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Pflege des Sonden-/Tracheostomas
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Nellie
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BeitragVerfasst am: 25.03.2005, 10:51    Titel: Pflege des Sonden-/Tracheostomas Antworten mit Zitat

Hallo!

Steffi schrieb:
Zitat:
Wegen der PEG! Unsere ist ständig gerötet und auch mal wieder entzündet und jeder Arzt sagt was anderes mit der Halterung, entweder fest anziehen, andere meinen öfter am Tag reinschieben und drehen,... wie sah das bei euch aus?


Das hatten wir auch... bis wir uns wirklich getraut haben, die Tipps der Sondenkindergruppe umzusetzen!
Kein Desinfektionsmittel mehr, nicht mehr zukleben...

Wir säubern morgens mit Wasser und Teebaumöl, geben dann einen Tropfen "Rose-Teebaum-Essenz" (Erste Hilfe-Öl von der Bahnhofsapotheke) drauf, legen eine Schlitzkompresse drauf, die wir mit einem Stück Klebstreifen zukleben, sodass sie nicht verrutschen kann und kein Pflaster auf der Haut ist.
Andere Tipps sind Rotöl (Johanniskrautöl aus Blüten) und gar keine Kompressen, viel Luft!

Immer wenn wir aus der Klinik kamen, war die Wunde entzündet und wucherte. Inerhalb weniger Tage war es zuhause nicht mehr gerötet und die Wucherung gingen zurück.

Es klingt schon komisch, aber es wirkt echt besser als das ganze Desinfektionszeug, Betaisadona, Zinkpaste, Antibiotika.

Ein Mal hatte sie allerdings einen Pilz am Stoma, da brauchten wir ne Pilzsalbe. Da wucherte es auch ziemlich, nach der Therapie haben wir es dann erst mit unsrer Pflege wieder hinbekommen.

LG
Nellie

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Linn *2004, schwerste Mehrfachbehinderung durch pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet
A. *2009
Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann. (Richard von Weizsäcker)


Zuletzt bearbeitet von Nellie am 31.03.2005, 17:45, insgesamt einmal bearbeitet
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conni
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BeitragVerfasst am: 25.03.2005, 11:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich kann Nellie nur recht geben. Theresa hat ein Tracheostoma. Wir nehmen auch kein Desinfektionsmittel oder so. Wir nehmen reines Kokosöl zur Pflege und haben damit auch nur gute Erfahrungen gemacht. Sie muß die Kanüle ja nur noch nachts haben oder wenn sie stark erkältet ist. Wenn dann das Stoma etwas rot wird vom vielen Schleim nehmen wir nur die Augen- und Nasensalbe von Bepanthen das reicht vollkommen.

LG Conni

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Theresa (12/00), unbalancierter Gen-Defekt von 5 Chromosomen, Entwicklungsstand von ca. 3 Mon. und einigen sonstigen "Strickfehlern"
Seit †19.01.2006 ein Sternenkind
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Nellie
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BeitragVerfasst am: 25.03.2005, 17:58    Titel: Antworten mit Zitat

Achso, und wegen dem Bewegen:

Wir haben mit PEG die Sonde einmal am Tag bei der Pflege leicht rein und rausgeschoben... das war bestimmt kein ganzer Zentimeter. Es geht ja nur darum, dass es nicht zuwächst.
Jetzt beim Gastrotube steht in der Packungsbeilage, dass man es einmal am Tag um 360° drehen soll.. so machen wir es jetzt auch.
Wir ziehen die Halterung nicht so fest, wenn es entzündet ist.. aber auch nicht zu locker.. hmm, kann es nicht richtig beschreiben.


LG
Nellie

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Stefanie_Ernst
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BeitragVerfasst am: 30.03.2005, 00:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Zwei,

danke für eure Tipps, werde sie demnächst einmal ausprobieren, vielleicht wird es dann ja mal besser.
Bei uns hat sich ein Granolom gebildet, welches verätzt wurde. Weiß nicht, ob es auf das viele Desinfektionsmittel und sonstige Salben,... zurück zuführen ist.

