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Kasi mit Sohn (Wahrnehmungsproblematik, SI)
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Kasi
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BeitragVerfasst am: 01.06.2013, 06:26    Titel: Kasi mit Sohn (Wahrnehmungsproblematik, SI) Antworten mit Zitat

Guten Morgen,
ich bin Mutter eines fast Dreijährigen,seit monaten stille Mitleserin hier,war mir nicht sicher,ob wir hier richtig sind.
Nachdem ich mich aber in enorm vielen Beiträgen wiedererkannt habe,möchte ich mich nun gerne dazu gesellen,da ich mich oft mit der Problematik allein gelassen fühle und viele Fragen habe.
Also-(wird lang...Wink),-mein Sohn ,Patchworkfamilie,drei erwachsene Geschwister,war von der ersten Sekunde irgendwie anders.Schreikind,immer extrem angespannt,liess sich anfangs nicht mal stillen,bis uns eine Hebamme riet,es gepuckt alleine im abgedunkelten Zimmer zu versuchen...er hat anfangs extrem gespuckt,war immer extrem angespannt,ich hatte Mühe,ihn anzuziehen,so steif war er.Kuscheln ging im Grunde nie,Bauchtrage auch nicht,abseits von Besuch etc ging alles relativ gut,ich war aber schon ziemlich schnell eher isoliert dadurch.Nachts im Schlaf so unruhig,dass wir die Wiege am Boden festgeschraubt haben,permanent Schlaf in zehn-Minuten Häppchen,beim leisesten Mucks wach,insgesamt enorm kurz.
Mit vier Monaten eine sehr erfogreiche KISS-Behandlung,danach kein spucken mehr,eher immer fröhlich aber eine rasante körperliche Entwicklung.Mit vier Monaten gekrabbelt,fast zwanghaft,nie gesessen oder gelegen,mit acht monaten gelaufen,mit zehn Monaten gerannt,-nur noch..
Dazu Schwierigkeiten beim essen(ständig verschluckt,gehustet,erbrochen etc),Allergiker,einige Male Klinik wegen Allergien,Verdacht auf Reflux,MagenDarm,Infektasthma...Schwierigkeiten im Sozialverhalten durch seine permanente Umtriebigkeit(er wirkt sehr kräftig)Schlaflabor ergab schon mit einem Jahr nur Bedarf von acht bis zehn Stunden pro tag.Ich mittlerweile vor Stress total abgenommen (schön ,aber auch nicht normal...)Krabbelgruppenbesuche endeten eigentlich immer eher verzweifelt,-alle Mütter am Tisch mit Kaffee und Kuchen im Gespräch,alle Babies friedlich brabbelnd auf der Decke und meiner im Eiltempo über alle rüber,auf Gesichter getreten,Blumentöpfe runtergerissen,Treppen hoch,Regale,ich eigentlich nur noch hinterher und irgendwann früher nachhause...
Irgendwie ganz gut arrangiert,-viel Wald,viel Ruhe,viel draussen alleine im Garten,da war er ganz ruhig -dann mit zwei Jahren eine Riesenkita(gab damals keine Auswahl),-eine Vollkatastrophe,-er mehrere Monate gebrüllt,gebissen,sich geweigert,nachmittags noch das Haus zu verlassen,nachts wach im stundentakt,wurde immer panischer bei grösseren Gruppen (einkaufen etc.)