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Kaja
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BeitragVerfasst am: 16.05.2016, 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Arlett,

so ganz willkürlich wird der Abzug nicht sein:

http://www.gesetze-im-internet.de/wogg/__9.html

Zitat:
Ergeben sich diese Beträge nicht aus dem Mietvertrag oder entsprechenden Unterlagen, sind Pauschbeträge abzusetzen.

https://www.bundesrat.de/SharedDocs.....b=publicationFile&v=1

Zitat:
Ergeben sich die Beträge für die nach § 9 Abs. 2 Satz 1 außer Betracht bleibenden (d. h. von der Miete abzuziehenden) Heizkosten, der Kosten für die Erwärmung von Wasser, der Kosten der eigenständig gewerblichen Lieferung von Wärme und Warmwasser, die Kosten der Haushaltsenergie und die Vergütungen für die Überlassung einer Garage oder eines Stellplatzes für Kraftfahrzeuge nicht aus dem Mietvertrag oder entsprechenden Unterlagen, sind nach § 9 Abs. 2 Satz 2 die in § 6 Abs. 2 WoGV genannten Pauschbeträge heranzuziehen. Übersteigen die Pauschbeträge nach § 6 Abs. 2 WoGV einen aus dem Mietvertrag oder entsprechenden Unterlagen ersichtlichen Gesamtbetrag für die Nebenkosten, so sind die Pauschbeträge der Höhe nach auf den Gesamtbetrag für die Nebenkosten begrenzt

http://www.gesetze-im-internet.de/wogv/__6.html

Zitat:
Kommt nach § 9 Absatz 2 Satz 2 des Wohngeldgesetzes nur der Abzug eines Pauschbetrages von der Miete in Betracht, so beträgt dieser:

1. für Betriebskosten für zentrale Heizungs- und Brennstoffversorgungsanlagen oder für die Kosten der eigenständig gewerblichen Lieferung von Wärme 1,25 Euro monatlich je Quadratmeter Wohnfläche;
2. für Betriebskosten für zentrale Warmwasserversorgungsanlagen oder für die Kosten der eigenständig gewerblichen Lieferung von Warmwasser für eine Bewohnerin oder einen Bewohner 9 Euro monatlich, für zwei Bewohnerinnen oder Bewohner 17 Euro monatlich und für jede weitere Bewohnerin oder jeden weiteren Bewohner 3 Euro monatlich...

Schau, ob die vom Wohngeldamt ermittelten Werte danach zu eurer Situation passen.

Viele Grüße Kaja
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Ainslie2009
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BeitragVerfasst am: 16.05.2016, 15:29    Titel: Antworten mit Zitat

Danke. Das Pauschalbeträge anzusetzen sind, hatte ich gefunden, aber nicht, wie hoch die sind. Ich dachte, das können die pi mal daum ansetzen. Ja, er hat 112,50 € (90 qm x 1,25) und 23,00 € (17 + 6 €) angesetzt. Bis jetzt wurden 85,50 € angesetzt.
Das ist aber bei 190 € Gesamtnebenkosten völlig überzogen. Ich werde den Widerspruch mit der Vermieterbescheinigung versuchen, weil es eben völlig überzogen ist. Das Haus ist 8 Jahre alt, Niedrigenergiehaus. 135,50 € sind da viel zu viel.

_________________
Arlett 8/78 starke Störung der Grob- und Feinmotorik, Sehstörung (GdB 50) mit Marc Fabian 7/07 ADHS, GdB 30, PG 3 und Ainslie Lucy 5/09 Kombinierte Entwicklungsstörung, ADHS, Atypischer Autismus, AVWS, Sprachentwicklungsstörung, Epilespie, GdB 60 mit Mz. H, B, PG 3
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Kaja
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BeitragVerfasst am: 16.05.2016, 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Arlett,

dann ist es doch die einfachere Möglichkeit, den Mietvertrag gemeinsam so zu ändern, dass Heizung und Warmwasser mit einem separaten (niedrigen) Betrag ausgewiesen sind. Dann bleibt kein Spielraum für (hohe) Pauschalen.

Viele Grüße Kaja
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melm69
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BeitragVerfasst am: 18.05.2016, 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

da mag ich doch mal nachfragen.

Für Jana bekomme ich auch Wohngeld. Hätte es da auch eine Erhöhung geben müssen?

Wir bekommen nach wie vor diese 112,00€.

