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MichaelK
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Anmeldedatum: 27.09.2005
Beiträge: 14500
Wohnort: Zwickau (Sachsen)

BeitragVerfasst am: 11.11.2018, 11:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Fragen zu EU-Rente kannst du auch hier in dem Expertenforum stellen:
https://www.ihre-vorsorge.de/drv-fo.....um/forum/action/show.html

LG Michael

_________________
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)
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Luna23556
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Anmeldedatum: 30.08.2018
Beiträge: 13
Wohnort: Lübeck

BeitragVerfasst am: 11.11.2018, 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die nette antwort. Ja ich bin bei uns im Klinikum wo er auch geholt wurde in therapie. Aber nur alle 2 wochen. Werde jetzt versuchen das auf 1x die woche zu bekommen. Ist nur auch immer ein akt. Da ich da ja auch mein lütten mit hin nehme und er eh total unruhig ist und fast immer unzufrieden. Ich werde mal schauen wo ich beratung noch bekommen kann. Ich mache ja bewusst die therapie für ihn weil ich will das er in den kiga kommt auch wegen dem sozialverhalten. Angemeldet ist er auch schon aber da muss ich auch nun wieder alles umplanen wegen ggf einen I platz. Haben den ausweis noch nicht so lange. Ich habe einfach nur angst das die Kk mich zwingen kann in erwerbsunfähigkeitsrente zu gehen und ich stehe dann finanziell mega schlecht da. Ist ja schon weniger durch das krankengeld.
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Kaja
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Anmeldedatum: 23.08.2007
Beiträge: 7032

BeitragVerfasst am: 11.11.2018, 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Luna,

Luna23556 hat folgendes geschrieben:
Die Krankenkasse hat mich bis jetzt nur telefonisch darauf hingewiesen das die ja nicht immer zahlen und die haben auch gesagt das wenn die krankheitdauer nicht absehbar ist, dann sind die nicht zuständig sondern die Rentenkasse.

solange du keine Aufforderung nach § 51 SGB V erhältst, brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Ohne diese Aufforderung kann die KK dich nicht zwingen, eine EU-Rente zu beantragen. Selbst wenn die Aufforderung ergeht, kann man dagegen Widerspruch einlegen, der aufschiebende Wirkung hat. Erwerbsunfähig ist man i.Ü. nur dann, wenn man KEINE Tätigkeit mit wirtschaftlichem Wert von 3 Stunden täglich ausüben kann. Sollte auch nur eine Tätigkeit in Betracht kommen, gibt es keine EU-Rente.

Luna23556 hat folgendes geschrieben:
Was ist genau diese Familienpflegezeit?

https://www.gesetze-im-internet.de/...../fpfzg/BJNR256410011.html
https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen.....-familienpflegezeit/75714
https://www.wege-zur-pflege.de/familienpflegezeit.html

Viele Grüße Kaja
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Anne_mit_2
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Anmeldedatum: 31.01.2016
Beiträge: 217

BeitragVerfasst am: 11.11.2018, 14:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Luna,

Deine/Eure Situation ist hoch komplex und ich möchte Dir mal helfen, die verschiedenen Ebenen zu trennen:

Ebene 1: psychischer Fallout der Frühgeburt und der Krankenhauszeit
Es ist super, dass Du daran arbeitest und Dich den Problemen stellst. Ich hoffe, dass Du dafür jemanden hast, mit dem/der auch die Chemie stimmt. Das ist bei so etwas der Dreh- und Angelpunkt.
Der Weg aus der Sackgasse führt aber meistens erst durch ein tiefes Tal ehe man wieder soweit aufsteigen kann, dass man die Übersicht hat. Für die KK ist es nur die Krankschreibungszeit, die sie sehen, und die Fachrichtung des Arztes. Für sie ist also nicht abschätzbar, was wirklich dahinter steckt und ob es ein produktives Aufarbeiten oder begleitendes Eindämmen von der Folgen einer Störung ist.
ABER: Du brauchst ausreichend Freiraum von der Betreuung Deines Kindes, damit diese Prozesse in Dir arbeiten können, sonst dauert es ewig. Hol Dir Entlastung gerade um die Therapiesitzungen herum! Es ist besser für Dein Kind, von Dir eine kurze Zeit (während Deiner Therapietermine inklusive Anfahrt, Abfahrt und etwas Zeit zum Verschnaufen) getrennt zu sein und Dich dann wieder zu haben, als Dich in geistesabwesendem Zustand sofort zu haben. Jedes Kind spürt so etwas.

