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Rollstuhlversorgung Kleinkind - welche Kriterien?
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SandraX
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BeitragVerfasst am: 19.01.2019, 20:16    Titel: Rollstuhlversorgung Kleinkind - welche Kriterien? Antworten mit Zitat

Hallo liebe Leute,
Gibt es irgendwelche "Regeln" welche Kinder einen Rollstuhl statt oder zusätzlich zum Rehabuggy bekommen können?

Ich frage mich das jetzt schon seit einer Weile, weil ich nimmer dachte, meine Tochter sei bestimmt keine Kandidatin für einen Rolli. Jetzt in der NPK wurde von mehreren Ärzten und Therapeuten der Vorschlag gemacht, sie einen Kinderrollstuhl testen zu lassen.
Vielleicht schaffen wir das hier tatsächlich noch. Zumindest ihren GoTo Seat auf einem Rollbrett findet die Maus klasse und rollert mit Beinantrieb rückwärts durch die Gegend. Die Hände können wir so natürlich noch nicht einbeziehen.

Es wäre toll, wenn sie das Prinzip verstehen würde, ich wäre wahrscheinlich der glücklichste Mensch der Welt. Sie wäre nach meinem Verständnis einfach viel näher dran an der Umwelt, als sie das im Rehabuggy ist und hätte die Chance, eigenständige Fortbewegung zu erlernen.

Leider bin ich bei ihren korperlichen Voraussetzungen noch nicht so überzeugt, dass sie mit einem Rolli umgehen kann.
Tetraparese mit eingeschränkter Rumpf- und Kopfkontrolle, Dystonie, MACS Level 5 ...
Andererseits wäre es sicher auch eine Chance, den Rumpf zu stärken.

Gibt es Kinder, die mit ähnlich schweren Einschränkungen einen Rolli genehmigt bekommen haben? Mit welcher Begründung?
Und gibt es Kinder mit ähnlichen Beeinträchtigungen die sich in irgendeiner Form im Rollstuhl selber Fortzubewegen gelernt haben?
Ich bin da noch ganz naiv und neu im Thema.

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Sandra mit Mann und zwei Kindern: Leo (3/11) und Lachkeks Tessa (9/16), peripartale Asphyxie, APGAR1/0/0, Epilepsie, Tetraspastik, Button, PG5, GDB 100, ganz viel Kämpfertrotz und Lebensmut
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SonnenscheinStella
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BeitragVerfasst am: 19.01.2019, 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo SandraX,

wir haben zwar ganz andere Baustellen, aber unsere Maus hatte sehr zeitig einen Rolli, ich kann euch nur empfehlen sucht euch ein gutes Sanitätshaus, ich weiss jetzt nicht von wo ihr seit wir haben 4ma3 und die haben uns klasse beraten
bei fehlender Kraft in den Armen gibt es auch schon für die kleinsten ERollis.

es stärkt wirklich das Selbstbewusstsein ungemein wen man sich selbst bewegen kann.

LG Stella Mama

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Papa und Ich ( PDL in Kinderintensivdienst) mit Adoptivmaus Stella 06/12: Arnold-Chiari 2 Malformation, Rhickham Shunt, Trachestoma, PEG mit Jejunalsonde, ANS 24h Vollbeatmung, Syringomyeliene, MMC
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MamaMara2016
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BeitragVerfasst am: 19.01.2019, 20:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Sandra,
Wir sind gerade auch an der Rollstuhlversorgung dran. Hatten jetzt über die Feiertage zwei ganz unterschiedliche Modelle zum testen.
Mara fiel es sehr schwer die Rollstühle zu bewegen, rückwärts ging gut. Vorwärts kam sie leider nicht.
Wir werden jetzt trotzdem einen beantragen, weil wir davon ausgehen, dass sie ihn bewegen kann, wenn sie mehr Zeit zum üben hat.
Ich hoffe, wir müssen dafür den Rehabuggy nicht sofort abgeben. Der hat für mich draußen zumindest erstmal doch mehr Vorteile als der Rolli.

Grüße

Judith

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SandraX
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BeitragVerfasst am: 19.01.2019, 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist auch so ein Punkt: für uns wäre es eine Katastrophe, wenn wir den Buggy ganz abgeben müssten. Der bietet sich deutlich mehr Möglichkeiten zur "Entspannung" und Positionswechsel, wenn sie lange sitzen muss, soweit ich das bis jetzt beurteilen kann.

Aber erstmal mussten wir einen Rolli bekommen, Tess' Handfunktion ist ja nochmal schlechter als Maras.
Aber sag Mal, welche Ausstattung hatte Mara, dass sie gut Sitzen konnte?

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MamaMara2016
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BeitragVerfasst am: 19.01.2019, 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hast ne PN.
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SandraX
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BeitragVerfasst am: 19.01.2019, 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

Du auch Laughing
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Irmengardelisabeth
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BeitragVerfasst am: 20.01.2019, 11:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sandra,

Hat eure Kleine ein Stehgerät?

Es wäre ev eine Alternative ein dynamisches Stehgerät mit Rolliradantrieb zu beantragen. Das ist Training für die Arme und die Beine.

