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Heimbeschulung/Webschule.. soziale Kontakte?

 
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Grace81
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BeitragVerfasst am: 06.01.2019, 12:15    Titel: Heimbeschulung/Webschule.. soziale Kontakte? Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich habe mich ganz frisch hier angemeldet, da wir mitten im Thema "Heimbeschulung" sind.
Meine Tochter (fast 14) leidet unter dem Kleine Levin Syndrom. Sie hat im letzten Schuljahr fast 400 Unterrichtsstunden verpasst und wir haben nun wirklich alles mögliche versucht, damit sie am normalen Schulalltag teilnehmen kann. Leider strengt sie dies so an, dass es ihr gesundheitlich zusehends schlechter geht.
Eine neuropsychologische Testung verlief gut, sie hat also keinen speziellen Förderbedarf.

Nach langem Hin und Her haben wir nun eine dauerhafte Krankschreibung und möchten sie an einer Webschule unterbringen. Den Kostenübernahmeantrag stellen wir gerade. Nach einer Zusage kommt sie auf die Warteliste. Diese Schulform passt einfach am besten zu ihr, da sie aufgrund ihrer Erkrankung nur schwer regelmäßig zu festen Zeiten beschult werden kann. Sie braucht einen ganz flexiblen und zu ihr passenden Unterricht.

Hat jemand Erfahrungen mit einer Webbeschulung? Wie läuft dies im Alltag? Lernen die Kinder wirklich so selbstständig, wie es heißt? Gibt es so etwas wie eine Elterninitiative zu dem Thema?

Was mir Sorgen macht: Meine Tochter hat kaum noch soziale Kontakte. Durch das viele Fehlen in der Schule hat sie keine engen Freundschaften. Sie geht auch in keinen Verein, da sie ständig fehlen würde. Ich finde es aber unumgänglich, dass sie mit Gleichaltrigen zusammen ist! Sie selber möchte das auch, weiß aber nicht so recht, wohin mit sich.. (Ich habe spontan an einen Sportverein gedacht oder so etwas wie freiwillige Feuerwehr.. Das möchte sie aber alles nicht) Sie ist auch nicht die kontaktfreudigste Person und braucht etwas Anlaufzeit.
Wisst Ihr, ob es bestimmte Gruppen für Kinder gibt, die heimbeschult werden? Oder habt Ihr noch andere Ideen, wie sie Kontakt zu anderen Jugendlichen bekommen kann?

Ich freue mich über jeden Rat! LG Grace81
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r.bircher
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BeitragVerfasst am: 06.01.2019, 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Ist zwar ein bisschen eine andere Situation, aber doch vergleichbar. Ich arbeite von zu Hause aus. Deine Sorgen mit den sozialen Kontakte sind absolut berechtigt. Wenn man alles zu Hause hat, muss man schauen, dass man sonst Gründe hat, raus zu gehen. Ich bin in Vereinen, und nehme am Dorfleben teil. Würde ich das nicht tun, wäre ich wohl auch vereinsamt. Allerdings hat man durch die das Home Office oft auch erst die Energie, sich in der Freizeit noch in Vereinen zu engagieren. Aber man muss sich da schon hin und wieder einen Ruck geben. Gerade wenn es einem aufgrund der Behinderung nicht so leicht fällt.

Gruss Raphael

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HeikeLeo
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BeitragVerfasst am: 06.01.2019, 12:49    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Grace,

in Österreich gibt es Foren/Treffen von Familien, die Homeschooling machen. Ich schiele bis jetzt nur neidisch auf die Möglichkeit der häuslichen Beschulung für mein Kind - in Österreich gibt es das eher als hier in Deutschland. Da findest Du bestimmt auch Ideen für Deine Tochter.

Wenn ich es richtig verstehe, bräuchte sie eine lose und eine weniger lose Gruppe, wo sie flexibel mitmachen könnte. Bei meiner Tochter in dem Alter läuft sehr viel über whats-App. Da kennt sie die meisten Leute vorher schon. Aber vieles solziale Leben spielt sich eben virtuell ab, so dass sie viel vom Sofa aus machen kann. Wie man aber in so etwas reinkommt, verschließt sich mit noch. Selbsthilfegruppe? Doch ein Offspin von der freiwilligen Feuerwehr? Eine Musikgruppe? Kirche? Eine Freundin von mir leitet einen Chor, der vor den Auftritten probt, aber nicht regelmäßig stattfindet - das ist ein Geschenk für uns.

