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Wie weit darf es gehen?
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simfinn08
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BeitragVerfasst am: 04.02.2019, 17:28    Titel: Wie weit darf es gehen? Antworten mit Zitat

Guten Abend zusammen ,

die Schwierigkeiten mit einem Sohn haben sich weitestgehend erledigt. Keine Aggressivität mehr, besucht regelmäßig den Unterricht und auch das Verhältnis zum Papa kommt langsam wieder zustande. Die Asperger-Diagnose wurde im Kinderzentrum ebenfalls bestätigt und auch eine Therapie steht an. Das alles war ein langer Weg, der wirklich nicht immer einfach war. Nun wird er 11 und ich bin froh, wie sich alles entwickelt hat.

Ich habe in der Mittagsbetreuung meines Sohnes allerdings ein paar Anwandlungen, die ich so noch nicht erlebt habe. Vielleicht hat der ein oder andere hier einen Rat für mich:

Ist es ohne weiteres erlaubt Taschenkontrollen einzuführen? Die Kids wurden quasi dazu „gezwungen“ oder sie dürften nicht nach Hause fahren. Leider konnte ich zu diesem Thema noch kein Gespräch führen und sammle daher mal Meinungen.

Wie sieht es beim Thema Toiletten aus. Die Toiletten sind seit einer Woche verschlossen, da eines der Kinder wohl zu oft zur Toilette geht. Problem ist, dass es keinen Schlüssel für die Türen gibt (alte Schlösser, die man von außen nur mit einem Messer o.ä. öffnen kann).
Bis eine Betreuungsperson mit einem Messer oder ähnlichem kommt, vergehen Teil 10-15 Minuten. Wenn man auf Klo muss ist das schon lange.
Wie sieht es hierzu aus? Die Betreuung äußerte direkt, dass es dazu keinerlei Änderung geben wird.

Ich bin auf eure Meinungen/Anregungen gespannt.

Liebe Grüße
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kati543
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BeitragVerfasst am: 04.02.2019, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Taschenkontrollen führt sicher niemand aus Langeweile und grundlos durch.
Aber die verschlossenen Toiletten sind unschön. Auf Toilette zu gehen, ist ein Grundrecht Wink. Es gab schon sehr viel Ärger, als Lehrer Schülern verboten haben auf Toilette zu gehen - such das doch einfach mal raus und halte das der Schulleitung unter die Nase.
LG
Katrin

_________________
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)
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Bika
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BeitragVerfasst am: 04.02.2019, 19:01    Titel: Re: Wie weit darf es gehen? Antworten mit Zitat

Hallo,

Du kommst wenig fordernd und höflich rüber und hast bestimmt freundlich bei den Betreuern nachgefragt.

Deshalb fiele es mir nach so einer Antwort:

simfinn08 hat folgendes geschrieben:


Die Betreuung äußerte direkt, dass es dazu keinerlei Änderung geben wird.

Liebe Grüße


wahrscheinlich richtig schwer noch höflich zu sein.

Die Kinder warten mind. 10 Minuten bis sich mal einer bequemt sie auf die Toilette zu lassen?
Das geht nicht und muß als Problem umgehend gelöst werden.
Besteht darauf!
Für meinen (ganz leicht) autistischen Sohn wäre eine solche Situation eine Quälerei, da er sich eh immer Zeit lässt bis er die Toilette aufsucht, was bei Kindern mit einer Wahrnehmungsstörung ziemlich häufig vorkommt.

LG
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toto35
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BeitragVerfasst am: 04.02.2019, 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

jedem muss der Toilettengang ermöglicht werden. Das ist Grundrecht!!! Da gibt es keinerlei Kompromiss!!!

Generelle Taschenkontrollen finde ich sehr fraglich.

_________________
LG

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Sohn (16,5 Jahre): ADHS/ADS (Mischform), Fructoseintoleranz, v.a. Migräne, Kiss-Kind (Therapie endlich erfolgreich beendet!)
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sabine und Wolfgang
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BeitragVerfasst am: 04.02.2019, 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

das mir der Taschenkontrolle hat mich jetzt doch interessiert. Im Internet steht folgendes ... obs tatsächlich stimmt ist natürlich wieder was anderes.
https://www.recht-gehabt.de/ratgebe.....n-ranzen-durchsuchen.html

LG

_________________
Jonas mit Phelan Mcdermid Syndrom geb. 03/06
stark hypoton, kein krabbeln, laufen ,keine Sprache.... kann seit 02.04. 2011 frei sitzen

WARTE NICHT AUF GROSSE WUNDER -
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RikemitSohn
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BeitragVerfasst am: 04.02.2019, 20:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

bei meinem Sohn wurden Taschen durchsucht als der dringende Verdacht eines Diebstahls innerhalb der Klasse bestand. Die Lehrerin durfte aber keine Durchsuchung veranlassen, sondern musste eine Genehmigung vom Direktor holen. Danach wurden die Taschen unter Zeugen durchsucht.

