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Erfahrungen bei Kindern mit verbaler Entwicklungsdyspraxie
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Kirstentrotzki
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BeitragVerfasst am: 22.08.2016, 11:52    Titel: Sprechapraxie Antworten mit Zitat

Hallo, habe hier schon einiges gelesen und wollte mal nachfragen wie denn so der Verlauf der Jahre ist können die Kids mittlerweile reden oder ein wenig oder gar nicht . Ich hoffe das es hier einer liest, da die Antworten hier teils schon älter sind. Mein Sohn ist 4,5 und kein Arzt konnte uns helfen kein Kinderarzt, keine SPZ , kein Neurologe , pädalogin alle meinten immer er sei ganz normal , mit der Sprache wird es irgendwann . Ja toll dachte ich mir, das ist doch nicht normal seit Ca. 2,5 Jahre hat er Logopädie die konnten ihn auch nicht helfen , in der normale Kita ist er völlig überfordert gewesen so das er in einen integrativen Kindertagesstätte kam da kommt er viel besser klar da dort die Gruppe viel kleiner ist nur 8 Kinder drinnen sind vorher waren es 22 .und diese Kinder haben ja leider auch Probleme allerdings nicht mit der Sprache .
Finn ist eigentlich ein sehr schlaues Kind er kann super puzzeln, riesige Bahnen aufbauen und weiß auch sehr viele Dinge wie man sie benennt nur man versteht ihn kaum einige Wörter sind ok oder andere Wörter nicht perfekt aber man weiß was er möchte kann auch schon "Das ist Mamas Auto "sagen aber eine Unterhaltung ist absolut nicht drinnen wenn es hoch kommt kann er vielleicht 100 Wörter . Er kann auch nicht seinen Namen sagen ..... Wir haben mittlerweile die 5 Logopädien und die war hoffentlich ein Glücksgriff da sie die erste war die meinte das Finn eine sprachapraxie hat. Habe ich vorher noch nie was von gehört. Würde gerne wissen wie man ihn fördern kann. Im Januar 2017 werde ich 4 Wochen mit ihn nach Bayern fahren in einer sprachklinik .hat da vielleicht auch einer Erfahrungen gemacht.
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Verena S
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BeitragVerfasst am: 23.08.2016, 11:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kirsten,

deine Fragen kann ich nicht beantworten, aber ich habe mittlerweile festgestellt, dass die Frage die ich hatte in vielen Unterkategorien bereits vorhanden war...

Bei erneuten stöbern bin ich hier drauf gestoßen, vieeleicht hilft dir der ein oder andere Post weiter:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic71225.html
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Kirstentrotzki
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BeitragVerfasst am: 23.08.2016, 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Verena ,

Ich habe hier schon alle Seiten durch gelesen .
War leider nicht das passende dabei 😟
Da die meisten Kinder hier noch weitere Probleme haben .
Meiner ist völlig normal teils sogar sehr schlau bis auf die Sprache ist er von der Entwicklung wie ein 4 jähriger sein sollte .
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AnnaBolika
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BeitragVerfasst am: 23.08.2016, 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kirsten,

ich kopiere dir mal hier eine PN rein, die ich im Februar an jemanden geschickt habe:

Ich versuche mal unsere Geschichte, soweit ich nicht alles verdrängt habe in kurzform aufzuschreiben. Falls ich irgendwas vergesse, frage bitte ruhig nach.

Ben wurde im April 2008 geboren. Um seinen 2. Geburtstag viel mir schon auf, da stimmt irgendetwas nicht- vom Kinderarzt wurde ich bei der U- Untersuchung (U3? also die mit 2 Jahren) vertrötest, das kommt alles noch. Drei Monate später hatte er dann tatsächlich auch ein paar mehr unverständliche Laute drauf. Rolling Eyes Er sagte sogar mal für ein paar Wochen Auto, dann war es nur noch das Tattu. Papa war der Gaga, Mama war wohl so das einzige normale Wort, wenn ich das noch so recht im Kopf habe.

