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Kosten für Heimunterbringung
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siggi11
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BeitragVerfasst am: 03.07.2006, 13:39    Titel: Kosten für Heimunterbringung Antworten mit Zitat

Hallo, zunächst möchte ich mich kurz vorstellen. Wir haben einen 11 jährigen geistig behinderten Sohn (Autist, kann nicht besprechen, körperlich normal entwickelt, aber viele Defizite und sehr verhaltensauffällig). Da wir auch noch 2 andere Kinder haben, schaffen wir die Betreung und Pflege einfach nicht mehr zu Hause. Wir haben uns jetzt deshalb entschlossen, ihn in einer stationären Einrichtung anzumelden und ihn teilweise in den Ferien und event jedes 2. oder 3. WE nach Hause zu holen . Wir werden dafür beim Sozialamt einen Antrag auf Kostenübernahme stellen müssen und uns auch selbst beteiligen müssen.

Die Selbstbeteiligung in etwa ist uns auf einer Beratungsstelle schon mal grob ausgerechnet worden. Wie läuft das ganze aber jetzt praktisch ab und was kommt auf uns drauf zu ? Meine Fragen konkret:

1. Pflegegeld bekommt das Heim okay, aber was ist mit dem Kindergeld. Ich habe da widersprüchliche Aussagen gehört.

2. Müssen wir unsere gesamten Vermögensverhältnisse offenlegen (jedes Sparbuch von jedem Familienmitglied? )

3. Wo liegt der Eigenbehalt beim Vermögen, oder wird das gar nicht berücksichtigt ?

4. Zum regelmäßigen Einkommen:
Welche ausgaben wirken da mindernd (z.B. Versicherungen, Arbeitsmittel, Altersvorsorge)

5. Wie werden die monatlichen Belastungen für die Abzahlung des Eigenheims berücksichtigt ?

Sorry, wenn ich so viele Fragen stelle. Ich möchte mich gern vorher schlau machen, bevor ich zum Sozialamt gehe. Leider hört man da ja nicht viel gutes. Vielleicht hat jemand diese ganze Procedure schon mal durch und kann mir da etwas berichten.

Vielen Dank für Euer Hilfe
Siggi
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Annette Schmidt
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BeitragVerfasst am: 03.07.2006, 17:47    Titel: Re: Kosten für Heimunterbringung Antworten mit Zitat

Hallo Siggi!

Herzlich willkommen!

Zitat:
Wir haben uns jetzt deshalb entschlossen, ihn in einer stationären Einrichtung anzumelden und ihn teilweise in den Ferien und event jedes 2. oder 3. WE nach Hause zu holen


Die gleiche Entscheidung mussten wir vor 2 Jahren treffen, mit dem Unterschied, dass unser autistischer Sohn unsere einziges Kind ist.

Heute weiß ich, dass es die beste Entscheidung war, die wir treffen konnten.Uli hat große Fortschritte gemacht und die Einrichtung könnte besser nicht sein.


Zitat:
1. Pflegegeld bekommt das Heim okay,


Jein. Die Einrichtung bekommt einen Zuschuss von 256 Euro, unahängig davon, welche Pflegestufe sie haben.

Für die Tage, die Ihr euren Sohn zu Hause pflegt (Wochenenden, Ferien) bekommt Ihr pro Tag ein Dreißigstel des monatlichen Pflegegeldes. Das weiß ich ganz aktuell aus sicherer Quelle, habe nämlich gerade eben meinen Anrufbeanwtorter abgehört, auf den mir ein Mitarbeiter unserer Krankenkasse genau das draufgesprochen hat, nachdem mein Mann per Mail dort angefragt hatte.

Vollstationäre Behindertenpflege

Für pflegebedürftige Behinderte in vollstationären Einrichtungen der Behindertenhilfe übernehmen die BKK-Pflegekassen zur Abgeltung der Pflegekosten in diesen Einrichtungen 10 % der Heimkosten, höchstens jedoch 256,- EURO monatlich. Voraussetzung hierfür ist, dass die Behinderten mindestens in die Pflegestufe I eingestuft worden sind.

