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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 08.02.2019, 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Mein jüngerer Sohn hat in der ersten Klasse Grundschule im Halbjahr in allen Gegenständen Noten bekommen.In Mathe hat er Gehörlosenlehrplan, in den anderen Gegenständen Sonderschullehrplan. Ehrlich gesagt wäre mir eine verbale Beurteilung (in Form eines verbalen Zeugnisses) lieber gewesen.

Mein älterer Sohn hat in der ersten Klasse so eine verbale Beurteilung bekkmmen, die war sehr nett geschrieben und hat trotzdem seine Stärken und Schwächen klar gezeigt.

_________________
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)
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LovisAnnaLarsMama
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BeitragVerfasst am: 08.02.2019, 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Tochter kam gerade mit einer Urkunde nach Hause.
Dort stand drauf, dass sie das erste Halbjahr der ersten Klasse gut gemeistert hat.
Das war eine ziemlich gute Idee ihrer Klassenlehrerin.
Lg

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Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie
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Anja68S
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BeitragVerfasst am: 08.02.2019, 12:32    Titel: Antworten mit Zitat

Mein Mittlerer ist mit seinem Zeugnis zufrieden.
In allen Fächern stehen *** drin und unten der Hinweis, daß er zieldifferent
beschult wird.

"Hauptsache keine 4" hat er mir strahlend berichtet.

Trotzdem wüßte ich manchmal gerne, ob er wirklich jenseits aller Bewertungen
liegt. Naja, wir freuen uns eh über jeden klitzekleinen Fortschritt.

_________________
Wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat.
Nietzsche
___________
*68
*2003 Tochter, Zicke
*2007 Sohn, partielle Tetrasomie 15, frühkindlicher Autismus
*2010 Sohn, Trotzphase
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 08.02.2019, 13:44    Titel: Antworten mit Zitat

Anja68S hat folgendes geschrieben:
Mein Mittlerer ist mit seinem Zeugnis zufrieden.
In allen Fächern stehen *** drin und unten der Hinweis, daß er zieldifferent
beschult wird.

"Hauptsache keine 4" hat er mir strahlend berichtet.

Trotzdem wüßte ich manchmal gerne, ob er wirklich jenseits aller Bewertungen
liegt. Naja, wir freuen uns eh über jeden klitzekleinen Fortschritt.


Naja, ich frage mich ehrlich gesagt, wie die Lehrer beurteilen, wenn sie für besondere Kinder Noten verteilen. Alex hat in Sachunterricht, deutsch und Musik (nach ASL) eine 2, sonst lauter Einser. In Sachunterricht hätte er meiner Ansicht nach bestenfalls eine 4 verdient, in Deutsch (für ihn als Gehörlosen eine Fremdsprache) schriftlich eine 1 (man bedenke: ASL, erste Klasse Halbjahr!), weil er das Alphabet groß und klein perfekt beherrscht und alle Lernsätze fehlerfrei auswendig schreibt, und in Musik ein "nicht beurteilbar".

Die einzige gerechte Note ist mMn die glatte Eins in Mathe (nach Gehörlosenlehrplan).

So gesehen finde ich ein Zeugnis mit Sternchen wesentlich sinnvoller. Das Notenzeugnis meines Sohnes sagt genau NULL über seine tatsächlichen Fähigkeiten aus. Und auch er wird zieldifferenziert beschult.

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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 08.02.2019, 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Anja68S hat folgendes geschrieben:
Mein Mittlerer ist mit seinem Zeugnis zufrieden.
In allen Fächern stehen *** drin und unten der Hinweis, daß er zieldifferent
beschult wird.

"Hauptsache keine 4" hat er mir strahlend berichtet.

Trotzdem wüßte ich manchmal gerne, ob er wirklich jenseits aller Bewertungen
liegt. Naja, wir freuen uns eh über jeden klitzekleinen Fortschritt.


Naja, ich frage mich ehrlich gesagt, wie die Lehrer beurteilen, wenn sie für besondere Kinder Noten verteilen. Alex hat in Sachunterricht, deutsch und Musik (nach ASL) eine 2, sonst lauter Einser. In Sachunterrich hätte er mrinrr Andicht nach bestenfalls eine $ verdient, in deutsch (für ihn als Gehörlosen eine Fremdsprache) schriftlich eine 1 (man bedenke: ASL, erste Klasse Halbjahr), weil er das Alphabet groß und klein perfekt beherrscht und alle Lernsätze fehlerfrei auswendig schreibt, und in Musik ein "nicht beurteilbar".

Die einzige gerechte Note ist mMn die glatte Eins in Mathe (nach Gehörlosenlehrplan).

So gesehen finde ich ein Zeugnis mit Sternchen wesentlich sinnvoller. Das Notenzeugnis meines Sohnes sagt genau NULL über seine tatsächlichen Fähigkeiten aus. Und auch er wird zieldifferenziert beschult.

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Elke35
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BeitragVerfasst am: 08.02.2019, 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ich dachte, in einer speziellen Schule wäre das mit den Noten 'gerechter'....

In der Regelschule mit GL Lehrplan ist es echt schwer, dass es 'gerecht' ist, denn für die Lehrer ist eine Note nach GL schwierig zu beurteilen, da sie nur normal oder Sonderlehrplan kennen....also hat man da und dort ein wenig bessere Noten und da und dort ein wenig ungerechtere Noten.....denke ich.


Wäre es bei euch nicht besser das Kind würde überall nach GL beurteilt? Wie soll das gerecht sein nach ASO in Deutsch oder Musik, da wird ja die Gehörlosigkeit dann außer acht gelassen oder nicht?