Liebe Grüße
Heike
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 07.01.2019, 10:48    Titel: Antworten mit Zitat

Bei den home schoolern, die ich (aus Österreich) kenne, gibt es meistens fixe Gruppen, wo die Kinder teilnehmen. Also z.B Chor oder Fußballverein oder Pfadfinder - je nach Interesse und Möglichkeiten.

In den richtigen Freilerner-Kreisen wird viel gemeinsam unternommen, also fahren z.B. mehrere Eltern mit Kindern gemeinsam z.B. in ein bestimmtes Museum oder eine Ausstellung anschauen und gehen dann gemeinsam auf den Spielplatz.

In Deutschland fällt das leider weg, weil es wegen der Schulpflicht nicht so viele heimbeschulte Kinder gibt. Aber du könntest selbst was organisieren was deiner Tochter gefällt und wo auch andere Kinder teilnehmen können. Zum Beispiel eine Kinder-Theatergruppe oder ein Basteltreffen oder einfach so ein Jugendtreffen zum chillen und abhängen. Meistens gibt es in Pfarren oder Parteiheimen für ein bisschen Geld Räumlichkeiten für eine fixe Zeit (z.B. Dienstag und Donnerstag 16-18h) zu mieten. Wenn du dich da mit ein, zwei anderen Eltern zusammentust (eventuell übers Nachbarschaftszentrum Kontakte herstellen) ist es nicht so teuer.

Auf Grund der Behinderung deiner Tochter wird einiges nicht möglich sein, aber das Wichtigste ist einfach, ein paar Fixpunkte zu haben, wo du deine Tochter raus und unter andere Kinder kommst.

_________________
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)
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Grace81
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BeitragVerfasst am: 07.01.2019, 10:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ihr seid super!
Vielen Dank für so viele Ideen! Ich muss immer ein bißchen schauen, was auch für mich umsetzbar ist (ich bin alleinerz. mit fünf Kindern, ein weiteres meiner Kinder ist nicht gesund). Aber die Idee mit dem Chor finde ich zb super, das könnte meiner Tochter gefallen! Und sich mit anderen Eltern zu Ausflügen zu verabreden, ist auch eine gute Idee! Da lässt sich sicher was organisieren.
Vielleicht reichen tatsächlich einige Fixpunkte und es muss nicht zwingend regelmäßig sein. Danke! Smile
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RikemitSohn
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BeitragVerfasst am: 07.01.2019, 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Grace,

ich würde mal in Kirchengemeinden schauen. Da gibt es oft verschiedene Angebote für Jugendliche. Der Vorteil ist, dass sich dort immer wieder die Gleichen treffen und man sich dann nicht nur im Chor, sondern auch beim Sommerfest, Weihnachtsbasteln,...trifft. Das gibt eine schnelle Gemeinschaft und deine Tochter könnte verschiedene Dinge in derselben Gemeinschaft machen. Bei uns gibt es z.B. immer ein Sommerprogramm für die Daheimgebliebenen.

LG Rike

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Vicki
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BeitragVerfasst am: 08.01.2019, 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
unsere Tochter geht auf die Webschule in Bochum, die sind wirklich super da.
Wer ist bei Euch für die Kostenübernahme zuständig?
Ich drücke die Daumen.
Die Webschule Bochum hat eine 1 zu 1 Betreuung über Skype.

Wenn sie nicht anders beschult werden kann, dann mache Dir über die sozialen Kontakte nicht so viel Gedanken. Vielleicht kann sie ja online zu einigen Schülern Kontakt knüpfen. Die haben auch eine Facebookseite, schau mal rein.

Gruss Vicki
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Grace81
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BeitragVerfasst am: 09.01.2019, 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Vicki!