Kehren behinderte Personen, z. B. an den Wochenenden oder in den Ferien, in die Familie zurück, erhalten sie dort die Leistungen der häuslichen Pflege. Der Wert der Pflegesachleistung darf - zusammen mit dem Zuschuss der Pflegekasse zu den Heimkosten - den jeweils geltenden monatlichen Höchstbetrag für Pflegesachleistungen (Stufe I = 384,- EURO; Stufe II = 921,- EURO; Stufe III = 1.432,- EURO) nicht überschreiten.

An Stelle der Pflegesachleistung kann, neben dem Zuschuss zu den Heimkosten, ein anteiliges Pflegegeld für jeden Tag der Pflege in der Familie gezahlt werden. Das anteilige Pflegegeld darf zusammen mit dem Zuschuss zu den Heimkosten den jeweils geltenden Höchstbetrag für Pflegesachleistungen nicht übersteigen.



Zitat:
aber was ist mit dem Kindergeld.


Bei uns ist das Kindergeld Bestandteil des Kostenbeitrags, Ulis Unterbringung, läuft über das Kinder- und Jugendhilfegesetz. Würden wir das Kindergeld überwiesen bekommen, wäre unser Kostenbeitrag entsprechend höher.

2. Müssen wir unsere gesamten Vermögensverhältnisse offenlegen (jedes Sparbuch von jedem Familienmitglied? )

Es steht auf jeden Fall in den Formularen drin, aber ob man muss, weiß ich nicht. Aber das können Dir hier sicher noch andere beantworten.

Zitat:
3. Wo liegt der Eigenbehalt beim Vermögen, oder wird das gar nicht berücksichtigt ?


Wir haben das ausgefüllt, aber zur Berechnung des Kostenbeitrages wurde das Vermögen nicht herangezogen, nur das Einkommen.

Zitat:
4. Zum regelmäßigen Einkommen:
Welche ausgaben wirken da mindernd (z.B. Versicherungen, Arbeitsmittel, Altersvorsorge)


Ja, dasw wird vom zu berücksichtigenden Einkommen abgezogen. Ich habe dazu hier http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewt.....php?t=9983&highlight= etwas geschrieben.

5. Wie werden die monatlichen Belastungen für die Abzahlung des Eigenheims berücksichtigt ?

Dazu habe ich in eben verlinktem Thema in meinem zweiten Beitrag dort etwas geschrieben bzw. verlinkt.

Zitat:
Sorry, wenn ich so viele Fragen stelle.


Dafür nun wirklich nicht, aus diesem Grund ist das Forum doch da!

Ich denke, dass ihr nicht sehr viel zuzahlen müsst, da Ihr zwei weitere Kinder habt, dafür gibt es auch Freibeträge und außerdem die Abzahlung des Eigenheims.

Liebe Grüße

Annette

_________________
Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, Polyneuropathie, CFS, Insulinresistenz, EM-Rentnerin mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Syndrom

Bitte keine PN-Anfragen, danke.
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siggi11
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BeitragVerfasst am: 04.07.2006, 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank, daß sind ja jede Menge Informationen, die ich mir jetzt erst mal in Ruhe anschauen werde.
Gruß und einen schönen Tag noch
Siggi
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Utepute
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BeitragVerfasst am: 04.07.2006, 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Siggi,

unsere Sara ist körperlich und geistig behindert und hat Pflegestufe 3. Da wir sie Zuhause nicht mehr pflegen konnten, ist sie zur Einschulung ins heilpädagogische Heim gekommen, im August werden es 2 Jahre.

