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Ausgrenzung im Kindi
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MiriamWo
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BeitragVerfasst am: 08.01.2019, 09:38    Titel: Ausgrenzung im Kindi Antworten mit Zitat

Guten Morgen an Alle Smile

Ich bin neu hier und es geht im meine Tochter Ida. Sie wird im März 4 Jahre alt, ist gut 1 Jahr entwicklungsverzögert in fast allen Bereichen (Diagnose steht noch nicht fest) und spricht noch kein einziges Wort (mit Gesten nur mit denen, die die Gesten kennen, ist bei anderen Kindern aber in den meißten Fällen nicht so).

Ich habe da ein Thema, was mich sehr beschäftigt:

Im Kindi bei meiner Tochter hat sich heute morgen was rausgestellt. Ich hatte ihre Erzieherin und I-Kraft (ein und dieselbe Person) gefragt, ob Ida im Kindi viel ausgegrenzt wird bzw. von den anderen Kindern viel weggeschickt wird und sie nicht mitspielen darf. Sie meinte "Ja fast immer" bzw. "sehr viel". Hatte mir davor aber nie was dazu gesagt.

Hintergrund des Gespräches war die private Situation. Egal, wo wir hingehen oder wer mit Kindern zu uns kommt, Ida darf NIE mitspielen. Sie wird immer weggeschickt. Und sie versteht ja sehr gut, was da zu ihr gesagt wird und dass das in den entsprechenden Momenten reine Ablehnung ist.

Klar: die Sprachbarriere. Auch die nicht altersgerecht entwickelte Motorik.

Ich hatte ihre Erzieherin gefragt, ob sie da dann nicht vermitteln könnte oder "eingreifen" oder oder... weil Ida dann IMMER alleine da steht und sich dann alleine beschäftigt. Ist ja einfach für den Kindi. Sie regt sich darüber nicht wirklich auf, schmeißt sich nicht auf den Boden und protestiert kräftig (wie man das ja meist von den Kindern gewohnt ist), sondern sucht sich dann alleine was. Heißt: sie ist quasi STÄNDIG in dieser Situation. Wird ständig ausgegrenzt. Sie meinte äußerst verhalten, daß man da "mal gucken" kann...ehrlich gesagt, bin ich damit nicht zufrieden.

Zuhause/privat erklären wir das den Großen immer und vermitteln dann, was meist gut klappt. Wenn nicht, hält sich
Ida dann an ich oder andere Erwachsene, die grade da sind.

Aber für ihr eigenes Selbstwertgefühl/Selbstbewusstsein etc. kann das auf Dauer ja gar nicht gut sein.

Nächste Woche Montag habe ich das erste Entwicklungsgespräch von Ida mit der Gruppenleitung. Diese ist aber nicht jeden Tag im Kindi und ich weiß nicht, inwiefern sie das Ganze dann beurteilen kann. Da muss ich mich wohl überraschen lassen. Diesen Punkt werde ich aber in jedem Fall ansprechen müssen.

Jetzt weiß ich halt nicht so recht, wie ich damit umgehen soll. Reagiere ich über?? Oder stehen die Erzieherinnen da nicht sogar
in der Pflicht, den Kindern solche Situationen auch zu erklären und zu vermitteln? Oder ist das wieder mein Mama-Denken??? Was kann ich tun?

Danke fürs Lesen und euer offenes "Ohr" Smile
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RikemitSohn
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BeitragVerfasst am: 08.01.2019, 09:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

leider ist es dem Alter so, dass Kinder andere sehr über die Kommunikation einordnen. Mein Neffe hatte große Defizite in der Sprache und wurde von anderen Kinder immer als Kleiner eingordnet. Kinder verstehen nicht von alleine, dass ein Kind ohne Sprache ihr Alter haben kann.
Ich gebe dir definitiv Recht, dass dort die Erwachsenen in die Pflicht genommen werden müssen. Zum einen müssen sie mit deinem Kind an der Kommunikation arbeiten und andererseits den anderen Kindern vermitteln, dass deine Tochter sie versteht und ihr Alter hat.

LG Rike

_________________
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB
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Ullaskids
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BeitragVerfasst am: 08.01.2019, 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
was denkt denn diese Erzieherin, wofür das I in I-Kraft steht?
Natürlich ist genau das, was du dir wünschst, ihre Aufgabe.

_________________
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter: Gendefekt, Epilepsie etc.
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MiriamWo
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BeitragVerfasst am: 08.01.2019, 10:48    Titel: Antworten mit Zitat

RikemitSohn hat folgendes geschrieben:
Hallo,

leider ist es dem Alter so, dass Kinder andere sehr über die Kommunikation einordnen. Mein Neffe hatte große Defizite in der Sprache und wurde von anderen Kinder immer als Kleiner eingordnet. Kinder verstehen nicht von alleine, dass ein Kind ohne Sprache ihr Alter haben kann.
Ich gebe dir definitiv Recht, dass dort die Erwachsenen in die Pflicht genommen werden müssen. Zum einen müssen sie mit deinem Kind an der Kommunikation arbeiten und andererseits den anderen Kindern vermitteln, dass deine Tochter sie versteht und ihr Alter hat.