Ebene 2: Therapien für Dein Kind
Ja, das ist eine große Belastung sowohl zeitlich als auch psychisch, wenn man das Vergangene noch nicht aufgearbeitet hat. Es wäre gut, wenn Ihr Euch hier auch einen Zeitplan macht, der es Dir erlaubt, verläßliche zeitliche Freiräume zu haben. Es muss nicht alles an Dir hängenbleiben, nimm andere Familienmitglieder auch mal in die Pflicht, so eine Fahrt regelmäßig zu übernehmen.

Ebene 3: Finanzielles
Hast Du bereits eine Pflegestufe für Dein Kind? Das schafft Dir finanzielle Möglichkeiten zumindest über Verhinderungspflege Dein Kind auch mal betreuen zu lassen und dafür auch eine Gegenleistung (Geld) anbieten zu können.
Gerade bzgl. Deiner angeschlagenen Verfassung ist das sehr wichtig. Auch für Euch Eltern als Paar solltet Ihr die Möglichkeit haben, Zeit ohne Kind zu verbringen egal ob für Zweisamkeit oder zum Zurechtlegen eines gemeinsamen Schlachtplans für die nächsten Wochen.

Ebene 4: Arbeiten
Sicher gibt es Situationen, in denen an geregelte Vollzeitarbeit nicht zu denken ist. Wenn Du aber schreibst, dass er bis auf die Verzögerung noch recht glimplich aus der Sache herausgekommen ist (also zumindest mal nicht beamtmungspflichtig und auch keine Epilepsie, wie ich aus Deinem Post jetzt mal rate), dann solltest Du mittelfristig wieder eine Möglichkeit finden, arbeiten zu gehen. Es gibt viele junge Frauen mit besonderen Kindern, für die die Sozialkontakte durch die Arbeit ganz entschiedend für das Wohlbefinden sind. Dabei kommt es nicht so sehr auf den Stundenumfang an, sondern auf die andere Umgebung und die gefühlte Normalität. Lass Dich also nicht beirren, wenn Du wieder arbeiten gehen willst. Bei machen Müttern ist es Segen für das Kind, wenn die Mütter durch die Kontakte auf der Arbeit mehr innere Ausgeglichenheit haben.

In Summe ist mein Rat: Nimm den Hinweis der KK nicht als Bedrohung oder Grenzüberschreitung, sondern als Wink, dass es an der Zeit ist, sich nun nicht mehr von Woche zu Woche zu hangeln, sondern mittelfristige Optionen und Perspektiven durchzuspielen. Aus dieser Perspektive könnte es für Dich ein Weckruf gewesen sein, dem Du in irgendeiner Form nachkommen solltest, indem Du beginnst, Euch Strukturen zu schaffen, die dann für eine Weile tragen können.

Ich wünsche Dir die richtigen Ideen zum richtigen Zeitpunkt und Leute, die Dich dabei unterstützen.

Viele Grüße,
Anne
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SandraM.
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Beiträge: 430
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BeitragVerfasst am: 11.11.2018, 18:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo.
du hast das Recht auf eine EU-Rente, wenn du aus gesundheitlichen (psychischen und / oder körperlichen) Gründen keine 3 Std. täglich eine leichte Tätigkeit ausüben kannst.
Wie dein Kind dabei betreut wird, interessiert die Rentenkasse nicht.

Die Krankenkasse kann dich, gemäß § 51 SGB V, zu einer Reha zwingen. Falls die Reha-Klinik dann im abschließenden Bericht eine Erwerbsminderung feststellen würde, kann dich die KK dann zu einem Rentenantrag zwingen.

