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Mit fast 2 Jahren keine Sprache - weitere Diagnostik?
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Angela77
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BeitragVerfasst am: 10.01.2019, 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich fände es prinzipiell schon wichtig, dass eine Logopädin mal "drauf" schaut und guckt, ob die wesentlichen Voraussetzungen für die aktive Sprache "da" sind.


Da kann es ja an ganz verschiedenen Dingen "fehlen" (gemeinsam geteilte Aufmerksamkeit, Mundmotorik) - und je nachdem würde man anders herangehen und zwar unabhängig von UK (die auf jeden Fall laufen sollte).

Sohnemann ist da übrigens ein "Phänomen": Er möchte kommunizieren, hat ein gutes Sprachverständnis, an sich eine gute Mundmotorik, was Essen und Schlucken betrifft, kann aber sonst absolut keine Zungebewegungen machen...

Daher bei uns die Schriftsprache, aber wie gesagt wir sind ein Sonderfall! Es liegt keine verbale Dyspraxie, sondern eine verbale Apraxie vor. Wir sollen laut Logo deshalb bei der Schriftsprache bleiben. Er hat keinen Anhaltspunkt logopädisch auf Benes Störung einzuwirken. UK geschult sind wir mittlerweile ja selbst Smile

LG
Angie

_________________
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)
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Stina2004
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BeitragVerfasst am: 10.01.2019, 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für eure Rückmeldungen. Ich fühle mich sehr in meinem Ansinnen, bei einem Logopäden vorstellig zu werden, bestätigt. Es wäre für mich auch völlig ok, wenn es bei Gebärden o.ä. bleibt, ich kann mir nur nicht vorstellen, dass er auf Dauer so zufrieden sein kann. Ich steige zwar mittlerweile ähnlich schnell wie beim gesprochenen Wort dahinter, was er möchte, aber er muss sich ja auch mal anderen Menschen mitteilen können.
Besonderen Dank auch nochmal für den Literaturtip.

Zur Ursache- tja, ich brauch die nicht so ganz dringend für mein Seelenheil und glaube auch nicht,dass man das in diesem Lebensalter abschließen feststellen kann, aber ich habe wie einige andere auch bereits die Erfahrung gemacht, dass es oft nur mit Diagnose oder zumindest wenn auch erfolgloser Diagnostik die nötige Förderung gibt. Wir haben bisher nichts ‚rechtes‘ in der Hand, in verschiedenen Bereichen, und da ist man immer schnell in der Übermutti-Ecke.
Ansonsten ist er eben eine absolute Wundertüte, er hat ja neben der Sprache auch noch ein paar andere, ich nenne es mal ‚Spleens,.
Er hat wie geschrieben ja Probleme mit dem Blickkontakt, auch wichtig für die Sprache oder Kommunikation, sein Spielverhalten, wenn er alleine ist, ist so tief autistisch, dass man ihm allein gemessen daran wohl ohne weiteres Kanner diagnostizieren würde, gleichzeitig ist er aber ein sehr soziales Wesen, dass unglaublich gerne in die Kita geht, dort ohne weiteres mit anderen spielt und gar nicht genug Trubel um sich haben kann (die ruhigste Nacht im letzten Jahr gab es nach vollem Familientrubel am ersten Weihnachtsfeiertag). Daher habe ich mich auch hierhin gewandt, weil er eben nicht so ganz 08/15 ist und ich glaube, dass ich für mich aus den Erfahrungen hier mehr ziehen kann.

_________________
Viele Grüße
Stina
Selbstbetroffen mit EDS, Z.n. Mediainfarkt, Hashimoto und Frühstarter *2017
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Engrid
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Beiträge: 12752

BeitragVerfasst am: 10.01.2019, 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Stina,

wenn Dein Sohn wahrnehmungsspeziell ist, aber auch sonst, ein Tipp für ein ganz wunderbares Buch zum Thema Kommunikation (nicht nur für Autisten):
https://www.socialnet.de/rezensionen/16350.php

Grüße

_________________
Engrid

mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)
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Melonie_0708
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BeitragVerfasst am: 10.01.2019, 14:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Stina2004,

bei unserer kleinen ist es ähnlich. Sie ist hypoton, ist jetzt 2 Jahre und kann noch nicht frei gehen. Wir sind derzeit auch noch ohne Diagnose, haben Schädel-MRT gemacht, Stoffwechsel-und Gentests laufen im Moment noch. Ein Hörtest wird im Februar gemacht, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass sie schlecht hört.

Sie spricht auch noch nicht, lautiert sehr viel vor sich hin und manchmal hat man auch das Gefühl sie will etwas genaues sagen. Das Sprachverständnis hat sie auf jeden Fall...aber über die Sprache mache ich mir ehrlich noch nicht so viel Gedanken.