LG Rike


Danke für die ermutigende Antwort! Ich werde das im E-Gespräch definitiv ansprechen! Ich bin davon ausgegangen, daß die Erzieherinnen das dann automatisch klären mit den Kindern. Aber dem scheint nicht so. Es wird beobachtet, aber mehr auch nicht.
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MiriamWo
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Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 08.01.2019, 10:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ullaskids hat folgendes geschrieben:
Hallo,
was denkt denn diese Erzieherin, wofür das I in I-Kraft steht?
Natürlich ist genau das, was du dir wünschst, ihre Aufgabe.


Ja und das wurde ja genau festgelegt und besprochen. Aber sie tut es einfach nicht. Und offensichtlich eine der anderen Erzieherinnen auch nicht. Sehr traurig...
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Alexandra2014
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BeitragVerfasst am: 08.01.2019, 10:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Miriam,

das deckt sich leider mit unseren Erfahrungen in der Regelkita (mit I-Kaft).
Wir hatten teilweise Begrüßungen morgens beim Kommen a la „da kommt die blöde R.“
Das andere Kind, das das gesagt hat, gehört sogar zu unserer Verwandtschaft.
Inzwischen ist das Kind 13. Er versteckt es besser, lacht unsere Tochter aber immer noch aus, wenn er sich unbeobachtet fühlt.

Auch wurde sie in der Kita ausgelacht von den anderen Kindern, z.B. wenn sie etwas sagte, dies aber nicht korrekt ausgesprochen war.
Bei den Erzieherinnen war nicht viel zu erwarten. Sie gaben meinem Kind oft die Schuld und gingen öfter ruppig mit ihr um.

Hinterher ist man immer schlauer, aber mit meinem heutigen Wissen würde ich mein Kind dort nicht mehr hinschicken. Es hat viel Schaden angerichtet, was das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen angeht.
Ihr wurde dort immer wieder vor Augen gehalten, was sie alles nicht kann, bis sie irgendwann aufgegeben hat, es überhaupt zu probieren. Sie wurde vorgeführt, ausgelacht und mit wenig Verständnis behandelt.
Das merken wir Heute noch (mit 11).

Die Erzieherin, die ich vor kurzem traf, wollte mir nicht glauben, dass das Kind inzwischen tatsächlich als Autistin diagnostiziert ist. Als ich ihr auf dem Smartphone einen Auszug des Arztberichts zeigte, war sie fassungslos.
Muss sie ja auch sein. Schließlich war sie diejenige, die dem Kind unterstellt hatte, das alles absichtlich zu tun. Rolling Eyes

Vielleicht habt ihr ja eine alternative Einrichtung in der Nähe?

Gruß
Alex

_________________
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral
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AgnesH
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BeitragVerfasst am: 08.01.2019, 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

Mit meinem heutigen Wissen und Erfahrung würde ich mein Kind sofort aus einem Regelkindergarten wegtun, wenn ich eine solche Form von Ausgrenzung bei meinem Kind bemerken würde.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass mein Kind im Regelkita Außenseiter war und im Integrationskita/Heilpädagogischen Kita voll integriert.
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AnnalenaO
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Beiträge: 205