Die Betreuungsnotwendigkeit von Kindern oder Angehörigen (z. B. Ehepartner, oder Eltern) ist rechtlich gesehen kein Grund für eine EU-Rente.

Für die finanzielle Absicherung der Betreuungs- und Pflegeperson sind andere Sozialträger, wie die Pflegekasse und das Jobcenter bzw. das Sozialamt, zuständig.

Gruß Sandra

Gruß Sandra

_________________
Sandra *1977, ICP mit leichter Tetraspastik, leichte Gangataxie, Fußgängerin
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Lisaneu
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BeitragVerfasst am: 11.11.2018, 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Luna!

Als ich wieder zu arbeiten begonnen habe war Alexander genau 2 Jahre alt. Meine Arbeitszeit war 22,5 Stunden. Sowohl Alexander als auch sein 4jähriger Bruder waren tagsüber im Kindergarten. Meine Arbeitszeit war MO-Do von 8h30 bis 13h 30 und FR von 8h30 bis 12h30. An mindestens 3 Tagen bin ich direkt vom Arbeitsplatz mit Öffis quer durch die Stadt gefahren meinen jüngeren Sohn vom Kindergarten abholen und zur Therapie (Frühförderung, Ergo, Horchi-Nachstellung) bringen. Am Heimweg habe ich noch den älteren Bruder von seinem Kindergarten abgeholt. Dazu gab es noch andere Termine (Augenarzt, Orthopäde, Ohrstücke machen lassen, die ganze "normalen" Muki-Pass-Untersuchungen und Impfungen für 2 Kinder und akute Krankheiten). Natürlich auch noch meine eigenen Termine (Augenarzt, Frauenarzt,...), die aber meistens zu kurz gekommen sind. Außerdem war Alexander nach den Nachmittagsterminen meistens müde und in überfüllten Öffis hoffnungslos überfordert. Es gab etliche Tage, wo er die ganze Heimfahrt durchgebrüllt hat.

Nach einem halben Jahr war ich einen Fingerbreit vom burnout entfernt und dann habe ich meine Arbeitszeit auf 15h reduziert (nur 2 Tage die Woche, aber von 8h30-17h) und mein Mann hat die Kinder an meinen Arbeitstagen abgeholt (bzw. der Kleine wurde mit dem Behindertenbus heimgebracht). So konnte ich die Therapietermine auch auf die Vormittage legen, wo mein Sohn noch nicht so müde war, was deutliche Erleichterung gebracht hat. Hie und da hatte ich sogar mal einen halben oder ganzen "freien Tag".

Seit ich wieder zu arbeiten begonnen habe, habe ich mein Arbeitszeitmodell 5x verändert - GsD hat mein Dienstgeber mitgespielt! Habe mal gesteigert, dann wieder reduziert,...bin um Moment wieder bei 16 Stunden (4x pro Woche 4 Stunden). Aber mittlerweile besuchen auch beide Kinder die Schule. Fremdbetreuung ist GsD nicht das große Problem bei uns. Aber ich hatte auch nicht deine Erfahrungen und daher auch nicht deine Ängste.

Also, arbeiten geht schon mit behindertem Kind, aber sicher nicht Vollzeit! So, dass du "nie wieder" arbeiten kannst, nicht mal 3 Stunden pro Tag, ist es sicher nicht! Du musst halt durch Versuch und Irrtum drauf kommen, was geht, und was nicht.

Im Gegensatz zu Dir hatte ich damals noch kein Pflegegeld, weil ich es einfach noch nicht beantragt hatte. Hab mir halt eingeredet, das sei eh alles in Ordnung und normal. Als ich dann, als Alexander 5 Jahre alt war, doch einen Antrag gestellt habe, bekam ich auf Anhieb PG3. Das war und ist natürlich eine merkbare finanzielle Erleichterung. Durch das PG bin ich nicht so sehr darauf angewiesen, möglichst viele Stunden zu arbeiten, damit wir mit unserem Familieneinkommen auskommen.