Wir haben uns vorher verschiedene Heime angesehen und haben festgestellt, das die Kosten überall anders berechnet werden. Als erstes waren wir in Bad Oynhausen, im Wittekindshof, dort hätte das Heim das Kindergeld bekommen (Bad Oynhausen ist Nordhrein-Westfalen) und wir hätten einen bestimmten Betrag zuzahlen müssen, allerdings weiß ich nicht mehr wieviel. Sara lebt jetzt in Hildesheim (Niedersachsen), in den Diakonischen Werken Himmelsthür, dort ist es so, das das Heim natürlich das gesamte Pflegegeld bekommt und wenn Sara Zuhause ist, bekommen wir das anteilige Pflegegeld, das rechne ich dann direkt mit der Pflegekasse ab. Wir bezahlen für den Heimplatz monatlich 130 Euro dazu, bekommen allerdings das Kindergeld weiterhin. Je nach Saras Alter, müssen wir später mehr dazuzahlen. Im Moment würde ihr jedes Wochenende eine Heimfahrt zustehen, wir bekommen die Fahrten vom Sozialamt (Im Rahmen der Eingliederungshilfe) bezahlt, auch das rechne ich direkt mit dem Sozialamt ab. Wenn Sara 10 Jahre alt ist, stehen ihr nur noch alle 14 Tage Heimfahrten zu und man bekommt nicht mehr jedes Wochenende bezahlt, aber Sara kommt ohnehin jedes 2. Wochenende nach Hause. Das ist dann auch nach Alter gestaffelt, je älter sie wird, desto weniger Heimfahrten bekommt man bezahlt. Aber ich denke, das wird auch von Land zu Land verschieden sein.

Das Beste ist, Ihr erkundigt Euch bei dem Heim, das ihr ausgesucht habt, aber auch bei der Eingliederungshilfe vom Landkreis, dort sagen sie Euch (so war es zumindest bei uns) was Euch zusteht und was Ihr zahlen müsst.

Ach ja, offenlegen mussten wir gar nichts, erst wenn wir die Heimzuzahlung nicht mehr zahlen können (es wird ja immer teurer) müssen wir alles offen legen, weil dann das Sozialamt den Heimplatz zahlt.

Ich weiß nicht, ob ich Dir weiterhelfen konnte, vielleicht wenigstens ein bisschen Wink .

Liebe Grüße
Ute

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Anna, 11 J., gesund, Sara, 10 J., Hydrocephalus, Dandy-Walker-Zyste, mehrfach schwerstbehindert, Jonas 8 J., Asthma bronchiale u. allergisches Asthma, Ataxien

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siggi11
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BeitragVerfasst am: 04.07.2006, 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Wir wohnen in Baden-Württemberg. Soviel ich bisher erfahren habe, ist das Landratsamt (d.h. Sozialamt) für die Kostenübernahme zuständig.
Kennt jemand den Sonnenhof in Schwäbisch Hall ? Zwischenzeitlich hatten wir auch mal an eine antroposophische Einrichung gedacht, aber dort sind die Kinder die kompletten Ferien zu Hause (die Zeit, die gerade für uns kritisch sind) und das Heim ist auch sehr weit weg von unserem Wohnort.

Frage nochmal an Anette oder diejenigen, die den Kostenantrag schon durch haben:
Muss man seine ganzen Kontoauszüge vom Girokonto denen kopieren oder wird das nicht so streng gehandhabt.
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Annette Schmidt
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BeitragVerfasst am: 04.07.2006, 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Siggi!

Zitat:
Muss man seine ganzen Kontoauszüge vom Girokonto denen kopieren oder wird das nicht so streng gehandhabt.


Mussten wir nicht. Wir haben nur die Formulare ausgefüllt und die aktuellste Gehaltsabrechnung kopiert. Nach Ablauf des Jahres wurde dann nochmal nach dem tatsächlichen Einkommen und Abzugsbeträgen berechnet und entweder reduziert oder erhöht. Bei uns war zum Beispiel nicht klar, ob mein Mann Weihnachtsgeld bekommt oder nicht und ich hatte deutlich weniger Einkommen als zunächst angenommen, weil ich drei Monate Krankenkgeld bekommen habe und wir außerdem rückwirkenden eine Riester-Rente abgeschlossen haben, der auch abzugsfähig ist.

Das mit den Kosten für Besuchsfahrten bzw. Heimfahrten haben wir gerade laufen, ob man komplett bekommt oder nur einen Zuschuss weiß ich nicht.

