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Pflege in der Schule (wer wickelt?)
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GretchenM
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BeitragVerfasst am: 10.01.2019, 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

genauso wie den Lehrern geht es in dem Fall Schulbegleitern, die eben von vornherein nur und ausschließlich Kinder begleiten, die keine körperliche Pflege brauchen Wink - wenn ein SB schon von Anfang an klar gesagt hat er übernehme keine Pflege, dann ist das genauso selbstverständlich zu respektieren.

Es kommt eben wirklich darauf an was vertraglich vereinbart wurde.

Was ich aber zum Thema Lehrer sagen möchte: als Lehrer jahrelang zu wickeln obwohl man das nicht muss - und sich dann in der Mitte des Schuljahres zu weigern, nachdem mehrere Monate zuvor schon jemand eingestellt wurde der explizit klar gesagt hat, er wickelt nicht, finde ich genauso bescheuert wie wenn ein Schulbegleiter in dessen Vertrag das zwar nicht steht, erst jahrelang aber trotzdem bereitwillig wickelt und dann auf einmal mitten im Jahr sagt: “Jetzt doch nicht mehr, steht ja nicht im Vertrag!“ Das hat für mich tatsächlich was von im Stich lassen, egal ob vertragliche Verpflichtung oder nicht.

Warum hat die Lehrerin nicht bei der Beantragung der Schulbegleitung schon gesagt, dass sie nicht mehr wickeln will, dass das bitte die Schulbegleitung übernehmen soll? Dann hätte man doch jemanden einstellen können, der wickelt...

Dass es nicht Lehrerjob ist zu wickeln, finde ich klar. Aber mitdenken und früh genug den Mund aufmachen, wenn man etwas bisher Getanes eben nicht mehr tun will, finde ich in dem Fall absolut nicht zuviel verlangt.

Insgesamt hilft hier wahrscheinlich nur ein Schulbegleiterwechsel.

LG

GretchenM

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Gretchen JG 76 Epilepsie (Grandmalserien, jetzt anfallfrei), Zwänge, Migräne, alleinerziehend und im Augenblick völlig symptomfrei Smile Smile Smile
Sohn 11/2007 Grenzgänger zwischen nt und Autismus, entwickelt sich prima Smile einige Verdachtsdiagnosen mittlerweile aus der Welt Smile
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Biancamit2
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BeitragVerfasst am: 10.01.2019, 23:56    Titel: Antworten mit Zitat

GretchenM hat folgendes geschrieben:
Hallo,


Was ich aber zum Thema Lehrer sagen möchte: als Lehrer jahrelang zu wickeln obwohl man das nicht muss - und sich dann in der Mitte des Schuljahres zu weigern, nachdem mehrere Monate zuvor schon jemand eingestellt wurde der explizit klar gesagt hat, er wickelt nicht, finde ich genauso bescheuert wie wenn ein Schulbegleiter in dessen Vertrag das zwar nicht steht, erst jahrelang aber trotzdem bereitwillig wickelt und dann auf einmal mitten im Jahr sagt: Jetzt doch nicht mehr. Das hat für mich tatsächlich was von im Stich lassen, egal ob Verpflichtung oder nicht.

Warum hat die Lehrerin nicht bei der Beantragung der Schulbegleitung schon gesagt, dass sie nicht mehr wickeln will, dass das bitte die Schulbegleitung übernehmen soll? Dann hätte man doch jemanden einstellen können, der wickelt...

Insgesamt hilft hier wahrscheinlich nur ein Schulbegleiterwechsel.

LG

GretchenM


Vielleicht denkst du den Gedanken einfach mal weiter, warum die Lehrerin jetzt plötzlich nicht mehr wickeln will?
Vielleicht wird das Kind größer und entwickelt sich körperlich und nun ist es für die Lehrerin nicht mehr tragbar? Vielleicht waren es früher nur Urinwindeln und jetzt ist oft Stuhlgang drin und sie kann das nicht? Vielleicht ist sie schwanger und möchte nicht mehr mit den Ausscheidungen des Kindes zu tun haben?

Ausserdem, wer versorgt denn die anderen Schüler der Klasse während sie wickelt? Aufsichtspflicht? Oder soll sie das in ihrer Pause machen? Und wann hat sie dann Pause?