-ich habe ihn daraufhin dort rausgenommen(Kleinstadt,hat keiner verstanden-der muss da durch,etc)-zu einer Tagesmutter,die nur ein Baby und ansonsten Bauernhof,Hund,Hühner und Stille zu bieten hatte,-mein Sohn war innerhalb einer Woche wieder fröhlich,schlief durch,völlig verändert...Hinzu kamen dann später Macken,wie eine extreme Geräuschempfindlichkeit (nur Bestimmte,die machen ihn völlig panisch),dann muss er seine Kleidung Jacke etc anlassen,wird völlig hysterisch,schliesst sich im dunklen Zimmer ein etc,-mittlerweile merkwürdige Essensrituale,isst von Würstchen nur die Mitte,erbricht sich fast bei dem Versuch . Kartoffeln in der Kita und Zuhause zu essen,bei Oma frisst er sie förmlich,alles schmierige,feuchte,Butter,bananen,Erdbeeren etc,kriegt er nicht an die Lippen.
Da er in LOS mit drei wieder in die schreckliche Kita gemusst hätte,bin ich wieder nach Berlin gezogen,habe einen Platz in einer ganz wunderbaren I-Kita bekommen.Er fühlt sich dort sauwohl,wird gemocht,ist viel ruhiger,fängt nur nachmittags an,jetzt so extrem auszuklinken,dass ich kaum noch eine ruhige Minute habe (hin und herrennen von einem Zimmer ins andere,auf dem bett kopfstand machen,mit ner decke auf dem kopf vor die wand rennen,-unser Tag beginnt morgens um halb fünf,endet abends um acht und ich habe seltenst mal eine Minute,in der ich mich ruhig hinsetzen kann,-um nicht falsch verstanden zu werden,-er ist fröhlich,sonnig,supersüss und wir haben jede Menge Spass,aber es ist enorm anstrengend.Kur habe ich schon mal versucht,ging garnicht,hat ihn so gestresst,dass alles viel heftiger wurde,als zuhause(so ähnlich wie in der ersten Kita),die Ärzte dort wollten ihmBeruhigungsmittel geben,habe ich abgelehnt und uns dort aus allem rausgezogen,dann gings wieder,aber erholungseffekt Null.
Er schnipst bei stress mit den fingern,klopft sich auf den Kopf,boxt mich,zupft an seiner Lippe oder den Wangen.
Ich bin irgendwann auf eigenen Wunsch ins SPZ,Untersuchungen laufen noch,aber ab Montag bekommt er Ergotherapie und wir können einen I-Status beantragen,-wie gehts jetzt weiter? Und was hat er genau davon,was habe ich konkret davon?
Sein IQ liegt wohl bei 116,und sie vermuten eine sensorische Integrationsstörung,bez eine auditive Wahrnehmungsstörung.
ich möchte,dass es ihm gut geht und ich selbst brauche einfach mal Entlastung und Gespräche mit anderen,denen es genauso geht.
Ich bin es leid,permanent zu hören,ach,der hat doch nichts,-der ist einfach nur aufgeweckt,aber Kontakt halten möchte auch keiner (er ist sehr distanzlos,oft "freundlich" aggressiv,umarmt bis zum umfallen,ich hatte schon von ihm ein versehentliches Veilchen,eine fast-Platzwunde,einen angeschlagenen Schneidezahn vor lauter Liebe Smile))
ich würde mich freuen,wenn sich jemand meldet,habe einfach redebedarf Smile,
Danke fürs lange lesen bis hier hin
Kai
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FinnjasMama
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BeitragVerfasst am: 01.06.2013, 08:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kai,


