REHAkids - Das Forum für besondere Kinder.
SuchenSchnellsuche:  
Haushaltshilfe - Verweis auf andere Person im Haushalt

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.)
Vorheriges Thema anzeigen :: Dieses Thema einem Freund schicken :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Roy1969
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 18.02.2010
Beiträge: 1176
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 27.12.2018, 17:19    Titel: Haushaltshilfe - Verweis auf andere Person im Haushalt Antworten mit Zitat

Hallo,

Ich habe einen Antrag auf Haushaltshilfe gestellt, muss eine Woche in s Krankenhaus. Mein Mann würde dann morgens später anfangen und abends früher aufhören um unseren Bub zu betreuen und den Haushalt zu führen. Beantragt habe ich täglich 1 1/2 Stunden für die Betreuung von Sohnemann (morgens 1 Std, abends 30 Minuten) sowie pro Tag 1 Stunde für die allgemeine Haushaltsführung.

Erwartungsgemäß kam die Ablehnung mit den üblichen Begründungen:
Sohn ist über 12 (die Behinderung wurde in dem Punkt unter den Tisch gekehrt).
Der obligatorische Verweis auf das Pflegegeld.
Zu diesen Punkten hab ich den Widerspruch schon inklusive der §§ formuliert.

Aber jetzt der Punkt der mir beim Widerspruch Schwierigkeiten macht - Haushaltshilfe kann nur gewährt werden wenn keine andere im Haushalt lebende Person den Haushalt weiterführen kann. Mein Ehemann kann nach Meinung der Krankenkasse den Haushalt in den Abendstunden führen Laughing
Ich würde mit der Vollzeitberufstätigkeit meines Mannes nebst Übernahme der Pflege von A. in den Abendstunden argumentieren, da bleibt keine Zeit mehr für die "normale" Haushaltsführung think

Was meint ihr?

Viele Grüße
Roy

_________________
Roy 69, GöGa 74, D. 98, A. 05
D. HB mit ADS (ADS seit Februar 11 lt SPZ nicht mehr), A. seit 12/2010 Diagnose frühkindlicher Autismus
Alle mit Talent zum Glücklichsein Smile
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
oy1970
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 04.02.2010
Beiträge: 1128

BeitragVerfasst am: 27.12.2018, 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roy,

vielleicht hilfts dir. Ich kann die

Gemeinsames Rundschreiben vom 20.06.2016 zu den leistungsrechtlichen Vorschriften des Gesetzes zur Reform der
Strukturen der Krankenhausversorgung (Krankenhausstrukturgesetz - KHSG) vom 10.12.2015 zur Haushaltshilfe, häuslichen
Krankenpflege und Kurzzeitpflege


leider nicht verlinken. Aber unter 1.2.1.2. findest du etwas zu diese Thema mit dem du argumentieren kannst. Viel Erfolg!

LG

_________________
Sohn ´05 Frühkindlicher Autist, ADHS
Tochter
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Roy1969
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 18.02.2010
Beiträge: 1176
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 28.12.2018, 02:09    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Oy,

danke für den Hinweis Very Happy
Unter 1.2.1.2 finden sich Gerichtsurteile die evtl. hilfreich sein könnten - werde ich mal versuchen zu eruieren Very Happy