Liebe Grüße
Irmi
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SandraX
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BeitragVerfasst am: 20.01.2019, 12:19    Titel: Antworten mit Zitat

Sie hat einen NF- Walker, da sie mit den Beinen fitter ist, als mit den Armen.
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Cora-Lie
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BeitragVerfasst am: 21.01.2019, 07:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sandra,

meine Tochter hat mit 2,5 Jahren ihren ersten Rolli bekommen.
Wir hatten von Sorg den Mio carbon der war sehr leicht (nur 4kg).

Wir durften den Buggy behalten. Ich habe auch erst dieses Jahr (meine Tochter ist mittlerweile 7) eine Weiterversorgung mit einem Klappbuggy als Einzefallent. durchbekommen. Wir nutzen den Buggy nicht oft aber bei Schnee, Kopfsteinpflaster und im Stall kommt man mit Rolli nicht weit.

Der Rolli ist für die selbständige Fortbewegung, welche alle Kinder in dem Alter haben und der Buggy zum schieben, ausruhen etc.

Geht deine Tochter in die Kita? Dafür ist der Rolli auch super, sie ist dann mit den anderen Kindern auf Augenhöhe, die anderen Kinder können sie auch schieben und sie kann sich (evtl.) selbständig im Raum bewegen.

Gut wäre es, wenn ihr verschiedene Rollis testet (habt ihr einen guten Rehatechniker?) und schaut mit welchem deine Tochter gut zu Recht kommt und evtl auch gleich ein Video für die KK macht.

LG Nadja

_________________
Coralie (09/11):schwere kongenitale Myopathie mit heterozygot-compound Mutationen im RYR-1 Gen: Muskelhypotonie, Schluckstörung, Button, fortschreitende Skoliose, krabbelnd oder Rolli fahrend, quasselt den ganzen Tag und hat einen STARKEN eigenen Willen- unsere kleine Prinzessin und stolzes Schulkind!
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Katja_S
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BeitragVerfasst am: 21.01.2019, 08:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Zitat:
Wir nutzen den Buggy nicht oft aber bei Schnee, Kopfsteinpflaster und im Stall kommt man mit Rolli nicht weit.

Nur kurz: Es gibt für Rolli Outdoorvorsätze (das ist dann ein großes Rad vorne in der Mitte, die kleinen Räder kommen dann nicht auf den Boden), damit geht es zumindest bei uns bei Schnee oder Schotterwegen(Wiese) ganz gut (und ging es auch früher, als E. noch einen kleinen Rolli hatte).
Wobei es natürlich sicherlich trotzdem für manche Kinder Argumente für einen zusätzlichen Buggy gibt Very Happy .
E. hat seinen 1. Rolli auch mit 2,5 Jahren bekommen. Wir hatten damals noch 6-12 Monate zusätzlich den Rehabuggy, haben diesen aber im Prinzip gar nicht mehr genutzt und dann weggegeben. Ich fand den Rollstuhl auch zum Schieben (E. konnte nur kurze Strecken selbst fahren, bei Steigungen (die es hier fast immer gibt, wenn man draußen ungterwegs ist) sowieso nicht und bei schmalen Gehwegen war (und ist es noch heute)) es mir zu gefährlich, ihn selbst fahren zu lassen). sehr viel praktischer (konnte/kann ihn auch mal ein paar Stufen hochziehen, er war/ist wendiger usw.). Aber dazu gibt es ja unterschiedlichenAnsichten/Erfahrungen (wie zu so vielem) Very Happy . E. wollte aber schon damals auch im Buggy immer aufrecht sitzen und an Schlaf oder Ausruhen war unterwegs nicht (mehr) zu denken.
Ich kann dir auch nur raten, verschiedene Rollis zu testen Very Happy . Wir hatten damals einen Rolli für 2-3 Wochen daheim und im Kindergarten und konnten ganz in Ruhe schauen, onb ein Rolli geeignet ist und auch, was wir dann bei "seinem" Rolli an Zubehör brauchen oder auch nicht.
Für uns war der Rolli die absolut richtige Entscheidung. Bei uns waren beim Rolli übrigens alle (zumindest die Ärzte) nicht wegen der Motorik skeptisch (E. konnte mit 2,5 Jahren krabbeln), sondern weil sie es ihm geistig nicht zugetraut haben. O-Ton SPZ Arzt (als ich ihn wegen des Rezeptes angesprochen habe): Ein Rolli wäre was Tolles für ein Kind, das geistig was damit anfangen kann und dazu würde E. nicht gehören Twisted Evil . Da hat ihn mein Sohn ganz schnell eines besseren belehrt Laughing und ist in seinem Testrolli losgefahren ...
Ich drücke euch die Daumen, dass euch Tessa auch alle überraschen wird! Den Willen scheint si ja zu haben Smile Smile .
Viele Grüße
Katja

_________________
Katja mit E. (geb. April'08), Frühchen 26. SSW, Hirnblutungen, Hydrocephalus (Shunt-versorgt), gehörlos (2 CIs), Epilepsie, geistige und körperliche Behinderung
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