herzlich Willkommen in diesem tollen Forum . Ich wünsche dir einen schönen Austausch

LG Dani

_________________
Finnja geb 4/09 Epilepsie/SD Unterfunktion / Blutgerinnungsstörung / globale Entwicklungsstörung , verschiedene Wahrnehmungsstörungen, Muskelhypoton, verkürzte Archillissehnen Faltenasymmetrie des Hüftdreiecks
06/08 unser Sternenkind in der 11 SSW
Sophia 03/07 gesunder Dickkopf
Ann- Kathrin 04/04 Neurodermitis
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Aurania
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Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 01.06.2013, 08:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und willkommen beck

ich wünsche Dir einen reichlichen Austausch mit gleichgesinnten. Wenn ich Deinen Beitrag so lese, dann bringst auch du in deinem Altag viel Kraft auf um deinen Jungen in "Spur" zu halten.
Auch wenn du bereits Diagnosen hast, denke ich werden sich je länger du nach Hilfen ausschau hälst weitere hinzugesellen (Autismus-Spektrum, Hyperkinetische Störung usw.). Mit jeder weiteren Diagnose erhältst du auch neue Therapieansätze, aber im Grunde weißt du doch auch ohne Diagnose was dein Junge braucht.
Aus deinen Erzählungen lese ich, dass vieles mit Reizüberflutung zu tun haben könnte. Das es im KiGa momentan gut funktioniert und er am nachmittag total austickt, könnte vlt. daran liegen, dass er es für sich schafft die Zeit im Kiga hinzubekommen und dann bei dir in der vertrauten Umgebung einfach Dampf ablässt um den Druck abzubauen. Es hat also nichts damit zu tun, dass du ihm nicht ein zu Hause bietes was er benötigt sonder er hat das vertrauen zu Dir dort darf er sein wie er ist.
Das ist sehr nerven aufreibend und wird Dich evtl. auf Dauer zermmürben. Hast Du für dich denn eine Anlaufstellen wo du mal abschalten kannst (Freundin, Elterngruppe, Arbeitsstelle, Familie)? Ich für mich fand es immer hilfreich mal alles was das Kind betrifft vergessen zu können und wieder Kräfte zu tanken. Vlt. muss man sich nämlich auch mit dem Gedanken befassen, dass er sich nicht verändern kann aber seine Umwelt? Versetz dich mal in seine Lage, wenn er sich ständig angepasst verhalten soll. Es hat nichts damit zu tun, ihn zu verwöhnen wenn du gestattest, dass er nur die mitte der Wurst ist und der Rest naja..... Es ist gut möglich, dass er sich wirklich davor ekelt, das er tatsächlich einen für sich plausibelen Grund hat, warum er die Enden oder all das andere nicht essen mag. Magst du der dicken Raupe aus dem Dschungel den kopf abbeissen und dann essen? So musst du dir das vorstellen. Er hat vlt. ein inneres Kopfkino oder so.
Auch wenn er kein Autuist sein sollte, zeigt er doch Verhaltensauffälligkeiten in der Wahrnehmung. Es gibt jedenfalls auf Seiten für Autisten viele Beiträge im Umgang mit Autismus, vlt. kannst du da noch ein paar Anregungen finden die den Altag leichter gestalten. Oder du findest hier oder in anderen Foren einfach noch mehr verständnis für deinen Jungen (was du bestimmt schon hast) aber auch ansetze seiner Umwelt ein paar Erklärungen zu geben, damit diese Verständnis für ihn zeigt.
Auch wir haben einen Jungen, bei dem ähnliche Auffälligkeiten bereits ganz früh erkennbar waren. Mittlerweile ist er 10 und wir sind noch nicht wirklich weiter gekommen. Manches hat sich verbessert anderes dafür überhaupt noch nicht. Der Weg ist lang und Steinig, aber solange man für sich sagen kann, es ist ein tolles Kind, liebenswert und hat auch Fähigkeiten, solange lohnt es sich Stolpersteine aus dem Weg zu räumen.

Viel Spaß hier im Forum

_________________
2002 Junge ADHS, v. a. Asperger Autismus
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Aurania
Mitglied
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Beiträge: 96

BeitragVerfasst am: 01.06.2013, 08:34    Titel: Antworten mit Zitat

kleine Ergänzung um Missverständnisse auszuräumen

Es lohnt sich immer

_________________
2002 Junge ADHS, v. a. Asperger Autismus
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Lotte und Dennis
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Beiträge: 401

BeitragVerfasst am: 01.06.2013, 09:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

mein großer (9) hat auditive Wahrnehmngstörungen, mein Jüngster (fast 5) ist Asperger
Autist und der Mittlere (fast 7)fühlt sich ständig benachteiligt...... Rolling Eyes
Ich kann sehr gut verstehen wie es dir geht! Man ist manchmal kurz vorm Nervenzusammenbruch. In vielen Dingen sehen ich bei deinem Sohn meinen Ältesten als er noch Kleiner war. Er war in der Krabbelgruppe total wuselig und störte den Ablauf, weshalb wir schnell "rausgeflogen" sind.
Er war/ist extrem Geräuschempfindlich, hat sich oft die Ohren zugehalten u.s.w. Der Kinderarzt meinte immer, das wird schon, ist halt ein aufgeweckter Junge!?
Auf eigene Faust haben wir uns dann einen Termin im SPZ gemacht und uns um Frühförderung gekümmert. Dann hatten wir die Diagnose AWS und Entwicklungsverzögert. I Platz im Kindergarten mit Ergo und Logo u.s.w. Die Prognose damals: Förderschule wenn es gut läuft. Und heut Very Happy Regelschule und er gehört zu den Klassenbesten
icon_cheers.gif !!! Er ist spielt Handball, geht zu Fußballspielen in große Stadien! Er ist beliebt bei anderen Kindern! Also alles Bestens! Wir mussten einen Felsbrocken nach dem Anderen aus dem
Weg räumen Wink aber er hat es allen gezeigt! Naja und jetzt müssen wir Felsbrocken für unseren Kleinen aus dem Weg räumen....Packen wir es an!!!
Ich wünsche euch alles Gute!!! icon_sunny.gif
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Andrea5
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Beiträge: 5238

