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Inklusion: Wenn nichts mehr geht

 
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MajaJo
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BeitragVerfasst am: 18.12.2018, 12:02    Titel: Inklusion: Wenn nichts mehr geht Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

mein Sohn wird inklusiv an einer staatlichen Grundschule beschult. Es befinden sich weitere Kinder mit unterschiedlichen Förderbedarfen in der Klasse sowie Kinder mit Migrationshintergrund. Die Klasse hat zwar neben einer Lehrerin zeitweise auch eine Sonderpädagogin in der Klasse und mittlerweile hat auch ein Kind eine Schulbegleitung, dennoch geht in dieser Klasse gar nichts mehr: denn die Klasse hat 28 Schüler zum neuen Halbjahr kommt ein weiterer hinzu.

Ich möchte das nicht so hinnehmen. Habt Ihr ähnliche Erfahrungen und könnt mir berichten, wie ich am besten zielführend vorgehe? Bundesland ist Brandenburg.

Liebe Grüße

Maja

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Maja m. Jo (*2010) ND, Asthma, Allergien m. Anaphylaxie, Störung d. Sozialverhaltens, GdB 70 H und Enkel (3/2018-5/2018) V. a. syndromale Erkrankung
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kati543
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BeitragVerfasst am: 18.12.2018, 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
wenn dein Sohn inklusiv beschult wird, welchen Förderbedarf hat er denn? Hat dein Kind auch Stunden von der Schulbegleitung zugesprochen bekommen?

Grundsätzlich bin ich zwar ein Befürworter der Inklusion, aber was du beschreibst, ist keine Inklusion - das ist nur Gelder auf Kosten der Kinder sparen. 29 Kinder würden in meinem Bundesland gar nicht in eine Grundschulklasse gehen dürfen - das Limit sind in Hessen 25 Kinder, danach muss die Klasse geteilt werden. In eurem Fall würde ich erstmal darauf warten, bis das neue Kind kommt und dann zuschlagen.
https://www.pnn.de/brandenburg/hint.....-vertretbar/21572296.html
Laut der damaligen Aussage sind MAXIMAL 28 Kinder vertretbar - ihr werdet dann ja 29 Kinder in der Klasse sein und damit ist das eindeutig nicht mehr vertretbar und die Klasse muss geteilt werden.
Geh das nicht allein an - immer nur mit den Elternvertretern oder geschlossen mit allen Eltern.
LG
Katrin

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Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
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Silvia & Iris
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BeitragVerfasst am: 18.12.2018, 13:08    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe MajaJo,

auch wenn ich jetzt nicht in Brandenburg bin, so habe ich damals gelernt, dass in einer Integrationsklasse die Kinder mit offiziellem Förderbedarf für 2 Kinder zählen, d. h. - wenn in deiner Klasse 24 Kinder sind, davon 4 mit Förderbedarf, dann zählt es wie eine Klasse mit 28 Schülern...


ich hoffe, ich kann dir damit weiterhelfen Smile

LG
Silvia

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Liebe Grüße
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HeikeLeo
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BeitragVerfasst am: 18.12.2018, 15:03    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Maja,

mein Sohn war auch in einer Klasse mit 29 Kindern schon in der ersten Klasse in Baden-Württemberg. In der weiterführenden Schule waren es dann sogar 34 Kinder.
Die Mischung in der Grundschule war ähnlich wie bei Euch. Außerdem waren noch 21 von den 29 Kindern Jungen.

Ich kann Dir leider keinen Tipp geben, wie Du das angehen kannst. Bei uns hat sich trotz der Bedingungen alles gut entwickelt.

Liebe Grüße
Heike
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MajaJo
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BeitragVerfasst am: 28.12.2018, 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure antworten. Jo hat gar keinen Förderbedarf. Er könnte nach dem Rundschreiben 2/14 Nachteilsausgleich für zeitweise oder chronisch kranke Schülerinnen und Schüler ohne sonderpädagogisches Förderverfahren erhalten.

Ich hatte noch vor den Ferien ein Gespräch mit der Schulleitung. Es gibt nur ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der Klasse, der Rest ist einfach nicht beantragt, weil die Eltern es nicht wollten. Eine maximale Schülerzahl ist aus sämtlichen Regelungen Brandenburgs getilgt worden. Ab 29 Schülern muss lediglich die Schulkonferenz informiert werden. Anfang des Jahres bin ich mit der Elternvertreterin verabredet. Mal sehen, was sich daraus ergibt und was wir dann unternehmen.