Genau auf diese Schule soll meine Tochter gehen! Wir sind mit der Schule schon länger in Kontakt. Zuständig für die Kostenübernahme ist das Sozialamt. Allerdings hapert es gerade an einer Einigung mit der Gesamtschule, auf die meine Tochter noch geht. Diese haben sich mit der Bezirksregierung in Arnsberg besprochen und bestehen auf ein Ruhen der Schulpflicht. Dieses möchte ich unbedingt vermeiden!
Wir waren Anfang Januar in der Klinik und haben nun endlich die dauerhafte Krankschreibung, die als Voraussetzung für die Kostenübernahme der Webschule reicht. Das sieht die Gesamtschule (und auch die Bezirksregierung in Arnsberg) anders.
Ich habe nun nochmal das Sozialamt kontaktiert und warte auf Rückmeldung. Ggf muss ich mich anwaltlich beraten lassen.
Darf ich Dich fragen, wie Ihr das gelöst habt? (Dauerhafte Krankschreibung oder ein Ruhen der Schulpflicht?) Ich möchte zum einen nicht noch unnötig Zeit verlieren. Wir wurden darauf hingewiesen, dass der Antrag für das Ruhen der Schulpflicht sehr langwierig ist (also bis dieses genehmigt wird). Meine Tochter hat aber in diesem Schuljahr nur an sieben Unterrichtstagen (und die nicht mal voll) teilnehmen können. Im letzten Jahr hatte sie fast 400 Fehlstunden.
Ein Jahr hat sie wiederholt. Auch davor war es schon schwierig.. Wir haben ihre Diagnose noch nicht so lange, weshalb es vorher schwierig war, eine gute LÖsung zu finden. Und nun endlich stehen wir vor einer Lösung und wieder wird es uns schwer gemacht. Außerdem ist es in meinen Augen völliger Quatsch, das Ruhen der Schulpflicht zu beantragen, wenn die Voraussetzungen für den Antrag der Kostenübernahme längst erfüllt sind mti der dauerhaften Krankschreibung!
Uns wird von anderer Stelle dringend abgeraten, dem Ruhen der Schulpflicht zuzustimmen, da dann der Kreis und die Schule völlig aus der Verantwortung raus sind, eine geeignete Beschulung für meine Tochter zu stellen. Denn wer garantiert uns denn, dass die Kosten für die Webschule dann auch wirklich übernommen werden? Wenn nicht, dann stehen wir komplett ohne Beschulung da! Und das Risiko kann ich nicht eingehen. (SIe hat ja auch ein Recht auf Schule!)

Nun ja.. Nicht so einfach gerade... Daher schreibe ich so ausführlich. VIelleicht magst Du mir erzählen, wie es bei Euch lief und wie lang dieser ganze Prozess dauerte, bis alles genehmigt wurde? (Und habt Ihr lange auf einen Platz in der Webschule warten müssen? Meine Tochter käme in jedem Fall erstmal auf die Warteliste. Soweit ich weiß, ist der Zulauf der Schule sehr hoch!)

Liebe Grüße!
Grace
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EvaJune
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Wohnort: Rhein Main

BeitragVerfasst am: 09.01.2019, 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann nicht wirklich viel beitragen, lese aber interessiert mit, da wir in einer ähnlichen Situation sind. Meine Tochter ist auch 14.
Die letzten zwei Schuljahre war sie wenig anwesend, kann aber von den Leistungen trotzdem mithalten.
Zu Hause beschäftigt sie sich durchaus mit dem Stoff, es ist für sie tatsächlich die Anwesenheit das Problem. 6-8 Stundrn packt sie nicht.
Sie war nun 8 Wochen in Reha, hat dort in sehr geringer Schulstundenzahl trotz allem den regulären Stoff bearbeiten können.
Wegen sozialkontakten: sie hat ein paar Freundinnen (gar nicht unbedingt von der Schule) und ich sorge auch dafür, dass diese weiter bestehen können: ermögliche besuche, Fahrdienste etc. Allerdings habe ich auch nur zwei Kinder.
Ich wünsche euch jedenfalls alles Gute

_________________
Eva mit
S. (*04): schwerhörig, chron. Sinusitis, chron. Urtikaria, CFS/ME, neurolog. Störungen nach ZNS-Infektion
E. (*05): Asthma, sonst gesund und happy Smile
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Grace81
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BeitragVerfasst am: 09.01.2019, 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Eva!

Es gibt versch. Förderpädagogische Möglichkeiten (Heimbeschulung durch einen Lehrer, den die Schule stellen muss.., ev einen flexibleren Unterricht an der Schule- Wir haben einen Schulversuch mit vier Unterrichtsstd pro Tag versucht, was aber auch nicht half, Onlinebeschulung,..? ), aber leider fallen da einige Kinder durch jedes Raster. Dann wird es wirklich schwierig! Meiner Meinung nach ist das Schulamt damit dann auch schnell überfordert und die Verantwortung wird hin- und hergeschoben. Wir sind in enger Begleitung eines sehr angagierten Lehrer für Förderpädagogik, da sind auch noch Dinge auf dem Weg, was die Onlinebeschulung angeht. Aber eigentlich müsste es viel mehr Angebote geben.
So bleibt es irgendwie ein Kampf *seufz*.. Wenn Du magst, schreib mich gern an. Wir machen ja schon seit Jahren mit dem Thema rum.
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