und hatte Riesenangst.

Im Nachhinein war alles garnicht so schlimm.

Die OP ist sehr gut verlaufen, er hat das Liegen im Gibs richtig gut gemeistert.

Bei uns wurden allerdings beide Seiten auf einmal gemacht und die Liegezeit war insgesamt nur 4 Wochen.

Wo soll euer Sohn operiert werden?
Liebe Grüße
Maja mit Alexander (´07) Muskelschwäche, Epilepsie seit 10/2014, Defizite in vielen Bereichen (Pflegegrad 4; SBA 100 % G, B, H) und M (´01) u. A (´04)

Silvia
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Beitrag von Silvia »

Hallo,
mein Sohn wurde im Juli und Oktober 2013 an der Hüfte operiert. Bei ihm wurde es aufgrund von Gerinnungsstörungen auf zwei mal gemacht.
Wir waren in Heidelberg. Dort werden die Kinder gar nicht eingegipst, die liegen in Lagerungsschalen, was schon sehr antrengend war, weil Matthis Bauchschläfer ist. Aber es ist vorbei gegangen!
Der zweite Termin geht gefühlt sowieso schneller vorbei, weil man schon alles kennt.
Nach der 1. Woche durfte er schon 3x eine halbe Stunde sitzen.
Silvia(*80), Andreas (*79) mit Lukas (06/00) gesund, Matthis (09/03) entwicklungsverzögerung, M.H., Nystagmus, stark weitsichtig,fokale Epilepsie, Kleinhirnatrophie und (seit 12/07) Aaron, gesund

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Jolina
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Beitrag von Jolina »

Wir haben die beidseitige Hüftop gerade hinter uns 6.10 und 20.10.14
Ich hatte riesen große Angst und wir haben die OP 2 Jahre vor uns hergeschoben.
Ganz verharmlose kann ichs nicht aber ich kann nur sagen wir haben es nicht bereut. Es war nicht annähernd so schlimm wie ich erwartet hab. Und jetzt nach der 4wöchigen Reha macht sie riesige Fortschritte.
LG Claudi
Liebe Grüße Claudi mit Sternchen Tim und Sonnenschein Jolina 25+0 720g 33cm,Geb.23.11.07 Hirnblutung, Hydrozephalus, Shunt,BPD, ROP 3+, Kurzsichtig, Schielen,spricht nicht laüft nicht und ist hüpfend auf den Knien unterwegs weitere Infos HP www.jolina-schnoell.de
16.12.10 Tamino (rund um gesund)
24.9.12 Romana (einfach nur süß)

barbera85
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Hüft Op ...Angst....Probleme

Beitrag von barbera85 »

Hallo,
mein Sohn 5()wird (hoffentlich) im April an der Hüfte operiert.Die rechte Seite,die linke 3 Mo. später.Der erste Termin musste verschoben werden, weil er eine Lungenentzündung bekommen hat.Die Op macht uns auch große Sorgen,weil wir nicht genau wissen was auf uns im Alltag zukommt.Wir sind mit meinem Mann beide berufstätig.Für die je einwöchigen KH Aufethalte reicht das Kindkrank noch aus.Aber was ist danach?Zwischen den OP's soll er einen Becken-Beingips für mind. 6 Wochen kriegen und die restliche Zeit bist zur zweiten Op (ca.3 Mo.) eine Beckenbeinschiene.Die Kita weigert sich meinen Sohn in dieser Zeit zu betreuen.Er soll angeblich eien Unfallgefahr für andere Kinder darstellen und die Gefahr, dass er durch herumlaufende Kinder verletzt wird ist auch hoch.Aus meiner Sicht ist da zwar Quatsch aber ich kann da nicht dran machen.Die andere Frage währe auch der Transport zur Kita.Liegendtransporte gibt es ja, aber diese können wir uns nicht leisten.Kann man bei der KK sowas beantragen? Ansonsten muss ich zu Hause bleiben und weis nicht genau wie ich das machen soll.URL kann ja keine Lösung sein.HAbt ihr Erfahrungen damit?Was habt ihr gemacht?

susi31
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Beitrag von susi31 »

Hallo Tims Mama,

Mein Sohn hat auch schon zwei Hüfte OPs hinter sich mit anschließendem Becken-Bein Gips für sechs Wochen.
Es war garantiert nicht die schönste Zeit, aber sie ging doch erstaunlich schnell vorbei. Nach der ersten Op ist Jan nicht nach Hause gekommen, d.h. er war die gesamte Zeit im Krankenhaus. War nicht so schön, aber da ich seinen Schwerstbehinderten Bruder noch pflegen muss, wäre es mir zuviel geworden, zumal seine Schwester damals erst ein paar Monate alt war.
Bei der zweiten war alles um einiges entspannter. Wir wussten ja was auf uns zukommt. Er war da auch nur eine Woche nach Op noch im KKH und ist dann mit einem Liegendtransport nach Hause gekommen :) . Das fand er richtig spannend.
Er hat dann bei uns oft auf dem Teppich gelegen und es hat nicht lange gedauert und er konnte sich alleine auf den Bauch drehen. So ist er dann quer durch die Wohnung gerobbt :D . Er hatte dabei riesig Spaß.
Durch die Bewegung hat er sich nach der Abnahme des Gipses auch viel schneller erholt und war ganz schnell wieder der alte :D
Ich drück dir und deinem Sohn ganz fest die Daumen. Es wird bestimmt alles gut gehen :!:
Ganz liebe Grüße

