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Fragen zum Schwerbehindertenausweis, Nachteilsausgleiche
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Karin2
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BeitragVerfasst am: 15.12.2018, 17:09    Titel: Fragen zum Schwerbehindertenausweis, Nachteilsausgleiche Antworten mit Zitat

Hallo Ihr,
wenn eine erwachsene Person einen SBA 100, B,G,H,Rf hat, dann bekommt sie einen Steuerfreibetrag von 3700 Euro.
1. Können zusätzlich Zuzahlungen, Apothekenrechnungen, Arztrechnungen, etc. geltend gemacht werden oder NUR, wenn diese Beträge den o.g. Steuerfreibetrag überschreiten?
2. Gilt die mögliche KFZ-Befreiung nur für ein Auto, das auf die schwerbehinderte Person zugelassen ist, oder kann ein pflegender Angehöriger die Befreiung für ein Zweitauto einsetzen, welches nur für die schwerbehinderte Person genutzt wird?
3. Welche Vergünstigungen ermöglichen die Rf?
4. Werden Fahrten im Fernverkehr vergünstigt? (Thema kostenfreie Wertmarke im Nahverkehr und kostenfreie Begleitperson sind bekannt)
5. Wie groß ist die Chance einen orangenen Parkausweis zu erhalten?
6. Habe ich einen NTA vergessen?
Im Voraus Dank für Eure Antworten

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LG Karin
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Silvia & Iris
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BeitragVerfasst am: 15.12.2018, 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Karin,

ich kann dir zumindest zu deinem Punkt 2 schreiben:
Das Kfz für welches die Steuerbefreiung geltend gemacht werden kann, muss im Eigentum / Besitz der begünstigten - also der beeinträchtigten Person sein. - Egal, wie alt diese ist...

zu 5 - warum orange? blau gilt überall... aber da kann ich dir nicht wirklich weiter helfen, da wir den blauen haben... - wie mobil ist denn die betroffene Person? Ist sie auf einen Rollstuhl angewiesen?

LG
Silvia

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Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört
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kati543
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BeitragVerfasst am: 15.12.2018, 17:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
1. Die 3700€ kommen ausschließlich von dem Merkzeichen H. Der Pauschbetrag gilt für behinderungsbedingte Mehraufwendungen im Alltag (z.B. häufigeres Wäsche waschen), falls der Pauschbetrag nicht reicht, ist es auch möglich die Punkte einzeln nachzuweisen. Was exakt darunterfällt, kann im Internet nachgelesen werden. Die Dinge, die JEDER absetzen kann, darf auch ein behinderter Mensch ZUSÄTZLICH noch absetzen. Zuzahlungen, Apothekenrechnungen, Arztrechnungen gehören zur Gruppe der außergewöhnlichen Belastungen und können darüber abgesetzt werden, sobald die zumutbare Belastung überschritten ist.
2. + 3. Hier kenne ich mich nicht aus.
4. Nein. Der Behinderte hat die gleichen Möglichkeiten im Fernverkehr zu sparen, wie gesunde Menschen auch. Die Begleitperson fährt natürlich kostenlos. Die Sitzplatzreservierung ist für den Behinderten und die Begleitperson aufgrund des B kostenlos.
5. Das kommt nicht auf den SBA und die Merkzeichen an, sondern auf die Behinderungen, die zu den Merkzeichen geführt haben. Kann man so nicht sagen.
6. Ja. Ganz spontan fällen mir die 15.000km (mit Fahrtenbuch) oder 3.000km (Pauschale) aufgrund des H bzw. G in der Steuererklärungen bei den Außergewöhnlichen Belastungen ein. Kosten, die durch eine Begleitperson entstehen, Können ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden (wegen Merkzeichen B).
Mehr fällt mir jetzt spontan auch nicht ein. Ist aber auch gerade keine Zeit für die Steuererklärung Wink .
LG
Katrin

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Katrin (Epilepsie)
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D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)
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Karin2
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BeitragVerfasst am: 15.12.2018, 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silvia,
für den blauen Parkausweis braucht man aG oder Bl.
Die vorliegende Gehbehinderung ist zwar erheblich aber bislang behilft man sich mit Rollator und assistierender Begleitperson. Wenn es bei den kurzen Wegen nicht mehr geht, wird der Rollator, der eine Rückenlehne hat, als Rollstuhl benutzt, die Person dann von der Begleitperson geschoben bzw per Auto/Taxi abgeholt.

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LG Karin
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Karin2
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BeitragVerfasst am: 15.12.2018, 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Katrin,
Punkt 1 war mir am Wichtigsten, super beantwortet, danke dir dafür.
Punkt 4 hat sich ebenfalls geklärt.
Punkt 6 wirft Fragen auf, die 3000km Pauschale kann also jeder der ein H und G hat, über den Pauschbetrag hinaus geltend machen. Wieviel ist das?