Liebe Grüße

Annette

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ConnyT
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BeitragVerfasst am: 04.07.2006, 18:01    Titel: Antworten mit Zitat

siggi11 hat folgendes geschrieben:
Zwischenzeitlich hatten wir auch mal an eine antroposophische Einrichung gedacht, aber dort sind die Kinder die kompletten Ferien zu Hause (die Zeit, die gerade für uns kritisch sind) und das Heim ist auch sehr weit weg von unserem Wohnort.


Hallo Siggi,

das stimmt so nicht ... meine Tochter ist seit 1.04.06 in einer antroposophische Einrichung. Sie kommt an den Wochenenden nach Hause und in den Ferien ist es so ... z.bsp. Sommerferien ... sind 5 Wochen Ferien, die ersten 3 Wochen können die Kids an einem Ferienprogramm der Lebenshilfe teilnehmen, nur war es bei uns dieses Jahr schon ausgebucht. Die letzten 2 Wochen bietet die antroposophische Einrichung ein Ferienprogramm an. Die restlichen Ferien wird immer ein Ferienprogramm angeboten ... bei uns ist es so, das Sie im Internat bleibt, wenn bei uns keine Ferien sind.

Wir haben noch keinen Bescheid über die zuzahlung ... Embarassed

LG conny

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BeitragVerfasst am: 07.07.2006, 18:15    Titel: Re: Kosten für Heimunterbringung Antworten mit Zitat

Hallo Siggi,

Annette hat ja schon sehr vieles richtig beschrieben...hier noch mein "Senf" dazu Wink

siggi11 hat folgendes geschrieben:

1. Pflegegeld bekommt das Heim okay, aber was ist mit dem Kindergeld. Ich habe da widersprüchliche Aussagen gehört.


Aufgrund Deiner Aussage, dass Dein Kind geistig behindert ist, gehe ich davon aus, dass die Zuständigkeit des Kostenträgers bereits im Vorfeld geklärt wurde (bei Autisten tuen sich Jugend- und Sozialhilfeträger immer schwer mit der Abgrenzung geistig/ seelisch...dies hat dann erhebliche Auswirkungen auf die Hilfeart!!!). Bei geistiger Behinderung ist dann also der überörtliche Träger der Sozialhilfe im Rahmen der Eingliederungshilfe zuständig. Von diesem wird das Kindergeld in der Regel nicht als Kostenbeitrag gefordert, wenn regelmäßiger Besuchskontakt besteht. Die Höhe des Kostenbeitrages ist bei Minderjährigen auf die Höhe der häuslichen Ersparnis beschränkt (diese entspricht dem jeweilig zutreffenden Regelsatz nach dem SGB XII und der Regelsatzverordnung).

siggi11 hat folgendes geschrieben:

2. Müssen wir unsere gesamten Vermögensverhältnisse offenlegen (jedes Sparbuch von jedem Familienmitglied? )

Nein, dies ist nicht erforderlich, wenn die Eltern bereit sind, den Höchstsatz (siehe oben) zu bezahlen...auch Millionäre zahlen nur den Anteil der häuslichen Ersparnis. Sofern ihr aber eine Überprüfung wollt, so werden sowohl Einkommen als auch Vermögen zur Berechnung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Eltern herangezogen.

siggi11 hat folgendes geschrieben:

3. Wo liegt der Eigenbehalt beim Vermögen, oder wird das gar nicht berücksichtigt ?

Hierzu ist eine konkrete Nachfrage beim zuständigen Kostenträger unabdingbar, da die Richtlinien hierzu differieren. Berücksichtigt wird das Vermögen - wie oben bereits erläutert - auf jeden Fall.


siggi11 hat folgendes geschrieben:

4. Zum regelmäßigen Einkommen:
Welche ausgaben wirken da mindernd (z.B. Versicherungen, Arbeitsmittel, Altersvorsorge)

Wie Du schon selbst aufzählst sind notwendige und existenzsichernde Versicherungen (insbesondere Haftptflichtversicherungen) als notwendiger Eigenbedarf abziehbar. Für die Altersvorsorge können ebenfalls gewisse Versicherungen/ Vorsorgeverträge anerkannt werden (genaueres hierzu kann nur der jeweilige Kostenträger sagen). Fahrtkosten zur Arbeitsstelle können ebenso angerechnet werden.

