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UNESCO zur Inklusion in Deutschland
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 14.12.2018, 08:30    Titel: UNESCO zur Inklusion in Deutschland Antworten mit Zitat

Hallo,

Deutschland hinkt bei der schulischen Umsetzung von Grundrechten hinter den internationalen Standards und hinter der selbst ratifizierten Behindertenrechtskonvention hinterher. Die deutsche UNESCO-Kommission äußert sich:
https://www.unesco.de/bildung/inklu.....BBczScbNt6r61cW3Lp4A7x-AY

Grüße

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Engrid

mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)
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Silvia & Iris
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BeitragVerfasst am: 14.12.2018, 09:00    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Engrid,

danke für den Link...

der letzte Punkt - den finde ich noch etwas kritisch, gerade bei Kindern mit einem Wahrnehmungsproblem - aber auch anderen, die brauchen einfach Ruhe und Zeit, auch mal für sich... - Ich habe das erlebt in der Grundschule... - 5.-30 Aufstehen, beide Kinder anziehen, fertig machen für den Schulbus 6.45 Abholung - 8 bis 13 Uhr Unterricht - dann 20 min zur Nahrungsaufnahme in Schulstufe 3 + 4 dann Hortbetreuung... 16.30 Abholung - 17.30 zu Hause, Aufgabenkontrolle, lernen für Schularbeit...

Die Kinder und auch wir waren dadurch am Rande der Belastbarkeit, alles hat sich gerieben... und auch das Taxiunternehmen war überfordert... Der Fahrer musste um 5.45 anfangen zu arbeiten und kam erst nach 18.30 wieder zurück... Wenn der Unterricht früher begann oder der Hort noch einen Ausflug machte, fuhr das Taxi nicht...


Ja, ich weiß, dass man dann angeblich die Kinder vor Ort beschulen lassen kann... - Question Internate und anderes dann ganz abgeschafft werden, zumindest im Pflichtschulbereich, weil dann ja alles vor Ort ist... Ich habe auch schon von einigen normal entwickelten Schülern gehört wie wertvoll die Zeit im Internat war und wie viel es gebracht hat für die eigene Persönlichkeitsentwicklung... - also für Kinder nach dem 10. Geburtstag, in der Zeit der Pubertät...


Ab welcher Stufe will man denn den Ganztag? Bereits in der Krippe, bei Kindern ab 10 Monaten? Im Kindergarten? Was passiert dann mit den örtlichen Vereinen und Sportgruppen? - da fährt man ja schon mal 20 km weit weg um genau diesen Sport zu finden, oder auch Schach und anderes... die sind nicht unbedingt alle im Ort, weil diese Gruppen nicht so viel Zugang haben, dass man in jedem Ort alles anbieten kann Rolling Eyes

mit diesem Punkt gehe ich nicht 100 % konform... Es sollte eine Wahlmöglichkeit geben...

LG
Silvia

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Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 14.12.2018, 09:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

bin selber auch nicht vom Ganztag überzeugt. Aber lasst uns doch mal wegkommen vom „Haar in der Suppe finden“ und dann nur das herausgreifen.

Grüße

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Engrid

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Alexandra2014
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BeitragVerfasst am: 14.12.2018, 09:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silvia,

das sehe ich ganz genau so!
Meinetwegen festes Programm bis 14 Uhr und danach die Wahlfreiheit, ob Kind nach Hause kommt oder noch nicht. Vielleicht auch flexibel wählbar, so dass das Kind z.B. an zwei Tagen pro Woche länger geht.
Aber Flexibilität ist im bürokratischen Deutschland immer ein Problem.

Gruß
Alex

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ninona
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BeitragVerfasst am: 14.12.2018, 09:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

also dass die Zusammenlegung (und Neurodnung ) des Schulsystems erforderlich ist und zu langsam geht, da stimme ich auf jeden Fall zu.