Die Ärtze sagen, sie ist mit ihrer Entwicklung ca. 1 Jahr hinterher und macht dennoch jeden Tag ein paar kleine Schritte mehr. Und sie hat ihr eigenes Tempo, wo ich überzeugt bin, dass das alles schon noch kommt.

Wie äußern sich bei euch die Schlafstörungen? Unsere schläft zwar die Nächte grundätzlich durch, aber schläft abends immer nicht vor halb 10 ein Rolling Eyes

_________________
Marie 12/2016 Muskelhypotonie und Entwicklungsverzögerung noch ohne Diagnose
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Melonie_0708
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BeitragVerfasst am: 10.01.2019, 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

Achja und extremen Speichelfluss hat sie genauso...
_________________
Marie 12/2016 Muskelhypotonie und Entwicklungsverzögerung noch ohne Diagnose
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Markus_1974
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BeitragVerfasst am: 10.01.2019, 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Stina2004,

mein Sohn (Hydrocepahlus, ACM II) hat erst spät mit sprechen angefangen.
Erste Worte, meine ich, waren erst mit 26 Monaten zu hören.
Nun ist er 5 und hört nicht mehr auf zju sprechen.

Meine Tochter (ohne Beeinträchtigung) ist etwas über 2 Jahre und spricht nur Mama+Papa sowie diverse Quitschtöne.

Mein Bruder hat erst mit 3 1/2 angefangen zu reden.

Liegt bei uns vermutlich in der Familie....


Lass dein Kind beim Kinderarzt bzw. Pädaudiologen untersuchen ob irgendwelche Hörschädigungen vorliegen.
Wenn da keine Probleme auftauchen, dann ist es eben so.
Ein Besuch bei der Logopädie ist ebenfalls sehr Sinnvoll.
Gib deinem Kind noch Zeit, erzwingen kann man hier gar nichts.

viele Grüße
Markus
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Beate139
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BeitragVerfasst am: 10.01.2019, 16:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Stina,

ich bin erst mit meinem Sohn ins SPZ zur Abklärung gefahren, als er 3 Jahre alt war. Ich wollte ihm einfach auch ein wenig Zeit lassen, sich noch zu entwickeln. Im SPZ wurden dann auch Hörtests gemacht und geschaut, ob wohlmöglich die Stimmbänder zusammengewachsen sind. Erst als soweit körperliche Ursachen ausgeschlossen werden konnten, habe ich ihn in einen Kindergarten mit Frühförderung angemeldet. Und mit Hilfe des Jugendamtes habe ich dann auch innerhalb von einem Monat einen Platz für ihn dort bekommen.
Die vielen Therapien bei Logo und Ergo waren für meinen Sohn eher... lästig, er hat dort auch nicht viele Fortschritte gemacht.
Letztendlich hat das Sprachheilinternat den "Schalter" im Kopf meines Sohnes umgelegt und ihn zum sprechen gebracht. Aber dort war er auch ununterbrochen umgeben von Therapeuten, und in der Schule war keine Klasse größer als 9 Kinder, 1 Lehrer und 2 Therapeuten.
Ich bin der festen Überzeugung, mein Sohn würde noch immer "nur" brabbeln, wenn er stattdessen in irgendeiner Inklusions-Grundschule gelandet wäre mit überfüllten Klassen und einem Lehrer ^^
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LadyAnna
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Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 10.01.2019, 19:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde im Internet mal nach einer speziellen Logopädin für VED suchen und ihn dort vorstellen. Wobei die Pädaudiologie, zumindest in großen Zentren, das auch anschaut
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Silvia & Iris
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Beiträge: 3416
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BeitragVerfasst am: 10.01.2019, 19:46    Titel: Antworten mit Zitat

OT ... aber ich finde jonasb Bemerkung, dass es durchaus normal entwickelte Kinder gibt die bis zu ihrem 4. Geburtstag gar nichts sprechen... etwas bedenklich...

Also das ist doch schon sehr auffällig und ganz sicher nicht normal... - Ich selbst habe bisher kein einziges Kind im Kindergarten unter 4 Jahren gesehen, - normal entwickelt - welches gar nicht gesprochen hat... die meisten plaudern bereits ganz schön mit 2,5 Jahren, wenn auch nicht immer alles so ganz verständlich ist...

_________________
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört
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PaulaW
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Beiträge: 461

BeitragVerfasst am: 10.01.2019, 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Stina !

Ich gehöre auch zu der Fraktion: Zeit geben und kommen lassen. Gerade wenn das Kind insgesamt etwas später entwickelt ist wie es bei uns der Fall war.

Auch unser Sohn hat mit zwei Jahren noch nicht gesprochen, sondern nur lautiert. Es kam nach und nach und jetzt hat er einen tollen Wortschatz und quatscht uns ein Ohr ab. (worüber wir uns meistens sehr freuen Very Happy )

Alles Gute

Paula

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Muskelschwäche, Entwicklungsverzögerung, Wahrnehmungsstörung, Feinmotorische Probleme, Konzentration, PG3, 70% GdB, GBH
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