Susi
Susi,Frank (80,66)
Jan-Phillip (01),SSW31,1100g, Hydrocephalus, spastische Cerebralparese
Lucas (01),SSW31,580g,Hydrocephalus,schwere spastische Cerebralparese,Baclufenpume,PEG, Lennox-Gastaut Syndrom,Blind,Skoliose,Kyphose, Hirnatrophie,Tracheostoma,24Std Beatmet. Seit dem 07.07.17 ein wunderschöner Engel.
Marie-Sophie(05),normal Entwickelt

2012Tim
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Hüft OP

Beitrag von 2012Tim »

danke für die lieben aufbauenden Mails und ja, leider müssen die beiden OPs ja sein und leider rückt auch die Zeit immer näher. ich würde gerade alles darum geben, es irgendiwe nicht zu machen, aber wir wissen nicht, wie sich die Hüften weiterentwickeln und wenn sie erst mal ganz rausrutschen, ist es noch viel aufwendiger. Ihr habt es durch und seit sicherlich auch froh, diese OPs gemacht zu haben. Wenn Ihr noch ein paar coole Unterhaltungsmöglichkeiten habt, immer her damit. Tim ist 2,5 Jahre alt und möchte sicherlich rund um die Uhr beschäftigt werden.
Vielleicht habt Ihr auch noch ein paar nette Tipps, was ich schon vorher noch organisieren sollte. kann mir im Moment das Windeln wechseln gar nicht vorstellen.
liebe Grüße
Tims Mama

maja u. alexander
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Beitrag von maja u. alexander »

Hallo Tims Mama

Windeln wechseln ist eigendlich ganz einfach

Icg habe mit übergrosse Windeln besorgt, die passten aussen um den Gips; innen habe ich zusätzlich mit diesen Einlegewindeln gearbeitet; die konnte ich zwischedurch einfach mal wechseln ohne direkt die ganze Windel zu tauschen.

Ausserdem iind sie ein zusätzliches Polster das das wundliegen vorbeugt :D
Liebe Grüße
Maja mit Alexander (´07) Muskelschwäche, Epilepsie seit 10/2014, Defizite in vielen Bereichen (Pflegegrad 4; SBA 100 % G, B, H) und M (´01) u. A (´04)

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Angela&paul
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Beitrag von Angela&paul »

hallo Tims Mama

Paul wurde 2013 an der Hüfte und den Füßen Operiert. Das Windelwechseln und die Pflege mit Gibsbett wird mit dir im Krankenhaus "geübt"(war bei uns umindest so) auch hatte Paul kein Gibs der zu war sondern 2 Schalen, das geht dann alles ganz gut. ich habe auch mit einer offenen Windel und Vorlagen gearbeitet.wenn du magst, ich habe damals zuviele gekauft und noch Kistenweise im Keller, würde ich sie dir schicken.

Paul hat sich damals sehr schnell an die Situation mit dem dauerliegen Gewöhnt, ich habe für die Zeit ein 2tes Pflegebett bekommen das ich unterm Fenster im Wohnzimmer gestellt habe(so konnte er Autos kucken :D und war Tagsüber immer mitten unteruns)
an Beschäftigung habe ich Pauls Schulklasse 1x zum Frühstücken eingeladen das fanden alle ganz toll(vor allem Paul) den Liegerolli konnten wir auch nicht nutzen. Nur Mut, es wird bestimmt alles gut werden, ich hatte auch angst vor der Op und den 6 Wochen Gibsbett. Leztendlich war alles gar nicht so schlimm und für Paul war es gut, das wir es gemacht haben:)

lieben gruß angi
Moritz´98 , Lena´01 sprachent.verz., Paul´04 Teraspastik,starke stato-motorische Entwicklungsstörung(stand eines 9 monati. Babys)
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maja u. alexander
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Beitrag von maja u. alexander »

maja u. alexander hat geschrieben:Hallo Tims Mama

Windeln wechseln ist eigendlich ganz einfach

Icg habe mit übergrosse Windeln besorgt, die passten aussen um den Gips; innen habe ich zusätzlich mit diesen Einlegewindeln gearbeitet; die konnte ich zwischedurch einfach mal wechseln ohne direkt die ganze Windel zu tauschen.

Ausserdem sind sie ein zusätzliches Polster das das wundliegen vorbeugt :D
Liebe Grüße
Maja mit Alexander (´07) Muskelschwäche, Epilepsie seit 10/2014, Defizite in vielen Bereichen (Pflegegrad 4; SBA 100 % G, B, H) und M (´01) u. A (´04)

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