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Kampf um Hilfsmittel mit der Krankenkasse
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FrauLehmann
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BeitragVerfasst am: 10.12.2018, 19:52    Titel: Kampf um Hilfsmittel mit der Krankenkasse Antworten mit Zitat

Hallo....ich muss mich mal auslassen und vielleicht hat jemand einen Rat für mich. Krankenkasse und Hilfsmittel. Jede Verordnung ist ein Kampf. Mein Sohn ist 8 Jahre alt und unheilbar, fortschreitend und lebensverkürzend erkrankt. Anfang September haben wir Verordnungen für einen Hustenassistenten und eine Vibrationsweste eingereicht. Natürlich würde beides erstmal abgelehnt. Widerspruch geschrieben und mit ärztliche Gutachten eingereicht. Hustenassistent wurde letzte Woche endlich genehmigt. Vibrationsweste kam heut die erneute Ablehnung. MDK sieht keine medizinische Notwendigkeit. Telefonische Aussage der Mitarbeiterin der KK, ich solle mir von einem Atemtherapeuten die Handgriffe zum Abklopfen zeigen lassen und könnte es dann zuhause selbst tun. Kinderpflegebett Anfang Oktober beantragt. Ist noch in Klärung. Musste ich ausführliche Stellungsnahme schreiben warum das Bett von beiden Seiten begehbar sein muss und wozu wir zusätzlich eine Therapieauflage brauchen. Rehaautokindersitz Mitte November beantragt. Wurde gleich abgelehnt. Sieht die KK nicht als notwendig an. Was läuft hier falsch. Mein Sohn hat PG4 und 80% B,G und H. PEG bekommt er am Mittwoch gelegt. Das ist doch alles nicht mehr normal.
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Makbuled
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BeitragVerfasst am: 10.12.2018, 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Abend ich wünsche dir viel durchhalte Vermögen LG Makbule
_________________
Geboren am 22.06.1995 Tetraspastik,Epilepsie,Muskelhypotonie Rumpfbetont,Shuntversorgter Hydrocephalus Asthma Balkenfehlbildung, Neurologische Schluckstörung Speiseröhre Funktionstörung , Rollstuhlfahrerin seit 2008 Shunt-Op 05/2018 V.a Unklare Gendefekt
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LasseUndJohannes
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BeitragVerfasst am: 10.12.2018, 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
ja das läuft leider so falsch. Du hast ein behindertes Kind, du tust alles und dafür darfst du dir auch noch den Kampf mit der Kasse um die Hilfsmittel liefern. Ich habe mir oft gewünscht, das mir jemand diesen Kampf abnimmt. Man ist ständig im Einsatz für sein Kind und darf dafür spät in der Nacht noch Widersprüche recherchieren und schreiben. Das Kind braucht ein Hilfsmittel und es dauert viele Monate, bis es dieses dann bekommt, wenn überhaupt.

Ich wünsche dir wie makbule die Kraft und das Durchhaltevermögen das es brauchen wird.

_________________
Johannes 2008, SBA 50% B H, PG3, extremes ADHS (nach Fehldiagnose Autismus)
Benedikt 2014, PG 3, SBA 80% B H G, non verbal, auto aggressiv, ADHS, atypischer Autismus
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Irmengardelisabeth
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BeitragVerfasst am: 10.12.2018, 21:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Frau Lehmann,

Manchmal lohnt sich der große Aufwand die Kasse zu wechseln schon.
Wir sind bei der securvita und haben kaum Schwierigkeiten. Zum Glück!!!

Liebe Grüße
Irmi
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Yvonne und Kjeld
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BeitragVerfasst am: 10.12.2018, 22:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
auch von mir viel Kraft.
Wir sind bei der TK und haben bisher großes Glück gehabt, dass alles anstandslos genehmigt wurde. Laut unserer Rehatechnikerin ist die TK bei Pflegehilfsmitteln auch sehr entgegenkommend und macht relativ wenig Schwierigkeiten. zusätzlich schreibe ich bei jeder Beantragung gleich 1-2 Seiten, weshalb wir das brauchen, worauf es ankommt bei dem jeweiligen Hilfsmittel und weshalb. Wenn möglich shcicke ich gleich Ärztliche Stellungnahmen, Gutachten oder ähnliches mit. Vielleicht hilft das bei bei eurer Kasse auch.

LG Yvonne

_________________
Enya *08.14 gesund
Kjeld *03.16 globale Entwicklungsverzögerung, Wahrnehmungsstörungen, Brille, Hörgerät, Abscencen- Epilepsie, insgesamt auf dem Stand eines ca 12-14Monate alten Kindes
Svea *10.18
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Senem
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BeitragVerfasst am: 10.12.2018, 22:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo FrauLehmann,

ich kann verstehen, das du sauer bist!

Habe gerade heute wieder die Erfahrung gemacht, das die Krankenkassen es alle unterschiedlich handhaben.

Das finde ich so schade. Ich wäre dafür, das gerade für uns Behinderte, die optimale Versorgung gewährleistet und finanziert wird. Und die Kassen sollten mit dem Geld besser haushalten..

Ich weiß nicht, ob ein Kassenwechsel die Lösung wäre. Denn man weiß ja nicht, wie es bei der anderen Kasse zugeht.

Aber ich wünsche euch trotzdem viel Glück.