Liebe Grüße

Maja

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Maja m. Jo (*2010) ND, Asthma, Allergien m. Anaphylaxie, Störung d. Sozialverhaltens, GdB 70 H und Enkel (3/2018-5/2018) V. a. syndromale Erkrankung
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Michaela44
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BeitragVerfasst am: 28.12.2018, 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, so ist das. Wenn keiner Förderbedarf beantragt, gibt es auch keine Reduzierung der Schülerzahl (bei uns besetzt ein Inklusionskind zwei Schulplätze) und keine Sonderpädagigikstunden..... Selbst mit Förderbedarf ist die Situation oft trotzdem defizitär, da es zu wenig Sonderpädagogen gibt, aber ohne Förderbedarf gibt es gar nichts.

Wieso schreibst du empört, dass die anderen Eltern keinen sonderpädagogischen Förderbedarf beantragen, wenn du es selbst nicht machst?

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GretchenM
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BeitragVerfasst am: 28.12.2018, 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Die Klassenlehrerin meines Sohnes fiel mir um den Hals, als ich meine Einwilligung zur Eröffnung des AOSF-Verfahrens gegeben hatte. Es gab schon damals viele Eltern die sich weigerten, obwohl die Lehrer eindringlich darum baten.

Ich finde ehrlich gesagt, dass das zwar verständlich ist - aber wenn ein Kind dann nicht offiziell inklusiv beschult wird (wie kann ein Kind ohne Förderbedarf denn offiziell inklusiv beschult werden?) ist klar, dass die Bedingungen noch schlechter sind als ohne offiziell beantragten Förderbedarf.

Und mit jedem Kind, das nicht offiziell Förderbedarf hat, aber das doch eigentlich eben mehr Förderung braucht als die meisten Kinder, ist klar, das es schwieriger wird...

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JennyK
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BeitragVerfasst am: 29.12.2018, 08:13    Titel: Antworten mit Zitat

Zumindest hier in nrw gibt es keine stundenweise Zuweisung von Sonderpädagogen pro Kind mit sonderpädagogischen Förderbedarf mehr. Das ist vor ein paar Jahren gekippt worden, leider. Daher fallen auch viele Vorteile weg, die so ein Verfahren gebracht hat, gerade für Kinder mit dem Förderbedarf ES. Wir haben uns dagegen entschieden, nachdem der alte Klassenlehrer ihn zur Förderschule schicken wollte. Die neue Klassenlehrerin sah und sieht keinen Bedarf, eben weil sich gar nichts ändern würde für sie, die Klasse oder ihn.

Ich kenne es eigentlich auch so, dass Inklusionsklassen eher klein gehalten werden, meist sind dort maximal 24/25 Kinder. Abermanchmal geht es nicht anders, dann sind Klassen von bis zu 32 Kindern erlaubt. Das ist auch ohne Inklusionskinder viel zu viel...

Ja, versucht als Elternschaft was zu bewegen, nehmt die Lehrer mit ins Boot und evtl. Inklusionsbeauftragte. Evtl müssen dann doch einige Eltern AOSF Anträge stellen, damit Bewegung rein kommt. Die Frage ist nur, wohin mit den Kindern? Wenn es nicht genug sind, um die Klassen zu teilen und eine dritte/vierte Klasse aufzumachen, wird es schwer, eine Lösung zu finden.

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Sohn 1 (06), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
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MajaJo
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BeitragVerfasst am: 29.12.2018, 13:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michaela,

bei uns wurde im Zuge der Einschulungsuntersuchung das sonderpädagogische Förderverfahren eröffnet und nach dem Besuch der Sonderpädagogin in der Kita gleich wieder geschlossen. Sie fand in einer Kleingruppe (neun Kinder) ein völlig unauffälliges Kind vor. Genau so hat er sich auch in der Schule verhalten und verhält sich auch weiterhin für die Lehrerin unauffällig. Die Probleme tun sich seit 1 1/2 Jahren nur zu Hause auf. Den Zusammenhang mit der Schule habe ich erst gar nicht gesehen. Zum Glück hat er irgendwann selbst den Mund aufgemacht.

Ja, Jenny, der erste Hilferuf kam tatsächlich von der Lehrerin per E-Mail zwischen den Zeilen. Die Klassen sind beide so groß, eine Teilung wäre tatsächlich möglich, wenn dann alle wollten und die Schulleitung will genau das nicht. In dem einen Moment erzählt sie von Lehrermangel, im anderen davon, dass sie immer noch den Luxus hat, sich das Personal aussuchen zu können.

Liebe Grüße

Maja

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