Ende November 2010 bin ich dann zum Kinderarzt und habe auf ein Logopädierezept bestanden (immerhin war das Kind Privatverischert), da ich von einer Fachperson hören wollte, dass das noch alles im normalen Rahmen sein.
Zu dem Zeitpunkt hat Ben auch nur mit Ja und Nein kommuniziert, das Problem war allerdings, dass das nicht mehr ausreichte.
Bsp.: Ben zog mich am Arm in die Küche
Ich: "Hast du durst?"
Er: *nickte*
Ich hole einen Becher aus dem Schrank fülle Wasser ein, er mosert rum und schüttelt mit dem Kopf.
So bsi ich dann raus hatte, das nicht doch hunger hat, sondern durst aber das Wasser eben aus einem bestimmten Becher, Glas oder Tasse haben wollte... Am Ende habe wir ganz häufig beide geweint, er weil er sich unverstanden fühlte, ich weil ich mein Kind nicht verstehen kann und seine Grundbedürfnisse nicht einfach eben mal schnell befriedigen konnte.

Wir hatten riesiges Glück und gerieten direkt an die richtige Logopädin, die bei ihm sehr schnell eine VED befundete.
Sie führte uns in die Gebärden ein und Ben hat die auch sehr schnell angenommen.
Er kam im Wohnzimmer direkt zu mir, macht die Gebärde für trinken und grinste dabei ganz breit. Später kam dann eben die Gebärde für Tasse/ Glas/ Becher dazu.
Anfangs haben wir zu Hause und bei der Logopädin ganz viel Gebärden geübt und sie hat sich um seine Hypersensibilität im Mundbereich gekümmert.
Irgendwann kam die Lautbildung dazu, frag mich aber bitte nicht mehr ab wann.
Er konnte in Gebärdensprache nie Erlebnisse komplett erzählen, hatte da aber glaube ich, auch anfangs nicht so die Lust dazu. Ich würde jetzt sagen, typisch Junge- mein Großer hat auch nie viel erzählt.
Aber die Gebärden haben unser zusammenleben unwahrscheinlich erleichtert, ich habe unsere Wohnung mit Gebärden bepflastert, als Unterstützung.

Ich weiß noch, dass er in seiner Kindergartenzeit (er kam mit knapp 3,5 in den Kindergarten) uns oft Erlebnisse erzählen wollte, dir wir nicht verstehen konnten. Teils hat unsere großer Sohn (sie waren 1 Jahr zusammen im Kindergarten) helfen können. Aber ganz oft ließ Ben den Kopf hängen und hat irgendwann abgewunken.
Das war auch eine ganz fiese Zeit.
Im letzten Kindergartenjahr ging es dann ganz gut, da hatte er am meisten mit der deutschen Grammatik zu kämpfen.

Als er 3 bzw. 4 Jahre alt war, konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass er jemals verständlich reden kann.

Motorisch hatte Ben nie Defizite, er ist sehr früh gekrabbelt und auch frei gelaufen, ok mit dem Schwimmen tut er sich ungeheuer schwer- aber das ist jammern auf sehr, sehr hohen Niveau, deswegen überlasse ich das den Lehrern in der Schule.
Feinmotorisch hat er ab und an einen leichten Tremor (zittern der Hand), da kann man nichts machen, damit muss er leben.
Geistig ist er auch absolut normal entwickelt, er hat eher einen hohen IQ.

Gib die Hoffnung nicht auf, bleiben dran und übe regelmäßig, spielerisch mit ihr zu Hause. Wenn ich was durch Ben gelernt habe, dann ist das Kreativität. Ich habe viel für ihn gebastelt, laminiert.
Freue dich über jeden noch so kleinen Schritt, versuche überall das Positive zu sehen. Und gebe nie die Kommunikation auf, unsere Kinder wollen sich mitteilen und dass ist ihr größtes Potenzial in meinen Augen.

Ich habe gerade noch mal alte Befunde in der Hand gehabt, ganz ehrlich 2011 im Sommer, konnte ich nicht glauben, dass er jemals normal reden wird... Ach und feinmotorisch war er da wohl auch auffällig, was man nicht alles verdrängt!

Ich hoffe es ist nicht zu chaotisch, zuviel und die Tippfehler halten sich in Grenzen.

LG

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Ben (2008) verbale Entwicklungsdyspraxie
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BeitragVerfasst am: 23.08.2016, 14:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ach so, heute ist es sogar so, dass er zum Beginn des neuen Schuljahres auch keinen I-Status mehr hat und braucht, 3.Klasse.
Er redet normal!!

