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Norbert Kochhan
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011, 18:09    Titel: Norbert Kochhan Antworten mit Zitat

Hallo in die Runde,

habe ursprünglich Meeresbiologie studiert und war einige Jahre in der Cytologie tät. Dort befasste ich mich mit Rekonstruktionsexperimenten an der kleinen Mittelmeeralge acetabularia mediterranea.
Nach einem Tauchunfall gabs eine totale Neuorientierung für mich. Ich studierte Diplompädagogik in Köln mit dem Schwerpunkt "Sprachrehabilitation". Im Rahmen einer 13-jährigen Selbstständigkeit machte ich an der TH Aachen zusätzlich eine Logopädenausbildung und arbeite seit dem als Logopäde bei der Stadt Düsseldorf.
Schwerpunkte sind:
- Kindliche Sprech- und Aussprachestörungen
- Therapie in Brennpunkteinrichtungen
- Kindliches Stottern (physiologisches Stottern)
- Stimmtherapie
- Fortbildungen für Erzieher und Lehrer
- epidemiologische Untersuchungen im Stadtgebiet

LG
Norbert
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27ronja10
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011, 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Norbert,

herzlich Willkommen im Forum .

Viel Freude in unserer Mitte Very Happy .

Mfg. Ronja

_________________
Nur wenige Menschen sind wirklich lebendig und die, die es sind, sterben nie.
Es zählt nicht, dass sie nicht mehr da sind.
Niemand, den man wirklich liebt, ist jemals tot.
Ernest Hemingway

* 31. 05. 1952 † 15. 02. 2010
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**carmen**
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011, 18:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Norbert
Willkommen im Club Wink
deine Homepage ist sehr gut Very Happy
lg carmen
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anneb
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011, 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Norbert,

ein besonders herzliches Willkommen von mir, nachdem ich Deine HP kurz überflogen habe.
Wir waren übrigens noch nie mit den Kindern im Duisburger Zoo, obwohl der nebenan ist.
Leider scheint es ja jetzt mit der Zucht zu klappen, ist doch dann alles super, oder ???icon_silent.gif

Übrigens war ich vor einiger Zeit bei der DWT in Kempen, schade, dass mein Sohn Hunde so gar nicht mag...

LG und viel Erfolg,
Anne
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BeitragVerfasst am: 08.11.2011, 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anne,

bei DWT musste ich doch etwas schmunzeln, wie du es geschrieben hast Wink
Klar, das gibt es natürlich auch. Ich empfehle daher immer, unterschiedliche tiergestützte Konzepte auszuprobieren und zu schauen, mit welchem Tier das Kind am besten klar kommt, welches eine positive Wirkung auslöst. Nicht alle Tiere sind für alle Kinder geeignet. genauso gibt es KInder, die für eine Delfintherapie nicht geeignet sind, weil sie vor den bis zu 650-700kg schweren Tieren Angst haben.
Wenn das verhältnis Tier-Kind stimmig ist, wird auch diese Therapie erfolgreich sein ... auch ohne Delfine und du sparst viel Zeit, Geld und Aufwand.

Übrigens, mit den drei Jungdelfinen im Duisburger Zoo muss man erst mal abwarten, im Moment freuen sich verständlicherweise alle, aber auch Duisburg sowie Nürnberg gelten als die größten Delfinfriedhöfe Europas in Hinblick auf die Jungtiersterberate. Nachzuchten sind weltweit bisher nicht nachhaltig, d.h. sie sorgen nicht dafür, dass keine Delfine direkt oder über Umwege hinzugekauft werden müssen. Denn das wäre der Sinn der Zucht.
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Ursula M.
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BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 00:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Norbert,

ich frage einfach mal zurück: ist es tatsächlich eine artgerechte Haltung, wenn ein Pferd den größten Teil seines Lebens in einer engen Box allein verbringt oder aber auf einer kleinen, eingezäunten Weide? Ein Hund stammt vom Wolf ab. Wölfe leben bekanntlich nicht in engen Häusern oder Wohnungen. Ein Lama ist ein Steppentier, das eigentlich auch keine Zäune kennt. Ein Meerschweinchen will vielleicht auch lieber laufen, als in einem engen Käfig zu sitzen. Die Liste lässt sich problemlos fortsetzen.