Lieben Gruß
Steffi
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Nellie
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BeitragVerfasst am: 30.03.2005, 12:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Steffi,

wir haben tatsächlich Linns Granulome auch damit in kürzester Zeit zurückgehen lassen! Ich hab es nichtgeglaubtund deshalb nicht sgemacht.. aber kurz vor der Ätzung wollte ich es doch noch mal probieren.. innerhalb von ner halben Woche ist es zurückgegangen, obwohl es schon so zippelig (weißt Du wie ich meine?) war, dass es blutete! Also keine Verätzung notwendig!

Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert!

LG
Nellie

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Ramona1982
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BeitragVerfasst am: 31.03.2005, 17:31    Titel: Antworten mit Zitat

Mellissa hat auch ein Tracheostoma (noch 24std. also dauerhaft), wir nehmen zur Reinigung Kochsalz & danach Octanisept..anschliessend gehen wir noch mit einem trockenen Wattestäbchen drüber damit nichts feucht ist..damit sind wir am besten "gefahren" alles andere führte zu Rötungen.
_________________
Liebe Grüße

Ramona, Melissa *05.08.2004 - †28.11.2011 (Fraser Syndrom/Frühchen 29.SSW,Tracheotomiert (Larynxatresie), PEG,blind,keine Stimme,minim.schwerhörig,Syndaktilien) & Robin *30.11.07,41.SSW gesund
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Gudrun
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BeitragVerfasst am: 31.03.2005, 17:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

nachdem Valentins PEG-Stoma auch die ersten 3 Monate permanent entzündet war und nach einem KH-Aufenthalt sich auch Granulome gebildet haben, hat sich inzwischen alles gegeben.
Ich führe es allerdings auch darauf zurück, dass sich sein Allgemeinzustand gebessert hat, sprich keine permanenten Infekte mehr.
Ich reinige das Stoma inzwischen nur noch alle zwei Tage und decke mit einer Schlitzkompresse ab, die ich wie Nellie dann auch zusammenklebe, dass sie nicht wegrutscht.

Übrigens, Betaisodona begünstigt die Granulombildung. Ich habe selber als Krankenschwester viele Jahre erwachsene Patienten mit PEG betreut und wir benutzen es schon lange nicht mehr. Ich verstehe nicht, dass es immer noch benutzt wird.
Wegätzen bringt meist auch nur vorübergehend eine scheinbare Besserung. Die Granulome kommen und gehen manchmal wie sie wollen. Das habe ich so in der Form auch erst bei Valentin erfahren.

LG Gudrun

_________________
Valentin 19.06.04 - 15.04.2006, Myopathie,V.a.Carey-Fineman-Ziter-Syndrom, schwerst-mehrfach-behindert, PEG, Hüftluxationen bds., Fußfehlstellungen und Livia *14.11.05, Marlene *16.06.2008, Luise *26.10.2010
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Nellie
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BeitragVerfasst am: 31.03.2005, 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gudrun,

Linn hat nun gerade wieder doch Probleme mit Entzündung, die wir nicht mit den von mir selbst beschriebenen Maßnahmen in den Griff kriegen.. die Empfehlung war nun 3 Tage Betaisadona und dann weiter wie zuvor... ich hoffe nur, dass Linn nicht dadurch wieder mehr zu Granulomen neigt... aber so richtig hab ich das System auch nicht kapiert, wann die kommen und wann nicht...

Bei Deiner Beschreibung ist mir eingefallen, dass ich ein Bild von Linns "Verband" habe..


Wir wechseln jeden Tag, weil das dann nicht mehr so ordentlich aussieht und irgendwie wie das Kämmen dazu gehört Wink Die großen Schlitzkompressen sind aber auch dazu prädestiniert zu verwurschteln.
Was nehmt Ihr zur Pflege?

LG
Nellie

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Linn *2004, schwerste Mehrfachbehinderung durch pontocerebelläre Hypoplasie Typ 2a (PCH 2a), Button, Epilepsie, Tracheostoma, nachts beatmet
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Gudrun
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BeitragVerfasst am: 01.04.2005, 15:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nellie,

hier eine kurze Darstellung der UNi Düsseldorf zu Granulomen:



"Hypergranulationen

Die Gastrostomie ist eine auf unterschiedliche Weise (endoskopisch, operativ etc.) künstlich geschaffene Fistel zwischen Bauchwand und Magen, in die als Fremdkörper die Sonde eingebracht wird. Im Normalfall kann kein Granulationsgewebe außerhalb der Fistel gesehen werden. Bei circa 5 % der Patienten kommt es zur überschießenden Bildung von Granulationsgewebe, sog. Hypergranulationen [79][80].

