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Kinderklinik nicht auf behindertes Kind eingestellt
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_Christine_
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BeitragVerfasst am: 03.03.2016, 11:59    Titel: Kinderklinik nicht auf behindertes Kind eingestellt Antworten mit Zitat

Hallo zusammen!

kann mir jemand helfen?

Habe gerade einen geplanten Krankenhausaufenthalt abgebrochen, da die Kinderklinik überhaupt nicht auf die Pflege eines behinderten Kindes eingestellt war (fragwürdiges Psychosomatisches Konzept zur Sondenentwöhnung).
So war Teil des Konzeptes, das Kind mittags im Zimmer sich selbst zu überlassen (Kameraüberwachung). Ein Pflegebett zur Sicherung meiner mobilen 5-jährigen Tochter (PS 3) konnte mir nicht zur Verfügung gestellt werden, weiterhin gab es keinerlei pflegerische Unterstützung.
Soweit ich weiß, muss das Krankenhaus die Pflege des Kindes gewährleisten, ich wurde primär zum Erlernen des sog. Konzeptes mit aufgenommen.
Zumindest wird doch die Pflegegeldkürzung doch nach 4 Wochen damit gerechtfertigt, dass das KH die Pflege sicherstellen muss.

Bin sicher nicht alleine mit diesem Problem.
Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?
Wer kennt die rechtlichen Grundlagen?

Danke im Voraus!!

_________________
C. mit E. (09.2010), Balkenhypoplasie, Microcephalie, Nystagmus, PEG, PS 3, GdB 100, psychomotorische Retardierung, läuft frei, aber verbesserungswürdig, Fundoplicatio und leider immer noch vollsondiert; FKA, nonverbal
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IlonaN
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BeitragVerfasst am: 03.03.2016, 12:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ohje, helfen kann ich nicht, da mir aber nächsten Monat auch ein KH-Besuch mit meiner behinderten Tochter PS 2 bevorsteht, ist das ja nicht grade ermutigend
_________________
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern
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Anja Müller
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BeitragVerfasst am: 03.03.2016, 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Das ist so. Sogar in guten Kliniken. Sie können auf Grund des Pflegenotstands schon kaum die Pflege der gesunden Kinder hin bekommen, geschweige denn alles leisten, was ein behindrtes Kind so braucht.

Ich musste aus diesem Grund meinen Beruf aufgeben.

Wir müssen unseren Kleinen bei den zahlreichen Klinikaufenthalten immer begleiten, weil es für ihn lebensgefährlich werden kann, wenn er nicht konstant überwacht wird (der Monitor reicht nicht).

Der Pflegedienst wird von der Kasse nicht bezahlt, weil schon die Klinik für die Pflege abrechnet (auch wenn diese nicht ausreichend erfolgt). Und weil die Klinik weder bereit ist, zu bescheinigen, dass sie die Überwachung und Behandlungspflege nicht gewährleisten kann, noch bereit ist, auf die Kohle zu verzichten.

So ist das.

Wenn´s um`s Geld geht, hört die Menschlichkeit auf. Du kriegst vielleicht schöne Worte, sonst aber auch nichts.

Haben wir bitter lernen müssen.

VG,

Anja
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kati543
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BeitragVerfasst am: 03.03.2016, 12:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
ohje - bist du denn das erste mal in einer Kinderklinik? Der Zustand ist hier Gang und Gebe. Natürlich kann kein Krankenhaus ein pflegebedürftiges Kind pflegen. Wie denn auch? Das System in Krankenhäusern beruht im Allgemeinen darauf, dass man bei Problemen jeglicher Art selbst aktiv wird und eine Schwester (per Knopf) ruft. Wie soll man das nur einem pflegebedürftigen Kind erklären?
Nein, die Krankenhäuser hier bescheinigen alle, dass die Mitaufnahme einer Begleitperson (gerade bei behinderten Kindern) medizinisch notwendig war und so bekommt man da keine Probleme mit der Pflegekasse. Die Pflege wurde weiterhin durch die Pflegeperson sichergestellt.
Wo wart ihr denn zur Sondenentwöhnung?
LG
Katrin

_________________
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühkindlicher Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühkindlicher Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)
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EvaHH
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BeitragVerfasst am: 03.03.2016, 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

oh man... wir sind nächste Woche auch dran...ich bin schon gespannt. ich kann nur hoffen, dass wir so schnell wie möglich da weg sind...mir graut es schon richtig davor.

Eine Frage hierzu: ab wann bekommt man denn das Pflegegeld gekürzt? Oder wenn ich mit dem Kind die ganze Zeit da bin, gar nicht? bin jetzt ein wenig verunsichert...