siggi11 hat folgendes geschrieben:

5. Wie werden die monatlichen Belastungen für die Abzahlung des Eigenheims berücksichtigt ?

Nicht alle Belastungen für die Abzahlung eines selbstgenutzten Eigenheimes sind anerkennungsfähig. Nur die Zinsbelastungen können angesetzt werden. Tilgungen können deshalb nicht berücksichtigt werden, da diese im weitesten Sinne "vermögensbildend" bzw. schuldenreduzierend wirken...der Aufbau oder die Reduzierung privater Schulden darf ja nicht "zu Lasten" der Sozialhilfe erfolgen...daher ist eben nur der Zinsanteil anerkennungsfähig....wenn man so will also der "Mietanteil" der Belastung Wink

siggi11 hat folgendes geschrieben:

...Ich möchte mich gern vorher schlau machen, bevor ich zum Sozialamt gehe. Leider hört man da ja nicht viel gutes.

Ich hoffe, ab und zu hört man auch mal was gutes Wink Beruhigend sollte aber doch bereits der Umstand wirken, dass eine Beteiligung beschränkt ist auf die häusiche Ersparnis (Regelsatz für das betroffene Kind) und ggfls. einer geringen monatlichen Bekleidungspauschale (wenn die Bekleidung durch die Sozialhilfe/ das Heim sichergestellt werden soll). Dann darf man auch nicht vergessen, dass man bei Beurlaubungen nach Hause einen Anspruch auf Erstattung der anteiligen Kostenbeiträge je Beurlaubungstag hat (Bitte um Beachtung: An- und Abreisetag werden dabei zusammen als 1 Tag angerechnet). Da man das Kindergeld dann ja in der Regel weiterhin in voller Höhe (!) zur Verfügung hat, bleibt eine aus meiner Sicht doch recht geringe Mehrbelastung (auch im ungünstigsten Falle) stehen.

Ich hoffe, ich konnte helfen Smile

Gruß
Andreas_
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ConnyT
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BeitragVerfasst am: 26.10.2006, 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

kann mir jemand helfen ... Eingliederunghilfe ... anthroposophische Einrichtung Internat/Heim ...wie ist das mit einem volljährigen geistig behindertem Kind ... ich meine die Zuzahlung?

Stimmt dies hier:

Erhält ein volljähriges behindertes
Kind Eingliederunghilfe, geht der Unterhaltsanspruch
des Kindes gegenüber seinen Eltern generell nur in
Höhe von bis zu 26 €/Monat auf den Träger der Sozialhilfe
über.

Vielen Dank für Euer Hilfe.

LG conny

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BrittaLe
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BeitragVerfasst am: 22.10.2016, 08:15    Titel: Antworten mit Zitat

Kann mir jemand weiterhelfen? Ich hatte mich bei unserer zuständigen Mitarbeiterin für Eingliederungshilfe erkundigt, ob wir eine Unterstützung bei Heimunterbringung bekommen. Die hat gesagt wir müssten bei einer Internats/Heimunterbringung einen Sozialhilfeantrag stellen und nur, wenn wir unter den Einkommens-/Vermögensgrenzen liegen, bekommen wir was zu den Heimkosten dazu. Das Problem ist wohl, dass die Schule zu nahe bei uns ist! Daher ist es Felix zumutbar täglich dorthin zu fahren. Wenn die Schule weiter weg wäre, dann würde das Sozialamt den größten Teil der Kosten für das Heim übernehmen. Kann das sein?!
_________________
mit kleiner Schlafmütze (*2011) - Hirnathrophie; Sehstörung; zentrale Schlafapnoen mit BiPAP-Versorgung; O2-Vorlage; PEG-Sonde; Hypophysenunterfunktion; zentrale Temperaturregulationsstörung; zerebrale Bewegungsstörung mit bulbärer Beteiligung; zentrale Schluckstörung; neuromuskuläre Blasenentleerungsstörung (wird katheterisiert).
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