BeitragVerfasst am: 01.06.2013, 09:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kai,

herzlich willkommen in diesem schönen Forum . Hier kann man sich toll aus-
tauschen.

Wie ist denn dein Sohn vom Sozialverhalten her? Hat er Freunde? Spielt er
mit Kindern.?

Eine sensorische Integrationsstörung kann ADHS/ADS oder sogar Autismus
beinhalten. AVWS (auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen)
werden vom Pädaudiologen diagnostiziert.

Wow, da hast du ja wirklich einen wilden Feger. Komische Essrituale, Finger-
schnipsen, Kopfklopfen können(können Stereotypen sein), müssen aber nicht zwangsläufig, für Autismus sprechen.

Dein Sohn wurde als Baby behandelt wegen KISS-Syndrom. KISS-Syndrom
kann jederzeit wiederkommen. KISS-Syndrom kann ADS/ADHS-ähnliche
Sympthome auslösen. Das kenne ich von meinem Kleinen Ben, der hat
zusätzlich zum frühkindlichen Autismus KISS-Syndrom. Bis vor zwei jahren
hatte er zu seinen autistischen Verhaltensweisen, die natürlich durch KISS
verschärft waren, zusätzlich ADHS-ähnliche Sympthome. Deswegen war
ich als Ben 6 jahre alt war auch in einer KJP, die ihn auf beide Krankheits-
bilder Autismus und ADHS untersuchen sollten. ADHS wurde ausgeschlossen
und aufs KISS-Syndrom verwiesen. Bei der Behandlung der Kopfgelenke
sollte sich nach einer Reaktionszeit (4 bis 8 Wochen) die bestehenden Symphtome bessern. Allerdings hab ich die Reaktionszeit nicht abgewartet,
sondern hab abends am Tag der manuelle Behandlung ein hömopathisches
Mittel verabreicht, damit Ben wieder ins Lot kommt. Die Reaktionszeit hätte
ich nervlich nicht durchgestanden. Stell dir vor, dein Kind klatscht den ganzen
Tag durchgehend bis es abends erschöpft ist in die Hände, aua. Shocked

Vielleicht könnte ein KISS-Arzt oder sehr guter Chiropraktike ein Blick auf
die Kopfgelenke deines Kindes werfen, einfach um KISS-KIDD-Syndrom
auszuschließen. Die Webside kennst du vielleicht auch:

http://www.kiss-kid.de/

Wünsche dir hier tollen Austausch Wink

LG
Andrea

_________________
Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), Legasthenie mit kormobide AVWS
/Ben 01/04 KISS(KIDD)2 Jahre blockadefrei , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, expressive Sprachstörung , Hyperakusis
"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)
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Nadine94
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Beiträge: 1134
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BeitragVerfasst am: 01.06.2013, 09:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und herzlich willkommen in diesem Forum. Ich wünsche dir einen regen Erfahrungsaustausch.