Ich habe mir das Gemeinsame Rundschreiben weitgehend durchgelesen - und bin entsetzt!
Wenn ich es richtig verstehe dann (es geht hier um die Haushaltshilfe nach dem Klinikaufenthalt - trifft auf meine Situation nicht zu da ich grad für den Zeitraum des Klinikaufenthaltes beantrage) wird in dem GR eine Haushaltshilfe nach dem Klinikaufenthalt nicht gewährt sobald das Kind einen Pflegegrad hat Shocked (hast du 1.2.1.3 den letzten Satz gelesen? Und dann die Schaubilder auf Seite 12 und 13? KHSG)
Das die Haushaltshilfe während des Klinikaufenthalts - unabhängig von Pflegegrad des Kindes - erbracht werden muss wird begründest mit § 13 Absatz 2 Satz 1 SGB XI:
" Die Leistungen nach dem Fünften Buch ….bleiben unberührt.“
sowie
Zu dieser gesetzlichen Regelung des SGB XI wird auf Seite 39 unter Punkt 2 Abs. 2 „Nebeneinander von Leistungen der Pflegeversicherung und von anderen Sozialleistungsträgern“ des „Gemeinsamen Rundschreiben zu den leistungsrechtlichen Vorschriften des SGB XI vom 13.02.2018“ des GKV-Spitzenverbandes und der Verbände der Pflegekassen auf Bundesebene ausgeführt:

„(2) Die Haushaltshilfe (§ 112 SGB III, § 38 SGB V, § 54 SGB IX i. V. m. § 28 SGB VI bzw. § 42 SGB VII) ist aufgrund der gesetzlichen Ausgestaltungsmodalitäten umfassend und ohne besondere Abgrenzungsregelungen zu erbringen. Sie beinhaltet generell die Versorgung des gesamten Haushalts und schließt etwa bei der Beschaffung und Zubereitung der Mahlzeiten alle üblicherweise im Haushalt zu versorgenden Personen ein. Der Inhalt der häuslichen Pflege wird nach §§ 36 bis 38 und 39 SGB XI im Gegensatz hierzu auf die im Einzelfall notwendigen körperbezogenen Pflegemaßnahmen, pflegerischen Betreuungsmaßnahmen und Hilfen zur Haushaltsführung begrenzt. Wird die Hilfe zur Haushaltsführung bereits im Rahmen der Erbringung von Haushaltshilfe durch andere Sozialleistungsträger zur Verfügung gestellt, besteht keine Notwendigkeit für eine Hilfe zur Haushaltsführung im Rahmen der häuslichen Pflege. Diese ist dann allein auf Leistungen der körperbezogenen Pflegemaßnahmen und pflegerischen Betreuungsmaßnahmen auszurichten. Anspruch auf Pflegegeld besteht neben Haushaltshilfe.“


LG Roy

_________________
Roy 69, GöGa 74, D. 98, A. 05
D. HB mit ADS (ADS seit Februar 11 lt SPZ nicht mehr), A. seit 12/2010 Diagnose frühkindlicher Autismus
Alle mit Talent zum Glücklichsein Smile
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
oy1970
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 04.02.2010
Beiträge: 1128

BeitragVerfasst am: 28.12.2018, 09:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roy,

du hast schon recht. Es geht, so wie ich es verstehe schwerpunktmäßig um den erweiterten Anspruch auf HH, also nach dem Klinikaufenthalt. Aber m.M nach auch um die Zeit im Krankenhaus.

Ich würde und habe mich auch deshalb auf 1.2.1.2 (um die Unmöglichkeit der Weiterführung des Haushalts) berufen. Von deinem Mann kann man also nicht erwarten, dass er sich nach der Arbeit um Sohn und um Haushalt kümmert. Unsere KK hat noch auf unsere Tochter verwiesen, dass die den Haushalt führen kann Shocked , oder eben mein Mann. Aber nach Widerspruch hat unsere KK zumindest in diesem Punkt nachgegeben.

Allerdings argumentieren die genau wie Du mit 1.2.1.3

Meiner Meinung nach bezieht sich 1.2.1.3. aber nur auf den verlängerten Anspruch bis zu 26 Wochen und nicht auf die Zeit von 4 Wochen. Da heißt es schließlich :

"Ist das im Haushalt lebende Kind pflegebedürftig im Sinne des SGB XI, bedarf es aufgrund des
insoweit bestehenden eigenständigen Sozialleistungsanspruchs des Kindes zur Vermeidung einer
Versorgungslücke keiner Erweiterung des Haushaltshilfeanspruchs. In die Beurteilung, ob mit
Blick auf den verlängerten Anspruch
auf Haushaltshilfe nach § 38 Abs. 1 Satz 4 SGB V im Haushalt
ein Kind lebt, sind deshalb nur Kinder einzubeziehen, für die kein Anspruch auf Pflegeleistungen
nach dem SGB XI besteht

Und so interpretiere ich dann auch das Schaubild. Er wird ja auch dort, auch wenn nur in der Überschrift, aber doch auf Absatz 4 verwiesen.