Egal ob du ihr Verhalten nun gut findest oder nicht, es ist nicht ihre Aufgabe. Es ist nett dass sie es bisher gemacht hat, aber wenn sie das jetzt nicht mehr will ist das ihr freies Recht. Und anstatt zu fordern dass sie es doch weiter machen soll weils blöd ist einfach aufzuhören, sollte man ihr danken dass sies bisher getan hat und gut ist.

Grüßle

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Bianca mit Sohn (2004, Skoliose, LRS) und Tochter (02.2009 Frühchen 29+0, ICP, PVL, spastische Diparese, und manch anderes) und zwei Sternchen *2003 *2008 fest im Herzen
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GretchenM
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BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 00:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, es ist nicht ihre Aufgabe - genausowenig wie die eines SB, der das nicht im Vertrag hat.

Fakt ist eben, das eine Lösung gefunden werden muss - mir tut das Kind einfach leid.

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NicoleWW
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BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Gretchen sagt ja nur dass sie es hätte rechtzeitig sagen sollen und nicht sie muss das auf jeden Fall weiter machen weil sie es bisher getan hat. Auch die Lehrerin wusste dass die SB nicht wickelt, so steht es im 6ten Beitrag der 2ten Seite, spätestens da hätte sie Einspruch erheben müssen. Jetzt mitten im Schuljahr zu kommen und zu sagen das muss die SB machen geht halt nicht so einfach und das ist was Gretchen meint.

Blöd ist die Situation jetzt für die Familie und die SB weil von der SB was gefordert wird was von Anfang an ausgeschlossen war und die Familie steht jetzt mit einem Problem da mit dem sie ja nicht gerechnet hat. Bei allem Verständnis auch für die Lehrerin, sie hätte das zum passenden Zeitpunkt kommunizieren müssen und den gab es auf jeden Fall.

Liebe Grüße
Nicole

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Biancamit2
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BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

NicoleWW hat folgendes geschrieben:
Jetzt mitten im Schuljahr zu kommen und zu sagen das muss die SB machen geht halt nicht so einfach und das ist was Gretchen meint.

Blöd ist die Situation jetzt für die Familie und die SB weil von der SB was gefordert wird was von Anfang an ausgeschlossen war und die Familie steht jetzt mit einem Problem da mit dem sie ja nicht gerechnet hat. Bei allem Verständnis auch für die Lehrerin, sie hätte das zum passenden Zeitpunkt kommunizieren müssen und den gab es auf jeden Fall.

Liebe Grüße
Nicole


Doch, das geht jetzt so mitten im Schuljahr. Weil eben vielleicht sich genau jetzt die Umstände für die Lehrerin aus irgendeinem Grund geändert haben können. Und das wusste sie vielleicht vor 4 Wochen selbst noch nicht.
Wir wissen es nicht, aber es ist und bleibt das Recht der Lehrerin aufzuhören und es ist und bleibt das Problem (meiner Meinung nach) des Trägers der Schulbegleitung.
Eine Schulbegleitung ist dazu da, in der Schule alles für das Kind zu tun, was getan werden muss damit es normal am Unterricht teilnehmen kann. Und wenn der Träger weiß dass es sich um ein Wickelkind handelt, dann ist damit auch klar dass die SB wickeln können muss. Auch wenn das bisher die Lehrkraft übernommen hat. Die kann ja auch mal krank sein etc, und dann ist von vorne herein klar dass es der Job des SB ist. Somit kann und darf man als Träger nicht so leichtfertig eine SB einsetzen die nicht wickelt, wenn man weiß dass das Kind unter Umständen mal gewickelt werden können müsste....

Grüßle

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GretchenM
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BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 12:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

rein rechtlich sind weder eine Lehrerin, noch ein Schulbegleiter, in dessen Vertrag nichts von pflegerischen Leistungen steht, zum Wickeln verpflichtet. Weigern dürfen sich rechtlich gesehen hier wohl beide.

Es ist aber definitiv nicht so, dass wenn die Lehrerin nicht mehr wickelt, dann definitiv immer der SB verpflichtet ist. Das stimmt einfach so nicht, es kommt komplett auf den Vertrag an.

Armes Kind, wenn alle nur schreien „ich will nicht (mehr)“.

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Sia
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BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen

Ich gestehe, dass ich nicht ganz alle Beiträge im Detail gelesen habe. Aber durchflogen …

Mein Sohn (15) wird in der Sonderschule auch gewickelt. Entweder von den Lehrpersonen, Therapeuten oder Pflegedienst (intern von der Schule).