_________________
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen
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Anton09
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BeitragVerfasst am: 10.12.2018, 22:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

erstmal viel Kraft für die nächsten Hilfsmittelhürden.
Hustenassistet wurde bei uns auch erst nach Widerspruch genehmigt.
Wir sind bei der TK und es ist total wechselhaft was genehmigt wird.
Haben sogar Laserscan von Zähnen bekommen, da kein Abdruck möglich ist. Hatte einfach nachgefragt.
Kommunikationsmittel gingen nach Widerspruch.
Bei Gericht liegt Lagerungskeil nach Maß "Pörnbacher Art"
Begründung der Kasse für Ablehnung, hätten ja verstellbaren Lattenrost, angepasste Sitzschale usw.
Da wäre auf diesen Hilfsmitteln gar keine Bauchlagerung möglich.
Selbst Begründungen von Spezialklinikbereichen sind teilweise nicht ausreichend für Kasse.

Als hätte man keine anderen Sorgen.
Bin einmal am Telefon etwas lauter geworden und habe gesagt.
Wenn das Kind erst die Hufe hoch macht, brauchen wir das bestimmte Hilfsmittel nicht mehr.
Man darf ja wohl auch mal sauer sein über so manche Ignoranz.

Manche Bearbeiter fragen auch sehr lieb nach und es lässt sich vieles am Telefon erklären.
Bei uns wird mal wieder derzeit der Stand für die Genehmigung vom Kinderintensivpflegedienst geprüft.
Schön per Akte.....

Wir ertragen es mit viel Humor.

LG und viel Glück
Frauke

_________________
Anton 30.01.2009, Therapie-refraktäre Epilepsie, fokal kortikale Dysplasie - epilepsiechirurgische Resektion, Shunt, Button, schwere psychomotorische Entwicklungsretardierung, zentrale Bewegungsstörung, interstitielle Duplikation im Xq-21.1 Gen, VNS-Implantation, PG 5
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EvaHH
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BeitragVerfasst am: 11.12.2018, 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

ich kann dich so gut verstehen. Wir sind bei der TK und auch jedes Hilfsmittel ein Kampf.
Weil er läuft, weil er sitzt...bla bla bla.
und dass er wegläuft und nicht mal eine Sekunde still sitzen kann, interessiert ja keinen!
Dass ohne Buggy keine Arztbesuche möglich sind, sehen die nicht ein.
Dass ohne Autositz Fahren nicht möglich sind, sehen die auch nicht ein. Hier hat der MDK geschrieben, dass wir nicht unbedingt mit dem Auto fahren müssen sondern auch die öffentlichen Verkehrsmitteln nehmen können! ja! könnten wir! wenn die uns den Buggy genehmigt hätten!
das ist wirklich alles ein Witz und man muss es irgendwie mit Humor nehmen, sonst würde man durchdrehen!
Alles was jetzt unbedingt sein muss, kaufen wir sowieso alles alleine. wir können nicht jahrelang warten. es ist schon alles sehr traurig.
ich habe auch endlcih eine Rechtsschutz und beschäftige mich nicht damit. wir haben ja noch Tausend andere Baustellen.
ich wünsche hier allen viel Kraft und Durchsetzungsvermögen!

LG
Eva

_________________
Eva mit Sohn 2012 (MRD7 bei Mutation im DYRK1A-Gen, ASD II, Veränderung der weißen Substanz mit Hypomyelinisierung, ASS, expressive Sprachstörung, Krampfanfälle...)
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FrauLehmann
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BeitragVerfasst am: 12.12.2018, 07:32    Titel: Antworten mit Zitat

Das schlimme an der Situation ist ja, das ich im Grunde keine behindertes Kind habe, sondern ein todkrankes. Mein Sohn wird unweigerlich in absehbarer Zeit 2-3 Jahre an seiner Erkrankung sterben. Und ich lebe seit März 2016 mit der Diagnose und dem Wissen um den Verlauf. Mein Sohn war vor zwei Jahren im Grunde ein gesundes Kind und der Verlauf ist nunmal leider sehr rasant. Es geht um Lebensqualität und irgendwie ihm alles zu erleichtern. Das versteht die KK nicht.
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dojando
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BeitragVerfasst am: 12.12.2018, 08:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die Zukunft.

Was die Krankenkasse angeht. Rechne einfach damit das alles abgelehnt wird. Ich bereite alles so vor das es für den Richter ausgelegt ist. Das ist der normale Weg. Leider. Meistens bleibt es aber beim Schriftverkehr. Die Kassen lenken meist kurz vor dem Gerichtsentscheid ein.

Ich handhabe das so das ich das Thema so weit aufbaue mit der Begründung das ein Anwalt das nicht übernehmen muß, denn diese nehmen sich meistens nicht die Zeit es bis ins Detail auszuarbeiten. Einen Anwalt ziehe ich dann erst dazu wenn ich den Schriftverkehr mit dem Widerspruch und der abgelaufenen Fristsetzung abgesetzt habe.

Ein Kassenwechsel ist nicht ganz ohne. Zumal sich die Kassen da alle nichts nehmen. Da wir viel in den letzten Jahren in Rehamaßnahmen unterwegs sind habe ich schon viele Gespräche mit Eltern anderer Kinder gehabt. Bei uns ging es auch die ersten 3 Jahre gut und es wurde alles genehmigt. Danach wurde und wird echt alles erst einmal abgelehnt. Meistens schieben die lustige Schreiben vom MDK vor die überhaupt nicht mit der Situation zusammenpassen. Der MDK arbeitet nun mal für die Kasse. Für die Pflegestufe habe ich mir einfach einen eigenen Gutachter geholt über eine Firma die sich sowas zum Beruf gemacht hat gegen die Krankenkassen zu klagen.

Es kann auch passieren das die Krankenkasse beim Wechsel alle Hilfsmittel einfordert und man diese bei der neuen Kasse zum Teil erst einmal wieder neu beantragen muß. Das gilt vor allem für Hilfsmittel die weiterverwendet werden können.

Wenn du Hilfe bei Begründungen etc. benötigst melde die Themen am besten hier im Forum an und wir versuchen dir zu helfen.

Viel Glück und viel Kraft
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