Die anderen Ausführungen die du mit angegeben hast überfordern mich allerdings ein wenig und ich verstehe nicht wirklich was damit gemeint ist Embarassed

????????Zu dieser gesetzlichen Regelung des SGB XI wird auf Seite 39 unter Punkt 2 Abs. 2 „Nebeneinander von Leistungen der Pflegeversicherung und von anderen Sozialleistungsträgern“ des „Gemeinsamen Rundschreiben zu den leistungsrechtlichen Vorschriften des SGB XI vom 13.02.2018“ des GKV-Spitzenverbandes und der Verbände der Pflegekassen auf Bundesebene ausgeführt:

„(2) Die Haushaltshilfe (§ 112 SGB III, § 38 SGB V, § 54 SGB IX i. V. m. § 28 SGB VI bzw. § 42 SGB VII) ist aufgrund der gesetzlichen Ausgestaltungsmodalitäten umfassend und ohne besondere Abgrenzungsregelungen zu erbringen. Sie beinhaltet generell die Versorgung des gesamten Haushalts und schließt etwa bei der Beschaffung und Zubereitung der Mahlzeiten alle üblicherweise im Haushalt zu versorgenden Personen ein. Der Inhalt der häuslichen Pflege wird nach §§ 36 bis 38 und 39 SGB XI im Gegensatz hierzu auf die im Einzelfall notwendigen körperbezogenen Pflegemaßnahmen, pflegerischen Betreuungsmaßnahmen und Hilfen zur Haushaltsführung begrenzt. Wird die Hilfe zur Haushaltsführung bereits im Rahmen der Erbringung von Haushaltshilfe durch andere Sozialleistungsträger zur Verfügung gestellt, besteht keine Notwendigkeit für eine Hilfe zur Haushaltsführung im Rahmen der häuslichen Pflege. Diese ist dann allein auf Leistungen der körperbezogenen Pflegemaßnahmen und pflegerischen Betreuungsmaßnahmen auszurichten. Anspruch auf Pflegegeld besteht neben Haushaltshilfe.“????????????? Embarassed

LG

_________________
Sohn ´05 Frühkindlicher Autist, ADHS
Tochter
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
monika61
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 09.06.2011
Beiträge: 3448

BeitragVerfasst am: 28.12.2018, 10:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roy,

schau mal hier:
https://www.haufe.de/sozialwesen/le.....kenpflege_242_372004.html


Hier findest Du das aktuelle Rundschreiben von 2018:
http://forum-munterbunt.de/forum/in.....mp;postID=14691#post14691



Haushaltshilfe

…"Die Krankenkasse stellt eine Haushaltshilfe, wenn die Weiterführung des Haushalts wegen der nachfolgenden Gründe nicht möglich ist:

...keine im Haushalt lebende Person (auf Volljährigkeit kommt es nicht an) den Haushalt weiterführen kann, z.B. wegen sehr hohem Alter, schlechtem Gesundheitszustand, des Umfangs der Haushaltsführung.

Wichtig ist hierbei, dass sich die andere im Haushalt lebende Person (z.B. der Ehepartner oder ältere Kinder) nicht wegen der Weiterführung des Haushalts von ihrer Berufstätigkeit, Berufs- oder Schulausbildung beurlauben lassen muss, d.h. der Haushaltsangehörige kann seine eigene berufliche oder schulische Rolle beibehalten."....