An den Delphintherapien erhitzen sich schon seit langem die Gemüter. Es gibt die Befürworter auf der einen Seite und die Gegner. Und die beiden Seiten bekämpfen sich mit allen Mitteln der Kunst.

Ich denke, dass alle Eltern, die mit ihrem Kind eine Delphintherapie machen wollen oder gemacht haben, sich Gedanken über die Haltung der Delphine machen. Alle Eltern wissen, dass es sich um Wildtiere handelt. Und trotzdem greifen viele Eltern nach diesem Strohhalm.
Ich bin mir auch sicher, dass die Erfolge, von denen viele Eltern berichten, nicht alle nur herbei geredet sind oder beschönigend sind. Das Geld wächst nicht auf den Bäumen und somit muss man sich doch als Eltern fragen, ob es sich lohnt, so viel Geld für eine Therapie auszugeben. Ich kenne keine Eltern, die sich von einer Delphintherapie eine vollständige Heilung erhoffen. Aber ich kenne Eltern, die sich über kleine Fortschritte während der Delphintherapie unendlich freuen. Und wenn es nur der Mundschluss ist. Oder aber ein erstes Wort, auf das sie schon so lange gewartet haben und das trotz intensiver Logopädie bislang nicht zu hören war.

Es gibt Therapiezentren mit sehr schlechter Haltung der Tiere und Zentren, in denen die Tiere besser gehalten werden. Das beachten viele Eltern bei der Auswahl des Therapiezentrums. Vielleicht sollte man das auch einmal honorieren und nicht immer nur die gesamte Delphintherapie in Grund und Boden verdammen?
Wal- und Delphinschutz in allen Ehren. Das ist wichtig und sinnvoll. Aber muss man dann wirklich dermaßen gegen die Delphintherapie zu Felde ziehen? Gibt es da nicht ganz andere Dinge auf unserer Welt, die zu Recht angeprangert werden können und müssen? Die vielen Wale, die in Japan, Island und Norwegen abgeschlachtet werden? Aber ich denke noch viel mehr an die eine Million Delphine, die sich jedes Jahr weltweit in den Schleppnetzen der Fischfangindustrie verfangen und elend sterben?

Nun werden hier die Delphinarien von Duisburg und Nürnberg als die größten Delphinfriedhöfe Europas in Hinblick auf die Jungtiersterberate bezeichnet. Vielleicht sollte dann aber auch gesagt werden, wie hoch die Jungtiersterberate in freier Natur ist. Auch in freier Natur überleben nur wenige Jungtiere das erste Lebensjahr.

Norbert, du hast dich hier als Professional angemeldet. Ist das eigentlich auf deine Tätigkeit als Logopäde bezogen oder als engagierter Wal- und Delphinschützer, der hier nun gegen die Eltern zu Felde zieht, die neben den vielen Therapien, die sie tagaus und tagein mit ihrem Kind absolvieren, sich vielleicht nur einen klitzekleinen Erfolg von einer Delphintherapie erhoffen und für diese jahrelang sparen ........ und dann vielleicht auch wirklich Erfolge bei ihrem Kind sehen?

Wieviele Delphine gibt es weltweit, die zu Therapiezwecken eingesetzt werden? Sind es 200 oder vielleicht nur 100?
Norbert, ich spreche es dir als Meeresbiologe und Logopäde ab, dich in Eltern hineinversetzen zu können, die ein behindertes Kind haben und mit diesem viele, viele Nöte und Ängste durchleben. Dein Einsatz für die Delphine ist gut und wichtig, aber ich denke, es gibt Millionen Delphine, die deine Hilfe dringender benötigen als so mancher Therapiedelphin.

Wir Eltern mit behinderten Kindern kämpfen an so vielen Fronten. Und oft müssen wir uns noch ganz arg verteidigen, nur weil wir hoffen oder aber auch erleben, dass eine Delphintherapie unseren Kindern hilft oder geholfen hat. Das kostet zusätzlich Kraft, die wir eigentlich nicht mehr haben.