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LG Karin
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Karin2
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BeitragVerfasst am: 15.12.2018, 18:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silvia,
"Das Kfz für welches die Steuerbefreiung geltend gemacht werden kann, muss im Eigentum / Besitz der begünstigten - also der beeinträchtigten Person sein. - Egal, wie alt diese ist..."
Man kann etwas besitzen aber... muss das Auto wirklich auf die schwerbehinderte Person angemeldet sein, zumal diese Person nicht mehr fahren kann? Wie ist das bei Kindern?

Und das habe ich noch gefunden:
"Wenn Ihr Schwerbehindertenausweis eines der Merkzeichen H (hilflos), Bl (blind) oder aG (außergewöhnlich gehbehindert) enthält, können Sie sich vollständig von der Kfz-Steuer für das auf Sie zugelassene Auto befreien lassen

Kfz-Steuerermäßigung oder -befreiung erhalten Sie nur, wenn Sie gleichzeitig auf Ihr Recht zur unentgeltlichen Beförderung in öffentlichen Verkehrsmitteln verzichten.

Die Kfz-Steuervergünstigung lohnt sich also nur, wenn Sie als schwerbehinderter Mensch selten öffentliche Verkehrsmittel nutzen."

entweder oder, dann ist die KFZ Steuer- Befreiung uninteressant.

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LG Karin
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Petra62
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BeitragVerfasst am: 15.12.2018, 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann dir was zum Merkzeichen RF sagen. Menschen mit diesem Merkzeichen können einen ermäßigten Rundfungbeitrag beantragen.
Desweiteren kann man, sofern man Telekom Kunde ist, einen Sozialtarif beantragen.
Bei der KFZ Steuer Ermäßigung meine ich, muss das Auto auf die Person zugelassen sein, die den Ausweis hat.
Einen Parkausweis bekommt man nur mit Merkzeichen AG. Das ist äußerst schwer, wie schon geschrieben.

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Viele Grüße
Petra
Wenn jeder Tag mit einem Lächeln beginnt
ist es ein guter Tag.
Petra ( 1962 )
Sohn (1998) Asperger ( Diagnose 2016 ), ADS Träumer, Scoliose, Rechtsschenkelblock, fehlender Brustmuskel.
Sohn (2002) Fit
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Ainslie2009
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BeitragVerfasst am: 15.12.2018, 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ja das Auto muss definitiv auf den Schwerbehinderten zugelassen sein. Geht auch bei Kindern. Mein Auto ist auf meine Tochter zugelassen (9 Jahre alt und Mz. H).
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Arlett 8/78 starke Störung der Grob- und Feinmotorik, Sehstörung (GdB 50) mit Marc Fabian 7/07 ADHS, GdB 30, PG 3 und Ainslie Lucy 5/09 Kombinierte Entwicklungsstörung, ADHS, Atypischer Autismus, AVWS, Sprachentwicklungsstörung, Epilespie, GdB 60 mit Mz. H, B, PG 3
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kati543
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BeitragVerfasst am: 15.12.2018, 23:55    Titel: Antworten mit Zitat

Karin2 hat folgendes geschrieben:
Danke Katrin,
Punkt 1 war mir am Wichtigsten, super beantwortet, danke dir dafür.
Punkt 4 hat sich ebenfalls geklärt.
Punkt 6 wirft Fragen auf, die 3000km Pauschale kann also jeder der ein H und G hat, über den Pauschbetrag hinaus geltend machen. Wieviel ist das?


Hallo,
die 3000km kommen von dem G, die 15.000km kommen von dem H. Hat man beide Merkzeichen, kann man sich entscheiden, was man lieber in Anspruch nehmen möchte - Beides zusammen geht nicht. Pro Kilometer akzeptiert das Finanzamt 30 Cent.

LG
Katrin

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Katrin (Epilepsie)
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TanjaJ1972
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BeitragVerfasst am: 16.12.2018, 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Karin,
Nico hat auch 100% B,G,H und wir haben den orangenen Parkausweis bekommen. Bin einfach mit dem SBA ins hiesige Rathaus und hab nachgefragt, ob sie mir den ausstellen, wurde sofort vor Ort erledigt.

Zuzahlungen zu Apotheke, Hilfsmittel etc. gebe ich zusätzlich zu der 3.700€ Pauschale für die ganze Familie immer bei der Steuererklärung mit an (als außergewöhnliche Belastung)

Bei meinem Finanzamt funktioniert auch noch die Pauschale von 15.000km, wird wohl von vielen FAS nicht mehr so anerkannt, wie ich hier schon öfter gelesen hab, ich gebe jedoch einfach immer pauschal ohne Nachweis diese 15.000km an, plus zusätzlich sämtliche Parktickets, die sich im Laufe des Jahres so ansammeln (sind immer so an die 200€). Bisher ist das immer durchgewunken worden.

VG
Tanja

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Tanja mit N1. (*2003, Kabuki-Syndrom) und N2. (*2006, gesund)
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