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Bahnfahren mit Behindertenausweis (in Überarbeitung)

 
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Christoph
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BeitragVerfasst am: 11.08.2005, 13:45    Titel: Bahnfahren mit Behindertenausweis (in Überarbeitung) Antworten mit Zitat

Unentgeltliche Beförderung (allgemein)

Schwerbehinderte Menschen, die infolge ihrer Behinderung in ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt oder hilflos oder gehörlos sind, können beim Versorgungsamt für 60 Euro jährlich eine Wertmarke kaufen und damit öffentliche Nahverkehrsmittel
unentgeltlich nutzen. Ist das Merkzeichen „H” oder „Bl” eingetragen, wird die Wertmarke auf Antrag unentgeltlich abgegeben. Kostenlos wird die Wertmarke ferner dann ausgegeben, wenn der zur unentgeltlichen Beförderung berechtigte schwerbehinderte Mensch für den laufenden Lebensunterhalt Leistungen nach dem SGB XII (also z.B. Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) bezieht. Mit der Wertmarke können auch nicht zuschlagpflichtige Züge der Deutschen Bahn AG im Umkreis von 50 km um den Wohnort benutzt werden.

Unentgeltliche Beförderung einer Begleitperson

Im öffentlichen Personenverkehr wird die Begleitperson des schwerbehinderten Menschen unentgeltlich befördert, wenn im Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen „B“ eingetragen ist. Zu beachten ist,dass das Merkzeichen
„B“ nicht ausschließt, dass der behinderte Mensch öffentliche Verkehrsmittel auch ohne Begleitung nutzt.
Aus: http://www.bvkm.de/recht/rechtsratg.....in_kind_ist_behindert.pdf

Beiblatt zum Ausweis/Wertmarke

Schwerbehinderte Menschen mit einem grün-orangen Ausweis (Merkzeichen "G", "aG", "Gl", "Bl" oder "H") erhalten auf Antrag beim Versorgungsamt ein Beiblatt. Wenn die unentgeltliche Beförderung in Anspruch genommen wird, wird das Beiblatt mit Wertmarke ausgegeben. Ohne Wertmarke wird das Beiblatt für die Kraftfahrtzeugsteuerermäßigung ausgegeben. Unter bestimmten Vorraussetzungen, können auch beide Nachteilsausgleiche in Anspruch genommen werden.

Ich möchte mit der Bahn verreisen. Mit welcher Bahn darf ich wie weit vergünstigt fahren?

Für schwerbehinderte Menschen, die im Besitz eines Schwerbehindertenausweises mit halbseitigem orangefarbenen Flächenaufdruck und einem Beiblatt mit gültiger Wertmarke sind, gilt:

Unter Vorlage des Streckenverzeichnisses sowie des vorgenannten Schwerbehindertenausweises und des entspr. Beiblattes können Eisenbahnen des Bundes in der 2. Wagenklasse frei benutzt werden, und zwar:
• Züge des Nahverkehrs. Hierunter fallen folgende Züge:
Regionalbahn (RB), Stadtexpress (SE), Regionalexpress (RE), Schnellzug (D), InterRegio (IR), im Umkreis von 50 km um den Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt des schwerbehinderten Menschen. Das Recht zur unentgeltlichen Beförderung entbindet aber nicht von der Zuzahlung eines tarifmäßigen Zuschlages bei der Benutzung zuschlagspflichtiger Züge des Nahverkehrs.
• in Verkehrverbünden sowie auf allen S-Bahn-Strecken ohne km-Begrenzung.
Wo die 50-km-Zone um den Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt endet, ergibt sich aus dem Streckenverzeichnis.

Diese kostenfreie Regelung gilt aber beispielsweise nicht für IC-, EC- und ICE-Züge, die grundsätzlich zum Fernverkehrstarif der Deutschen Bahn zählen.

Bei der Benutzung von Zügen der Deutschen Bahn AG ist die Freifahrberechtigung oftmals für den einzelnen Benutzer nicht überschaubar. Dies gilt sowohl für den 50-km-Umkreis als auch die verschiedenen Zugtypen, aber auch für die Einbindung in Verkehrsverbünden.

Es wird daher dringen empfohlen, sich vor Fahrtantritt jeweils bei einer Verkaufsstelle der Deutschen Bahn AG zu informieren!

Was organisiert die Deutsche Bahn

Der DB Service für mobilitätseingeschränkte Reisende
Mit eingeschränkter Mobilität haben Sie sicher viele Fragen:
Sind die Züge geeignet? Wie komme ich in den Bahnhöfen zurecht? Reichen die Umstiegszeiten?