BeitragVerfasst am: 08.01.2019, 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Miriam!
Mein Sohn hatte im Kiga keine eigene I Kraft. Er kann auch sprechen, ist aber sehr langsam. Mittlerweile hat er die Diagnose Asperger Syndrom. Er wurde im Kiga auch geärgert, als Karateversuchskaninchen missbraucht, von Vorschulkindern ausgelacht weil er so langsam ist. Ich hatte grosse Mühe die Erzieherinnen in die Pflicht zu nehmen, es ist mir aber gelungen! Sie haben dann einen regelmässiges Treffen nur der Vorschuljungs (das waren 6) gemacht wo es darum ging dass die Kinder sich gegenseitig sagen sollten was sie gut am anderen finden und was schlecht. Alle untereinander, nicht nur auf mein Kind bezogen. Und da kamen dann auch positive Kommentare zu meinem Kind und negative zu den anderen und die Kinder haben gelernt sichmit anderen Augen zu sehen und sich nicht nur auf das offensichtlich negative zu konzentrieren.
Das war eine ganz gute Sache. Von alleine wär aber leider nichts passiert. Es lief viel im Verborgenen ab und man glaubte meinem Sohn nicht wenn er sagte dass er geärgert wurde. Zu mir sagten die Erzieher: hier in der Gruppe beobachten wir sowas gar nicht. Das sind alles so soziale Jungs. Es wirde dann so hingestellt als wolle ich die anderen Kinder schlecht machen. Unglaublich. Die Idee dass die Kinder mal alle untereinander sagen sollten was sie nicht gut finden und dann aber auch was sie gut finden hatte ich. Damit sie mal nicht nur von mir oder meinem Kind hören was abgeht. Und da kam sehr viel ans Licht, von Erpressung bis körperliche Gewalt war alles bei. Nur mein Sohn hatte als Kritikpunkte nur „ist so langsam“ „ist dumm“ und sowas. Die Erzieherinnen waren geradezu entsetzt. Seit dem machen sie solche Runden immer wieder und die Kinder lernen dadurch ganz viel.
Nun fehlt bei deinem Kind zwar leider die Sprache so dass genau die gleiche Runde so nicht umsetzbar ist, aber vielleicht abgewandelt? Auf jeden (!) fall geht es so nicht! Ich als Mutter der Kinder die ausgrenzen würde mir auch wünschen, nein, ich würde verlangen! Dass man mit meinem Kind daran arbeitet und ihm zeigt dass auch Menschen mit Handycap gute Seiten haben!
Meine Nichte ist geistig behindert. Das ist auch für meine Kinder nicht nur leicht. Aber ich unterstütze sie dabei Spiele zu finden die sie gemeinsam machen können und die guten Seiten an ihr aufzuzeigen. Ich möchte dass meine Kinder in jedem Menschen das gute sehen und dass sie sich mühe geben hinter die Fassade zu gucken!! Ein schönes Spiel zb: meine Nichte macht wahnsinnig gerne und ausdauernd Seifenblasen und freut sich wenn die dann von den anderen Kindern kaputt gemacht werden. Das finden meine Kinder auch toll. Es gibt immer irgendwas was man gemeinsam machen kann.
Nimm die Erzieher unbedingt in die Pflicht. Vielleicht kannst du auch andere Eltern mit ins Boot holen? Damit sie auch zu den Erziehern sagen „ich möchte dass mein Kind lernt das andere nicht ausgegrenzt werden dürfen“?
Ich finde das so selbstverständlich. Zu traurig dass man es immer wieder einfordern muss und dass nicht von alleine funktioniert.
Ich drücke die Daumen dass ihr einen Weg findet!
Liebe Grüsse, AnnalenaO
Ps: ich schreibe grad am Handy, bitte Tipfehler grosszügig überlesen
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MiriamWo
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Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 08.01.2019, 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Alexandra2014 hat folgendes geschrieben:
Hallo Miriam,

das deckt sich leider mit unseren Erfahrungen in der Regelkita (mit I-Kaft).
Wir hatten teilweise Begrüßungen morgens beim Kommen a la „da kommt die blöde R.“
Das andere Kind, das das gesagt hat, gehört sogar zu unserer Verwandtschaft.
Inzwischen ist das Kind 13. Er versteckt es besser, lacht unsere Tochter aber immer noch aus, wenn er sich unbeobachtet fühlt.

Auch wurde sie in der Kita ausgelacht von den anderen Kindern, z.B. wenn sie etwas sagte, dies aber nicht korrekt ausgesprochen war.
Bei den Erzieherinnen war nicht viel zu erwarten. Sie gaben meinem Kind oft die Schuld und gingen öfter ruppig mit ihr um.

Hinterher ist man immer schlauer, aber mit meinem heutigen Wissen würde ich mein Kind dort nicht mehr hinschicken. Es hat viel Schaden angerichtet, was das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen angeht.
Ihr wurde dort immer wieder vor Augen gehalten, was sie alles nicht kann, bis sie irgendwann aufgegeben hat, es überhaupt zu probieren. Sie wurde vorgeführt, ausgelacht und mit wenig Verständnis behandelt.
Das merken wir Heute noch (mit 11).

Die Erzieherin, die ich vor kurzem traf, wollte mir nicht glauben, dass das Kind inzwischen tatsächlich als Autistin diagnostiziert ist. Als ich ihr auf dem Smartphone einen Auszug des Arztberichts zeigte, war sie fassungslos.
Muss sie ja auch sein. Schließlich war sie diejenige, die dem Kind unterstellt hatte, das alles absichtlich zu tun. Rolling Eyes

Vielleicht habt ihr ja eine alternative Einrichtung in der Nähe?

Gruß
Alex


Oh je Sad Wie gemein!

Ja ich bin schon auf der Suche nach einer Alternative. Muss mich da aber erst kundig machen, was passen würde. Gar nicht so einfach...
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MiriamWo
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Anmeldedatum: 08.01.2019
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 08.01.2019, 15:28    Titel: Antworten mit Zitat

AgnesH hat folgendes geschrieben:
Mit meinem heutigen Wissen und Erfahrung würde ich mein Kind sofort aus einem Regelkindergarten wegtun, wenn ich eine solche Form von Ausgrenzung bei meinem Kind bemerken würde.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass mein Kind im Regelkita Außenseiter war und im Integrationskita/Heilpädagogischen Kita voll integriert.



Ja deswegen bin ich auch schon auf der Suche nach einer Alternative, die besser passt. Gar nicht so einfach. Es gibt so viel, aber vieles nicht in unserer Nähe...
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