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Nachmittagsbetreuung HPT - Problem wegen Kostenträger

 
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Jojo111
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BeitragVerfasst am: 28.12.2018, 21:41    Titel: Nachmittagsbetreuung HPT - Problem wegen Kostenträger Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich habe ein etwas kompliziertes Problem, vielleicht hat jemand ja ähnliches erfahren oder kann mir sonst einen Tip geben.

Unser kleiner Sohn (8 Jahre, 2. Schuljahr, Autist) besucht eine Förderschule Förderschwerpunkt kmE. Er fühlt sich dort sehr wohl und wir sind sehr zufrieden.

Nun aber zum Problem:
Unser Sohn kommt bisher mittags heim, würde aber gerne am Nachmittag noch mit seinen Freunden spielen. Diese besuchen fast alle die der Schule angeschlossene HPT. Nun wollten wir unseren Sohn dort anmelden, bekamen jedoch zur Antwort, dass man ihn dort nicht aufnehmen könne.
Begründung: Man könne/ dürfe nur Kinder aufnehmen, deren Kostenträger das SA/ Bezirk ist, also Kinder, die Eingliederungshilfe nach Paragraph 54 SGB XII erhalten (körperliche, geistige und mehrfache Behinderung). Unser Sohn gilt als Autist aber als „seelisch behindert“ und erhält Eingliederungshilfe nach Paragraph 35a SGB VIII, also vom Jugendamt.
Ich habe das in letzter Zeit auch von mehreren HPTs gehört, dass nur oder bevorzugt Kinder aufgenommen werden, die Eingliederungshilfe nach 54 SGB XII erhalten. Ich vermute, dass das SA besser zahlt, zumindest aber ist der Aufwand geringer, da keine HPG stattfinden etc.

Weiß jemand, ob die HPT bestimmen darf, welche Kinder sie aufnimmt oder ob es tatsächlich möglich ist, dass sie (evtl. wegen bestehender Verträge?) nur Kinder aufnehmen darf, deren Platz über einen bestimmten Kostenträger finanziert wird?
Unsere Schule und die HPT sind in privater Trägerschaft, ich weiß aber aus erster Hand von einer weiteren K-Schule und HPT in öffentlicher Trägerschaft, in der es genauso läuft.

Hat jemand eine Idee, was wir da tun könnten? Ich finde es ziemlich ärgerlich, dass hier im Grunde aufgrund sinnloser Bürokratie diskriminiert wird. Alle anderen Kinder aus Sohns Klasse dürfen die HPT besuchen, da sie körperlich behindert sind und den „richtigen“ Kostenträger haben.
Ein Ändern des Kostenträgers kommt kaum in Betracht, da unser Sohn ziemlich eindeutig unter 35a fällt und die KJP sich weigert, das Gutachten entsprechend zu ändern (spätestens bei der Prüfung würde der Bezirk wahrscheinlich eh wieder ans JA abgeben).

Wäre für alle Ideen dankbar!

_________________
LG, Jojo
mit dem bezaubernden Trio (Mademoiselle 2006, JIA, sehbehindert, SH rechts mit HG versorgt, ADHS --- Monsieur 2006, Asperger, ADHS, LRS, AVWS --- kleiner Charmeur 2010, HFA, SEV, VED, V.a. Tourette)

"Be who you are. And say what you feel. Because those who mind don't matter. And those who matter don't mind." Dr. Seuss
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JohannaG
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BeitragVerfasst am: 28.12.2018, 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jojo,

meine Kinder besuchen auch eine Förderschule KME mit angeschlossener HPT.

Unsere HPT nimmt Kinder auch über den §35a. (Das wäre für meinen Zwerg auch der Plan B gewesen, wenn der Bezirk nicht übernommen hätte - das war zwischenzeitlich fraglich gewesen.) Ich weiß auch, daß bei einigen HpT Kindern das Jugendamt der Kostenträger ist.

Möglich ist es also. Bundesland ist Bayern.

Habt ihr schon mal beim Jugendamt gefragt, ob die das finanzieren würden?

Viel Erfolg!

Johanna

_________________
Johanna, *73, Morbus Bechterew;
C., (w), 11/2004, adoptiert, FASD, Bindungsstörung, lernbehindert, juvenile Polyarthritis;
J. (m) 01/2008, adoptiert, ADHS; Depressionen und ???,
M. (w) 01/2012 FG bei 23+6 SSW, Kleinwuchs, GÖR, Nahrungsmittelallergien, leichte ICP, Schielen, Weitsichtigkeit, allg Entwicklungsverzögerung
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Jojo111
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BeitragVerfasst am: 28.12.2018, 23:28    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Antwort!

Beim JA haben wir noch nicht nachgefragt, da es von Seiten der HPT eben hieß, dass sie „JA-Kinder“ nicht aufnehmen. Ich bin nicht sicher, ob sie es wirklich nicht dürfen oder aus Tradition nicht tun. Das wollte ich vorher klären.
Ich vermute wirklich, dass der Bezirk als Kostenträger einfach „angenehmer“ ist und deshalb einige HPTs lieber nur den Bezirk als Kostenträger haben.

Magst Du mir vielleicht per PN verraten, um welche Schule es sich bei Euch handelt? Wir sind auch in Bayern.

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LG, Jojo
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JohannaG
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BeitragVerfasst am: 29.12.2018, 10:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jojo,

hast PN.

Liebe Grüße, Johanna

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Johanna, *73, Morbus Bechterew;
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Michaela44
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BeitragVerfasst am: 29.12.2018, 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, es sind zwei Dinge zu unterscheiden:
1. Würde das JA diese HPT finanzieren?
Ich denke, dass müssten sie, wenn es für die Entwicklung / Teilhabe deines Sohnes notwendig ist, in diese HPT zu gehen (Freunde sind gerade für Autisten wichtig, da sie nur schwer welche finden). Dass die HPT erstmal keinen Vertrag mit dem JA hat, ist nicht schlimm, denn das SGB 8 lässt Ausnahmen zu. Sie könnten / müssten wahrscheinlich den gleichen Satz zahlen wie das SA.

2. Muss die HPT deinen Sohn aufnehmen?
Vermutlich nicht, denn sie sind ein privates Unternehmen und frei in ihrer Entscheidung. Guck mal in die Verträge zwischen euch und der Schule oder in die Satzung der HPT oder in die Verträge zwischen SA und HPT. Gibt es dort einen Passus, nachdem der HPT Schüler der zugehörigen Sonderschule aufnehmen muss? Dann hast du vielleicht Glück.

Ich vermute auch, dass sie entweder Vorurteile ggü. dem JA haben oder schlichtweg schlecht informiert über die Möglichkeiten sind, jemanden über 35a aufzunehmen.

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