Auf alle diese Fragen erhalten Sie von der Mobilitäts-Servicezentrale, Tel. 01805/512 512 (EUR 0,12/Min.) oder per E-Mail mobilitaetsservicezentrale@bahn.de alle benötigten Auskünfte. Und mehr noch: Sie können auch gleich die notwendigen Reservierungen und Fahrkarten aus einer Hand bekommen.
Die Unterlagen werden Ihnen auf Wunsch entweder per Post zugesendet oder am Bahnhof für Sie hinterlegt.
Die Mitarbeiter der Mobilitäts-Servicezentrale sind für Sie von Montag bis Freitag von 8.00 - 20.00 Uhr, Samstag von 8.00 - 16.00 Uhr sowie am 03.10., 26.12. sowie jeweils am Ostermontag für Kundenanfragen von 08:00 bis 20:00 Uhr erreichbar.
Hilfe beim Reisen
Die Mobilitäts-Servicezentrale sollten Sie anrufen, wenn Sie Hilfe beim Ein-, Aus- oder Umsteigen Hilfe benötigen.
Wenn Sie z.B. auf den Rollstuhl angewiesen, blind oder sehbehindert sind, organisieren wir für Sie alles Notwendige. Bitte geben Sie uns aber mindestens 24 Stunden Zeit, denn die betreffenden Bahnhöfe müssen informiert, Personal und ggf. Hilfsmittel müssen organisiert werden.
Falls sich Ihre Reisepläne kurzfristig ändern sollten, bitten wir um eine kurze Nachricht, damit wir die disponierte Hilfe wieder stornieren können.
Betreuung am Bahnhof
Für den Zeitpunkt, an dem Sie bei Ihrer Abreise einen Helfer benötigen, vereinbaren wir mit Ihnen einen Treffpunkt. Dies kann z.B. der Bahnhofseingang oder der ServicePoint im Bahnhof sein. Dort wartet ein Betreuer auf Sie, der Sie begleitet, bis Sie im Zug gut untergebracht sind.
Beim Umsteigen sowie bei der Ankunft werden Sie zum richtigen Wagen begleitet.

_________________
Jonas, 28.04.2002 - 29.11.2006, David, 12.05.2004 und Mia, 12.09.2007
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*Martina*
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Beiträge: 4372

BeitragVerfasst am: 22.08.2005, 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

gestern habe ich am Bahnhof die Broschüre „Mobil trotz Handicap“ der Deutschen Bahn entdeckt, in der sämtliche Nachteilsausgleiche verzeichnet und erläutert sind. Gibt es auch auf der HP der Bahn als Download.

Für alle interessant:

„Nach den Beförderungsbedingungen der DB AG benötigt ein Kind unter 15 Jahren in Begleitung seiner Eltern/Großeltern und bis einschließlich 5 Jahre in Begleitung anderer Personen keine Fahrkarte. Das gilt selbstverständlich auch für schwerbehinderte Kinder. Wenn die Notwendigkeit ständiger Begleitung im Schwerbehindertenausweis des Kindes bescheinigt wird und das Merkzeichen „B“ eingetragen ist, wird eine Begleitperson in der Klasse unentgeltlich befördert, in der der Ausweisinhaber reist. Ausnahmen gelten z.B. für Sonderzüge, Schlaf- und Liegewagen etc. Die unentgeltliche Beförderung einer Begleitperson sezt voraus, dass ein behindertes Kind ab 6 Jahren im Besitz einer Fahrkarte ist, wenn es nicht aufgrund der gesetzlichen Nachteilsausgleiche unentgeltlich reist. (S. 77)

(zu den Merkzeichen und Nachteilsausgleichen
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic4971.html )


Zudem interessant:

„Unentgeltliche Mitnahme einer notwendigen Begleitperson:

Diese ist möglich, wenn im Ausweis für schwerbehinderte Menschen ein „B“ eingetragen und der Vermerk „Die Notwendigkeit ständiger Begleitung ist nachgewiesen“ nicht gelöscht ist.
Begleiter reisen mit
- in allen Zügen des Nah- und Fernverkehrs, sowie in einem DB AutoZug (außer Sonderzügen und -wagen) in der Klasse, für die der Ausweisinhaber eine Fahrkarte besitzt oder aufgrund des gesetzlichen Nachteilsausgleiches unentgeltlich reist,
- auf Buslinien im Nah- und Fernverkehr
- in Zügen der nichtbundeseigenen Eisenbahnen
- auf dem Bodensee, Bereich Überlinger See
- im Nordseeverkehr und im Verkehr mit der Insel Wangerroge“ (S. 76)


Gruß, Martina

_________________
Martina mit Jakob (schwerst mehrfachbehindert, 16 Jahre), Pauline (22 J.), Sophie (20 J.)
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