Komplette Info:
https://www.betanet.de/haushaltshilfe.html

LG
Monika
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Roy1969
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 18.02.2010
Beiträge: 1176
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 28.12.2018, 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Oy,

entschuldige, wollte dich nicht verwirren, deine Argumente sind aus dem

Gemeinsames Rundschreiben vom 20.06.2016 zu den leistungsrechtlichen Vorschriften des Gesetzes zur Reform der
Strukturen der Krankenhausversorgung (Krankenhausstrukturgesetz - KHSG)

meine Argument das neben Pflegegeld auch Haushaltshilfe zu gewähren ist kommt aus dem

Gemeinsamen Rundschreiben zu den leistungsrechtlichen Vorschriften des SGB XI vom 13.02.2018 des GKV-Spitzenverbandes und der Verbände der Pflegekassen auf Bundesebene

Auf Seite 39 steht diese Regelung. Deswegen war ich ja so erstaunt das in den beiden Rundschreiben (das eine zum KHSG und das andere zu SGB XI) so verschieden zu der Thematik Pflegegeld neben Haushaltshilfe Stellung nehmen.

LG
Roy

_________________
Roy 69, GöGa 74, D. 98, A. 05
D. HB mit ADS (ADS seit Februar 11 lt SPZ nicht mehr), A. seit 12/2010 Diagnose frühkindlicher Autismus
Alle mit Talent zum Glücklichsein Smile
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Roy1969
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 18.02.2010
Beiträge: 1176
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 28.12.2018, 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Monika,

lieben Dank für die Links.

Wenn ich es richtig verstehe würde es eigentlich ausreichen mit der Vollzeit-Berufstätigkeit meines Mannes zu argumentieren - das er nur den Haushalt vollumfänglich weiterführen kann wenn er stundenweise unbezahlt beurlaubt würde think
Von der in den Abendstunden erbrachten Pflege für A. wäre dann noch gar nicht die Rede.

LG
Roy

_________________
Roy 69, GöGa 74, D. 98, A. 05
D. HB mit ADS (ADS seit Februar 11 lt SPZ nicht mehr), A. seit 12/2010 Diagnose frühkindlicher Autismus
Alle mit Talent zum Glücklichsein Smile
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
Roy1969
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 18.02.2010
Beiträge: 1176
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 02.01.2019, 17:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

heute wollte ich den Widerspruch wegschicken.

Nun hat mein Mann in der Personalstelle die Auskunft bekommen, dass eine stundenweise Freistellung nicht möglich ist sondern nur ganze Tage. Rolling Eyes

Kann ich das in den Widerspruch mit reinschreiben? Das ich gleichzeitig eine Änderung im Umfang der beantragten Leistung ergeben hat? Ungefähr so:

"Zudem hat sich im Umfang der beantragten Erstattung des Verdienstausfalls eine Änderung ergeben.
Ich habe in der – irrtümlichen – Annahme, dass eine stundenweise Freistellung möglich ist den geringstmöglichen Umfang an Stunden beantragt, um die Kosten für die BKK xxxx möglichst niedrig zu halten. Heute wurde meinem Ehemann von der Personalstelle xxxx, Frau xxx (Tel.xxxxxxx) mitgeteilt, dass eine stundenweise unbezahlte Freistellung nicht möglich ist sondern nur ganze Arbeitstage freigestellt werden können. Ich beantrage daher die Erstattung des Verdienstausfalls für 39 Stunden im Zeitraum xxxxxx."

Was meint ihr?

Viele Grüße
Roy

_________________
Roy 69, GöGa 74, D. 98, A. 05
D. HB mit ADS (ADS seit Februar 11 lt SPZ nicht mehr), A. seit 12/2010 Diagnose frühkindlicher Autismus
Alle mit Talent zum Glücklichsein Smile
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.) Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Dieses Thema einem Freund schicken

Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben.
Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum posten
Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen


Seite erstellt in 0.05 Sekunden
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
subGreen style by ktauber