MRT Kleinkind

Mit einem besonderen Kind sind Eltern oft Dauergäste beim Kinderarzt. Hinzu kommen Krankenhausaufenthalte und Besuche bei Spezialisten und im Sozialpädiatrischen Zentrum.
Welche Untersuchungen machen Sinn? Wo ist mein Kind in guten Händen? Zahlt die Krankenkasse alle Behandlungen? Fragen über Fragen...

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Lotta Paul
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MRT Kleinkind

Beitrag von Lotta Paul »

Hallo zusammen!

Aufgrund einer Hemiplegie und Spastik stehen meinem Sohn (21Monate) in den nächsten Wochen Untersuchungen wie MRT und EEG bevor, um die genaue Ursache zu finden. Die MR Untersuchung soll unter Vollnarkose stattfinden. Ich habe wirklich Angst davor!

Könnt ihr mir erzählen, wie das MR bei euren Kindern so war?

Vielen Dank und liebe Grüße, Theresa

hansbit
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Beitrag von hansbit »

Meine Tochter hat schon einige MRT´s und CT´ s hinter sich.

Aufgrund einer Hormonstörung der Hirnanhangsdrüse.

Da brauchst du dir überhaupt keine Sorgen zu machen.
Kinder werden vorher stationär in ein (Kinder) Krankenhaus aufgenommen. Denn es wird ein Zugang gelegt. Alles ist wirklich problemlos gelaufen.

In Wernigerode konnte ich mich sogar mit in den Raum stellen. In Hannover nicht.

Meine Tochter konnte noch am selben Tag wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Sie wurde also nur für Stunden stationär aufgenommen.

Es ist nur eine Untersuchung.

Viele Grüße

Hartmut

hansbit
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Beitrag von hansbit »

Ach eins noch, es ist auch keine richtige Vollnarkose. Also das Kind muss nicht an die Beatmung. Nur soviel, dass das Kind wirklich still liegt. Es wird nur schlafend gelegt.

Christine1979
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Beitrag von Christine1979 »

Hallo liebe Teresa!

Ich kann mich unglaublich gut an die Zeit vor unserem MRT erinnern, der Grund war ähnlich- Eva hat Tetraplegie.

Kann deine Angst vollkommen nachvollziehen. Ich habe schon Wochen davor immer wieder Panikattacken gehabt, konnte nicht mehr schlafen und war nur noch nervös.

Soweit ich mich entsinnen kann, ist es aber keine richtige Narkose sondern eine Sedierung die weniger tief schlafen lässt und weniger Narkosemittel beinhaltet.

Schön reden kann ich es nicht- wenn dein Kind dann einschläft und schlaff da liegt ist es nicht schön. ABER, es ist auch keine wirklich schlimme Untersuchung. Die Sedierung ist ja nur damit die Kleinen still halten, weil das Gerät sehr laut ist. Mein Mann durfte im Untersuchungsraum bleiben.

Eva durfte etwa 1 Stunde nach der Untersuchung mit uns nach Hause gehen.

Beim EEG- ich schätze ihr müsst auch ein Schlafenzugs-EEG machen? Wars viel weniger schlimm, aber für uns viel anstrengender weil Eva soviel davon mitbekommen hat und sich in Panik schrie. Aber die Untersuchung selber ist völlig einfach und kein bißchen beängstigend.

Wünsche euch viel Erfolg!
Gruß,Christine
Wer sich über ein Kind freut, freut sich über das Leben.
Phil Bosmans

Bastelia
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Beitrag von Bastelia »

Hallo,

Beides wurde bei uns Sohn auch schon gemacht - damals war er 18 Monate alt!
Fürs MRT musste er am Vorabend ins Spital kommen, dort übernachten und gleich in der Früh wurde das MRT durchgeführt. Nachmittags konnten wir dann heimgehen, nachdem sie sicher waren, dass er die Narkose gut überstanden hatte!
Es war so, dass er einen Saft bekam, durch den er sehr schläfrig wurde und als er schon fast am Einschlafen war, bekam er das Narkosemittel über den Zugang am Arm gelegt. Wir durften nicht mit hinein. Es ist sicher keine schöne Sache, aber wenn es notwendig ist, muss es nun mal sein!
Ich hoffe, es konnte euch hier ein wenig weiter geholfen werden!

Liebe Grüße!
Bastelia mit Sohn (geb. Mai 2011) , kombinierte Entwicklungsstörung, myoklonische Epilepsie (erkannt Jänner 2015) und seit 2017: Störung des Knochenstoffwechsels - idiopathische Osteoporose
Tochter (geb. August 2015)

TanjaundJakob
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Beitrag von TanjaundJakob »

Hallo.