Kommentar

Die Entstehung der Hypergranulationen ist multifaktoriell. Die Faktoren sind vor allem das Wechselspiel zwischen innerer und äußerer Halteplatte, das saure Refluat aus dem Magen, die chronischen Stomainfektionen, die Unverträglichkeit von Sondenmaterialien und die Mangelernährung der Patienten mit konsekutiver Wundheilungsstörung. Bei der Therapie sollte eine intensive primäre Wundpflege (ggf. unter Einsatz von Hydrokolloidpflastern oder Silbernitratätzung) erfolgen. Optional kann auch der Austausch der PEG in ein Buttonsystem erfolgen, denn durch Anlage des Button wird der Druck vom Stoma genommen und es kommt häufig zum Abheilen des Gewebes [77][79][80]. "



Die Entstehung oder Verschwinden scheint also wenig von außen beeinflußbar.
Die "PEG-Schwester" hier in der Uni meinte, Valentins Granulome seien Magenschleimhaut, die sich durch das Stoma nach außen geschoben habe. Das habe ich so auch noch nicht gehört, aber man lernt ja nie aus. Das würde aber erklären, warum das Granulom mal an der einen Stelle und wenige Stunden später, nach Bewegen der PEG wiederum an einer anderen Stelle aufgetaucht ist. Das fand ich schon kurios.

Als das Granulom noch da war und das Stoma immer etwas genässt hat, habe ich auch die gleichen Kompressen benutzt wie du. Habe da allerdings 2 x tgl. gewechselt und nur mit Octenisept gereinigt und desinfiziert, mit wirklich konsequent 1 Minute Einwirkzeit.
Die Kompressen verwurschteln sich tatsächlich sehr schnell, weil sie so schön weich sind. Jetzt wo alles weitestgehend trocken ist, benutze ich von der Fa. Braun die Askina Pads S (für Schlitzkompresse) 5x5 cm. Die sind super stabil, polstern ein wenig und halten problemlos 2-3 Tage. Sind übrigens auch über Pfrimmer zu beziehen. Unsere betreuende Kinderkrankenschwester von Pfrimmer hat sie mir empfohlen und schickt jetzt immer wie auch alles andere Zubehör.

Die Kompressen sind übrigens von einer Seite beschichtet,aber weder die Ki-schwester kann sagen wozu das gut ist noch steht es bei Braun in der Beschreibung zur Kompresse. Diese Seite soll wohl eigentlich auf die Haut. Ich hatte aber immer das Gefühl, dass die Haut darunter schwitz, deshalb lege ich sie einfach andersherum drauf und das ist wunderbar.

Was ich noch von dir wissen wollte. Warum habt ihr euch eigentlich für den Gastrotube und nicht für den Button entschieden. Ich suche für Valentin auch nach einer Entscheidung.
Bald steht wohl die Hüft-OP an, dann wollte ich das gleich mit machen lassen.

LG Gudrun
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Nellie
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Anmeldedatum: 18.09.2004
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BeitragVerfasst am: 05.04.2005, 22:00    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Info!

Wir werden und auch mal die anderen Kompressen bestellen, dieses Gewurschtel stört mich nämlich. Es schützt auch gar nicht den ganzen Tag vor Reibung!

Hmm, warum Gastrotube? Irgendwie wollte vor allem die Ärztin das nicht udn außerdem konnte uns niemand sagen, was für ein Durchmesser der Schlauch hat, den man anschließen muss, um zu sondieren. Da wir ja pürierte Nahrung per Spritze geben, war uns das zu unsicher, dass wir dann gar keinen Größengewinn haben zur CH 9-PEG. Und außerdem können wir so nen Schlauch eigentlich gut gebrauchen. Immer an und abmachen würde uns stören.

LG
Nellie

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