Ich stehe ganz offen dazu, dass mein Kind inzwischen vier Delphintherapien gemacht hat. Und ich behaupte auch, dass diese Therapien viel in ihrer gesamten Entwicklung bewirkt haben. Nicht die Delphintherapien allein, aber die gesamte Förderung in ihrer ganzen Breite hat geholfen und hilft weiterhin, dass sie im Leben voran kommt. Mein Kind ist jahrelang geritten - auf einem Pferd, das immer im Kreis laufen musste. Ist das artgerecht? Mein Kind arbeitet auch mit einem Therapiehund. Dieser Hund arbeitet, weil er für seine Arbeit mit Leckerchen belohnt wird. Da kann man sich auch fragen, ob das artgerecht ist. Ich denke eher nein. Aber trotzdem hilft diese Therapie, zumindest bilde ich es mir ein. Wissenschaftliche Untersuchungen zu Therapiehunden kann man auch lesen, wie man sie lesen will. Mein Kind nennt zwei Meerschweinchen ihr Eigen. Ob diese Tiere immer so glücklich sind, möchte ich auch bezweifeln. In ihrem südamerikanischen Lebensraum hätten sie andere, bessere Lebensbedingungen.
Es gibt bei allem ein Für und ein Wider. Wenn ich mit meinem Kind zur Delphintherapie fliege, dann entscheide ich mich für ein Zentrum, bei dem ich für mich die Haltungsbedingungen am ehesten vertreten kann.

Mein Kind wird wieder zur nächsten Delphintherapie fliegen. Und sie wird dort glücklicher sein als sonst wo. Glücklicher als auf dem Pferd oder mit dem Hund oder mit ihren Meerschweinchen.
Und dieses Glück zu erleben gönne ich meinem Kind von ganzem Herzen.

VG Ursula
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BrittaJM
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BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 09:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Norbert,

herzlich Willkommen. Ich habe eine dreijährige Tochter, die nur ein Wort spricht. Leider haben wir noch keine Ursache gefunden.

Gruß Britta
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BrittaJM
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BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 09:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ursula,

Vielen Dank.

Ich habe nicht vor mit meinem Kind eine Delfintherapie zu machen, aber ich fand es sehr angenehm einen so ausführlichen, sachlichen und ausgewogenen Beitrag zu lesen.

Gruß Britta
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Diana und Rebecca
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BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ursula,

ich stimme dir in vollem Umfang zu!!!

LG,

Diana
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BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 15:31    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Ursula, liebe Diana,

ob ihr meine Kompetenz als Biologe im Wal- und Delfinschutz oder auch als Logopäde, als der ich u.a. auch mit mehrfachbehinderten Kindern und deren Eltern arbeite, in Frage stellt, interessiert mich nicht. Dazu kennt ihr mich nicht genug, um darüber urteilen zu können. Wir sollten auf sachlicher Ebene hier diskutieren und nicht persönlich werden.

Ich werde niemandem vorschreiben, keine Delfintherapie zu machen, schon gar nicht werde ich Eltern angreifen, die für sich Erfolge bei ihrem Kind gesehen haben. Ich sage nur, dass diese Erfolge auch mit domestizierten Tieren erreicht werden können. Das kann jeder, wenn er will nachlesen, das ist keine von mir aufgestellte Behauptung.


Ich werde hier auch keine Grundsatzdiskussion anzetteln, über Tierhaltung im Allgemeinen. Wir reden hier in diesem Beitrag über Delfintherapie. Das ist mein Gebiet. Um andere Tiere kümmern sich andere.

Auf meiner HP kann sich jeder hier im Forum informieren und dann entscheiden, ob die Infos für ihn dort einen Gedanken wert sind oder nicht.

Außerdem bin ich hier nicht für Lösungen und Dauerdiskussionen über das Thema zuständig. Die meisten Mitglieder hier sind Eltern, die ihre Erfahrungen untereinander austauschen und das ist auch gut so.


Wer natürlich weitere Fragen an mich hat, kann mir auch gerne eine PN senden oder mich anrufen.

VG
Norbert
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