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welche Lohnsteuerkl. mit vollj. Kind mit SBA als Alleinerz.?
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anjajura
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BeitragVerfasst am: 29.12.2011, 17:40    Titel: welche Lohnsteuerkl. mit vollj. Kind mit SBA als Alleinerz.? Antworten mit Zitat

Welche Lohnsteuerklasse hat man als Alleinerziehende mit einem volljährigem Schwerbehinderten Kind, welches selber Werkstattlohn und Kindergeld
erhält?

LG

Anja

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Sohn*92 keine Genese, zwischen Gb u. L., ADHS- Symptome, autistische Züge.
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Michaela W.
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BeitragVerfasst am: 29.12.2011, 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anja!

Ich bin in der gleichen Situation wie Du. Und das Finanzamt meinte zu mir, solange man Kindergeld bekommt, ist man in der Steuerklasse II.

LG von Michaela

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Michaela (50) Asthma, stiller Reflux, hoher Puls, Bluthochdruck, Kniearthrose
Kevin (27): Ein Fall für Dr. House. Unklare Genese (derzeit ausdiagnostiziert) mit beinbetonter Spastik, Pseudotumor Cerebri (Shunt seit 2010), Bluthochdruck, hoher Puls, vergrößerte Leber+Milz, Asthma
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anjajura
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BeitragVerfasst am: 29.12.2011, 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michaela,

danke, der Ansicht bin ich nämlich auch.
Meine Freundin will nach gefühlten 1000Jahren wieder einsteigen und hat heute auf dem Finanzamt vorgesrochen. Dort war die Auskunft Steuerklasse 1, aber sie kann ja die Freibeträge eintragen lassen.
Ich hatte vor ein paar Wochen mal irgendwo gelesen, dass solange es Kindergeld gibt, ein Recht auf Steuerklasse 2 besteht.
Bin mal gespannt, was es hier noch für Erfahrungen gibt.

LG

Anja

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Kaja
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BeitragVerfasst am: 29.12.2011, 18:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anja,

geregelt ist das in § 24 b EStG

http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__24b.html

Zitat:
Allein stehende Steuerpflichtige können einen Entlastungsbetrag in Höhe von 1 308 Euro im Kalenderjahr von der Summe der Einkünfte abziehen, wenn zu ihrem Haushalt mindestens ein Kind gehört, für das ihnen ein Freibetrag nach § 32 Absatz 6 oder Kindergeld zusteht ... Allein stehend im Sinne des Absatzes 1 sind Steuerpflichtige, die nicht die Voraussetzungen für die Anwendung des Splitting-Verfahrens (§ 26 Absatz 1) erfüllen oder verwitwet sind und keine Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen volljährigen Person bilden, es sei denn, für diese steht ihnen ein Freibetrag nach § 32 Absatz 6 oder Kindergeld zu

Viele Grüße Kaja
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jeannette73
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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 06:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, und mit diesem Freibetrag ist man als Alleinstehende in der Steuerklasse II.

Geregelt in § 38b Nr. 2 EStG

http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__38b.html

Zitat:


Für die Durchführung des Lohnsteuerabzugs werden unbeschränkt einkommensteuerpflichtige Arbeitnehmer in Steuerklassen eingereiht. Dabei gilt Folgendes:

1. In die Steuerklasse I gehören Arbeitnehmer, die
a) ledig sind,
b) verheiratet, verwitwet oder geschieden sind und bei denen die Voraussetzungen für die Steuerklasse III oder IV nicht erfüllt sind;

2. in die Steuerklasse II gehören die unter Nummer 1 bezeichneten Arbeitnehmer, wenn bei ihnen der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende (§ 24b) zu berücksichtigen ist;


Jeannette
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jeannette73
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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 06:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Anja,

Falls deine Freundin allerdings mit einer weiteren erwachsenen Person in Haushaltsgemeinschaft lebt, für die es kein Kindergeld gibt, dann steht ihr der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende nicht zu und sie wäre folglich in der Steuerklasse I. Die weitere Erwachsene Person muss nicht unbedingt der Lebenspartner sein, sondern das kann jeder sein, der auch in der Wohnung gemeldet ist. Auch z.B. die im Haushalt aufgenommene pflegebedürftige Mutter zählt oder ein anderes erwachsenes Kind, für das es kein Kindergeld mehr gibt. Sad

Siehe § 24b Abs. 2 EStG

Zitat:

Allein stehend im Sinne des Absatzes 1 sind Steuerpflichtige, die nicht die Voraussetzungen für die Anwendung des Splitting-Verfahrens (§ 26 Absatz 1) erfüllen oder verwitwet sind und keine Haushaltsgemeinschaft mit einer anderen volljährigen Person bilden, es sei denn, für diese steht ihnen ein Freibetrag nach § 32 Absatz 6 oder Kindergeld zu oder es handelt sich um ein Kind im Sinne des § 63 Absatz 1 Satz 1, das einen Dienst nach § 32 Absatz 5 Satz 1 Nummer 1 und 2 leistet oder eine Tätigkeit nach § 32 Absatz 5 Satz 1 Nummer 3 ausübt. Ist die andere Person mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in der Wohnung des Steuerpflichtigen gemeldet, wird vermutet, dass sie mit dem Steuerpflichtigen gemeinsam wirtschaftet (Haushaltsgemeinschaft). Diese Vermutung ist widerlegbar, es sei denn, der Steuerpflichtige und die andere Person leben in einer eheähnlichen Gemeinschaft oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.