LG
Nadine
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Kasi
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Beiträge: 38
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 01.06.2013, 10:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,ihr Alle,
ich bin absolut begeistert über so Viele und so nette Antworten in der kurzen Zeit!
Das hat richtig gut getan,weil es genau der positive Zuspruch war,der mir gefehlt hatte.
Ich komme irgendwie sehr gut mit ihm zurande,leide aber oft sehr unter den offen ( oder hinterrücks ) ausgesprochenen ,manchmal sehr verletzenden Aussagen der Anderen.
Es ist eben genau so,dass ich die Zipfel der Würstchen abbeisse,um bei diesem Beispiel zu bleiben,da ich fühle,dass er tatsächlich in echter Not steckt,-verstehen tut das keiner.
Glücklicherweise bestätigt mich die Psychologin im SPZ,das erleichtert Vieles.So soll er beispoelsweise seine Jacke anlassen,wenn sie ihm hilft gegen das "U-Bahn-Geräusch" ,auch,wenn es draussen dreissig Grad sind,aber so um uns rum herrscht die Meinung,ich solle ihn nicht so bestätigen,das würde alles nur noch schlimmer machen.
da er sich bei stress gerne ins dunkel zurück zieht,haben wir beispielsweise eine Mullwindel mit,unter die er kriecht,wenn ihn jemand im Bus ansieht und er das gerade nicht ab kann.
Das mit dem KISS Syndrom habe ich gerade noch einmal bei unserem Facharzt abklären lassen,der das erste Mal deblockiert hat,-ist wohl alles in Ordnung.
Schwer fällt mir manchmal nach einem langen ,harten Tag,dass er ständig,um sich zu beruhigen auch an meinen Händen rumknispelt,klopft,kneift etc,-einen Ersatz akzeptiert er nur bedingt,-wir haben einen "Drückie" angeschafft,hatte uns das SPZ empfohlen,aber der funktioniert nicht so gut,-Durch den Umzug gerade gibt es noch keine neuen Freunde,aber die Gegend ist sehr schön,und wir erholen uns erst einmal,-die Arbeit macht Spass und mich entspannt schon sehr,dass es in der Kita so gut läuft.Es gibt dort einen gleichaltrigen,der ihn mag,obwohl er permanent einstecken muss (umarmt-gedrückt,bis umfallen,öfter mal gehauen etc)Die Erzieherin hat das neulich mal recht treffend beschrieben Smile,er will dem Jungen was erklären,drückt ihn an den Schultern dabei gegen die Wand,der kriegt Panik und kreischt,daraufhin kriegt meiner noch grössere Panik und wird völlig hysterisch,-irgendwann lassen sich beide trösten und spielen weiter...Ansonsten ist er extrem beliebt (ja,tatsächlich Smile)) bei den grossen Jungs,da man mit ihm so herrlich raufen,rennen und brüllen kann.Das läuft sehr bewegungsintensiv aber glücklich ab.Den Stress dazu bekomme ich dann zuhause,aber mir solls Recht sein,da er dort wirklich gemocht wird.Ein bisschen Sorge habe ich vor dem Sommer,da kommen noch einige dreijährige dazu,das könnte schwierig werden.
Ja und dann strengen noch die Alltäglichkeiten an,-er freut sich beispielsweise auf seinen Becher Milch,-immer gleiche Uhrzeit,immer gleiche Temperatur und es muss 1cm übrig bleiben..,nimmt sie mir freudig ab,-plötzlich brüllt er,schlägt sie an die Wand,weint verzweifelt,"nicht den becher,der istblau,der schmeckt nicht!"-so siehts dann eben manchmal aus... Eine babysitterin zu finden,ist enorm schwierig,-alle sind sehr interessiert,aber nach dem kennenlerntermin hatten wir eben schon des Öfteren,dass sie plötzlich doch keine Zeit mehr haben...das tut weh..also,-Betreuung im SPZ läuft gut,Ergo geht los,-aber ich erhoffe mir eben doch von all dem mal etwas Ruhe oder Tipps,ob ich ihn nachmittags mal regelmässig fremd betreuen lassen kann,und vielleicht finanzielle Unterstützung dafür bekomme,oder sowas,-einfach ein,zwei Mal pro Woche ne Stunde für mich.Kennt sich jemand damit aus,welche Kriterien er dafür erfüllen muss?

_________________
mit Tochter 7/1990 Allergien,Asthma
und Sohn 7/ 2010 Sensorische Intergationsstörung, Reizregulationsstörung,Aufmerksamkeitsstörung
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Engrid
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Anmeldedatum: 24.10.2011
Beiträge: 12895

BeitragVerfasst am: 01.06.2013, 13:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kai,

Herzlich Willkommen auch von mir. beck

Kasi hat folgendes geschrieben:
Jacke anlassen,wenn sie ihm hilft gegen das "U-Bahn-Geräusch" ,auch,wenn es draussen dreissig Grad sind,aber so um uns rum herrscht die Meinung,ich solle ihn nicht so bestätigen,das würde alles nur noch schlimmer machen.
lass Dich bloß nicht von irgendwelchen Ahnungslosen von Deinem Weg abbringen, mit ihm umzugehen, ihm das Leben zu erleichtern. Du machst das einzig Richtige!! icon_thumleft.gif

