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Fortbildung der Kitakräfte bei Einzelintegration

 
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Yvonne und Kjeld
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BeitragVerfasst am: 02.01.2019, 12:30    Titel: Fortbildung der Kitakräfte bei Einzelintegration Antworten mit Zitat

Hallo,

die Frage steht im Prinzip schon oben. Mein Junior geht als Einzelintegrationskind in die Kita, in seiner Gruppe gibt es auch noch ein weiteres I-Kind. Für die gesamte Kita gibt es eine I-Kraft mit 20std/Woche, die meinen Sohn nie sieht, da er angeblich das 7. IKind sei und nur unter Kibiz fällt (der Antrag wurde aber lage vor den Neuaufnahmen gestellt...). Kjeld ist definitiv das schwerstbetroffene Kind, da die anderen "nur" Teilleistungsstörungen haben und keinerlei körperlichen oder sprachlichen Einschränkungen.

Nun bin ich mir absolut sicher, dass ich einen Praragraphen zur Einzelintegration gefunden habe, dass die Erzieher trotzdem entweder heilpädagogische Kräfte sein müssen oder zumindest entsprechend fortgebildet. Es steht auch in den richtlinien des LWL, aber derzeit suche ich nach der gesetzlichen Grundlage, ich habe das vor Wochen mal gelesen, aber finde es nicht wieder. Kann mir da jemand weiterhelfen?

Lg Yvonne

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Enya *08.14 gesund
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 02.01.2019, 13:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Yvonne,

das hier nur mal als Beispiel (Bayern), Du kannst Dir da einige Stichwörter zum Googeln raussuchen und für Dein Bundesland anpassen.
http://komxcms.landkreis-regensburg.....che_empfehlungen_2009.pdf
Ich habe gesucht: Bayern + Integration + Kindertagesstätten + Qualifikation


Die andere Frage ist halt, ob es besser wird, wenn Du „von der Seite kommst“. Wenn der Kiga nichts taugt, wenn sie es nicht wichtig finden, Deinen Sohn bestmöglich zu fördern - dann helfen auch keine halbherzigen Weiterbildungen. Dann verliert Ihr dort eigentlich nur wertvolle Zeit, und das Kind sammelt Frustration ein.

Grüße

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Engrid

mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 02.01.2019, 17:53    Titel: Antworten mit Zitat

Wegen Gesetze in Deutschland weiß ich leider gar nichts, aber ich kann dir vom I-Kindergarten meines Sohnes in Wien berichten. Dort waren auf 32 gesunde Kinder 8 I-Kinder mit Schwerpunkt Hörschädigung, einer davon mein Sohn. Ein Teil der I-Kinder war komplett gehörlos, ein anderer Teil schwerhörig. Bei den anderen Kindern waren einige mit gehörlosen Eltern und Erstsprache Gebärdensprache.

Für die 40 Kinder gab es insgesamt 4 KIGA-PädagogInnen, 4 Helferinnen und 2 Sonder-Pädagoginnen (alle Vollzeit) plus der KIGA-Leiterin, die auch noch tatkräftig mitgeholfen hat, wenn es notwendig war. Alle Pädagoginnen konnten ÖGS (österreichische Gebärdensprache) und der ganze Tagesablauf war zweisprachig. Einige der I-Kinder, darunter auch mein Sohn, bekamen im Kindergarten Einzel-Frühförderung von einer Sonderpädagogin. Das war zwar nur 30min pro Woche, aber immerhin! Außerdem fuhr Alexanders Frühförderin auch direkt in den Kindergarten, wo er seine 2 Stunden Frühförderung pro Woche auch 1:1 bekam. Als zur Gehörlosigkeit noch die Autismus-Diagnose dazukam haben die vom Kindergarten eine Psychologin und eine Autismus-Spezialistin mit "ins Boot" geholt, die zeitweise im KIGA waren und Alexander beobachtet haben, um den Pädagoginnen Tipps für den Umgang mit ihm zu geben. Es gab mindestens 1x im Jahr ein großes Entwicklungsgespräch im Kindergarten, wo auch die Personen, die Alexander außerhalb gefördert haben (Logopädin und Ergotherapeutin), dabei waren und einbezogen waren.

Wirklich integriert (im Sinne von: der Gruppe zugehörig) war Alexander leider trotzdem nicht, dafür war damals schon der Unterschied zwischen NT-Kindern und auch "nur"-gehörlosen Kindern zu groß. Und er selbst hat ja niemand an sich herangelassen. Aber ich kann wirklich sagen, dass von Seiten des Kindergartens alles Menschenmögliche getan worden ist.

Wenn ich so Beiträge wie deinen lese bleibt mir echt die Spucke weg Shocked ! So was kann und darf doch nicht unter dem Decknamen "Integration" laufen! Leider fürchte ich (ähnlich Engrid) dass das beharren auf Paragrafen (wenn du welche finden solltest) die Situation deines Sohnes nicht wirklich verbessern wird. Denn offensichtlich ist ja gar keine Bereitschaft da, deinen Sohn zu integrieren! Wenn bei einem Kind mit so schweren Defiziten erwartet wird, dass es so locker-lässig nebenbei "mitläuft" dann hat wer Integration gewaltig falsch verstanden.