An der Schule meines Sohnes ist es so, dass in der Regel dort gewickelt wird, wo das Problem passiert. Also, wenn er im Schulzimmer stuhlt, wickeln die Lehrpersonen und wenn er in der Therapie stuhlt, wickeln die Therapeuten. Ansonsten wird er einfach 3x zu festgelegten Zeiten (morgens/mittags/nachmittags) gewickelt. Wenn jemand ihn nicht wickeln kann, hat man die Möglichkeit, den internen Pflegedienst (von der Schule gestellt) zu rufen. Das ist im "Schulgeld" inbegriffen. Die kommen auch, wenn die Kinder verarztet werden müssen (auch nur für ein Pflaster). Wenn ein Kind einen epileptischen Anfall hat oder wie kürzlich bei meinem Sohn, um den aus versehen herausgerissene Button wieder einzusetzen.

Bei uns ist es so, dass für ein Kind, welches beeinträchtigt ist, grundsätzlich die Schule frei gewählt werden kann. Entweder eine heilpädagogische Schule, Sonderschule, Schule für geistig Behinderte, körperlich Behinderte etc. oder auch mit Schulbegleitung / Integration auf eine "normale" Schule geht.
Aber sobald es pflegerische Massnahmen braucht, bekommt man vom Amt für Schulbildung mitgeteilt, welche Schulen möglich sind. In unserem Fall bzw. in unserer Region gab es nur eine mögliche Schule mit Pflegedienst.
Nachteil: ist, dass wir keine freie Schulwahl hatten - wir sind auf diese Schule angewiesen, weil mein Sohn an einer anderen keinen Platz bekommt.
Vorteil: Es gibt keine Diskussion wer was macht oder nicht macht und es entstehen keine zusätzlichen Kosten, weil der Pflegedienst im Schulgeld inbegriffen ist.

Bisher fand ich es nicht gut, dass ich die Schule nicht wählen kann. Weil es gewisse Sachen gibt, die ich gerne anders hätte, aber keine Möglichkeit habe, die Schule zu wechseln.
Wenn ich nun aber diese Berichte hier lese und sehe, über was ihr euch Gedanken machen müsst, finde ich es komfortabel, dass es bei uns so läuft!

Es ist eigentlich nicht angenehm, wenn man sich als Eltern auch darüber noch Gedanken machen muss bzw. so viel Aufwand betreiben muss, um eine einfache Tatsache wie "mein Kind muss gewickelt werden" zu klären und organisieren!

Ich weiss, dass ich dir mit meinem Beitrag nicht helfen kann. Aber ich wünsche dir, dass sich eine Lösung für dieses Problem, das gar kein Problem sein dürfte, finden lässt!

_________________
Eine schöne Zeit wünscht
Sia

Sohn 2004 (MPS IIIa) / Sohn 2005 (ADS, ASS) / Tochter 2010 (ADHS)
Papa 1966 und Mama 1973 (ADHS Diagnose mit 45)

Stell' dich täglich dem Wind, dann trotzt du dem Sturm. Geh' lachend durch den Regen, und du überwindest die Flut.
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LasseUndJohannes
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BeitragVerfasst am: 11.01.2019, 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Steffi,
Was du erwägen könntest wenn du denkst es eskaliert ist Akteneinsicht beim Sozialamt. Du kannst dann schauen, was die Schule ala Bedarf in ihren Teil des Antrags geschrieben hat. Der Teil des Antrags sollte dann vom Rektor unterschrieben sein, nicht von der Lehrerin. Wenn da nichts vom wickeln drinsteht kannst du diese Tatsache bei einer Eskalation oder auch vorher, scheinbar beiläufig von dir geäußert, nutzen. Außerdem macht allein die Tatsache dass du Akteneinsicht nimmst allen die es erfahren klar, das du nicht nur spielen willst.

Ich muss jetzt aber zugeben, dass ich beim Thema SB mit Sozialamt keine Erfahrung habe. Bei uns lief das zweimal über Jugendamt. Zwei verschiedene Jugendämter die hatten auch leicht unterschiedliche Abläufe.

_________________
Johannes 2008, SBA 50% B H, PG3, extremes ADHS (nach Fehldiagnose Autismus)
Benedikt 2014, PG 3, SBA 80% B H G, non verbal, auto aggressiv, ADHS, atypischer Autismus
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