LG Rike

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Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB
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Anne_mit_2
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BeitragVerfasst am: 04.02.2019, 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich kann völlig falsch liegen, aber bei mir weckt diese Ansammlung von Maßnahmen einen Anfangsverdacht. Ist es möglich, dass die Einrichtung akut gegen ein Alkoholproblem oder ein Drogenproblem oder auch gegen illegale Verkäufe von irgendetwas kämpft?

Das würde alle Maßnahmen erklären und auch die nebulöse Reaktion 'Daran wird sich so bald nichts ändern.'.

Ich hätte in dieser Situation Bauchschmerzen, mein Kind dazulassen, ehe ich eine plausible Erklärung für die Maßnahmen gehört habe -- unabhängig davon, dass ich sie äußerst mißlich finde.

Viele Grüße,
Anne
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TatjanaR
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BeitragVerfasst am: 04.02.2019, 21:16    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend

Wir hatten mal eine ähnliche Situation. Damals wurde unserem Sohn (15) die Tasche abgenommen und in seiner Abwesenheit von einem Betreuer durchsucht (zuvor abgenommen, während er im Flur warten musste .. wurde seine Tasche im anliegenden Raum durchsucht).
Da wir als Eltern weder zu dem damaligen Verdacht, noch danach informiert wurden.. haben wir uns bei der Erzählung unseres Sohnes massiv beschwert.
Zum Einen .. klar, wenn er etwas angestellt hätte, muss er auch die Konsequenzen tragen. In dem Fall wurde er von einem Schulkameraden bewusst falsch beschuldigt, was jener Jugendlicher daraufhin eingestand (Grund war Mädel Rolling Eyes ). Aber so frei von Informationen an uns Eltern fanden wir absolut nicht in Ordnung.
Desweiteren haben wir uns juristischen Rat eingeholt. Laut der Anwältin war diese Durchsuchung (vor allem in seiner Abwesenheit ) absolut nicht legal.

Das nächste was ich absolut nicht in Ordnung finde: Festhalten in Form von nicht-nach-Hause dürfen.. ist Freiheitsentzug. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Paragraph dafür das O.k gibt.
Vielleicht mag das jetzt einwenig gehässig oder überspitzt klingen:
Aber warum wird die Taschenkontrolle beim Heimgang gemacht?
Damit kein Lego raus kommt?

Würde es hinsichtlich Waffen und Drogen nicht am Eingang Sinn machen?

Da bin ich mal gespannt, was die Betreuung als Erklärung angibt.

Hälst Du uns auf dem Laufenden?

Gruß Tatjana
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Jörg75
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BeitragVerfasst am: 04.02.2019, 22:39    Titel: Re: Wie weit darf es gehen? Antworten mit Zitat

Moin,
simfinn08 hat folgendes geschrieben:

Ist es ohne weiteres erlaubt Taschenkontrollen einzuführen? Die Kids wurden quasi dazu „gezwungen“ oder sie dürften nicht nach Hause fahren. Leider konnte ich zu diesem Thema noch kein Gespräch führen und sammle daher mal Meinungen.

ähem, anlasslose Taschenkontrollen? Ohne vorherige Information der Eltern, dass es soetwas gibt? Würdest Du das bei dir dulden? Geht mal gar nicht.

Kind sonst nicht nach Hause lassen? Was soll das? Freiheitsberaubung oder Nötigung?

Gruß
Jörg

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K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
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simfinn08
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BeitragVerfasst am: 05.02.2019, 06:17    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Morgen ihr Lieben und vielen Dank für eure vielen Rückmeldungen.

Scheinbar ging es bei den Taschenkontrollen wirklich um ein Spielzeug das weg war. Dieses Speilzeug bekam man aber nur, wenn man sich zuvor einen Schlüssel bei den Erziehern geholt hatte. Also sollte ja auch bekannt gewesen sein, wer es hatte. Letztens Endes war das besagte Spielzeig nur verlegt...

Der Grund war also nicht Alkohol oder Drogen. Die Kinder in der Gruppe sind zwischen 6 und 10. es hieß: wenn wir einen kontrollieren müssen da alle durch.

Im ersten Telefonat wollte man mir weismachen, dass dies eine neue Gruppenregel ist, die für alle gilt. Ich war dagegen - seitdem ist der Wurm drin.

Ich hätte den Vorgang ja schon fast vergessen, wenn jetzt nicht die Toiletten-Geschichte wäre...

Ich gehe mal nicht davon aus, das der Direktor irgendwas davon weiß...

VG
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