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Ben (2008) verbale Entwicklungsdyspraxie
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Kirstentrotzki
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BeitragVerfasst am: 24.08.2016, 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anna,
Das ist schön zu hören , das gibt uns sofort wieder Hoffnungen das er es irgendwann mal richtig lernt .
Weißt du noch wie alt er Ca. War wo man wirklich gute Fortschritte bemerkt hat.

Meine Logopädien meint das die Kids erst im Vorschulalter /1 klasse bemerken das sie was falsches sagen ist das wirklich so?
Wenn er was sagt und ich ihn nicht verstehe wird er oftmals sauer da ich glaube er denkt das er es richtig gesagt hat.
Lg kirsten
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AnnaBolika
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BeitragVerfasst am: 24.08.2016, 18:12    Titel: Antworten mit Zitat

Fortschritte, gute Frage...... Ich würde sagen, die kamen definitiv schon im Kindergarten. Zu der Zeit hatte er auch 2 mal die Woche Logo. In die Schule kam er mit Dysgrammatismus und die Umlaute funktionierten nicht immer. Mit dem Lesen wurde es besser und seit anfang desJahres spricht er normal.

Ein Störungsbewußtsein hatte er schon im Kindergarten, also mit 3- dies bescheinigte sowohl der Kinderneurologe, die Logopädin als auch die Erzieher im Kindergarten.
Allerdings fand sein bester Kindergartenfreund, dass Ben ganz normal sprach und konnte nicht verstehen, dass er zur Logo geht. Laughing

Ben hat auch oft gesagtes wiederholt, ob er gemerkt hat dass er es falsch ausgesprochen hat, weiß ich gar nicht - er konnte es ja nicht anders.
Er konnte tatsächlich erst in der 1. Klasse bewusst was ändern, aber ob es daran lag, dass er es jetzt erst merkte oder daran dass er es jetht erst überhaupt konnte, weiß ich nicht. Aber darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht.
Wobei, er im Vorschulalter tatsächlich anfing Wörter zu umschreiben die ihm teilweise nicht einfielen oder keiner verstanden hat.

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BeitragVerfasst am: 24.08.2016, 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Danke , ich hoffe das es bei meinen dann auch so wird , in den letzten 2 Wochen hat er auch einige neue Wörter wieder gesagt zwar nicht klar aber man konnte es mit ein wenig Phantasie erahnen 😊. Hattest du mal ein MRT machen lassen denn irgendwo muss man doch erkennen können warum die Sprache nicht richtig kommt. Gibt es irgendeine Therapie die man anwenden kann ? Oder was anderes was man noch machen kann. Werde demnächst auch 4 Wochen in einer Reha fahren da hoffe ich auch das sie uns helfen können.
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Kirstentrotzki
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BeitragVerfasst am: 25.08.2016, 10:09    Titel: Sprachapraxie Antworten mit Zitat

Danke , ich hoffe das es bei meinen dann auch so wird , in den letzten 2 Wochen hat er auch einige neue Wörter wieder gesagt zwar nicht klar aber man konnte es mit ein wenig Phantasie erahnen 😊. Hattest du mal ein MRT machen lassen denn irgendwo muss man doch erkennen können warum die Sprache nicht richtig kommt. Gibt es irgendeine Therapie die man anwenden kann ? Oder was anderes was man noch machen kann. Werde demnächst auch 4 Wochen in einer Reha fahren da hoffe ich auch das sie uns helfen können.
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AnnaBolika
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BeitragVerfasst am: 29.08.2016, 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

nein wir haben nie ein MRT machen lassen, warum auch? Da er ja keinerlei andere Auffälligkeiten hat (abgesehen von dem leichten Intensionstremor) gibt es keinen Grund für solch eine Untersuchung.
Die Suche nach einem Warum habe ich schon lange aufgegeben. Er ist so wie er ist, es liegt nicht an mir- sprich ich habe kein Alkohol in der Schwangerschaft getrunken, nicht geraucht oder sonst was verkehrtes getan, und das reicht mir.
Eine genauere Ursachenforschung (ganz allgemein) macht für mich nur Sinn, wenn man die Ursache bekämpfen/ behandeln kann oder evtl. anderen helfen, dass sowas zukünftig nicht mehr/ weniger auftritt.
Dies sehe ich hier nicht.

Bezüglich Therapien hast du hier sicherlich mittlerweile genug gelesen.

Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Erfolg und noch mehr Spaß in der Reha.

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Ben (2008) verbale Entwicklungsdyspraxie
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