Lg
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kati543
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BeitragVerfasst am: 08.02.2019, 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
mein Jüngster (geistige Entwicklung) hat ein 6-seitiges, schriftliches Zeugnis bekommen zum Halbjahr. Es hat jedes Fach eine halbe Seite Platz und dann ist oben ein Teil mit 3 oder 4 umfangreichen Stichpunkten, was im Unterricht gemacht wurde und was das Ziel dabei war und darunter steht dann, was genau mein Sohn geschafft hat, wo er noch Hilfe brauchte und wo es im nächsten Halbjahr weitergeht. Am Ende der 6 Seiten steht eben nur noch der Satz, dass er nach Lehrplan GE beschult wird.
Mein Ältester hat ansonsten das gleiche Zeugnis, nur der letzte Satz fehlt bei ihm.
Noten gibt es nicht. Sie gehen in die 5. bzw. 6. Klasse.
Sternchen sagen doch das gleiche aus, wie Noten, oder? Ob ich nun Smileys nehme, Sternchen, Bienchen (die hatte ich nämlich noch in der Schule) oder Noten....das ist doch alles das Gleiche.
LG
Katrin

_________________
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 08.02.2019, 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

Elke35 hat folgendes geschrieben:
Ich dachte, in einer speziellen Schule wäre das mit den Noten 'gerechter'....

In der Regelschule mit GL Lehrplan ist es echt schwer, dass es 'gerecht' ist, denn für die Lehrer ist eine Note nach GL schwierig zu beurteilen, da sie nur normal oder Sonderlehrplan kennen....also hat man da und dort ein wenig bessere Noten und da und dort ein wenig ungerechtere Noten.....denke ich.


Wäre es bei euch nicht besser das Kind würde überall nach GL beurteilt? Wie soll das gerecht sein nach ASO in Deutsch oder Musik, da wird ja die Gehörlosigkeit dann außer acht gelassen oder nicht?

Lg


Naja, an sich wird mein Sohn ja zieldifferenziert unterrichtet. Als einziger Erstklässler in einer Mehrstufenklasse ist es ja gar nicht anders möglich. Aber dss Zeugnis ist schlichtweg Quatsch. Ich frage mich was man als Erstklässler im Halbjahr nach ASL in deutsch können müsste, um eine 1 zu kriegen. Umgekehrt ist die 2 im Sachunterricht sicher viel zu mild beurteilt für ein Kind, das nicht mal weiß, dass die Milch von der Kuh kommt.

ASL wurde uns (außer in Mathe) von den Lehrern nahegelegt, weil angeblich in Österreich raufstufen viel leichter geht als runterstufen. Meine Cousine ist Sonderschullehrerin und sie hat mir das bestätigt. Aber im Moment kommt mir eher vor, dass viel zu langsam und (für meinen Sohn) mit zu viel Wiederholungen unterrichtet wird. Der Lehrer hat immer Angst ihn zu "überfordern" und meint, es wäre wichtiger an der sozialen Kompetenz zu arbeiten als am Schulstoff. Ich sehe das anders. Meiner Meinung nach sollte man dort ansetzen, wo gerade Interesse und Motivation da sind. An der sozialen Kompetenz wird ohnehin ständig gearbeitet, da geht auch nicht mehr voran, wenn man den Schulstoff vernachlässigt.
Aber das Zeugnis war schlichtweg sinnfrei. Wer es liest hat keine Ahnung, wo Alexanders Defizite und Stärken wirklich liegen.

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Elke35
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BeitragVerfasst am: 08.02.2019, 17:31    Titel: Antworten mit Zitat

Was ich noch immer nicht nachvollziehen kann, warum ein 'runterstufen' schwieriger sein soll, als raufstufen. Ich denke, es ist wohl umgekehrt....wenn man nach ASL unterrichtet wird, dann verliert man doch den Anschluss (weniger Stoff, langsamer usw.) da ist ein Raufstufen doch schwer?

Das einzige das mir einleuchtet, dass eben nach ASL keine Überforderung stattfindet und das Kind ev. dann sein Potential auch besser ausschöpfen kann. Im normalen LP oder im GL ist ja doch der Druck enorm und das ist auch nicht so gut.

Lg
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 08.02.2019, 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Elke35 hat folgendes geschrieben:
Was ich noch immer nicht nachvollziehen kann, warum ein 'runterstufen' schwieriger sein soll, als raufstufen. Ich denke, es ist wohl umgekehrt....wenn man nach ASL unterrichtet wird, dann verliert man doch den Anschluss (weniger Stoff, langsamer usw.) da ist ein Raufstufen doch schwer?

Das einzige das mir einleuchtet, dass eben nach ASL keine Überforderung stattfindet und das Kind ev. dann sein Potential auch besser ausschöpfen kann. Im normalen LP oder im GL ist ja doch der Druck enorm und das ist auch nicht so gut.

Lg


Der Grund, dass runterstufen leichter ist als raufstufen, liegt in den Pisa- und ähnlichen Anforderungen. Wenn ein Kind, welches mit ASL in die schullaufbahn gestartet ist, raufgesuft wird, verbessert sich die Statistik. Wird ein Kind hingegen auf ASL runtergestuft verschlechtert sie sich. Daher sind die Schulen angehalten, Runterstufungen zu vermeiden. Was teilweise so weit geht, dass Schüler irgendwo zwischen normalem Lehrplan (oder GL Lehrplan) und ASL stehen, nicht runtergestuft werden sondern im Lehrplan bleiben und eben schlechte Noten bekommen oder sitzen bleiben.

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