Bei den Ausführungen gruselt es mich. Förderzentren die mit Schulpsychologen, Jugendamt zusammen arbeiten und Gutachten erstellen? Also Einschränkung der Arzt/ Therapeutienwahl ? So lese ich die Ausführungen...hmmm, kann (!) problematisch werden.
Weiterer Ganztagsausbau ? Schulbegleiter nur noch von einem Träger der einen Vertrag mit der Schule hat, Stundengewährung für dieSchule im Pool.

Das sind die ersten Punkte die ich zumindest für diskussionswürdig halte. Wenn ich sehe wie iel Fachkompetenzen im Bereich Schule bei bestimmten „ special needs“ vorhanden sind gruselt es mich noch mehr.

Vielleicht läuft das in anderen Ländern so. Dann muss man aber vergleichen. Gibt es dort eine Schulpflicht, Alternativen, ein ähnliches Sanktionssystem wie in Deutschland...
Was passiert mit den Kindern die da nicht reinpassen?

Aber gute Bildung und Schule für alle, ja!

Viele Grüße
Ninona
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Sandra1978
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BeitragVerfasst am: 14.12.2018, 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

wenn ich das alles lese kann ich nur sagen das ich froh bin das wir nur noch 2,5 Jahre Schule vor uns haben .

Das wird doch alles schlechter statt besser. Selbst durch die Umstellung von Förderschule zum Förderzentrum hat vieles verschlechtert von Regelschulen mal ganz zu schweigen. Das Problem besteht nicht nur für Förderschüler sondern auch schon für Hauptschüler.

Auch die werden an der Realschule nur geduldet aber nicht gewollt.

Gruß Sandra

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Mama Sandra (Asperger Autist)
Papa Jochen (Lernebehindert)
Sarah (2003) (Lernbehindert)
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Sandra1978
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BeitragVerfasst am: 14.12.2018, 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

ninona hat folgendes geschrieben:
Hallo,

also dass die Zusammenlegung (und Neurodnung ) des Schulsystems erforderlich ist und zu langsam geht, da stimme ich auf jeden Fall zu.

Bei den Ausführungen gruselt es mich. Förderzentren die mit Schulpsychologen, Jugendamt zusammen arbeiten und Gutachten erstellen? Also Einschränkung der Arzt/ Therapeutienwahl ? So lese ich die Ausführungen...hmmm, kann (!) problematisch werden.
Weiterer Ganztagsausbau ? Schulbegleiter nur noch von einem Träger der einen Vertrag mit der Schule hat, Stundengewährung für dieSchule im Pool.

Das sind die ersten Punkte die ich zumindest für diskussionswürdig halte. Wenn ich sehe wie iel Fachkompetenzen im Bereich Schule bei bestimmten „ special needs“ vorhanden sind gruselt es mich noch mehr.

Vielleicht läuft das in anderen Ländern so. Dann muss man aber vergleichen. Gibt es dort eine Schulpflicht, Alternativen, ein ähnliches Sanktionssystem wie in Deutschland...
Was passiert mit den Kindern die da nicht reinpassen?

Aber gute Bildung und Schule für alle, ja!

Viele Grüße
Ninona


Hallo,

du stellst dir das Förderzentrum schlimmer vor wie es ist. Das bedeutet das es nicht mehr einzelne Förderschulen für jeden Schwerpunkt gibt sondern das alle unter einem Dach lernen und dort alle Abschlüsse machen können.

Gruß Sandra

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ninona
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BeitragVerfasst am: 14.12.2018, 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
das ist keine fiktiven Vorstellung meinerseits sondern entspringt inhaltlich den Empfehlungen der UNESCO die Engrid hier verlinkt hat.
Ich war bis zum Lesen der inhaltlichen Umsetzung erst sehr positiv gestimmt.
Es ist ja einerseits auch nur eine Empfehlung. Anderseits gerade von einer Seite wo ich mir persönlich inhaltlich etwas anderes gewünscht hätte.