Du hast den Vorteil, dass du jetzt schon Pflegegeld bekommst. Daher macht es durchaus Sinn, wenn du wieder zu arbeiten beginnst, erst mal mit wenigen Stunden anzufangen und dann zu erhöhen, wenn du merkst, dass du das auch hinbekommst.

Alles Gute!

_________________
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)
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Luna23556
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Beiträge: 13
Wohnort: Lübeck

BeitragVerfasst am: 11.11.2018, 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

Das sind alles so viele sachen immer. Warum muss das so kompliziert sein. Rolling Eyes

Naja mein kleiner hat eine ganze reihe an baustellen..... hydrochephalus grad 4 versorgt mit einem VR Shunt. Unklare ggf. Krampfanfälle. Mitralklappeninsuvizienz( ist bestimmt falsch geschrieben sorry.) Ductus war beim letzten mal noch immer nicht ganz verschlossen. Starke lungenschädigung. Sind im Kkh in der pneumosprechstunde und haben extra ein kinderarzt der darauf spezialisiert ist. Er hat BPD, haben auch noch immer ein überwachungs monitor zuhause für die herzfrequenz und sauerstoffsätigung. Und halt noch paar sachen. Ich weiß nicht alles auswendig hab immer seine Entlassungsbriefe bzw bücher dabei.

Als Pflegegrad hat er 3 bekommen und wie gesagt den SBA mit 90% und fast allen zusätzen.

Es ist für mich wesentlich entspannter ihn mit zur therapie zu nehmen, da es halt in dem Krankenhaus ist wo er geboren wurde. Die therapeutin sagte auch das ich immer ihn ansehen soll wenn es zu viel ist bei der therapie und mir vor augen halten das er jetzt "gesund" bei mir ist und nicht im krankenhaus liegt.

Ich habe bei meiner krankenkasse eine feste bezugsperson und die weiß was hier los war. Ich habe damals schon oft mit ihr telefoniert und sie weiß eig immer bescheid was los ist.
Ich glaube aber das ihr rechz habt das es einfach ein anstupser sein sollte.

Jetzt kommt aber eine neue frage auf.
Warum können die mich zu einer reha zwingen?
Was wäre das für eine reha?
Weg von zu hause oder sowas wie tagesklinik?
Ich habe schon mit meiner kk und den therapeuten über tagesklinik gesprochen. Die sind meiner meinung. Das ist nicht möglich momentan. Kann da ja nicht den tag mit dem kleinen verbringen. Und wenn ich soweit bin das ich ihn abgeben kann dann brauche ich das auch nicht mehr.

Danke und habt einen schönen Abend.
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Lisaneu
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Anmeldedatum: 27.01.2017
Beiträge: 1534

BeitragVerfasst am: 12.11.2018, 07:23    Titel: Antworten mit Zitat

Luna23556 hat folgendes geschrieben:

Ich habe schon mit meiner kk und den therapeuten über tagesklinik gesprochen. Die sind meiner meinung. Das ist nicht möglich momentan. Kann da ja nicht den tag mit dem kleinen verbringen. Und wenn ich soweit bin das ich ihn abgeben kann dann brauche ich das auch nicht mehr.

Danke und habt einen schönen Abend.


Hallo Luna,

auch wenn du es Dir sehr wünscht (und ich es dir wirklich von Herzen vergönne) ist das "abgeben können" nicht so leicht, wie du denkst. Vor allem in deinem speziellen Fall, mit deiner Vorgeschichte.

Der ist dein "Wenn ich ihn abgeben kann brauche ich keine Reha mehr!" nicht mehr als ein Wunsch, der durchaus wahr werden kann, aber eben nicht muss.