LG
Eva

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Eva mit Sohn 2012 (MRD7 bei Mutation im DYRK1A-Gen, ASD II, Veränderung der weißen Substanz mit Hypomyelinisierung, ASS, expressive Sprachstörung, Krampfanfälle...)
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Daniel und Mama
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BeitragVerfasst am: 03.03.2016, 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist normalzustand in allen Krankenhäusern. Selbst auf der Intensivstation ist eine eins zu vier Betreung üblich, bei Frühchen und kranken Säuglingen!Ich kenne es nicht anders. Ich wurde bis jetzt immer auf Kosten der Krankenkasse mit aufgenommen. Ich will nicht wissen wie mein Sohn da manchmal vor sich hin vegetiert wäre wenn ich nicht da gewesen wäre. Die schaffen nicht mal 10 min auf ihn acht zu geben wenn ich mir mal essen hole. Dann komm ich mit piependen Monitoren und einem aufgelöstem schreiendem Kind zurück.
Man könnte es auf die Pfleger schieben, aber leider ist es unser Gesundheitssystem. Selbst wenn die Krankenhäuser wollten, sie können bei besonderen Kindern wie unseren nicht mehr machen Rolling Eyes

_________________
Daniel ist 9 Jahre alt und seit dem 3.ten Lebensmonat aufgrund medizinischer Verfehlungen mehrfach körperlich schwerst behindert. Trachealkanüle ,deshalb stumm.Rollstuhl, Spastiken, CP, starke Überstreckungen. Monitoring,Rollstuhl. Aber geistig fit und ein Sonnenschein. Mama bekommt tägl. hilfe vom Kinder- Intensivpflegedienst.
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BirgittaM
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BeitragVerfasst am: 03.03.2016, 13:08    Titel: Re: Kinderklinik nicht auf behindertes Kind eingestellt Antworten mit Zitat

_Christine_ hat folgendes geschrieben:

Soweit ich weiß, muss das Krankenhaus die Pflege des Kindes gewährleisten, ich wurde primär zum Erlernen des sog. Konzeptes mit aufgenommen.


Hallo, Christine!

Ich fürchte, es ist ganz normal, dass Krankenhäuser (auch Kinderkliniken, sogar Kinder-Intensivstationen) die Pflege von Kindern mit Behinderung nicht gewährleisten können. Dafür reicht der Personalschlüssel lange nicht!

Normalerweise wird ein Elternteil mit aufgenommen, der sich darum kümmert.

Das Pflegegeld wird nicht gekürzt, wenn du nachweist, dass du in der Zeit die Grundpflege selbst gemacht hast (Bescheinigung der Klinik). LG,
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EvaHH
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BeitragVerfasst am: 03.03.2016, 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe jetzt noch eine Frage hierzu.

Pflegeperson ist mein Mann. Muss er dann mit ins KH? Wenn das KH bescheinigt, dass die Mutter dort war, ist das irgendwie schädlich für das Pflegegeld? für uns ist das leider alles relativ neu. ich möchte hier keinen Fehler machen. ich weiß nicht wie lange wir dort bleiben müssen.
LG
Eva

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Eva mit Sohn 2012 (MRD7 bei Mutation im DYRK1A-Gen, ASD II, Veränderung der weißen Substanz mit Hypomyelinisierung, ASS, expressive Sprachstörung, Krampfanfälle...)
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monika61
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Beiträge: 2821

BeitragVerfasst am: 03.03.2016, 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

EvaHH hat folgendes geschrieben:


Eine Frage hierzu: ab wann bekommt man denn das Pflegegeld gekürzt? Oder wenn ich mit dem Kind die ganze Zeit da bin, gar nicht? bin jetzt ein wenig verunsichert...

LG
Eva




Hallo Eva,

schau mal hier:

Gem. § 34 Abs. 2 S. 2 SGB XI wird allerdings in den ersten 4 Wochen eines stationären Aufenthalts das volle bzw. anteilige Pflegegeld nach § 37 SGB XI bzw. § 38 SGB XI weitergezahlt.

http://www.pflege-deutschland.de/pf.....schen-ruhen-anspruch.html

LG Very Happy
Monika
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carmen 815
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BeitragVerfasst am: 03.03.2016, 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
In welcher kinderklinik warst du?
Wenn du das kind pflegst bekommt man eine Bescheinigung vom KH und dann wurde bei uns nichts gekürzt.
Deswegen werden wir ja als Pflegeperson mitaufgenommen.
Das man im KH mit einem behindertem kind Abstriche machen muss ist ja klar.
Ich habe aber immer egal in welchem KH oder rehaeinrichtungen mit dem personal Lösungen gefunden.
Lg

_________________
Vergiss es nie. Du bist gewollt. Justin 31.07.06
Frühchen 25SSW. ICP,Spastische Tetraparese,Hypotonie, knick senk fuß spitzfuß, z.n. Hydrozephalus, Gehirnblutungen, Balkenhypoplasie, kleinhirnhypoplasie, mikrozephalie, schwere geistige Behinderung, Epilepsie, BPD, Autistische Züge, Magen-Darmprobleme, z. N. Zwei Illius und NEC,
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