REHAkids - Das Forum für besondere Kinder.
SuchenSchnellsuche:  
Autoaggression

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Krankheitsbilder - Allgemein
Vorheriges Thema anzeigen :: Dieses Thema einem Freund schicken :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Claudi-BaWü
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 01.08.2004
Beiträge: 3945
Wohnort: Baden Württemberg

BeitragVerfasst am: 28.11.2018, 07:17    Titel: Autoaggression Antworten mit Zitat

Hallo,

mein Sohn hat schon immer Lt. Ärzten Autoagerssionen wir waren auch schon bei div. Ärzten aber ohne wirkliche Hilfe zu bekommen.

Seit kurzem finde ich wird es immer schlimmer oder meine Nerven schlechter 🤔. Die Nächte sind schlecht und somit auch die Tage.... wir haben seit geraumer Zeit Probleme in der Schule und nun sagt auch die KZP das er alle wach und auf trapp hält und sie nicht wissen wie lange sie das machen können. Auch hat er jetzt sein erstes Praktikum in einer FuB gemacht auch dort wurde mir so durch die Blume gesagt das man ihn gerne nehmen würde........ aber.......
Äussern tut sich die Autoaggression mit Stimmungsschwankungen, sich selber in die Hand beissen und dann das schreckliche schreien (bis zu 80dB).
Habe mir schon überlegt ob das vielleicht auch eine Art Depression sein kann? 🤔 Weil die Stimmungsschwankungen so schlagartig sind.
Ein Psychologe kann uns nicht helfen da mein Sohn nicht sprechen kann.

Vielleicht kennt einer von Euch auch das Problem und kann mir sagen was ihr so macht.

Liebe müde und verzweifelte Grüße claudi

_________________
lg claudi
D. 12/2000 Tetraspastik, ICP, keine Sprache, Autistische Züge, Entwicklungsverzögert, Rollstuhlfahrer, seit 24.05.2005 Pohlig US-Orthesen, 10/2011 Hüft OP li. und 04/2017 und 06/2017 beide Knie/Füsse OP in Aschau.

Die Zukunft sollte man nicht voraussagen wollen,
sondern möglich machen (Antoine de Saint Exepury)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
Inge
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 19.04.2005
Beiträge: 4047
Wohnort: Aschaffenburg (Landkreis)

BeitragVerfasst am: 28.11.2018, 07:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudi,

ähnliche Verhältnisse hatten wir etliche Jahre. Annika hatte (besonders nachts) regelrechte Schrei-Attacken (lt. Messung über 90dB). Auch diese kamen ohne Vorwarnung und scheinbar grundlos.
Vor ca drei Jahren waren wir zur Grippe-Impfung beim Arzt. Nach einer schlaflosen Nacht ist sie dort eingeschlafen und fast vom Stuhl gefallen. Der Arzt dachte zuerst, sie wäre krank - dann habe ich ihm die Situation erklärt: fast jede Nacht stundenlanges Schreien.
Er hat mir dann zwei Tavor (1mg) mitgegeben und gesagt, dass solle ich mal testen, wenn es nötig ist. Wenn die erste Gabe nicht hilft, könnte ich ihr die zweite Tavor nach 20-30 Minuten geben.
Gleich in der nächsten Nacht habe ich ihr eine gegeben: sie war dann allerdings zwei Tage völlig ko.
Nach einigen Tagen bzw Nächten kam die nächste Schreiattacke. Dann habe ich ihr 1/4 (also 0,25 mg) gegeben. Das war die richtige Dosis um nachts zu schlafen und tagsüber wach zu sein.
Die Häufigkeit hat sich massiv reduziert. Am Anfang war es 3-4x/Woche, inzwischen 1-2x/Monat. Damit können wir alle gut leben.
In Bezug auf die Ursache dieser Schreiattacken können wir nur Vermutungen anstellen: nächtliche Angstzustände, die sich zur Verteidigung als Aggression äußern. Ob das stimmt.... keine Ahnung.

_________________

Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

'Sommerkind' von Wortfront


Viele Grüße
Inge

Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Claudi-BaWü
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 01.08.2004
Beiträge: 3945
Wohnort: Baden Württemberg

BeitragVerfasst am: 28.11.2018, 08:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inge,

dann werde ich das mit Tavor am Montag mit unserem Hausarzt besprechen.

Habe zwar schonmal Tavor gegeben aber hatte erstens auch das Problem das. Dominik am anderen Tag ko war. Zudem wurde mir von allen Seiten gesagt Tavor gebe man nur bei Epilepsie und es macht abhängig. Sad

Gruß claudi

_________________
lg claudi
D. 12/2000 Tetraspastik, ICP, keine Sprache, Autistische Züge, Entwicklungsverzögert, Rollstuhlfahrer, seit 24.05.2005 Pohlig US-Orthesen, 10/2011 Hüft OP li. und 04/2017 und 06/2017 beide Knie/Füsse OP in Aschau.