Gibt es andere Einrichtungen, die für ihn in Frage kommen? Ich würde mich an deiner Stelle mal vorweg umschauen, denn noch schlechter kann es kaum wo laufen! Vielleicht habt ihr auch die Möglichkeit, in einer anderen Einrichtung mal zu schnuppern...

Natürlich kannst du auch den Weg des Kampfes gehen, aber ob der deinem Sohn wirklich nutzen wird weißt du erst hinterher! Im besten Fall verbessert sich die Situation durch deinen Kampf und dein Sohn kann in der Einrichtung bleiben (und die Verantwortlichen haben hoffentlich was gelernt!). Im schlechtesten Fall kostet es Zeit, Kraft und Nerven und euch bleibt letztendlich trotzdem nur ein Wechsel, wenn dein Sohn nicht der Leidtragende sein soll!

Die Grundfrage der FORTBILDUNG der Kindergartenkräfte für Einzelintegration wird euch, fürchte ich, nicht wirklich weiterhelfen. Denn selbst wenn eine Kraft diese Kriterien erfüllt hilft es deinem Sohn nichts, wenn diese Kraft nur auf dem Papier für ihn da ist. Und wenn KEINE Kraft die Kriterien erfüllt kann es sich der KIGA ganz leicht machen und euch an eine andere Einrichtung verweisen.

Wie auch immer du dich entscheidest, alles, alles Gute und viel Kraft Smile !

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Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
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Silvia & Iris
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BeitragVerfasst am: 02.01.2019, 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

... ich weiß, auch nicht D, aber bei uns lief das so:
in der Gruppe waren 2 Betreuerinnen - davon 1 Kindergartenpädagogin und eine Stützkraft.
5 Kinder waren unter 3 Jahre, die anderen 15 waren älter... es waren in der Gruppe von meinem Sohn dann 2 Kinder mit Förderbedarf, bei meiner Tochter waren 25 Kinder in der Gruppe (im letzten Kindergartenjahr) und sie hatte eine Stützkraft für sich. Sonderpädagogen waren keine vorhanden. Mein Sohn hatte das Glück, dass seine Kindergartenpädagogin gerade eine Fortbildung zur Sonderpädagogin Schwerpunkt Hören gemacht hat, davon hat er profitiert.

Die 2 Jahre davor war meine Tochter in einer HPI-Gruppe, dort waren gesamt 15 Kinder (5 unter 3 Jahre, 5 mit Förderbedarf und 5 die aber auch etwas langsamer waren.) Diese Gruppe wurde von 3 Kräften begleitet, 1 Sonderpädagogin, 1 Kindergartenpädagogin und einer Stützkraft. Sie lief täglich zwischen 7 und 12 Uhr.

Das sind meine Erfahrungen.

LG
Silvia

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Yvonne und Kjeld
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BeitragVerfasst am: 03.01.2019, 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ja nach Möglichkeit soll Kjeld in einen HP Kindergarten wechseln, zum nächsten Kitajahr, leider gibt es bei uns im Kreis nur 2 reguläre und 2 Überhangplätze, da der reine HP 2017 geschlossen wurde. Somit versuche ich derzeit 2 gleisig zu fahren, die HP-Anmeldung läuft, aber die Kitaleitung hat wohl Angst ein I-Kind zu verlieren und hat ihren Bericht wohl mehr als positiv geschrieben, aber ich konnte ihn bisher noch nicht einsehen.

Gleichzeitig versuche ich die derzeitige situation zu verbessern, weil de rkleine Kämpfer wirklich gute Fortschritte mit all den therapien macht und seine Bezugserzieherin ihn serh gerne mehr fördern würde, die Kitaleitung entsprechende Fortbildungen aber für unnötig rausgeschmissenes Geld hält... Aus diesem Grund, stehe ich derzeit tag ein tagaus im Büro der werten Leitung und disskutiere "fröhlich" mit ihr. Nun wird es zumindest schon mal endlich inen Austausch mit den ganzen therapeuten geben und einen Namen zur Beantragung einer Kitaassistenz (die sie für überflüssig, die Gruppenleiterin aber für dringend erforderlich hält) hat sie nach 4 monatiger disskusion auch endlich rausgerückt.

Und vielen Dank Engrid, ich versuche das nachher direkt mal. Ich habe wohl bisher die falschen Suchbegriffe benutzt.

LG Yvonne

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Engrid
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BeitragVerfasst am: 03.01.2019, 16:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Yvonne,

Zitat:
die Kitaleitung hat wohl Angst ein I-Kind zu verlieren
Dann hast Du ja einen Hebel. Lass Dich nicht hinhalten, verlange klare, saubere Absprachen und deutliche messbare Verbesserungen. Dokumentiere die Situation und den Verlauf der Sache.
I-Kind nach außen schönreden, um Fördergelderzu behalten, nach innen aber im Regen stehen lassen - geht gar nicht. Versuche parallel, von anderer Seite klare Stellungnahmen zu bekommen, wie betreuungs- und förderaufwendig Kjeld ist.
Evtl mal mit ihm im HPK schnuppern, und das dem jetzigen Kiga ruhig wissen lassen.

Zitat:
einen Namen zur Beantragung einer Kitaassistenz
Was meinst Du damit, „einen Namen„?

Viel Erfolg!

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Engrid

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