Jakob hatte sein 1. MRT mit ca. 5 Monaten. Das MRT war gar nicht schlimm. Praktisch ist es, wenn du deinem Kind gleich was anziehst ohne Metall, also auch keine Metalldruckknöpfe im Body etc.

Die Narkose war eigentlich auch nicht tragisch, die war bei uns passend zur Untersuchung "eingestellt".

Unser Kleiner hat jedoch leider eine Art Intervall-Atmung, also ein paar kräftige Atemzüge, dann wieder eine längere Pause, die O2 Sättigung passt aber. Jedoch reichte seine Atemtechnik nicht um ohne Probleme wieder aufzuwachen. Aber inzwischen kennen sie uns und wir haben nach jeder Vollnarkose ein Bettchen auf der Intensiv reserviert. Das Aufwachen dauert bei ihm immer sehr lange, aber es klappt.

Viele Grüße, Tanja
Tanja (1978)
Felix (2010) gesund
Jakob (2013) durch Gendefekt am MECP2 induzierte epileptische Enzephalopatie, PEG (7/2014), "singt" wenn es ihm gut geht, am 22.10.14 zu den Sternen geflogen

Linda31
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Beitrag von Linda31 »

Wir hatten vor zwei Wochen ein MRT. Wir waren auch stationär und er hat nur einen Schlafsaft bekommen. Zum Glück hat das ausgereicht, sonst hätte er noch eine tiefere Narkose über den Zugang bekommen müssen. Das war aber nicht notwendig, er hat noch richtig lange nachgeschlafen und somit überhaupt nichts mitbekommen.
Das mit den Bodies ist ein guter Tip. Wir haben einen von der Station bekommen, ohne Metalldruckknöpfe hätte ich sonst gar keinen gehabt.
Linda und B. 12/12, Coffin-Siris-Syndrom

Lotta Paul
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Beitrag von Lotta Paul »

Vielen Dank für eure Antworten. Über das legen des Venenkatheters zerbreche ich mir den Kopf. Er wird so bitterlich weinen :(. Eine Blutabnahme soll auch gemacht werden um neurodegenerative Erkrankungen ausschließen zu können.

Wie ging es euren Kindern nach dem MRT? Waren sie weinerlich? Wann habt ihr den Befund erhalten?

Liebe Grüße, Theresa
Sonnenschein Paul 1.12.12 - Hemiplegie (re.), Spastik und Wahrnehmungsstörung (vermutlich durch vorgeburtliche Hirnblutung od. Schlaganfall)

Eulen-Tina
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ohne narkose

Beitrag von Eulen-Tina »

Hallo,

unsere Tochter hat im Krankenhaus über eine Magensonde "Choraldurat" bekommen.

Die Sonde wurde ihr nur ein paar Sekunden gelegt, weil sie den Saft nicht nehmen wollte.

Aber dann ist sie richtig tief am schlafen gewesen, in der Zeit haben wir ein MRT und ein EEG gemacht.

Selbst der Transport von der Station im Fahrstuhl und über die langen Gänge haben sie nicht wach bekommen.

Sie war allerdings auch lange "weg" denn sie war erst 3-4 Sunden danach wieder wach.

LG Tina

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joeysmommy
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Beitrag von joeysmommy »

Hallo!

Mein Sohn hatte mit zwei das erste MRT, da hatte ich nicht an den Metall-freien Body gedacht und musste ihn dort noch umziehen, das war blöd. Er bekam Dormicum plus Ketanest, und alles lief problemlos. Hinterher war er noch ne Stunde etwa ziemlich verpennt, dann war er wieder fit.

Letztens hatten wir wieder eins, jetzt mit dreieinhalb, unter Propofol, da brauchte er leider eine Überdosis, um tief genug zu schlafen. Aber das Mittel ist schon toll,die Kinder können sich auch an die letzten ca. 30 Minuten vor der Gabe später nicht erinnern.. Wenn möglich, kann man den Zugang also unmittelbar vorher legen, um die Kinder nicht zu traumatisieren. Blutentnahme kann normalerweise über den Zugang gemacht werden. Danach sind die Kinder ganz schnell topfit, ohne Verwirrung oder die leider oft übliche Weinerlichkeit beim Aufwachen. Wir haben bisher keine Probleme mit diesen Analgosedierungen gehabt, und beim letzten Mal musste er sogar zwei an einem Tag haben. War trotzdem nicht schlimm, das lange Nüchtern-Sein war viel tragischer...
Liebe Grüße, Verena (*07/78), mit Joana (*06/06), 35.SSW, V.a. ASS, FI, und Joshua (*11/10), Hypopl. d. re. unt. Extremität + Oligodaktylie, psychomot. Ret.

Kinderkrankenschwester in der amb. Intensiv-Kinderkrankenpflege

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