Die Zukunft sollte man nicht voraussagen wollen,
sondern möglich machen (Antoine de Saint Exepury)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Inge
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 19.04.2005
Beiträge: 4047
Wohnort: Aschaffenburg (Landkreis)

BeitragVerfasst am: 28.11.2018, 08:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudi,

die Abhängigkeit war für mich zuerst auch ein Problem, aber nachdem sich die Situation bei uns sehr entspannt hat und Annika das Tavor nur noch selten bekommt, ist das zumindest für uns nicht mehr relevant.
Tavor wird nicht nur nur bei Epilepsie verordnet, sondern auch bei Erregungs- und Angstzuständen.
Es gibt noch ein Medikament, das (speziell beim Rett-Syndrom?) verordnet wird: Clonidin.

Vielleicht hast du die Möglichkeit, die Optionen noch mit anderen Eltern zu diskutieren und abzuklären und dann mit dem Hausarzt oder dem SPZ oder MZEB zu besprechen.

Ich weiß, wie zermürbend das nicht nur für die Eltern, sondern auch für das Kind und andere Beteiligte ist und drück Euch die Daumen.

_________________

Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

'Sommerkind' von Wortfront


Viele Grüße
Inge

Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Britta70
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 11.01.2006
Beiträge: 579
Wohnort: Ditzingen

BeitragVerfasst am: 28.11.2018, 10:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudi,

kann es sein, dass dein Sohn ganz einfach Schmerzen hat?
Amelie hatte auch jahrelang Schreiattacken, und wir haben viel zu spät erkannt, dass die Ursache Schmerzen aufgrund der Spastik war. Jetzt hat sie seit Jahren eine Baclofenpumpe und ist seitdem wie ausgewechselt.
Früher wurde uns immer gesagt, Spastik tut nicht weh - das stimmt nicht!

LG
Britta

_________________
Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, Tetraparese, cerebral blind, Hüftluxation links (operiert 2014), starke Skoliose (operiert 2016)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Claudi-BaWü
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein


Anmeldedatum: 01.08.2004
Beiträge: 3945
Wohnort: Baden Württemberg

BeitragVerfasst am: 28.11.2018, 11:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Britta

ja mein Sohn hat auch Spastik in den Beinen.
Wer kann das feststellen? Ob die Schreiattaken von den Spastik Schmerzen kommt.

Gruß claudi

_________________
lg claudi
D. 12/2000 Tetraspastik, ICP, keine Sprache, Autistische Züge, Entwicklungsverzögert, Rollstuhlfahrer, seit 24.05.2005 Pohlig US-Orthesen, 10/2011 Hüft OP li. und 04/2017 und 06/2017 beide Knie/Füsse OP in Aschau.

Die Zukunft sollte man nicht voraussagen wollen,
sondern möglich machen (Antoine de Saint Exepury)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden







Verfasst am:     Titel: Anzeige

Nach oben
Britta70
Stamm-User
Stamm-User


Anmeldedatum: 11.01.2006
Beiträge: 579
Wohnort: Ditzingen

BeitragVerfasst am: 28.11.2018, 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Claudi,

ich beschreibe dir mal, woran wir das nachträglich festgemacht haben.
Amelie hat ein kleines Geräusch gehört, z. B. Tellerklappern in der Küche, hat sich dann kaum merkbar erschrocken, dadurch schoss die Spastik ein und daraufhin fing sie an zu schreien. Das war dann immer zwei Sekunden nach dem Geräusch. Und wir dachten immer, sie sei geräuschempfindlich.

Die Pumpe hatten wir wegen der stärker werdenden Spastik einsetzen lassent, damit wir nicht mehr Botox spritzen müssen. Erst als dann die Schreiattacken aufhörten, haben wir den Zusammenhang zwischen Spastik, Schmerzen und Schreien erkannt.

Vielleicht findet ihr einen ähnlichen Zusammenhang - irgendeinen Auslöser, den man bisher noch nicht gefunden hat. Das ist so schwierig, wenn der Betroffene nicht sprechen kann... es können ja auch einfach Schmerzen in der Hüfte oder weil die Orthesen drücken oder sonst etwas sein.


Alles Gute
Britta

_________________
Amelie (*05), hypoxischer Hirnschaden durch near-missed SIDS, Z. n. BNS-Epilepsie, Button, Tetraspastik, Tetraparese, cerebral blind, Hüftluxation links (operiert 2014), starke Skoliose (operiert 2016)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    REHAkids Foren-Übersicht -> Krankheitsbilder - Allgemein Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Dieses Thema einem Freund schicken

Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieser Rubrik schreiben.
Du kannst auf Beiträge in dieser Rubrik nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in dieser Rubrik nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in dieser Rubrik nicht mitmachen.
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen


Seite erstellt in 0.04 Sekunden
Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
subGreen style by ktauber