Mit den Freibeträgen, die dann eingetragen werden können meinte das Finanzamt dann sicher den Behindertenpauschbetrag und ggf. Pflegepauschbetrag.

Jeannette
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Kaja
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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 13:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jeanette,

jeannette73 hat folgendes geschrieben:
Die weitere Erwachsene Person muss nicht unbedingt der Lebenspartner sein, sondern das kann jeder sein, der auch in der Wohnung gemeldet ist. Auch z.B. die im Haushalt aufgenommene pflegebedürftige Mutter zählt oder ein anderes erwachsenes Kind, für das es kein Kindergeld mehr gibt.

Das stimmt so absolut auch nicht mehr. Das BMF stellt in seinem Schreiben vom 29.10.2004

http://www.google.de/url?sa=t&r.....N1CwroC9ot0Sw&cad=rja

darauf ab, ob die weitere volljährige Person, sich tatsächlich und finanziell an der Haushaltsführung beteiligen kann:

Zitat:
Die Fähigkeit, sich tatsächlich an der Haushaltsführung zu beteiligen, fehlt bei Personen, bei denen mindestens ein Schweregrad der Pflegebedürftigkeit im Sinne des § 14 SGB XI (Pflegestufe I, II oder III) besteht oder die blind sind.

Die Fähigkeit, sich finanziell an der Haushaltsführung zu beteiligen, fehlt bei Personen, die kein oder nur geringes Vermögen im Sinne des § 33a Abs. 1 Satz 3 EStG besitzen und deren Einkünfte und Bezüge im Sinne des § 32 Abs. 4 Satz 2 bis 4 EStG den dort genannten Betrag nicht übersteigen.

Das dürfte auf die pflegebedürftige Mutter oder ein volljähriges Kind ohne Einkommen zutreffen, so dass in diesen Fällen die Steuerklasse II nicht abgelehnt werden dürfte.

Viele Grüße Kaja
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anjajura
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BeitragVerfasst am: 30.12.2011, 20:07    Titel: Antworten mit Zitat

Kaja, Du bist einfachh unglaublich!!! Very Happy Very Happy
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jeannette73
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BeitragVerfasst am: 02.01.2012, 08:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Kaja, da muss ich einschränken:

Es reicht ein "sich Beteiligen an der Haushaltsführung" tatsächlich ODER finanziell.

Folglich kann sich die pflegebedürftige Mutter u.U. finanziell mit ihrer Rente an der Haushaltsführung beteiligen. Sie müsste nicht nur pflegebedürftig, sondern zusätzlich noch mittellos sein, um 'rauszufallen.

Ein nicht behindertes, mittelloses erwachsenes Kind ist sehr wohl in der Lage, sich tatsächlich (oder besser tatkräftig Wink ) an der Haushaltsführung zu beteiligen. Dass dem nicht so ist, müssten Elternteil und erwachsenes Kind erstmal beim FA glaubhaft machen und nachweisen, was aber im Regelfall schwierig sein wird. Hier ist das Beispiel der OFD Niedersachsen im Merkblatt für Alleinerziehende sehr bezeichnend, wo der Entlastungsbetrag (2 Minderjährige im Haushalt) wegfällt, sobald das erwachsene Kind seine Berufsausbildung beendet. Da wird NICHT darauf abgestellt , ob das erwachsene Kind nun ausreichend Einkünfte hat, m.E. eben weil es seinen Beitrag zur Haushaltsführung auch auf nicht-finanzielle Weise leisten kann.

http://cms2.niedersachsen.de/portal....._id=67987&_psmand=110

Jeannette
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Karin D.
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BeitragVerfasst am: 12.02.2019, 16:45    Titel: Kinderfreibetrag Antworten mit Zitat

Meine Frage wurde hier schon gestellt, allerdings ist das Jahre her.

Vom Ehemann getrennt, 1. Zwilling ist ausgezogen. Ich wohne allein mit meinem 100% schwerbehinderten Sohn, der in einer WfbM arbeitet.

Da er die Berufsbildungszeit beendet hat, muss der Vater keinen Unterhalt mehr zahlen.

Nun sehe ich, ich habe nur 0,5 Kinderfreibetrag auf der Gehaltsabrechnung. Darf ich dem Finanzamt nun wieder schreiben, dass ich EINEN Kinderfreibetrag drauf haben muss?

Da steht auch Steuerklasse 4. Ist das denn richtig? Ich habe mitgeteilt, dass ich seit März 2018 vom Ehemann getrennt bin.
Muss es dann nicht Stkl 2 sein?

Oh je, oh je.

Liebe Grüße

Karin

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Karin (06/67) mit Zwillingen (12/96)
Frühgeborene (SSW 25), 1 Zwilling ohne Behinderung, 1 Zwilling mit Epilepsie, CP (Rollikind), Kyphose, Skoliose, Hydrocephalus
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