Viele Grüße
ninona
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Susanne1887
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BeitragVerfasst am: 14.12.2018, 15:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo beck ,

ich war schon sehr lange nicht mehr online.

Mia ist immer noch hörgeschädigt. Sie hat permanent das Gefühl, dass sie Wasser und Druck in ihren Ohren hat. Ich war auch zur Testung bei der Hörgeschädigenschule, dort hat sie bei 10 Wörtern in der Flüstersprache nur 2 verstehen können. Auch die auditive Wahrnehmungsstörungen ist immer noch da, wird aber mit der Zeit besser.
Ich bin regelmäßig beim HNO, fühle mich aber nicht ernstgenommen. Die Ohrtrompete funktioniert einfach nicht richtig. Keine Therapie hat bisher angeschlagen. Mia hat permanent Unterdruck auf den Ohren, vielleicht kennt sich hier im Forum jemand gut damit aus. Sehr gerne auch per PN.

Bei uns zeigt sich zunehmend, dass die Inklusion richtig war Exclamation . Sie besucht jetzt die 2. Klasse der Grundschule in Bayern. Der Anfang in der Grundschule war sehr schwer. Jedoch hat sich die Lehrerin sehr um sie bemüht und sie hat wirklich viel Hilfe bekommen.
Jetzt in der 2. Klasse ist sie in Rechnen Klassenbeste., ohne auch nur zu lernen. Sie hatte in allen Proben, bisher alles immer richtig. Bis auf Sachaufgaben = O Punkte wegen Verständisschwierigkeiten. Wir üben mit ihr bereits in Rechnen Stoff der 3. Klasse, da sie sich hier schon in der 2. unterfordert fühlt. Nur in Sachaufgaben sind wir in der noch in der 1. Klasse.

Deutsch ist und bleibt sehr schwer. Genauso wie auswendig lernen von HSU. Es braucht wirklich Engelsgeduld. Von der Schule kommt leider gar nichts. Weder Deutsch als Fremdsprache, noch irgendwelche Förderung durch einen Förderlehrer, was ich sehr schade finde.

Etwas was uns sehr gut tut: Unser Kinderarzt unterstützt uns sehr und verschreibt uns Logopädie. Wir haben eine Sonderpädagogin für Hörgeschädigten und Sprachheilpädagogik gefunden, die mit ihr 1x wöchebntlich das Hören, bis zum Sprechen bis zum Sätze Schreiben einübt. Das tut Mia sehr sehr gut und ich bin dafür sehr dankbar.

Ich würde mir sehr wünschen, dass mit 2 Lehrer in der Klasse individuell auf die Kinder eingegangen wird. Das vermisse ich schon sehr und würde vielen Kindern wirklich sehr gut tun. Dann könnten sicher sehr viele Kinder aus den Förderschulen auch die Grundschule besuchen, was ich super finden würde.
Ganz toll fände ich auch wenn Sozialpädagogen in der Grundschule tätig wären.

Viele Grüße

Susanne beck

_________________
Mia'10: auditive Wahrnehmungsstörung nach langjähriger sehr starker Schwerhörigkeit,
Sprachentwicklungsstörung, Hypersensibilität, Hörschädigung


Fabienne'14: gesund
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HeikeLeo
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Beiträge: 459
Wohnort: Fellbach

BeitragVerfasst am: 14.12.2018, 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Der inklusive Schulalltag entwickelt sich am wirksamsten, wenn
er im Ganztag stattfindet. Zeitliche Flexibilisierung und Rhythmisierung
...nach den Bedingungen vor Ort ...Auf dem Weg zum inklusiven Ganztag wird empfohlen, dass
auch Halbtagsschulen Konzepte für einen flexiblen, inklusiven
Schultag entwickeln...

Ist wahrscheinlich gut gemeint. Aber irgendwie finde ich es gruselig noch mehr Bestimmungshoheit an eine Schule zu übertragen, bei der ich schon jetzt größte Zweifel an der Professionalität der Mitarbeitenden habe.

Liebe Grüße
Heike
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