Oder verstehe ich das wieder falsch? Laughing

Liebe Grüße, Melanie

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Jana 04, globale Entwicklungsstörung, multible Wahrnehmungsstörungen, Epilepsie, ausgeprägte Sprachentwicklungsstörung, infektanfällig, hypoton, IQ 57
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Kaja
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BeitragVerfasst am: 19.05.2016, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Melanie,

bis zum 31. Dezember 2015 galt zur Berechnung des Wohngekdes folgende Formel:

1,08 · (M – (a + b · M + c · Y) ·Y)

jetzt gilt:

http://www.gesetze-im-internet.de/wogg/__19.html

Zitat:
Das ungerundete monatliche Wohngeld für bis zu zwölf zu berücksichtigende Haushaltsmitglieder beträgt

1,15· (M – (a + b · M + c · Y) ·Y) Euro.

„M“ ist die zu berücksichtigende monatliche Miete oder Belastung in Euro. „Y“ ist das monatliche Gesamteinkommen in Euro. „a“, „b“ und „c“ sind nach der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder unterschiedene Werte und ergeben sich aus der Anlage 1.

Je nach Mitehöhe, Einkommen und Personenanzahl fällt die Erhöhung unterschiedlich aus - eine Erhöhung sollte es aber bei gleichgebliebenen Rahmenbedingungen schon geben.

Viele Grüße Kaja
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melm69
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BeitragVerfasst am: 20.05.2016, 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kaja,

lieben Dank für deine Antwort!

Mathematische Formeln gehörten nur begrenzt zu meinen schulischen Lieblingsthemen. Rolling Eyes

Werde mal schauen ob ich das entschlüsselt bekomme! Wink

Liebe Grüße, Melanie

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Jana 04, globale Entwicklungsstörung, multible Wahrnehmungsstörungen, Epilepsie, ausgeprägte Sprachentwicklungsstörung, infektanfällig, hypoton, IQ 57
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MichaelK
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BeitragVerfasst am: 20.05.2016, 13:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Melanie,

der Rechner hier scheint ganz brauchbar: http://www.geldsparen.de/wohngeld-rechner/

LG Michael

_________________
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)
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Kaja
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BeitragVerfasst am: 20.05.2016, 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michael,

bei diesem Wohgeldrechner ist Melanies Situation (nur Jana ist wohngeldberechtigt(/Haushalt besteht aber aus zwei Personen) nicht gut eingebbar. Besser finde ich in diesen Fällen diesen Rechner:

http://www.wohngeld.org/wohngeldrechner.html

der diese Problematik mit berücksichtigt. Als negativ entpfinde ich, dass bei Einkommensarten, bei denen keine Steuern und Sozialabgaben anfallen, der bisherige 6%-ige Pauschalabzug entfällt und damit die Wohngelderhöhung bei diesen Einkommensempfängern deutlich geringer ausfällt.

Viele Grüße Kaja
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Ainslie2009
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BeitragVerfasst am: 21.05.2016, 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

So vorläufiges Ergebnis meines Widerspruchs ist dass ich am 6.6. um 11:00 (ich bin berufstätig!!!! Verdienstausfall wird nicht erstattet) zur Anhörung gem. Par. 24 sgb x kommen soll und ne vermieterbescheinigung und die Betriebskostenabrechnung (sie weiß dass es keine gibt da pauschalmiete) mitbringen soll. Ich werde die Dame Montag anrufen und fragen warum sie uns das Wohngeld jetzt kürzen will. Nämlich nur dann gibt es diese Anhörung.
_________________
Arlett 8/78 starke Störung der Grob- und Feinmotorik, Sehstörung (GdB 50) mit Marc Fabian 7/07 ADHS, GdB 30, PG 3 und Ainslie Lucy 5/09 Kombinierte Entwicklungsstörung, ADHS, Atypischer Autismus, AVWS, Sprachentwicklungsstörung, Epilespie, GdB 60 mit Mz. H, B, PG 3
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Kaja
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BeitragVerfasst am: 22.05.2016, 07:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Arlett,

nach § 65 a SGB I sind bei Anordnung des persönlichen Erscheinens bei der Behörde auch der Verdienstausfall zu ersetzen ist.

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_1/__65a.html

Zitat:
Wer einem Verlangen des zuständigen Leistungsträgers nach den §§ 61 oder 62 nachkommt, kann auf Antrag Ersatz seiner notwendigen Auslagen und seines Verdienstausfalls in angemessenem Umfang erhalten

Viele Grüße Kaja
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