Es ist ein Lernprozess, die ganzen Planungen wie z.B. "Was wird in einem Jahr sein?" loszulassen. Du bist bei deiner eigenen Entwicklung, auch wenn du bereit bist, Unterstützung anzunehmen, genauso machtlos wie bei der Krankheit deines Sohnes. Wichtig sind erst mal KLEINE Schritte. Also das Kind nicht nur 5 Minuten und mit schlechtem Gewissen bei deinem Mann zu lassen, sondern nach und nach 10, 15, 20 Minuten. Vielleicht mal eine Runde um den Häuserblock gehen, um nicht ständig sprungbereit zu sein. Den Gedanken loslassen, was vielelicht alles passieren könnte und statt dessen bewusst positive Gedanken ("Ich vertraue meinem Mann. Er ist der Vater und er weiß, was er tut!") einsetzen. Wenn das halbwegs klappt vielleicht mal alleine einkaufen gehen, usw. Das Kind darauf vorbereiten, dass vielleicht mal der Papa oder die Oma mit ihm zur Therapie geht. Und das alles in einem Tempo, wo es FÜR DICH passt.

Du wirst nicht morgen zur Reha gezwungen werden. Wie schon geschrieben ist das ein langer Weg. Dazu musst du erst mal was schrifltiches haben (das Telefonat mit dem Vorschlag zählt genau NULL) und dann kannst du immer noch Berufung einlegen. Das dauert etliche Wochen bzw. Monate, in denen du versuchen kannst, wieder DEINEN Weg zurück ins Leben zu finden.

Ich bin z.B. sehr froh, zumindest 16 Stunden die Woche zu arbeiten. Es ist einfach ein ganze anderes Leben als NUR mit dem Kind zu Hause zu sein. Es ist was positives, auf das ich mich freue. Ein Ort, wo ich für meine Tätigkeit Anerkenneung bekomme und nicht nur als Muttertier gesehen werde. So was wünsche ich Dir auch - wenn du bereit dazu bist Smile !

_________________
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)
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Jakob05
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BeitragVerfasst am: 13.11.2018, 09:13    Titel: Antworten mit Zitat

Alle Schwangerschaftsberatungsstellen (ProFamilia, DonumVitae etc. ) bieten psychologische Beratung kostenlos bis zum 3.Lebensjahr des jüngsten Kindes in der Familie. Hier arbeiten normalerweise erfahrene Krafte, die gerade in deiner Situation schnell und ohen Antrag helfen können.

Nach mehreren Reanimationen meines Sohnes, die ich allein Zuhause durchführen musste und parallel den Notarzt rufen, ging es mir ähnlich wie dir. Ich habe bei jedem Schritt überlegt, wie ich jetzt den RTW bestellen könnte, bin nur Strassen gelaufen, deren Namen ich sicher wusste, etc.
Es dauert lange so etwas zu vergessen. Neben Gesprächen half nur, dass ich mir selbst immer und immer wieder den Rahmen etwas weiter gesteckt habe und mir bei jedem Moment ohne Katastrophe deutlich gemacht habe, dass doch alles gut gelaufen ist.
Das ist ein hartes Stück Arbeit, MUSS aber gemacht werden, wenn du diese Ängste nicht auf dein Kind übertragen willst.
Also: Wie oben schon einige erwähnt haben, trau dich ! Dein Kind hatte sicher einen schweren Start und es macht Dir Angst, was alles noch passieren kann. Es gibt aber keinen Grund anzunehmen, dass eine Fremdbetreuung daran schuld ist. Deinem Kind wird es bei Papa oder Oma genauso gut gehen wie bei Dir !!!
Denk dabei auch mal an die, die dir helfen wollen. Wenn du Ihnen dazu NIE eine Chance gibts, werden auch sie bald die Lust verlieren und dann ... stehst du ganz alleine da. Vielleicht kann Oma dich zukünftig zu deinen Therapoieterminen begleiten und dann mit dem Zwerg im Wartzimmer warten, dann bist du erreichbar, hast aber dennoch mal Ruhe. Ausserdem kannst du auf dem Weg dorthin sehen, wie Oma sich anstellt und lernen ihr zu vertrauen. Sie hat ja auch schon Kinder großgezogen, sonst wäre sie ja jetzt nicht Oma ! Laughing

_________________
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†28.07.05,*02.08.05,37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, Rachenfehlbildung,Tracheostoma)
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