Ich habe auch so einen Kandidaten, der sehr reizoffen ist, vor allem sehr empfindlich bei Geräuschen und in sozialen Situationen außer Haus. Alles außer darauf eingehen ist Überforderung und kontraproduktiv ...
Kleiner Hoffnungsschimmer: Wink
mit den Jahren normalisiert sich oft die Wahrnehmung einfach physisch ein bisschen (bei meinem zb das Temperaturempfinden), und mit dem wachsenden Verständnis des Kindes für die Abläufe werden die Reize als weniger balastend empfunden. Außerdem hat mein Sohn über die Jahre gelernt, dass er mir vertrauen kann, dass ich ihm helfe, wenn es zuviel wird (ihn zb SOFORT von aus der unangenehmen Situation befreie, wenn irgend möglich), sodass er sich auf der Basis überhaupt nun erst auf manche Sachen einlassen kann.
Oft helfen den Kids auch Kapuzenshirts und Kapselgehörschutz.
Sachen wie an meinen Haaren oder Händen Rumkniefeln habe ich nicht ausgehalten und daher konsequent abgelehnt. Wenn es nicht zuvieles gleichzeitig ist, was man verbietet und gleichzeitig Alternativen anbietet, dann schlucken sie das schon. Wink Du darfst Dir Deine Autonomie wenigstens ein bisschen verteidigen. Cool

Mit einer entsprechenden Diagnose und nachdem was Du erzählst bekommt Dein Sohn uU eine Pflegestufe die im speziellen Fall mit zusätzlichen Betreuungsleistungen einher geht, nämlich wenn Dein Sohn "erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz" hat. Dann hast Du einen Pott für Betreuer vom Familienentlastenden Dienst (FeD), die so spleenige Kinder wie unsere auch zu schätzen wissen und mit ihnen gut und gerne umgehen. Wink die Leute vom FeD kann man aber uU auch ohne Pflegestufe bezahlbar einsetzen.
(Hier die Kriterien für die "erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz":
http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewt.....pic.php?p=1127786#1127786
Anm.: es gibt seit diesem Jahr die Pflegestufe 0 für autistische, demente und andere Leute, die weniger pflege- als betreuungsaufwendig sind)

Hast Du mal drüber nachgedacht, eine Autismusdiagnostik machen zu lassen?

Liebe Grüße, Ingrid - deren Sohn zwar bei Würschteln nicht nur das Innere isst, dafür aber bei Äpfeln nur die Schale und bei Brot nur die Rinde ...
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Elke L
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Stamm-User


Anmeldedatum: 11.06.2011
Beiträge: 480

BeitragVerfasst am: 01.06.2013, 17:55    Titel: Antworten mit Zitat

hallo ,herzliches willkommen.

hier bist du richtig Smile

sag mal in vielem schreibst du von flo die anpassung zu hause den druck ablassen rumwuseln.
probleme beim essen wobei das bei ihm von den wahrnehmungsstörungen kommt bzw kam. hat sich gebessert obwohl er vile sachen heute noch nicht ißt. wie du sagst er ekelt sich davor.
ja bestimmte teller und becher rituale zum ins bett gehn usw.
tip am rande da deiner spricht frag ihn welchen becher welchen teller, nimm dir deinen löffel allein usw.
nimmt ne menge spannung und frust raus.
frag ihn welches shirt oder welche hose dazu sagen heute ist kühl ein langes usw.
wenn du ergo bekommst freu dich wir haben darüber so einiges erreicht

so lange reden kurzer sinn du bist nicht alleine.
aus welcher ecke in berlin kommst du und in welchem SPZ seid ihr?

lg elke.

_________________
liebe Grüße Elke Sarah 1997 Teenie
Lukas 2001 LGK Wahrnehmungstörung und andere Probleme gDb 30
Pascal Florian 2007 PS 1 Entwicklung- Sprachstörung emotionale Störung taktile Wahrnehmungsstörung , auditive WS gdb 50
Sorry wegen Kleinschreibung habe oft offene Hände und Schreiben ist da eh schon schmerzhaft
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